Coca Cola in Indien

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1998-1999 wurde in Plachimada im Palakkad-Distrikt eine Coca-Cola-Fabrik gebaut. Die Firma pachtete ca. 16 ha Land für die Fabrik und stellte 70 Festangestellte und 150-250 Gelegenheitsarbeiter ein. Die Fabrik produzierte täglich 85 Lastwagenladungen Getränke, in 550-600 Kisten, jede mit 24 Flaschen à 300 ml. Um den Wasserbedarf dieser großen Produktionsmenge zu decken, bohrte die Firma auf dem gepachteten Land 60-65 Brunnen und entnahm täglich etwa 1,5 Mio Liter Wasser.
Die extensive Grundwasserentnahme führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels in diesem Gebiet. Das Austrocknen von Brunnen hat das Leben aller in der Gegend lebenden Menschen nachteilig beeinflusst. Reisbauern konnten ihre Pumpen nicht lange genug in Betrieb halten, um ihre Felder zu bewässern, was zu Ernteverlusten führte. Zusätzlich wurde das Grundwasser mit Zunahme des Salzgehalts und der Wasserhärte stark verschmutzt. Es wurden hohe Kalzium- und Magnesiumgehalte festgestellt, wodurch das Wasser für den menschlichen Verbrauch und für die Bewässerung nutzlos wurde. Die Coca-Cola-Fabrik entsorgte außerdem übelriechende Schlammabfälle als Dünger, was zu Verschmutzung und Hautproblemen führte. Neben den Auswirkungen auf die Reisfelder wurden etwa 1000 einheimische landlose Familien, die von Lohnarbeit in der Landwirtschaft abhängig sind, von der Verschmutzung des Wassers und den Ernteverlusten betroffen.
Quelle: MenschenRechtWasser - Aktiv werden - Indien: Grundwasser-Missbrauch durch Coca-Cola: Hintergrund

Die Demonstranten wollten damit ihrem Protest gegen die Ineffizienz der Behörde im Umgang mit den durch die Coca-Cola-Fabrik verursachten Grundwasserproblemen Ausdruck verleihen. 13 Aktivisten wurden bei dieser Demonstration festgenommen und 5 Tage in Untersuchungshaft gehalten. Es wurde ihnen fälschlicherweise der Versuch vorgeworfen, das Büro zu zerstören, und es wurde suggeriert, sie seien Terroristen. Dies ist nur die jüngste in einer Reihe von Festnahmen seit Beginn der Protestaktionen gegen die Coca-Cola-Fabrik.

Umweltprobleme [Bearbeiten]

2003 kam die Coca-Cola Company wegen einer 1998 errichteten Abfüllanlage in Indien in die Kritik. Die Anlage in Plachimada im Palakkad-Distrikt entzieht dem Boden täglich bis zu 1 Million Liter Grundwasser. Auf Dauer führte dies zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels. Infolge dessen erhöhten sich Salzgehalt, Wasserhärte, Kalzium- und Magnesiumgehalt dermaßen, dass eine Nutzung als Trinkwasser oder zur Bewässerung der Felder unmöglich wurde. Zusätzlich führten durch Coca-Cola als Dünger in den Verkehr gebrachte Schlammabfälle zu Verunreinigungen und Hautproblemen bei der ansässigen Bevölkerung.
In Panama wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 300.000 US-Dollar (umgerechnet 250.000 Euro) verurteilt, da es im Jahr 2003 die Bucht von Panama sowie die Schlucht von Vista Hermosa mit Färbemitteln verschmutzt hat. Der Konzern muss auch für die Beseitigung der Schäden aufkommen.

Gesellschaftliche Probleme [Bearbeiten]

Zudem werden der Coca-Cola Company beispielsweise rassistische Diskriminierung von Schwarzen und HIV-Infizierten in den USA und Afrika, Verletzung der Menschenrechte, Mord, Inhaftierung, Vertreibung, Entführung und Entlassungen von Gewerkschaftern in Kolumbien, Guatemala, Peru, Brasilien, den USA, Venezuela, Palästina, der Türkei und dem Iran vorgeworfen.
2003 hat der Konzern in Mexiko Ladenbesitzer unter Druck gesetzt und wollte mit Drohungen und Knebelverträgen verhindern, dass sie Konkurrenzprodukte wie beispielsweise Big Cola verkaufen.

Gewerkschaften [Bearbeiten]

Nachdem in www.labournet.de/internationales/co/cocacola/. Im Juni 2005 wurden in Kolumbien mehrere Studenten, die an Protesten gegen Coca-Cola in Kolumbien teilnahmen, entführt.
Quelle: The Coca-Cola Company - Wikipedia

Doch die Einwohner der Ortschaft wollten sich ihrem Schicksal nicht einfach ergeben, sie organisierten letztes Jahr Protestmärsche und Sitzstreiks vor dem Coca Cola Konzern, fühlten sich allerdings von den örtlichen Behörden sowie Politikern im Stich gelassen, da keinerlei Unterstützung von öffentlicher Seit kam. Auch Coca Cola ließ sich davon nicht beeindrucken. Ein Sprecher sagte: " Wir haben das Land gekauft. Es gibt keine Gesetze über den Umgang mit Grundwasser." (Quelle: Greenpeace Magazin)
Quelle: www.indien-netzwerk.de/navigation/bildungwissenschaft/artikel/deu/wassercola-deu.htm
 
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