EMA erwägt Verbot von vier MRT-Kontrastmitteln (3/2017)

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Der Nachweis von Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn veranlasst den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zu der Empfehlung, die Zulassung von vier Kontrastmitteln für die Magnetresonanztomographie (MRT) zu suspendieren, obwohl eine schädliche Wirkung nicht nachgewiesen ist. Betroffen wären die vier Kontrastmittel mit linearer Struktur Gadobensäure, Gadodiamid, Gadopentetat und Gadoversetamid.

Das paramagnetische Element Gadolinium verstärkt bei der MRT den Kontrast. Das Metall aus der Gruppe der seltenen Erden ist in elementarer Form jedoch hoch toxisch. Es ist deshalb in den Kontrastmitteln in Moleküle fest eingebunden. In den letzten Jahren wurde erkannt, dass sich das Metall bei einigen Kontrastmitteln aus der Molekül*bindung befreien kann.

Eine Ablagerung im Bindegewebe kann dann – in seltenen Fällen und vor allem beim Patienten mit Niereninsuffizienz – eine nephrogene systemi*sche Fibrose (NSF) auslösen, bei der es zu einer irreversiblen Vermehrung des Binde*gewebes in Haut, Muskulatur und inneren Organen kommt, die zu schweren Behinde*rungen und zum Tod führen kann. Betroffen sind vor allem Patienten, denen Kontrast*mittel mit linearer Struktur intravenös injiziert wurden. Bei Kontrastmitteln mit makro*zyklischer Struktur soll das Risiko wesentlich geringer sein.
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https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73573/EMA-erwaegt-Verbot-von-vier-MRT-Kontrastmitteln

Im Wissen um diese Empfehlung, die ja ihre Gründe hat, sollte man sich erst recht kein Kontrastmittel dieser Gruppe spritzen lassen...

Grüsse,
Oregano
 
wundermittel
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Die Frau von Chuck Norris scheint auch dadurch zu Schaden gekommen zu sein:

Chuck Norris beendet seine Karriere: Ehefrau Gena ist schwer krank:
In seinen Rollen wirkt er stets unbesiegbar, kann es mit allem und jedem aufnehmen. Im wahren Leben hat es Chuck Norris jedoch mit einem erschreckend starken Gegner zu tun: Seine Frau Gena leidet unter Nierenproblemen und schlimmen Nervenschmerzen. Deshalb beendet der Actionstar nun seine Karriere.
https://kurier.at/stars/chuck-norris-verklagt-pharmafirmen-meine-frau-wurde-vergiftet/295.800.690:

Chuck Norris behauptet, Gena sei durch die Untersuchungen an einer Störung des zentralen Nervensystems erkrankt.

"Ein Rechtsstreit ist das Einzige, was wir tun können, um die Pharmafirmen davon abzuhalten, das Leben von so vielen unschuldigen Menschen zu bedrohen, die sich einer MRT-Untersuchung unterziehen müssen", erklärt die 54-Jährige. "Diese Firmen behaupten nach wie vor, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Gadolinium und Krankheitszeichen, obwohl die Beweise überwältigend sind, dass dieses Schwermetall für Jahre im Körper bleibt."
 
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hallo,

sehr interessant.
ich bekam zwar kein mrt aber ct mit kontrastmittel,vor zirka 3 jahren.
noch wärend des ct musste mir fenistil gespritzt werden ,da ich vom hals
abwärts ,roten juckenden ausschlag bekam.
einen tag später hatte ich eine pflegmone unter der brust.

als ich dieses jahr das kontrastmittel ablehnte wurde ich heimgeschickt.:mad:
das mittel scheint vielseitige nebenwirkungen zu haben.

lg gabi
 
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regulat-pro-immune

Malve

Hallo sanara,

als ich dieses jahr das kontrastmittel ablehnte wurde ich heimgeschickt.
- das ist allerhand; gibt es nicht eine andere Praxis, die mehr auf Dein Anliegen eingeht?

