Ein Wort, ein Satz für das Jahr 2020?

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Ich nehme mal diesen Beitrag von Marcel zum Anlass für eine Frage ....
Ein "seltsames" Jahr geht zu Ende.

In dem Moment konnte ich irgendwie nicht klar denken, vielleicht wurde da was getriggert in mir. Dieses Jahr 2020 und "seltsam", das war so....ich weiß es eben gar nicht wirklich - ja, für mich war es wohl seltsam, sehr seltsam, über dieses vergangene Jahr zu lesen als "seltsam". In mir passte das nicht zusammen mit dem, was ich in dem Jahr erlebt hatte, in mir, aber auch da draußen, in der Realität, und in den vielen Infos, Meldungen, Videos - nicht nur hier im Forum.

Was würdet ihr sagen, was war das für ein Jahr 2020?
Vielleicht nur in einem Wort, oder in mehreren kurzen Worten.
Oder auch in kurzen Sätzen.
Ein Gefühl, ein Bild, eine Stimmung, ein Gedanke.
Ja, vielleicht nur ein Wort.

Mir selber kommt in den Sinn: traumatisch.
Vielleicht ist es das für mich gewesen.
Und vielleicht konnte ich deshalb bei "seltsam" auch nicht mehr so richtig denken,
und auch gar nichts weiter dazu sagen .....

Herzliche Grüße✨🧩✨Gerd
 

Freesie

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22.07.09
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Danke 2020:

- das du so abwechslungsreich warst
- das ich wieder einmal einen Sommerhimmel wie zu meiner Kindheit genießen konnte
- das die Luft reiner, klarer und milder war
- das ich wieder einen Blick für diese wunderschöne Erde bekommen habe
- für spektakuläre Sonnenauf und -untergänge
- für einige Wochen Auszeit von der Alltagshektik und das zur Ruhe kommen
- für die vielen, vielen Denkanstöße
- für die vielen, vielen neuen Erkenntnisse.

Danke 2020 ❤️ für das wecken aus einem Albtraum.
 
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Kate

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Erschreckend. Und gleichzeitig auch zum Reflektieren anregend (wie leben wir? wie wollen wir leben?).

Mir ist sehr wichtig, beide Aspekte nebeneinander stehen zu lassen, ohne sie gegeneinander "aufzurechnen". D.h. mit dem zweiten genannten Adjektiv möchte ich keinesfalls etwas beschönigen. Die vielen Toten erschüttern mich und die Angehörigen und auch die zwar Genesenen, aber Langzeitgeschädigten, haben mein Mitgefühl.
 
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Danke für die Beiträge!
Wär' schön, wenn noch andere hier was reinschreiben!
Vielleicht nicht ganz einfach, zugegeben.....🔮
 
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James

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Für mich war 2020 ein Jahr, das sich von dem letzten Jahrzehnt kaum unterschied wenn man von den Beschwerden, die sich im Alter verstärken mal absieht. Natürlich sind meine Kontakte zur "Außenwelt" etwas weniger geworden. Das aber bin ich mit meinen Behinderungen gewöhnt und es macht mir kaum was aus. Eventuell kann ich auch deshalb die Aufgeregtheit mancher Zeitgenossen schlecht nachvollziehen. Ich sehe in der Pandemie auch einen positiven Effekt. Mancher Zeitgenosse scheint mir zumindest etwas nachdenklicher geworden zu sein und wurde aus dem alten Tritt (Zerstörung der Umwelt, globale Zusammenhänge etc.) herausgerissen. Ich hoffe, es fruchtet denn,-da sind sich viele einig- so wie bisher darf es nicht weiter gehen! Die wirklichen Probleme kommen erst mit dem Klimawandel. Das wird eine ganz andere Nummer als Corona...Da bin ich mir sicher.
 
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Ich habe 2020 wieder die Schulbank gedrückt und musste feststellen, dass ich auch nach so vielen Jahrzehnten immer noch der gleiche bin: Schlau und dumm zugleich, Klassenclown, ein Trottel in der Liebe etc. Neu war nur, dass ich mir selbst nicht ausgeliefert war, sondern mich bei meinem Tun beobachten und analysieren konnte. Ob's was helfen wird? Mal sehn ... :sneaky:
 
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von 2020 hab ich kaum etwas mitbekommen, weil ich durch den crash quasi hirntot war und das wenige hab ich größtenteils schon wieder vergessen, weil mein gedächtnis fast komplett weg war und sich bisher erst wenig erholt hat.

als ich das erste mal etwas von covid 19 gehört hab, dachte ich zuerst, ich hätte covid 1 - 18 verschlafen. :giggle:


für mich war es letztendlich nur anders, weil durch die pandemie mein krankheitsbedingt eh sehr geringes einkommen noch mehr geschrumpft ist.

die vielen toten find ich furchtbar, aber die gibt es auch durch autounfälle usw.
und genauso wie ich die verantwortungslosen und rücksichtlosen raser, betrunken fahrenden usw. absolut zum k....... finde, ist es auch bei denen, die keine maske tragen und keinen abstand halten, wo es eigentlich nötig ist.


lg
sunny
 
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Was würdet ihr sagen, was war das für ein Jahr 2020?
Seit vielen Jahren sehe ich die Entwicklung der Demokratie in D.-Land mit kritischen Augen. Solche Sätze wie die von Horst Seehofer, "man müsse ein Gesetz so kompliziert machen, daß niemand es mehr versteht" sagen deutlich, wo und mit wem es in die falsche Richtung geht. 2020 geht für mich in die deutsche Geschichte ein als das Jahr, in dem man den Abbau der Bürgerrechte plötzlich völlig ungeniert beschleunigte und wo die Regierung Merkel das Ausmaß ihrer demokratischen Unfähigkeit nicht einmal mehr zu verschleiern versuchte!
Wenn ein integrer Demokrat wie Sucharit Bhakdi seine ehemals demokratische neue Heimat verlassen will, klingeln bei mir alle Alarmglocken.

