Extrem brüchige Zehennägel bei Baby/Kleinkind

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Hallo,

mein Sohn hat von Geburt an extrem brüchige Zehennägel. Wir versuchen sie schon kurz zu halten, aber die Nagelstruktur lässt sich nicht gut und sauber schneiden. Immer wieder reißen die Nägel auch ein - gestern längst bis zum Nagelbett. Und das ohne irgendwelche besondere Belastung. Er hat auch am dicken Zeh extreme Hornhaut.

Das ganze sieht dann so aus: https://ibb.co/bJYcvzX

Der Hautarzt konnte einen Pilz ausschließen und sagt, wir sollten den Mineralhaushalt überprüfen lassen, der Kinderarzt weigert sich, würde ein Mangel vorliegen, wären auch die Fingernägel betroffen. Die wiederum sehen komplett normal aus. Schuhe passen und sind nicht zu klein/eng - er hatte beide Symptome auch, bevor er Schuhe trug.

Hat jemand eine Idee, was das sein könnte?
 
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Hallo clueless,

vielleicht findest Du hier weiterführende Informationen?:

http://www.swiss-paediatrics.org/sites/default/files/10-12.pdf

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, in eine Hautklinik zu gehen, wäre das meiner Meinung nach gut. - Die haben doch wesentlich mehr Erfahrung - hoffentlich - mit solchen Problemen bei kleinen Kindern als ein Dermatologe.

Wenn der Kinderarzt sich nicht für die möglichen Mängel interessiert, könntet Ihr ja z.B von Eurem Hausarzt Blut abnehmen lassen, wenn der Sohn das zuläßt?

... Oftmals ist eine falsche, unausgewogene Ernährung das Problem. Für eine gesunde Entwicklung der Fingernägel sind vor allem die Vitamine B und Vitamin D von großer Bedeutung, auch die Spurenelemente Kalzium und Eisen spielen für gesunde Nägel jedoch eine bedeutende Rolle. Diese Substanzen sollten sich in ausreichender Menge in der Nahrung befinden, um spröden Fingernägeln vorzubeugen. ...
https://www.dr-gumpert.de/html/sproede_fingernaegel.html

Wie ernährt Ihr denn Euren Sohn?

Grüsse,
Oregano
 

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Hallo clueless

Vielleicht versuchst du mal, die Nägel nur mit einer feinen Sandpapierfeile jeweils von aussen nach innen zu kürzen, statt zu schneiden/knipsen.
Anschliessend und zwischendurch würde ich sie mit Oliven- oder Kokosöl o.ä. pflegen.

Die Frage bleibt: weshalb kann sein Körper gesunde Finger-, aber nicht Zehennägel bilden? Ich könnte mir vorstellen, dass ein/e gute/r TCM-Therapeut/in einen Ansatz finden könnte - aber vielleicht findest du mit deinem Sohn einen ganz anderen, eigenen Weg :)

LG und alles Gute
pita
 

togian

Hi Clueless,
die Photos könnten von meinem Kind sein...

Vom Gefühl her waren die Nägel bei meinem die ersten Wochen/Monate "normal" (soweit man das in dem Alter sagen kann).
Als möglichen Beginn der "komischen Fußnägel" hab ich ein paar Varianten: Beginn der Beikost bzw. am Bauch liegend und mit ziemlicher Wucht mit den Zehen auf den Parkett getrommelt (dadurch können die Nägel bereits im Nagelbett verletzt werden).
Bzw. je länger die Stillzeit gedauert hat, desto mehr ist meine SD in die Knie gegangen (ich vermute Jod und/oder Selenmangel...), vermutlich wurde er dadurch auch zu wenig mit den benötigten Nährstoffen versorgt.

Auch bei ihm - Fingernägel normal, Fußnägel brüchig/bröselig, phasenweise dann auch stark verformt (nach innen "gedrückt"), tlw. Längsrillen (kamen in meiner Erinnerung erst später dazu).

Häutärzte, Kinderärztin, Allg. Medizinerin (ich hab immer gefragt wenn ich irgendwo war - auch ohne Kind und auch andere gebeten ihre Ärzte zu fragen) - alle keine Idee/Tipp wo man ansetzen könnte. (fast schon "üblich" dass man punkto Nährstoffthemen seitens Schulmedizin keine Hilfestellung bekommt :rolleyes:)

Vitamin- und Mineralstoffmässig hab ich im Laufe der Jahre einiges probiert, ohne Änderung zu sehen.

Übliche Verdächtige: D3, Eisenmangel (wie von Oregano geschrieben), Eiweißmangel (bestimmte Aminosäuren), K2, Bor, Kalzium, Omega 3, Vitamin A, Magnesium, Silizium.

HPU Test war positv - hab kurze Zeit mit B6 und Zink rumexperimentiert aber das scheint er nicht zu brauchen/hat nicht wirklich was gebracht. (Hab ein Auge drauf, merke aber aktuell keine möglichen Mangelsymptome).

Irgendwann hatte er dann sogar eine Nagelbeissphase - und wenn seine Nägel abgekaut waren, hat er bei mir oder Herrn Togi versucht weiterzukauen. Also ab dem Punkt definitiv ein Mangel.