Ich habe mich bis jetzt jeglicher Kontrastmittelgabe verweigert und habe letztendlich festgestellt, dass es auch "ohne" gegangen ist:cool:.
Wenn Du schlechte Erfahrungen gemacht hast, wäre es meines Erachtens von Seiten einer Praxis fahrlässig, eine Untersuchung mit Kontrastmittel erzwingen zu wollen.

Gruß
Malve
 
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Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass auch ohne Kontrastmittel ein MRT gemacht werden kann. Man muss nur hartnäckig sein und die Kontrastmittelgabe verweigern. Einmal hat der Arzt eine Untersuchung ohne Kontrastmittel abgelehnt, dann habe ich die Untersuchung auch abgelehnt.
 
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Hallo sanara,

die Kontrastmittel für MRT und CT sind sehr unterschiedlich.
Beim MRT geht es um die magnetischen Eigenschaften (Gadolinium)
beim CT um die Absorbtion von Röntgenstrahlen (Jod, Bariumsulfat).

Kontrastmittel sind in der Regel erforderlich, wenn Durchfluß oder Durchblutung dargestellt werden. Durch das sehr schwerlösliche Bariumsulfat kann der Weg der Nahrung durch Magen und Darm verfolgt werden. Mit Jodhaltigen Kontrastmitteln kann das Blut sichtbar gemacht werden.

Wenn Du beim CT schwere allergische Nebenwirkungen hattest, dann war es vermutlich etwas mit Jod und vielleicht bist Du gegen Jod allergisch? Menschen mit bestimmten Schilddrüsenerkrankungen sollen keine jodbasierten Kontrastmittel verwenden und bei noch symptomfreien Patienten könnten solche Schilddrüsenerkrankungen die Folge sein.

Grüße zorro
 
regulat-pro-immune
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hallo zorro,

danke,daß mit der schildrüse(jod) stimmt.
ich hatte schon eine sd op,und immer noch leichte unterfunktion.
auf l-thyroxin habe ich auch mit nebenwirkung zu kämpfen gehabt.

lt habe ich nicht lange genommen.
ich nehme garnichts für die sd.meide auch jod wo es nur geht.

lg gabi
 
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Beim nächsten CT noch diesen Monat habe ich eher keine Wahl. ;)

Ist zur Überprüfung der Prothese etc. nach Aortendissektion.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
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14.05.14
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@Tarajal: Zur Überprüfung der Durchblutung wird wahrscheinlich ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. In diesem Thread geht es jedoch speziell um Gadolinium, einem Stoff in Kontrastmitteln, der zur Darstellung von Strukturen bei MRT-Untersuchungen verwendet wird, bspw. in der "Krebstherapie" oder bei Multipler Sklerose oder anderen Erkrankungen des Gehirns / Nervensystems.

Ich habe mal mitbekommen wie jemand, der Krebs hatte und wo nun geschaut werden sollte, wie weit der Krebs bspw. auch schon in die Nieren metastasiert hat, auch ein entsprechendes Kontrastmittel bekommen hat. Wo doch die Beschränkung lautet, so weit ich das verstanden habe, dass die Nieren nicht beschädigt sein dürfen, damit sich dieses Gadolinium nicht dauerhaft im Körper und Gehirn ablagert. Aber allgemein: bei wem funktionieren die Nieren im fortgeschrittenen Alter schon noch so wirklich hundertprozentig... Außerdem sind Schwermetalle und Kontrastmittel selber nierentoxisch !

VG blunsi
 
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AB 28. FEBRUAR 2018

Zulassungen für Gadolinium-haltige Arzneimittel ruhen

Nach neuen Erkenntnissen der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) können sich nach Anwendung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel geringe Mengen des Elements im Gehirn ablagern. Auch wenn bisher keine Hinweise auf Schädigungen von Patienten bekannt sind, hat die EMA das Ruhen der Zulassung bestimmter Kontrastmittel empfohlen – und zwar von allen intravenösen linearen gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln mit Ausnahme der Wirkstoffe Gadoxetsäure und Gadobensäure. Diese sollen weiterhin verfügbar bleiben, jedoch nur zur MRT-Bildgebung der Leber. Bereits im Januar hatten die Hersteller in einem Rote-Hand-Brief darauf hingewiesen.

