Die Welt gehört der Frau?

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Man kann Schlager als Indikator für die angebliche Vormachtstellung der Frau sehen. Man kann es auch lassen .
Im richtigen Leben sieht das oft ganz anders aus, wie z.B. hier beschrieben:
Mühl

09. August 2005
Sie wünschen sich Kinder und empfänden eine Schwangerschaft als Katastrophe. Und das liegt ebensowenig an jenem überkommenen Familienbild, das die Mutter am heimischen Herd, umgeben von einer fröhlich glucksenden Kinderschar zeigt, wie an der Tatsache, daß Krippenplätze ein knappes Gut sind. Für Kinder haben sie keine Zeit. Sie, das sind glänzend ausgebildete Akademikerinnen. Junge Frauen, deren Lebensläufe längst nicht mehr auf eine DIN-A4-Seite passen. Frauen, die scheinbar alles richtig gemacht haben, die flexibel und mobil sind, zielstrebig und engagiert, kommunikativ und teamorientiert.


Ins Ausland sind sie gegangen, um an einer renommierten Universität in England oder Amerika zu studieren, während das Bankkonto immer tiefer ins Minus rutschte und die Eltern der Verwandtschaft stolz von den Erfolgen der Tochter erzählten. Ihren Kinderwunsch haben sie verdrängt, sich an Fernbeziehung, doppelte Haushaltsführung und unbezahlte Praktika gewöhnt. Sie wissen, was Verzicht bedeutet. Aber weil sie erwartungsvoll in ihre Zukunft blickten und meinten, sie würden gebraucht, verzichteten sie gerne: Die Welt gehört uns, dachten sie. Und dann wird diesen Superakademikerinnen ebendiese Turbolebensphase, die „rush hour of life” zum Verhängnis. Denn der Arbeitsmarkt will sie nicht. Er braucht sie nicht. Auf die mit Kindern verzichtet er gleich ganz.
http://tinyurl.com/c8ewg

Gruss,
Uta
 
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