Dossier Epigenetik

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Hallo Juliane,

vielen Dank für diese Links, die derzeit besonders wichtig sind, weil sich hier viele sehr viel von Gentests versprechen und viel Geld dafür ausgeben.

In Vergessenheit gerät bei dieser Begeisterung für Gentests, daß die Ergebnisse bestenfalls einen Fingerzeig in eine bestimmte Richtung geben, der dann aber noch vieler weiterer Informationen als Ergänzung bedarf, bevor man damit überhaupt etwas anfangen kann.

Allein die hier verlinkten Berichte zeigen auf, wie Gene ihre Funktionen ändern, daß sie gar abgeschaltet sein können, von der Epigenetik beeinflußt werden, deren Erforschung erst am Anfang steht u.v.m.

Das Ergebnis eines Gentests ist daher nur im Zusammenhang mit einer gründlichen Anamnese, unter Berücksichtigung zahlreicher weiterer Faktoren wie Umwelteinflüssen, Ernährung, Lebensgewohnheiten u.v.m., ein weiteres diagnostisches Mittel, nicht mehr und nicht weniger. Für sich allein genommen, ohne Berücksichtigung der anderen Faktoren, sagt er nur wenig aus.

Gruß,
Clematis
 
... Gen-Radiergummi: Neuer Behandlungsansatz bei chronischen Erkrankungen
Neues Gentechnik-Verfahren kann epigenetische Veränderungen wieder löschen
Forschern am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist es nun gelungen, in einem Tiermodell die krankmachende epigenetische Modifikation gezielt rückgängig zu machen. Die Projektgruppe „ENPP3-vermittelter Phosphat-Metabolismus bei der Herzfibrose“ des Sonderforschungsbereichs 1002 (SFB 1002) um Prof. Dr. Michael Zeisberg, Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der UMG, funktionierte für ihre Versuchsreihe die als „Gen-Schere“ bekannte sogenannte CRISPR/Cas9-Technologie um. „Statt die DNA zu durchtrennen, kann durch die abgewandelte Technologie ein Genabschnitt nun wie mit einem Radiergummi von der Modifikation gesäubert werden“, sagt Prof. Dr. Michael Zeisberg. ...
20.11.2018
https://www.bionity.com/de/news/115...chronischen-erkrankungen.html?WT.mc_id=ca0264

Noch ist das Zukunftsmusik, aber sie klingt gut ;)...

Grüsse,
Oregano
 

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