Das BfArM hat diese Empfehlung umgesetzt und angeordnet, dass das Ruhen der Zulassungen bis zum 28.02.2018 umzusetzen ist. Die betroffenen Produkte sind dann nicht mehr verkehrsfähig. Wie die Arzneimittelkommission der Apotheker mitteilt, rufen die Hersteller Bayer und Jenapharm ihre Präparate Magnevist® und Magnograf® zurück, und zwar alle Chargen und Packungsgrößen. Apotheker sind angehalten, ihre Bestände zu überprüfen und die betroffenen Packungen zur Gutschrift zurückzusenden.
...
https://www.deutsche-apotheker-zeit...en-fuer-gadolinium-haltige-arzneimittel-ruhen

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/12/gadoliniumhaltige-kontrastmittel

Jetzt wäre gut zu wissen, welche Kontrastmittel denn nun zugelassen sind für den Fall, daß man in die MRT-Röhre muß ...

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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kontrastmittel sind fast immer völlig überflüssig.
genauso wie ein ct, beim dem die strahlenbelastung extrem hoch ist, die meisten sachen sieht man beim mrt genauso und vieles sogar besser als beim ct.
um streß mit dem radiologen zu vermeiden, kann man schon beim anruf wegen des termins fragen, ob die betreffende untersuchung in der praxis mit kontrastmittel gemacht wird und dann halt woanders anrufen.


lg
sunny
 
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...

Gadolinium Einsatz trotz Verbot seit 2018 als lineares Kontrastmittel

2017 erfolgte die Empfehlung des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) die Zulassung der vier linearen Kontrastmittel:

  • Gadobensäure
  • Gadodiamid
  • Gadopentetat
  • Gadoversetamid
für die Magnetresonanztomographie (MRT) zu verbieten.[4]

Seit 2018 ist die Nutzung von linearen Kontrastmitteln, die Gadolinium enthalten durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte untersagt.
[5]

Doch das Schwermetall findet weiter täglich Verwendung in makrozyklischen Kontrastmitteln, die wahrscheinlich nicht so schädigend für den Körper sind. Doch auch damit wurden noch lange Zeit nach der Behandlung im MRT, Reste des Schwermetalls im Gehirn der Patienten bewiesen.

Immer wieder wird Kritik am Zulassungsverfahren für Gadolinium Präparate laut. Für die Zulassung wird lediglich die einmalige Verabreichung des Stoffs geprüft, unberücksichtigt bleiben aber Patienten mit Erkrankungen wie Krebs, die sich in engen Zeitabständen MRT Untersuchungen unterziehen müssen.

Bislang bleiben die Nebenwirkungen wie Nierenprobleme, Hautveränderungen, neurologische Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Gefühlsstörungen von denen zahlreiche Patienten berichten, ungehört.[6] Auch bei nierenkranken Patienten steht das Kontrastmittel unter Verdacht schwere Nebenwirkungen zu verursachen.[7]

Gewinnbringendes Geschäft mit dem toxischen Kontrastmittel ....

Kontrastmittel wie Gadolinium stellen auch eine Gefahr für unser Trinkwasser dar
Kontrastmittel gelangen über Ausscheidungen und Entsorgung in das Abwasser und sind über die herkömmlichen Verfahren in Klärwerken kaum zu entfernen. Sie gelangen unkontrolliert in den Wasserkreislauf und in unser Trinkwasser.

