🚲 MHH-Studie von 2022 zeigt: Pedelec fahren steigert Fitness und Gesundheit

Kate

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Es wird ja gern mal gelästert über die faulen Pedelec-Fahrer, auch e-Biker genannt - gemeint sind hier aber die Bikes, die bei 25 km/h den Motor abregeln und rechtlich als Fahrräder gelten. Wenn auch nach meinem Eindruck zumeist von Menschen, die es nie ausprobiert haben. Noch dazu seien sie nicht so umweltschonend unterwegs wie sie es vorgeben.

Diese Studie (siehe unten) bestätigt, was ich schon lange weiß: Der Besitz eines solchen Fahrzeugs kann dazu führen - und tut das auch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit - dass man sich insgesamt einfach mehr bewegt.

In der am Anfang des Beitrags genannten These steckte aus meiner Sicht schon immer ein Denkfehler: Es wird davon ausgegangen, dass damit unmotorisierte Fahrrad-Fahrten 1:1 ersetzt werden. Der Hauptzweck meines ersten Bikes war es, eine regelmäßige Busfahrt zu ersetzen, die mich einfach nervte. So bin ich dann regelmäßig 2 x 22 km weitgehend grüne Strecke, gefahren und kam zumeist gut durchblutet und tiefenentspannt an. Dazu kamen dann schnell etliche extra Freizeit-Touren, die ich sonst nicht gemacht hätte: Zu weit, zu bergig, zu windig... Ich war angefixt. Einer Person aus meinem Umfeld ging es kürzlich genau so, nachdem sie im Berg-Urlaub ein Pedelec ausprobiert hatte. Die Touren wären ohne "e" nicht machbar gewesen. Und wir zwei sind keine Ausnahmen.

So sah es in der Studie aus:
Im Vergleich zum klassischen Radfahren ist die Belastung pro Minute zwar geringer, Studien zeigen jedoch, dass Pedelec-Fahrer dies durch eine signifikant höhere Dauer und Regelmäßigkeit der Bewegung überkompensieren.

Auch interessant (gleiche Quelle):
die Herzfrequenz lag nur ca. 5 Schläge/Minute unter der von Radfahrern

Und was den Stromverbrauch angeht: Der ist sehr niedrig, wie die kĂĽrzliche Erstinspektion meines neuen Bikes beim Auslesen der Steuereinheit zeigte.

Nun also zur Studie - lest selbst:

Originalarbeit:

Impact of electrically assisted bicycles on physical activity and traffic accident risk: a prospective observational study​

https://web.archive.org/web/20260102155101/https://bmjopensem.bmj.com/content/8/4/e001275

(Ich habe bislang nur den Artikel aus dem Pedelec-Forum gelesen, dann den der MHH gefunden auf der Suche nach dem Original.)
 
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Mein Sohn ist ein eifriger Radfahrer. Vor ein paar Jahren hat er noch die Alpen überquert. Durch ein E-Bike konnte seine Freundin bei einfacheren Touren mithalten, die sonst keine Chance gehabt hätte.
 
Ja, man erweitert einfach seine Möglichkeiten - egal, von welchem Niveau aus man startet (y)

Bei mir kann man in Bezug auf Freizeittouren sagen, dass die Entfernungen 2-3 mal so lang sind wie ich wohl unmotorisiert fahren würde. Das zumeist im Eco-Modus (niedrigste Unterstützungsstufe). Nach meiner - leider nicht ganz präzisen (weil ich die Voreinstellungen von Bosch nicht kenne, die App auch nicht nutze, wo das womöglich drin steht) - Recherche könnte dieser etwa 20% zur eigenen Kraft dazu spendieren. Da kann man schon per Milchmädchenrechnung sehen, dass ich unter dem Strich mehr physikalische Arbeit leiste.

Zum GlĂĽck gibt es auch leichtere Pedelecs zu kaufen mittlerweile, mein erstes war ein fast-30 kg-Brummer und die Kellertreppe etwas problematisch, ebenso wie Zugfahrten ohne Niederflurfahrzeuge oder gar bei ausgefallenen FahrstĂĽhlen zu den Bahnsteigen.

Das (unmotorisierte) Trekking-Bike wird weiter genutzt, in der Stadt, und auch manchmal fĂĽr kleinere Touren bis 15/20 km. Der bessere Trainingszustand macht sich auch da bemerkbar.
 

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