Elektrosmog durch Autoreifen

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02.01.04
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Ich hab gelesen, dass Autoreifen während der Fahrt sehr viel zu Elektrosmog beitragen. Auf der anderen Seite sind nur wenige Autogaragen bereit, die Reifen so aufzuziehen, dass das praktisch nicht passiert.
Was ist dran an dieser geschichte??
Ist das wirklich ein so wesentliches Feld dass ich was unternehmen müsste?
Oder hängt es einfach mit gefahrenen km zusammen??
Ich fahr etwa 25000-30000 km im Jahr.

Daniel
 
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25.01.05
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Hallo Daniel,

wo und von wem, bzw. aus welcher Quelle hast Du das gehört? Sehe keinen direkten Zusammenhang zwischen E-Smog und Autoreifen. Da käme wohl die ganze Elektronik im Fahrzeug als erstes in Frage.

herzlichst - Phil
 

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.
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Themenstarter
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02.01.04
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Hallo Phil

Hab das im K-Tipp gelesen, einer wichtigen Schweizer Zeitschrift im Konsumentenschutz. Leider kann ich es nicht verlinken.

Daniel
 

Yve

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21.09.06
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Hallo Daniel,

Hier ein Hinweis vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) :greis:
http://www.bag.admin.ch/themen/strahlung/00053/00673/02377/index.html?lang=de

Zitat:
In den Medien wurde zum Teil über hohe Feldstärken in Automobilen berichtet. Das Bundesamt für Gesundheit hat deshalb der Hochschule für Technik und Informatik (HTI) in Biel den Auftrag gegeben, niederfrequente magnetische Felder in Autos auszumessen.
In den Jahren 2001 – 2004 wurden im Rahmen von Diplomarbeiten des Fachbereiches Automobiltechnik Messungen an verschiedenen Auto- und Reifentypen durchgeführt.
Resultate
Messungen in stillstehenden Fahrzeugen
Die Messungen wurden im Stillstand der Fahrzeuge mit dem Motor im Leerlauf oder bei 2000 Umdrehungen pro Minute durchgeführt. Die gemessenen hochfrequenten magnetischen Felder wurden von der Bordelektrik erzeugt und waren in den drei ausgemessenen Fahrzeugen vernachlässigbar klein.


Messungen in fahrenden Fahrzeugen
Die Messungen wurden auf der Strasse und auf Rollenprüfständen bei 20, 40, 60 und 80 km/h durchgeführt. Dabei konnten teilweise beträchtliche niederfrequente Magnetfelder im Fussbereich der Vordersitze und auf dem Rücksitz gemessen werden. Die Stärke der Magnetfelder lag im Mittel bei 3 Mikrotesla, maximal wurden bis zu 10 Mikrotesla erreicht.


Entmagnetisierung der Räder
Die Frequenz der Magnetfelder hängt von der Geschwindigkeit der Fahrzeuge (Umdrehung der Räder) ab. Dadurch wurde festgestellt, dass die Magnetisierung der Räder die Hauptquelle für die Magnetfelder im Auto darstellt. Durch die Entmagnetisierung der Pneus und Felgen konnten die niederfrequenten Magnetfelder annähernd eliminiert werden.


Gesundheitliche Wirkungen

Da die Magnetfelder im Autoinnern weit unterhalb internationaler Grenzwertempfehlungen liegen, drängen sich keine besonderen Massnahmen auf. Die im Autoinnern auftretenden Magnetfelder übersteigen jedoch die üblichen Magnetfeldbelastungen im täglichen Leben von 0.1 bis 0.2 Mikrotesla. Auch wenn zurzeit mögliche gesundheitliche Wirkungen von Magnetfeldern in Automobilen nicht beurteilt werden können, ist es im Sinne der Vorsorge wünschenswert, eine Magnetfeldreduktion von Autorädern zu überprüfen.
Zitatende --

Gruss Yve
 
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16.02.05
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Kinners, mach euch doch mal die Arbeit und sorgt wenigstens für Lesematerial.