Hab dann Eierschalen pulverisiert und immer wieder ins Essen gestreut. Nagelbeissen hat aufgehört, Fußnägel vielleicht etwas besser aber naja...

Mittlerweile ist meiner bald 6 und die Nägel sind viel viel besser/kaum mehr von "normalen" zu unterscheiden. Ich kann nur leider nicht genau sagen was letztlich ausschlaggebend war für die Heilung. :idee:

Vom Zeitrahmen her haben sie begonnen zu heilen nachdem wir mit Jod gestartet haben. (unseren Weg mit Jod hab ich hier dokumentiert: https://www.symptome.ch/vbboard/nah...-halogene-entgiften-joddepots-auffuellen.html)

Also vermute ich, dass durch besser funktionierende Schilddrüse ev. Nährstoffe besser aufgenommen werden und ev. dadurch die Besserung eingetreten ist.
z.B. Eiweißverstoffwechselung braucht Enzyme und Enzyme brauchen Jod.
Bzw. hatte er unverträgliche Lebensmittel (z.B. Tomaten, Erdbeeren - also in Richtung Histamin gehend) und die Unverträglichkeiten sind durchs Jod/SD auch alle weg - allein damit dürfte die Nährstoffaufnahme auch besser geworden sein.

Zum Jod bekommt er auch immer Selen - also ebenfalls SD oder ev. spielt Jod und/oder Selen auch direkt beim Keratin eine Rolle? Das hab ich nicht recherchiert.
Andere Nährstoffe (im verlinkten Thread als Co-Faktoren genannt, z.B. B2, B3.... hat er am Anfang zum Jod dazu bekommen, nun aber schon seit Monaten nicht mehr - und sie scheinen ihm nicht zu fehlen/die Nägel werden immer besser).

Mein Lebensgefährte hatte auch schon immer eher weiche/heikle Nägel, allerdings Fuß- und Hand (SD dürfte bei ihm auch lange ein Thema gewesen sein). Er hat mittlerweile auch sehr dicke und feste Nägel. Soweit er sich erinnern kann, das erste Mal in seinem Leben. (er hat ebenfalls die "Jod Kur" gemacht und nimmt weiterhin Jod).

Ich wiederum hatte sicher nach der Schwangerschaft ein SD Thema, aber dennoch sehr feste Nägel - Kieselgur (Silizium!!!) sei Dank.
Kieselgur hab ich ihm auch phasenweise (sehr niedrig dosiert, da es "sandig" schmeckt) irgendwo rein gemischt. Da kann ich die Wirkung aber nicht eindeutig zuordnen, weil das schon zu Jodzeiten war. Aber die Wirkung von Kieselgur auf Haut/Haare/Nägel wird oft berichtet. (Achtung, muss LEBENSMITTELQUALITÄT haben).

Sorry, genauer kann ich es nicht eingrenzen, aber ev. ist ja was dabei das Dich/euch weiter bringt. :)

Was ich auch kurios finde und wofür ich nach wie vor keinen plausiblen Ansatz habe, ist warum nur die Fußnägel betroffen waren.
Generell haben Knochen/Zähne Vorrang und dann erst werden Nägel/Haare versorgt. Soweit, so klar. Aber warum die Fußnägel da so benachteiligt waren....???
Eins fällt mir noch ein: bei den Minis ist ja noch alles super weich und flexibel. Bei jedem Schritt ist jede einzelne Zehe in Bewegung - sie krallen sich richtig mit den Zehen fest wenn sie gehen. Eventuell sind die Zehennägel bei ihnen mehr beansprucht auf Grund der besseren Beweglichkeit? Hmmm, klingt nicht sehr plausibel.... :idee:

lg togi
 
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Hallo clueless,

Mein Sohn hat auch sehr weiche Nägel und ich bin mit meinem Recherchen auf demselben Stand wie togian. Ich bin mir sicher, dass es mit einem oder mehreren Mängeln der von togian genannten Mikronährstoffe zusammenhängt.

Bei meiner Frau wurde am Beginn der Schwangerschaft Jod, Selen und Vitamin D Mangel festgestellt, was sie dann begann zu supplementieren. Unser Sohn wurde dann etwa 1 1/2 Jahre gestillt.

Vitamin D und K2 bekommt er seit dem. Es hatte keinen Einfluss auf die Nägel aber die Gabe von Vitamin D ist ja meistens notwendig und auch unkompliziert, da es geschmacksneutrale Tropfen gibt und die Dosierung für Babys bekannt ist.

Magnesium kann man transdermal anwenden.

Alles andere gibt es in den richtigen Verbindungen nur als Kapseln und da ist es mit der Gabe bei Kindern nicht so einfach. Ne Lösung wäre es, die Kapseln zu öffnen und das Pulver irgendwo unterzurühren. Jod gibt es noch in Form von lugolscher Lösung, die allerdings unangenehm schmeckt.

Mein Sohn hat auch HPU aber die Gabe von Zink, B6, Mangan brachte keine Verbesserung in Bezug auf die Nägel.

