Chronische Hyperventilation - Therapie

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02.02.10
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Hallo an Alle,

ich habe CFS und u.a. erhebliche Probleme mit chronischer Hyperventilation.
Die Fehlfunktion der Mitochondrien bei CFS soll auch darauf zurückzuführen sein. Deswegen meine Frage, hat jemand Erfahrung mit der Behandlung der chronischen Hyperventilation z. B. durch die orale Aufnahme von Bicarbonaten (Natron) oder Calzium? Die Gabe von Calzium habe ich als Behandlungemöglichkeit bereits im www gelesen. Jedoch sollte man als CFS-ler davon wohl ehr Abstand nehmen - oder?
Viele Fragen und hoffentlich auch Antworten.
Viele Grüße
ambi
 
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Hallo ambi,

wie äußert sich diese chronische Hyperventilation?

Es gibt hier im Forum schon einige Threads zum Thema "Hyperventilation". Vielleicht findest Du da Informationen für Dich?:

https://www.symptome.ch/vbboard/ges...tilation-anzeichen-ursachen-behandlungen.html
https://www.symptome.ch/vbboard/gesundheit-allgemein/39486-heilung-hyperventilation.html
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Hyperventilation ist eine der Atemstörungen, chronische und akute Hyperventilation behandeln
Chron. Hyperventil. : Dr. Thomas Weiss

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Eine Hyperventilation ist eine Störung der Atemregulation, die meist psychisch bedingt ist. Starke Affekte wie Angst, Panik oder Erregung, aber auch Schmerzen oder Depressionen können zu einer beschleunigten Atmung führen.

Daneben kann eine Hyperventilation auch durch körperliche Erkrankungen wie Hirnentzündungen, Hirntumoren, Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Elektrolytstörungen, Vergiftungen und Infektionskrankheiten ursächlich sein, die diagnostisch berücksichtigt werden müssen.

Differenzialdiagnostisch müssen körperliche Störungen ausgeschlossen werden, die eine kompensatorische Steigerung der Atmung verursachen, wie etwa Herzinsuffizienz und Erkrankungen der Lunge.

Ein besonderer Fall der (willentlichen, aber nicht beabsichtigten) Hyperventilation kann auftreten bei der Zirkularatmung, wie sie Blasinstrumentenspieler, vor allem beim Didgeridoo, verwenden. Einige Atemtherapien und Atemlehren verwenden absichtliche Hyperventilationen, so Kapalabhati, eine Übung der indischen Atemlehre Pranayama oder das holotrope Atmen. Freitaucher (Taucher ohne Hilfsmittel) lehnen die Hyperventilation als einfache Möglichkeit zur Verlängerung der Tauchzeit ohne Geräteunterstützung wegen deren Gefährlichkeit weitgehend ab.
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Heute nicht mehr praktiziert wird ein Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts oder die intravenöse Verabreichung von Calcium.
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Hyperventilation

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Hyperventilation
Siehe auch Anstrengungsasthma und COPD (Chronische Bronchitis und Lungenemphysem)

Was ist Hyperventilation?
Hyperventilation ist ein medizinischer Ausdruck für zu tiefes und zu schnelles Atemholen. "Hyper" bedeutet schnell und "ventilieren" ist Atemholen. Wenn jemand hyperventiliert, gibt er zu viel Kohlensäuregas ab und nimmt er, dadurch dass zu tief geatmet wird, zu viel Sauerstoff auf. Hierdurch verändert sich das Gleichgewicht zwischen Sauerstoff und Kohlensäure im Blut; es entsteht ein Mangel an Kohlensäure im Blut und in den Geweben, wodurch man sozusagen eine "Sauerstoffvergiftung" bekommt. Jeder holt mal zu tief oder zu schnell Atem, ohne das bewusste Hyperventilationssyndrom zu bekommen. Nach einer tüchtigen sportlichen Leistung zum Beispiel muss man ordentlich keuchen, aber hiervon erholt man sich immer direkt danach. Bei Hyperventilierenden bleibt die zu tiefe und zu schnelle Atmung auch im Ruhezustand erhalten. Ein normaler Erwachsener atmet im Ruhezustand 6 bis 10 mal pro Minute. 90 % der Hyperventilierenden atmen 2 mal so oft pro Minute. Ungefähr 20 % der Patienten erreichen sogar 20 bis 30 mal pro Minute. Als Folge des Sinkens des Kohlensäuregehalts wird das Blut immer weniger sauer (alkalisch), die Reaktion hierauf ist ein anderer Verteilungsgrad von Mineralien im Körper, der dafür sorgt, dass der Kalziumgehalt abnimmt. Normal gesprochen haben Menschen ein Puffersystem in den Körpersäften, die diesen Mangel aufheben. Der wichtigste Bestandteil ist dabei die im Blut zirkulierende Menge Bikarbonat. Menschen, die chronisch hyperventilieren, verlieren nach einiger Zeit den Vorrat Bikarbonat und haben hierdurch keine Möglichkeit mehr, den Mangel an Kohlensäure zu kompensieren. Daraufhin verschlechtert sich die Enzymbildung, wodurch kein richtiger Austausch mehr stattfindet zwischen Nerven und Muskeln. Dieses kann zu einer großen Zahl von Beschwerden führen:
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Chronische Hyperventilation:
Die chronische Hyperventilation kommt am meisten vor und wird am wenigsten als Hyperventilation erkannt. Es bestehen andauernde unbestimmte Beschwerden, so wie sie auf der vorstehenden Aufzählung vorkommen. Am einen Tag stärker als am anderen, aber an ein falsches Atemholen wird oft nicht gedacht.