Die Magnetfeldbelastung im Zug ist allerdings kein Grund für einen Wechsel des Verkehrsmittels. Denn auch in Autos treten Magnetfelder auf. Diese stammen zum Teil von der Bordelektrik, werden aber häufig auch von magnetisierten Felgen und Stahlgürteln in den Autoreifen verursacht. Bei Messungen in fahrenden Personenwagen wurden die grössten Belastungen
im Fussbereich des Beifahrers und auf dem Rücksitz festgestellt. Je nach Modell waren sie sehr unterschiedlich und deckten den gleichen Bereich ab wie die Felder in Zügen.
..und was steht da ? Nix! Nix was man verwerten könnte. Gebt Menschen nur ein ausreichendes Messgerät und Sie werden fündig. Sagte ich eigentlich schon das Du jeden Tag 24/7 durchweg einem sich ständig ändernden Magnetfeld ausgesetzt bist ? Wie das mit den Magnetfeld = Elektrosmog funktionieren soll ist mir schleierhaft. Das sind zwei zur Laufrichtung bewegte Kreisförmige Ringe mit 15-20 cm Abstand die von Radkasten abgeschirmt werden. Die "Strahlenemission" oder Magnetfeldemission muss weit unterhalb einer funktionalen Größe liegen. Nur weil es sich dreht muss doch nciht gleich auch ein Magnetfeld dabei rum kommen. Mir ist das schleierhaft wie das gehen soll! SIt bestimmt Radiologisch gemessen worden weil's Räder sind. Autofahrer unterligen ja eh einer erheblichen Strahlenbelastung durch die ganzen Staarenkästen und Ihre Radarerfassung und dann noch das Mobilfunk und die Abstandsanzegen aus dem Voderwaagen und die Funkwellen für's Radio und die DVBT Strahlen und die ganzen Wettersatelliten... unglaublich das Autofahrer überhaupt so lange leben!

also von mir aus Entwarnung und solche Leute sollten mal zum Psychater die sowas verbreiten oder damit Ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das ist nicht gesund so zu denken!

Quelle: Elektrosmog in der Umwelt Seite 37
naja, Schweizer Präzisionsmessungen halt...
 
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25.01.05
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Der K-Tipp ist eine Konsumentenzeitschrift, die Woche für Woche Dinge finden muss, die sie journalistisch "zerreissen" kann. Ist halt schon arg, wenn man nicht nach Bedarf sondern nach Kalender publizieren muss.

Ich erwarte immer noch die grosse Kampagne gegen die Handybetreiber - da spielt nämlich die Musik in Sachen E-Smog.

Phil
 

Sensor77

Die Belastung durch magnetische Wechselfelder, welche durch die drehenden Räder während der Autofahrt verursacht werden, ist weder ein psychisches Problem, noch vernachlässigbar, noch esoterisch, sondern reine Physik. Eine Übersicht gibt es hier (ganz unten).

Ein Erfahrungsbericht: Meine Frau bekam auf längeren Autofahrten (und nur dann) mit absoluter Regelmässigkeit Unterleibsschmerzen und musste alle 10 min auf die Toilette. Da uns das nicht mehr normal erschien, machten wir uns auf die Suche und wurden schliesslich (nach Ausschliessen anderer für uns damals wahrscheinlicherer Ursachen) fündig bei den magnetisierten Rädern. Wir liessen diese entmagnetisieren (auch hier reine Physik: mit einer starken Spule werden die Elementarmagnete in den Rädern neu ausgerichtet und im Endeffekt sinkt die Magnetisierung derselben). Es kostete Fr. 100.-- für alle 4 Räder und wir versprachen uns nicht allzuviel davon. Verblüffend ist dann aber doch, dass meine Frau seither bei Autofahrten (egal wie lange) keine Unterleibsschmerzen mehr hat und nur noch in normalen Abständen auf die Toilette muss..

Gerade vor ca. 3 Wochen haben wir neue Kompletträder montieren lassen und ich nahm mein Messgerät für magnetische Wechselfelder mit auf die Autofahrt. Ich positionierte das Messgerät dort, wo sich normalerweise mein linker Fuss befindet und liess eine Langzeitaufzeichnung laufen (da ich während der Autofahrt schlecht auf das Messgerät schauen kann).
Danach wertete ich die Messungen aus, liess die Räder entmagnetisieren und führte schliesslich noch mal eine Langzeitaufzeichnung durch.

Messergebnisse - Spitzenwerte, keine Mittelwerte (aus messtechnischen Gründen nur die Oberwellen):
  • bei 50 km/h : 450 nT --> 35 nT
  • bei 80 km/h : 1100 nT --> 47 nT
  • bei 120 km/h : >2000 nT --> 130 nT

Die Gesamtbelastung liegt dann bei magnetisierten Rädern im Bereich von mehreren Tausend nT (1 Mikrotesla = 1000 Nanotesla), also einem Vielfachen von dem, was als Anlagegrenzwert für eine Hochspannungsleitung gilt..

Sagte ich eigentlich schon das Du jeden Tag 24/7 durchweg einem sich ständig ändernden Magnetfeld ausgesetzt bist ?
Das Erdmagnetfeld ist ein Gleichfeld d.h. es ändert sich nicht mit einer bestimmten Frequenz in der Polarität (natürlich ändert sich die Stärke des Feldes dauernd, aber nicht dessen Polarität). Dieses Erdmagnetfeld ist lebenswichtig für alles Leben auf dem Planeten und hat nichts mit Elektrosmog zu tun, der nur technisch erzeugte Felder beschreibt. Am besten machst du dich www.broschuerenreihe.net/assets/heft1_bienen-broschuere_screen.pdf(Seite 5ff) mal mit den physikalischen Grundlagen unserer Erde vertraut.