Mein Hauptverdacht ist jetzt Jodmangel. Vielleicht testet ihr einfach mal die Gabe von Jod in Form von Kelpalgen.

Mikronährstoffmängel zu erkennen und die dafür richtigen Blutwerte zu bekommen, ist bei normalen Ärzten ja wohl recht aussichtslos, selbst wenn man selbst zahlen würde.

Da müsste man sich an Labore wie dieses wenden: https://www.imd-berlin.de/labor.html

Grüsse
derstreeck
 
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Hallo,

vielen Dank für die informativen Rückmeldungen! Es beruhigt mich, dass wir nicht die einzigen mit diesem Problem (das vom Kinderarzt nicht als solches anerkannt wird) alleine sind. Ich lese mich mal ein wenig in die genannten Themen ein und melde mich dann sicher mit weiteren Fragen - vor allem zu Dosierung usw.

Interessant ist zumindest schon mal der Zusammenhang mit Jod. Ich habe keines während der Schwangerschaft und Stillzeit genommen... vielleicht gibt es da schon einen Zusammenhang?

LG
 
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Hallo zusammen,

ein kurzer Zwischenstand: wir hatten im Herbst einen KA gefunden, der sich bereit erklärt hat, eine zweite Meinung zu geben. Blut abnehmen wollte er auch nicht, sagte aber, wir sollten es mal mit Zink probieren. Wir haben den Eindruck, dass die Zehennägel dadurch tatsächlich besser werden - aber nur wenn wir das Zink kontinuierlich geben. Sobald wir die Dosis reduzieren oder es mal einige Zeit schleifen lassen, brechen und reißen die Nägel wieder.

clueless
 
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Hallo clueless.

Ein hoher Zinkbedarf spricht stark für HPU.
Welches Zink gebt ihr in welcher Dosis?
Gebt ihr noch weitere Mikronährstoffe? Ich denke da vor allem an Vitamin D, K2 und Retinol.

Wie alt ist dein Sohn bzw. wieviel wiegt er? Wegen der Dosierung. Bei den fettlöslichen Vitaminen ist ja bekannt, dass man sie nach Körpergewicht dosieren muss. Bei Zink würde ich die Dosis auch aufs Körpergewicht runterrechnen.
 
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@derstreeck : Vielen Dank, das ist ein sehr guter Hinweis. Dem werde ich mal nachgehen und etwas tiefer recherchieren.

Der Arzt empfahl eine handeslübliche Tablette zu halbieren und zu pulverisieren. Ich meine dass sind dann 200mg. Sonst geben wir nichts.
 
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Gibst du Orotat? Die Verbindung ist an sich ok aber "handeslübliche Tablette". Schau dir mal die Zusatzstoffe an.

Dextrose-Maltose-Saccharid-Gemisch (92 : 3,5 : 4,5); Maisstärke; D-Mannitol; Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat; Mikr. Cellulose; Copovidon; Crospovidon; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); Methacrylsäure- Methylmethacrylat-Copolymer (1:1); Methacrylsäure- Ethylacrylat-Copolymer-(1:1)-Dispersion 30%; Talkum; Triethylcitrat

Es gibt Anbieter die keine Zustazstoffe verwenden. Die Kapseln kannst du öffnen und das Pulver auf mehrere Dosen verteilen und irgendwo untermischen. Die sichere Dosis für einen Erwachsenen sind 15 mg pro Tag. Gemeint ist damit, wenn man es auf Verdacht, ohne Blutkontrollen nimmt.

Am Anfang kann man immer ne zeitlang etwas mehr nehmen. Nach deiner Beschreibung benötigt dein Sohn wahrscheinlich langfristig zusätzlich Zink und da halte ich es für ratsam genau auf die Dosis zu achten.

Beim Spezialfall HPU ist die benötigte Zinkdosis höher. Es macht schon Sinn das mal bei Keac testen zu lassen. Du kannst dich da dann auch zur richtigen dosierung beraten lassen. Hausärzte haben davon leider gar keine Ahnung.

Vitaminpräparate aus Apotheken sind leider in der Regel auch nichts gutes mit vielen Zusatzstoffen. Es ist besser es bei den bekannten seriösen Anbietern wie Vitality, Sunday, Dr. Jacobs, Aportha zu bestellen.

Mein Vorschlag: https://www.sunday.de/zink-kapseln-...zMwjIs2mB94UYzPi4E_j_Lj5ZjJPogMBoCs3IQAvD_BwE
 
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Themenstarter
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25.11.09
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Ups, sorry, da war ich wohl (ohne nachzuschauen) im falschen Film. Pro Tag sind es etwa 7,5 mg. Der Arzt empfahl uns "normale Zinktabletten aus dem Drogeriemarkrt" zu halbieren und zu pulverisieren.
 
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08.11.10
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Hallo clueless.

Ich hatte meinen Beitrag nochmal komplett umgeschrieben, während du geantwortest hast. Schau nochmal, ich habe noch ein paar Infos ergänzt.

7,5 mg Zink ist meiner Meining nach eine sichere Dosis (auch bei Dauereinahme), wenn er mehr als 30 kg wiegt.

Vitamin D + K2 zu geben, halte ich noch für wichtig.
 
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