Atem ist Leben
Wir können wochenlang leben, ohne zu essen, tagelang, ohne zu trinken aber keine Minute, ohne zu atmen. Es ist das Erste, womit wir unsere Lebensreise hier auf der Erde beginnen, bis wir unseren letzten Atem aushauchen. Es ist kein einziger Lebensprozess möglich ohne den dabei benötigten Sauerstoff. Auch die Fähigkeit, das Kohlensäuregas rechtzeitig abzuführen, ist von wesentlicher Bedeutung.

Die Ursache
Warum holt jemand zu schnell und zu tief Atem, während er doch in einem Ruhezustand ist?

1. Spannung
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2. Blockierte Atemmuskeln
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3. Hormonelles Ungleichgewicht
...
4. Ernährung
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Die Behandlung van chronischer Hyperventilation
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Hyperventilation, Kohlensure, Sauerstoff, Kohlensuregas, Sauerstoffvergiftung, Ventilieren, Atmen Atemholen, Sport, keuchen, Krper, Mineralien, Bikarbonat, Nerven, Muskel Muskeln, Mdigkeit, Zittern, Reizbarkeit, Muskerlsteifheit, Schlaflosigkeit, Ang

Die Liste der Differentialdiagnosen ist lang und sollte sicher erst einmal abgearbeitet werden mit einem fähigen und bereitwilligen Arzt oder eben verschiedenen Therapeuten:

Differentialdiagnose des Hyperventilationssyndroms[Bearbeiten]
metabolische Azidose mit Hyperventilation
bei ketoazidotisch entgleistem Diabetes
bei Urämie
Lungenembolie mit Hyperventilation
Hyperthyreote Krise
sonstige Erregtheitszustände
CO Vergiftung
Enzephalitiden oder Hirntumoren
durch direkte Stimulation des Atemzentrums
Kalzium- und Magnesiummangel
Hyperkaliämie
Hypoparathyreoidismus (zum Beispiel strumipriv)
Infektionskrankheiten (Tetanus)
Intoxikationen
Schwangerschaft
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Asthma bronchiale
Nitroglycerinvergiftung
Fieber
Pneumothorax
Blutarmut (Anämie)
Sepsis
Aufenthalt in großen Höhen
Fieber
starke Schmerzen
Leberzirrhose
Alkoholentzug
Pulmonale Hypertonie
Infiltrative Lungenerkrankungen
Rhythmusstörungen
Epilepsien
Myopathien
Innere Medizin kk: Hyperventilation

Grüsse,
Oregano
 
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02.02.10
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Vielen Dank Oregano,

ich habe es selber herausgefunden. Ein Mangel an D3 wars! Dadurch eine Hypokalzämie (auch Hypocalcämie, Hypocalciämie oder Hypokalziämie), damit verbunden eine Verschiebung des Blut-ph, Kompensation durch erhöhte Abatmung von CO2.
VG
ambi
 
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Die Hyperventilation hat sich erheblich gebessert, der Allgemeinzustand ein wenig. Eine Aufsättigung des D3-Spiegels braucht Zeit. Leider erledigt man das als Otto-Normalo im Blindflug.
Fast wie im Mittelalter… Deutung von Symptomen - Behandlung durch Versuch und Scheitern. ;)
Ich müsste Untersuchungen des D3-25-OH privat bezahlen - als Kassenpatient.
Mein Budget ist allerdings durch die zahlreichen NEM´s schon erheblich ausgeschöpft. Sicher geht das vielen hier so.
 
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10.01.04
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Hallo ambi,

soviel ich weiß, übernimmt die Kasse die Kosten für den Vitamin D-Test, wenn man ihn bei einem Endokrinologen machen läßt.

Grüsse,
Oregano
 
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02.02.10
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Danke für den Tip, Oregano, allerdings gibt es in meiner Stadt keinen Endo-dingsda (Endokrinologen). Nur im KH, und da kommt man nicht so ohne weiteres hin. Will ich auch nicht.
 
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