Maheeta
 
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Seit vielen Jahren sehe ich die Entwicklung der Demokratie in D.-Land mit kritischen Augen. Solche Sätze wie die von Horst Seehofer, "man müsse ein Gesetz so kompliziert machen, daß niemand es mehr versteht" sagen deutlich, wo und mit wem es in die falsche Richtung geht. 2020 geht für mich in die deutsche Geschichte ein als das Jahr, in dem man den Abbau der Bürgerrechte plötzlich völlig ungeniert beschleunigte und wo die Regierung Merkel das Ausmaß ihrer demokratischen Unfähigkeit nicht einmal mehr zu verschleiern versuchte!
Wenn ein integrer Demokrat wie Sucharit Bhakdi seine ehemals demokratische neue Heimat verlassen will, klingeln bei mir alle Alarmglocken.

Maheeta

Da pflichte ich bei, aber vielleicht folgt alles Geschehen letztlich einer größeren Ordnungsmacht, die wir noch nicht überblicken. Hierzu auch ein Beitrag von Dieter Broers.

Dieter Broers beim Welt im Wandel Online-Kongress im September 2020: Die ganze Welt schaute nach Berlin mit der Hoffnung, etwas in Liebe und Frieden an den bestehenden gesellschaftlichen und politischen Strukturen zu ändern. Unzählige Menschen sind bereits erwacht und erkennen nun, dass jeder Einzelne im globalen Umbruch wichtig ist. Doch wann und wie die kritische Masse für den eigentlichen Bewusstseinssprung erreicht ist, weiß niemand. Die Frage ist auch, ob wir es überhaupt schaffen…

 
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Wenn ein integrer Demokrat wie Sucharit Bhakdi seine ehemals demokratische neue Heimat verlassen will, klingeln bei mir alle Alarmglocken.
Wenn es denn stimmt, dass Herr Dr. Bhakdi nach Thailand geht, dann findet er dort, als integrerer Demokrat, welche Voraussetzungen?

Mehrere führende pro-demokratische Aktivisten wurden zuletzt festgenommen. Ihnen werden unterschiedliche Vorwürfe zur Last gelegt, darunter Volksverhetzung, die in Thailand mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

Ist doch irgenwie auch seltsam:unsure:
 
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Wuhu,
... Ist doch irgenwie auch seltsam...
naja, das zeigt doch eher, dass "Demokratie" nicht automatisch etwas "Besseres" sein muss als andere "Regierungsformen" - denn "ge-maßnahmt" wurde/wird ja in jedem Land, nicht nur "demokratischen"... ;)

Aber auch, dass er sein Heimantland nie ganz vergessen hat... 😊

... Was würdet ihr sagen, was war das für ein Jahr 2020?
Vielleicht nur in einem Wort, oder in mehreren kurzen Worten.
Oder auch in kurzen Sätzen.
Ein Gefühl, ein Bild, eine Stimmung, ein Gedanke.
Ja, vielleicht nur ein Wort...
Ja, da gäbs einige Worte, kurze Sätze...

Zum Beispiel "Gesunde", die plötzlich & seltsamer Weise "symptomlos Erkrankte" genannt werden...

Oder das seltsame "mit, an und durch-Spiel"...
 
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2020
- empfand ich mich als noch einsamer.
- man muss ganz neue Strukturen aufbauen.
- zogen sich manche ganz zurück.
- nervten die sinnlosen Streitereien hier
- hat sich mein Essverhalten verschlechtert.
- wurden die Eltern durch die Schule allein gelassen, praktisch null Kommunikation.
- hat sich Rücken verschlechtert, weil der Sportverein zu hatte.
- haben sich die Kinder über mehr Freizeit gefreut.
- war es sehr trocken.
- ich habe gelernt, was eine Blase ist.
 
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Ich finde das hier eine wirklich nette Idee und ja es ist tatsächlich nicht einfach ein ganzes Jahr in einem oder wenigen Worten zu beschreiben. Aufs erste hätte ich auch etwas wie "verrückt", "mies" oder "ausnahmezustand" gesagt, aber bei genauerem Überlegen fühlt es sich fast wie ein riesen Umbruch an... so vieles wurde neu gedacht und kreativ anders gelöst, dadurch, dass manches so sehr pausiert wurde, hatte anderes Platz zum Entstehen. Ich hab noch nie so viele Spaziergänge und Coffeewalks durch die eigene Stadt gemacht, noch nie so viel gezweifelt, ob etwas wirklich stattfinden kann, dann aber ohne Probleme kreativen (Online)-Lösungen dafür gefunden, oder ein gemeinsames Essen mit Freunden so sehr zu schätzen gewusst wie in diesem Jahr. Daher würde ich das Jahr vielleicht beschreiben als "Ausnahmezustand der viral geht, aber mit Entschleunigung und Kreativität schaffen wir zusammen alles"
 
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