Fettleber: Fasten kann diese verhindern und evtl. sogar zurückbilden

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„Wenn wir verstehen, wie das Fasten unseren Stoffwechsel beeinflusst, könnten wir versuchen, diesen Effekt therapeutisch herbeizuführen“, so Herzig.
Die Forscher suchten nach fastenbedingten Unterschieden in der Genaktivität von Leberzellen. Sie fanden heraus: Je mehr Hunger, desto öfter produzierten die Zellen das Protein GADD45β, das bislang vor allem für seinen Beitrag zur Reparatur von Erbgutschäden bekannt war. Modellversuche ergaben, dass GADD45β auch die Fettsäureaufnahme in der Leber steuert. Mäuse, denen das Gen fehlte, entwickelten leichter eine Fettleber. Stellte man das Protein aber wieder her, so normalisierte sich der Fettgehalt der Leber und es verbesserte sich der Zuckerstoffwechsel.
Auch beim Menschen konnten die Wissenschaftler das Ergebnis bestätigen: Niedrige GADD45β-Spiegel gingen mit einer erhöhten Fettanreicherung in der Leber und einem erhöhten Blutzuckerspiegel einher. „Der durch das Fasten verursachte Stress auf die Zellen der Leber scheint also die Produktion von GADD45β anzukurbeln, was dann den Stoffwechsel an die geringe Nahrungsaufnahme anpasst“, erläutert Herzig.
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Hungern für die gesunde Leber - Laborwelt

Wenn nichts gegen Fasten spricht, ist das wohl eine gute Möglichkeit, seiner Leber etwas Gutes zu tun :idee:...

Grüsse,
Oregano
 
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Jetzt erst gelesen. Wo war ich blos schon wieder mit meinen Augen. Von der Seite hab ich das noch nie betrachtet. Muss oder soll man da auf etwas spezielles acht geben?
 
Wenn nichts gegen Fasten spricht, ist das wohl eine gute Möglichkeit, seiner Leber etwas Gutes zu tun
Einverstanden, jedoch sollte man speziell beim Fasten auf eine regelmäßig durchgeführte gründliche Darmreinigung achten, damit die Gifte aus dem Körper ausgeleitet werden.

Alles Gute!

Gerold
 
Dazu ein neuer Podcast von Dr. Jens Freese und Axel Sonnenberg:


Wasserfasten: Stoffwechsel-Reset in 14 Tagen?
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Peter Schwarz, Leiter der Abteilung Prävention am Dresdner Universitätsklinikum, über Wasserfasten als möglichen „Reset“ für den Stoffwechsel. Wir sprechen darüber, welche biochemischen Prozesse bei einer mehrtägigen Nahrungsunterbrechung ablaufen, warum Leberfett dabei eine zentrale Rolle spielt und wie sich das von Intervallfasten unterscheidet.

Prof. Schwarz erklärt, warum Wasserfasten ein schnell wirksamer Ansatz bei Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und entzündlichen Erkrankungen ist. Gemeinsam beleuchten wir Chancen, Grenzen und praktische Fragen: Wie hält man zwei Wochen durch, und für wen ist Wasserfasten überhaupt geeignet?

Demnach kann mit 2 Wochen Wasserfasten eine Fettleber i.a. komplett wieder abgebaut werden.

Auch um das Drumherum macht der Gast der Sendung nicht viel Zauber: Abführen macht es einfacher (wegen des dann nicht mehr angeheizten Hungergefühls), muss aber nicht sein; Enlastungstage vorher auch nicht zwingend; als Wasser könne einfach Leitungswasser dienen; man könne i.a. dabei arbeiten; es sei für die meisten Menschen machbar (als Kontraindikation werden wie immer Essstörungen genannt, Schwangerschaft und Stillzeit, kurz nach einem Herzinfarkt, Kinder). Bei Krankheit/Medikamenteneinnahme sei allerdings eine Begleitung durch einen fastenerfahrenen Arzt sinnvoll (u.a. da die Medikamentendosen angepasst werden müssen).
 
Bezug ist hier Beitrag #50 aus einem anderen Thread:

Inhaltlich interessant zu dem Wasserfasten-Artikel - bei dem ja ein Aspekt der Abbau der Fettleber ist - ist dieser Teil deiner KI-Antwort:
Was stark ist (wissenschaftlich gedeckt)

(...)

3. „Eidotter und zusätzliches Cholin"
Das ist biochemisch fundiert. Cholin ist essenziell für die Leberentgiftung (Phosphatidylcholin-Synthese, Very-Low-Density-Lipoprotein-Bildung). Ohne Cholin kann die Leber Fett nicht effizient exportieren – das ist der Mechanismus der Nicht-alkoholischen Fettleber bei Cholinmangel .

Der Interviewte, Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz
Quelle wie oben in #4.

Auf eine Frage von Jens Freese hin, wie es denn mit der Mikronährstoffversorgung bei 14 Tagen Wasserfasten sei, sagt er sinngemäß: das sei für einen Gesunden ohne Nährstoffmängel kein Problem, sofern man sich danach gesund ernährt.

Um den Zeitraum (warum 14 Tage?) und die Mikronährstoffversorgung geht es ab ca. Minute 27. Hier wird auch Valter D. Longo erwähnt, der dies schon vor längerer Zeit untersucht hat, sogar über 5-7 Wochen (wohl in Indien, sog. Askese).

Genaueres (von mir nur teils angeschaut) gibt es hier:

Dort gibt es u.a. eine Online-Befragung (ohne Datensammlung) zur Selbsteinstufung, ob man eine Kontraindikation hat oder eine ärztliche Abklärung vorab nötig ist. Ein Info-Schreiben für den Hausarzt gibt es zum kostenlosen Abruf. Weiter eine Seite mit Aussagen zu Medikamenten. Auch sieht es für mich mehr als in dem Interview danach aus, dass man ggf. doch besser etwas vorbereitet da rein gehen sollte.
 
... es sei für die meisten Menschen machbar (als Kontraindikation werden wie immer Essstörungen genannt, Schwangerschaft und Stillzeitt, kurz nach einem Herzinfarkt, Kinder).
Hier genauer dazu:

Wer besser nicht fastet​

Ich halte Wasserfasten für sicher, das kann ich nicht oft genug betonen. Aber natürlich gibt es Menschen, für die es nicht infrage kommt: Kinder, gebrechliche ältere Menschen, Schwangere und Stillende, Personen mit fortgeschrittener Herz-, Nieren- oder Leberschwäche, Untergewichtige sowie alle, die eine Essstörung haben oder hatten. Auch direkt nach einer Operation, im ersten halben Jahr nach einem Herzinfarkt oder während einer Infektion gilt: verschieben. Das Fasten läuft Ihnen nicht weg.

Zu Medikamenten und Kostaufbau:
Zwei Dinge nehme ich sehr ernst. Erstens die Medikamente: Wer Insulin, Blutzuckertabletten, Blutdruck- oder Gerinnungsmittel nimmt, muss vorher mit einem Arzt klären, was weiterläuft, was reduziert und was abgesetzt wird. Pauschal geht hier nichts – bei manchen Substanzen ist das Absetzen sogar Pflicht [39, 40, 41]. Zweitens der Kostaufbau: Das ist die eigentlich kritische Phase, nicht das Fasten selbst [29, 30]. Wer nach zwei Wochen Verzicht unvorsichtig isst, riskiert mehr als in den 14 Tagen davor. Deshalb ist der Kostaufbau in unserem Programm genauso strukturiert wie die Fastenzeit.
 

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