Ich erwarte immer noch die grosse Kampagne gegen die Handybetreiber - da spielt nämlich die Musik in Sachen E-Smog
Das ist absolut richtig, wobei jeder Mensch auf "Eletrosmog" anders reagiert und insofern (kurzfristig) grössere Probleme durch andere Quellen haben kann (eben z.B. durch magnetisierte Autoräder). Auch wenn das Handy im HF-Bereich wohl mit Abstand die stärksten elektrischen Felder erzeugt, so steht das Leukämierisiko durch langfristige niederfrequente Magnetfeldbelastungen dem in nichts nach.
 
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01.02.10
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... die von Radkasten abgeschirmt werden. ...
niederfrequente Magnetfelder wirst du durch einen Radkasten nicht abgeschirmt bekommen.
Dazu wäre ein höherer technischer Aufwand nötig.

Wodurch werden die Reifen eigentlich magnetisiert?
 

Sensor77

niederfrequente Magnetfelder wirst du durch einen Radkasten nicht abgeschirmt bekommen.
Dazu wäre ein höherer technischer Aufwand nötig.
Absolut richtig. Dazu müsste der Radkasten aus einem Material mit hoher Permeabilität bestehen (am besten Mu-Metall), was nicht der Fall ist.
Magnetfelder durchdringen so gut wie alles!

Wodurch werden die Reifen eigentlich magnetisiert?
Reifen enthalten Stahldrähte im Gürtel, welche bereits in der Produktion und Qualitätssicherung (unabsichtlich) magnetisiert werden (z.B. durch die Wirbelstromprüfung).
Genauere technische Einzelheiten finden sich hier.
 
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21.11.10
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Hallo zusammen,

habe in den letzten zwei Monaten in fünf Fahrzeugen (allerdings älterer Bauart: Porsche 944, VW Polo 1.3, Peugeot 205, Peugeot 306, Nissan 100 NX) mit einem GS/ME 3851 (Profimessgerät) die elektrischen und magnetischen Wechselfelder im Fahrer- und Beifahrerfussraum während der Fahrt (vom Beifahrersitz aus) gemessen.
Im Wesentlichen lagen die Werte unten bei den Pedalen am höchsten, aber nicht wirklich bedenklich hoch (MWF stets unter 300 nTesla).
In moderneren Fahrzeugen können, dies entdeckte ich jedenfalls nach Recherchen im Internet, die Werte bis zehn Mal so hoch liegen und durchaus zu lokalen Symptomen führen (Lähmungserscheinungen, Schmerzen in den Beinen u.a.).
Wer also Probleme in neuen Autos aus, wird um zwei Lösungsansätze nicht herumkommen:
1. Probefahrt mit Messgerät
2. Älteres Fahrzeug mit weniger Elektrik und anderem Zündmanagement kaufen.

Inwiefern die Reifen auch noch eine Rolle spielen, habe ich nicht messen können (aber vermutlich ist die Feinstaubbelastung durch Reifenabrieb und Bremsstaub ausschlaggebender für die Gesundheit).

Aber man lernt ja nie aus ...
 
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01.02.10
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interessant wäre der Verlauf der Stärke des Magnetfeldes bei niedrigen Frequenzen (2-50 Hz).

Dass die Reifen in diesem Frequenzbereich einen grossen Einfluss haben kann ich mir allerdings schwer vorstellen - lasse mich aber gern eines besseren belehren.
 

Sensor77

Hallo zusammen

hier seht ihr die Frequenzverläufe (bei Abstand 1 cm zum Reifen) ab Seite 13.

Alle anderen wesentlichen Fakten finden sich in meinen ersten Postings in diesem Thread (z.B. Geschwindigkeitsabhängigkeit, Reifen als enorme Magnetfeldquelle etc.).
Wie dort jeder selbst sehen kann, handelt es sich effektiv um sehr starke Feldquellen. Ich zitiere aus der Arbeit der Berner Fachhochschule: "Die stärksten Magnetfelder im Auto werden von magnetisierten Felgen und Stahlgürtel in den Reifen hervorgerufen. Die Magnetfelder sind für jeden einzelnen Reifen unterschiedlich und hängen weder vom Typ, der Marke noch vom Alter der Reifen ab. Mit einer Versuchsreihe konnte demonstriert werden, dass diese Magnetfelder relativ einfach dauerhaft abgebaut werden können."

Gruss
Sensor77
 
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