Chronische Nierenerkrankungen (CKD) oft übersehen

Themenstarter
Beitritt
10.01.04
Beiträge
75.103
... Chronische Nierenerkrankungen (CKD) werden häufig nicht rechtzeitig diagnostiziert, weil die hausärztliche Labordiagnostik nicht ausreichend finanziert ist. Zudem fehlt eine ausreichende fachärztliche Versorgung. Das bemängelt der Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI).

Der Ärzteverband fordert daher, die Rahmenbedingungen für die Prävention zu verbessern, um CKD-Patienten frühzeitig zu diagnostizieren und die Versorgung chronisch Kranker zu verbessern.

„Eine auf Prophylaxe abzielende Strategie bei der CKD wäre auf lange Sicht kostengünstiger, effizienter und auch ethisch besser zu vertreten“, sagte Thorsten Feldkamp, stellvertretender Vorsitzender der Sektion Nephrologie im BDI. BDI-Vizepräsident Kevin Schulte sieht die Gesundheitspolitik in der Pflicht, die Versorgungssituation spürbar zu verbessern. ...

Hier werden die Marker beschrieben, die zur Erkennung einer CKD führen können:

-- Urin-Albumin-Creatinin-Ratio (UACR -- Alpha2-Makro- globulin im Urin --
bei pathologischer Albuminurie die zusätzliche Bestimmung von IgG im Urin die selektive (nur Albumin) von der unselektiven (Albumin und IgG) glomeruläre Proteinurie. Alpha1- Mikroglobulin im Urin dient zum Ausschluss eines tubulären Nierenschadens. -- Cystatin C im Serum -- Eine der häufigsten Ursachen für die Entwicklung einer CKD ist ein Diabetes mellitus -- ...

Grüsse,
Oregano
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
...

5 Tipps für eine gesunde Niere:​

  1. Kontrolle des erhöhten Blutdrucks und Blutzuckerspiegel
  2. Gesunde Ernährung: eiweißarme Ernährung/salzarme Ernährung
  3. Abnehmen
  4. Rauchen aufgeben
  5. Vermeidung bestimmter Schmerzmedikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen

Warnsignale für eine beginnende Nierenerkrankung

... Oftmals sind Warnsignale und Symptome von Nierenerkrankungen nicht eindeutig zu erkennen. Je eher Sie jedoch Bescheid wissen, desto früher und besser können Sie medizinisch behandelt werden.

Folgende Signale sollten Sie beachten:

  • Geringere Urinproduktion
  • Schwellungen an Händen, im Gesicht und an den Beinen
  • Kurzatmigkeit
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust, Übelkeit/Erbrechen
  • Hoher Blutdruck
  • Frieren und Müdigkeit

Test: Wie hoch ist Ihr Risiko für eine Nierenschwäche?

Welche der folgenden Fragen können Sie mit „Ja“ beantworten?
  1. Haben Sie häufig geschwollene Beine?
  2. Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Urin in der WC-Schüssel schäumt?
  3. Leiden Sie unter Diabetes?
  4. Sind in Ihrer Familie Nierenerkrankungen bekannt?
  5. Beträgt Ihr Taillenumfang mehr als 88 Zentimeter (Frauen) beziehungsweise mehr als 102 Zentimeter (Männer)?
  6. Haben Sie Flankenschmerzen?
  7. Ist Ihr Urinmanchmal rot gefärbt?
  8. Sind Sie Raucher?
  9. Liegt Ihr Blutdruck bei 140/90 mmHg oder höher?
Auflösung:
Schon ein „Ja“ bedeutet, dass Ihr Risiko für eine Nierenschwäche erhöht ist. Haben Sie die Fragen 1, 2, 6 oder 7 bejaht, könnte bereits ein Nierenleiden vorliegen. Suchen Sie in diesem Fall umgehend eine/n Ärzt:in auf. ...

Früher wurde bei einem Infekt oder bei „Unwohlsein“ über längere Zeit beim Arzt eigentlich automatisch auch der Urin untersucht. Ebenso bei der vierteljährlichen Untersuchund beim Chroniker-Programm der Diabetiker. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, und damit dürfte es oft schon erst spät auffallen, daß die Nieren nicht mehr wirklich gut arbeiten.
Menschen, die häufig Schmerzen haben, z.B. alte Menschen mit kaputten Gelenken, haben oft die Wahl zwischen Schmerzmitteln und Schmerzen ... So eine Art Wahl zwischen Teufel und Beelzebub .

Grüsse,
Oregano
 
Ich würde noch ergänzen: chronische wiederkehrende Kopfschmerzen können auch ein Hinweis auf Nierenprobleme sein. Und bei den Ursachen: häufigere Untersuchungen mit Kontrastmitteln in zu kurzen Abständen und besonders KM bei bereits insbesondere auch durch Bluthochdruck vorgeschädigter Niere!
 
... Bereits geringe Metallbelastungen schädigen Nierenfunktion
In einer groß angelegten Studie, unter Leitung von Prof. Berthold Hocher, wurde der Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und der im Blut zirkulierenden Metallbelastung an rund 60.000 Patienten untersucht (Link zur Originalarbeit). Die Auswertung ergab eine signifikante inverse Korrelation der eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) mit Arsen, Blei und Quecksilber im EDTA- oder Heparinvollblut (p < 0,001). Dieser Zusammenhang spricht dafür, dass selbst niedrige Konzentrationen dieser Metalle die Nierenfunktion beeinträchtigen können. Eindrücklich ist, dass die Daten keine untere Sicherheitsschwelle erkennen lassen, bei der keine negativen Auswirkungen auf die Nieren auftreten. ...