Eine Studie der Jacoby University Bremen zeigt, wie diese Stoffe systematisch in unsere Nahrungskette und unser Trinkwasser gelangen.[9]
...
Fazit: Es bleibt dem mündigen Patienten nur der Weg, sich auf wirklich notwendige MRT Untersuchungen zu beschränken. Unmöglich wird dies jedoch für Patienten, die aufgrund einer Erkrankung auf eine regelmäßige Kontrolle im MRT angewiesen sind. Entscheidend ist es hier, dass die Krankenkassen reagieren und der Gesetzgeber über Regularien zusätzliche Gewinne durch den Einsatz von Kontrastmitteln für Ärzte unmöglich macht.

...

Gadolinium Abbau im Körper

Das Gadolinium wird vorwiegend über die Niere ausgeschieden. Für jedes Kontrastmittel kann genau sagen, nach wie vielen Stunden es den Körper wieder verlassen haben sollte.

Normalerweise sollte diese Zeit bei spätestens ca. 3 Tagen liegen. Das sind allerdings nur theoretische Angaben der Hersteller.
Seit langem ist bekannt, dass sich beispielsweise freies Gadolinium in den Knochen einlagert. Wenn Kontrastmittel eingelagert wurden und immer wieder Gadolinium daraus frei wird, dann kann es teilweise bis zu Monate oder Jahre im Urin nachgewiesen werden. Diese Fälle kann ich aus der Praxis bestätigten.

Symptome einer Gadoliniumvergiftung durch MRT-Kontrastmittel

In der täglichen Praxis sehen wir verschiedene Symptome einer Gadoliniumvergiftung. Viele Patienten klagen über Knochen-, Muskel- und Sehnenschmerzen. Dies wird oft mit den Symptomen eines Weichteilrheumatismus oder einer Fibromyalgie verwechselt. An das Gadolinium wird in der Praxis sehr selten gedacht.
Ganz häufig kommt es auch zu neurologischen Symptomen wie Taubheitsgefühlen in Armen oder Beinen, Hitze- oder Kältegefühlen in Armen und Beinen, Ameisenlaufen, Stromschlägen, Jucken, Nervenschmerzen, Zuckungen einzelner Muskelpartien, Koordinationsschwierigkeiten, Gelenksteifigkeit, allergischen Symptomen, Nesselsucht, Gewebsveränderungen, Konzentrationsschwierigkeiten, bleierner Müdigkeit, Haarausfall, Störungen der Temperaturregelung, Hörverlust, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Hörstörungen, Schluckstörungen, Gewebsschwellungen und vieles mehr.
...

Grüsse,
Oregano
 
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Was heißt hier toxisch?

Betroffene ? Vermutlich nein.
Für solche gibt es ein Netzwerk


Diese Internetseite beschäftigt sich mit den gesundheitsschädlichen Auswirkungen, die von MRT-Kontrastmitteln ausgehen.

Dazu zählen insbesondere die nephrogene systemische Fibrose (NSF) und die Gadolinium Deposition Disease (GDD).

Ziele sind die Information der Bevölkerung, die Unterstützung Betroffener und ein Verbot aller gadoliniumhaltigen MRT-Kontrastmittel.
 
Themenstarter
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Aus dem Link in #15:

... Seit 2018 ist die Nutzung von linearen Kontrastmitteln, die Gadolinium enthalten durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte untersagt.[5]

Doch das Schwermetall findet weiter täglich Verwendung in makrozyklischen Kontrastmitteln, die wahrscheinlich nicht so schädigend für den Körper sind. Doch auch damit wurden noch lange Zeit nach der Behandlung im MRT, Reste des Schwermetalls im Gehirn der Patienten bewiesen.

Immer wieder wird Kritik am Zulassungsverfahren für Gadolinium Präparate laut. Für die Zulassung wird lediglich die einmalige Verabreichung des Stoffs geprüft, unberücksichtigt bleiben aber Patienten mit Erkrankungen wie Krebs, die sich in engen Zeitabständen MRT Untersuchungen unterziehen müssen.

Bislang bleiben die Nebenwirkungen wie Nierenprobleme, Hautveränderungen, neurologische Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Gefühlsstörungen von denen zahlreiche Patienten berichten, ungehört.[6] Auch bei nierenkranken Patienten steht das Kontrastmittel unter Verdacht schwere Nebenwirkungen zu verursachen.[7] ...