Ein Grund mehr, auf die Nieren zu achten, falls diese (Schwer-)Metalle vorhanden sind und auch bei der Ernährung auf möglichst geringen Eintrag zu achten.

Grüsse,
Oregano
 
... „Wir wissen schon seit Jahrzehnten, dass uns die Niere eigentlich ein nichtinvasives Fenster bietet, um das gesamte reno-kardiovaskuläre Risiko eines Menschen zu beschreiben“, so Galle. Hier komme den Hausärztinnen und Hausärzten eine besondere Rolle zu, denn eigentlich gebe es zwei einfache Testverfahren zum Screening, welche allerdings kaum umgesetzt werden. Es handelt sich um einen Bluttest zur Bestimmung des geschätzten glomerulären Filtrationsrats (eGFR) und einen Urin-Test zur Eiweißbestimmung, den sogenannten UACR-Wert. Daten der Studie InspeCKD belegen den blinden Fleck, wie Galle erläutert. Bei 45,5 Prozent der Risikopatienten werde der Serumkreatininwert als Basis für eGFR erhoben, bei 7,9 Prozent werde ein Harnstreifentest durchgeführt und lediglich bei 0,4 Prozent werde der UACR bestimmt. Als Risikopatienten gelten etwa Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen, Adipositas oder Diabetes mellitus Typ 2. Die Untererfassung sei doppelt schlimm, da neue Therapien der letzten zehn Jahre dazu führten, dass CKD gut behandelbar sei. ...
https://www.univadis.de/viewarticle/hausaerzte-pflicht-ungenutzte-ckd-diagnostik-2025a10009ut

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
... Botschaft für die klinische Praxis
Die Sitzung endete mit einer eindringlichen Botschaft an Allgemeinmediziner: CKD ist weit verbreitet, hat schwerwiegende Auswirkungen, wird selten diagnostiziert, unzureichend kodiert und nicht ausreichend behandelt. „Wenn wir diese Patienten proaktiv identifizieren – insbesondere mithilfe von ACR – können wir kardiovaskuläre Ereignisse verhindern“, fasste Thakkar zusammen.

Die Experten forderten eine Abkehr von der traditionellen alleinigen Abhängigkeit vom eGFR und eine Umstellung auf umfassende Untersuchungen, die immer auch die Albuminurie einbeziehen. Nur so können Risikopatienten korrekt identifiziert und angemessen behandelt werden, um vermeidbare kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern.

Die meisten Patienten benötigen eine Kombinationstherapie mit Antihypertensiva und Lipidsenkern, die auf die niedrigstmöglichen Werte titriert werden. „Die Pandemie hat uns gelehrt, dass Patienten mit schlecht behandelten kardiometabolischen und Nierenerkrankungen die schlechtesten COVID-Ergebnisse hatten“, schlussfolgerte Hobbs. „Das Alter war ein wichtiger Faktor, aber nach dem Alter war der entscheidende Prädiktor für schwere Erkrankungen und Todesfälle eine kardiometabolische Nierenerkrankung.“ ...
https://www.univadis.de/s/viewartic...dieser-diagnosefehler-kann-leben-2025a1000tcx

ACR: Albumin-Kreatinin-Quotient

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
... Ein hoher Zuckerkonsum kann die Nieren langfristig belasten und das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit erhöhen. Besonders relevant ist dabei Fruktose (Fruchtzucker), die industriell zugesetzt wird, zum Beispiel in Softdrinks, Energydrinks, Säften und zahlreichen Fertigprodukten. In Situationen mit Hitze und Flüssigkeitsmangel kann die Belastung zusätzlich zunehmen.

Fruktose wird nicht wie Glukose verstoffwechselt, sondern überwiegend in Leber und Nieren abgebaut. Ein hoher Konsum fördert Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz, die wiederum zentrale Treiber für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes sind. Zudem kann Fruktose den Harnsäurespiegel erhöhen und entzündliche Prozesse begünstigen. Aus medizinischer Sicht sind mehrere Mechanismen beschrieben, über die Fruktose die Nieren schädigen kann. ...

Hier geht es nicht um den Fruchtzucker in Obst sondern um künstliche zugesetzte Fruktose.

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:

Willkommen bei Symptome.ch
Schön, dass du da bist.

Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der größten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, Zusammenhänge erkennen und eigenverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Als Gast kannst du viele Themen mitlesen und dich informieren. Wenn du selbst Fragen stellen, auf Beiträge antworten oder mehr Inhalte sehen möchtest, registriere dich kostenlos. Die Gemeinschaft lebt vom Austausch – und jedes neue Mitglied bringt wertvolle Erfahrungen mit. 🙂

Zurzeit aktive Besucher

Keine Mitglieder online.

Statistik des Forums

Themen
69.528
Beiträge
1.068.026
Mitglieder
53.379
Neuestes Mitglied
Wiesen
Zurück
Oben