Ich bin leider chemisch total unbewandert und kann nicht beurteilen, ob "makrozyklische Kontrastmittel2, die wohl Gadolinium enthalten, kein Gadoliniiium sind bzw. unter das Verbot fallen. Insofern kann ich auch nicht sagen, ob malvegil mit der Aussage "Ein "Einsatz trotz Verbot" findet ja gerade nicht statt." Recht hat.

Wenn irgend möglich, würde ich versuchen, gar kein Kontrastmittel zu bekommen.

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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Ich bin auch kein Fan von Gadolinium, und natürlich sollte man bei seinen Mitmenschen das Bewußtsein schärfen, daß es den Körper nicht gesünder macht und zu den Tausenden von Substanzen gehört, die normale biologische Abläufe stören und irgendwann in ihrer Summe nicht mehr kompensiert werden können.

kann nicht beurteilen, ob "makrozyklische Kontrastmittel2, die wohl Gadolinium enthalten, kein Gadoliniiium sind bzw. unter das Verbot fallen

Makrozyklisches Gadolinium ist als Kontrastmittel weiterhin erlaubt, lineares ist verboten und wird in D ganz sicher nicht mehr eingesetzt.

Bestimmte Kontrastmittel mit Gadolinium sind verboten

Es existieren zwei Gruppen von gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln:

  • Die Anwendung von linearen Kontrastmitteln mit Gadolinium ist seit Anfang 2018 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Deutschland verboten.
  • Weiterhin zugelassen sind die sogenannten makrozyklischen Kontrastmittel. In ihnen soll das Gadolinium besser gebunden sein als in linearen Mitteln. Allerdings lassen sich nach der Anwendung makrozyklischer Kontrastmittel ebenfalls Rückstände von Gadolinium im Gehirn nachweisen.
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundh...aedlich-ist-Gadolinium,kontrastmittel106.html

Natürlich kann auch das erlaubte Gadoliniumkontrastmittel schädlich sein, vor allem bei mehrfachem Einsatz und bei hoher individueller Empfindlichkeit; aber "toxisch" ist ziemlich übertrieben. Toxisch sagt man bei Substanzen, die grundsätzlich in der Normaldosis Schäden hinterlassen.

Wenn irgend möglich, würde ich versuchen, gar kein Kontrastmittel zu bekommen.
Klar, sehe ich auch so.

Für solche gibt es ein Netzwerk
Wie immer dürfte die Wahrheit in der Mitte zwischen dieser "Lebensgefahr"-Panikmache und der ärztlichen "ist doch harmlos"-Predigt liegen.

Gruß
Malvegil
 

nicht der papa

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Hallo Oregano,
hatte es in 2019 schon einmal geschrieben. https://www.symptome.ch/threads/vergiftung-mit-kontrastmittel-gadolinium.137249/#post-1214459
Es sind nicht alle GHK verboten, sondern nur eine bestimmte Klasse, die sich verstärkt im Gehirn ablagern sollen. Beim bfarm ist es genau spezifiziert.

Eine andere Klasse gadoliniumhaltiger Kontrastmittel, die sog. makrozyklischen Kontrastmittel (Gadobutrol, Gadotersäure und Gadoteridol), sind stabiler und haben eine geringere Neigung, Gadolinium freizusetzen als lineare Kontrastmittel. Sie können weiterhin in ihren jetzigen Indikationen angewendet werden, aber in der niedrigsten Dosierung, die für eine ausreichende Kontrastverstärkung notwendig ist und nur, wenn eine kontrastmittelfreie Bildgebung als nicht ausreichend erachtet wird.

Kann nur sagen, dass es schwierig ist zu sagen ich will kein Kontrastmittel, wenn man nach der Kontrastmittelfreien Aufnahme gesagt bekommt, dass das MRT ohne Kontrastmittel nicht aussagekräftig genug ist, um eine eindeutige Aussage treffen zu können.
 
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