Burnout-Syndrom

Claudine

Hat jemand Erfahrung mit dem Burnout-Syndrom? Vor zwei Jahren, während einer strengen Weiterbildung traten bei mir ganz plötzlich totale Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, starke Kopfschmerzen, Nackenschmerzen u.a.m. auf. Gründliche med. Untersuchungen brachten gar nichts zutage und mein Hausarzt wollte mir Antidepressiva verschreiben (das seien nur die Nerven...) Nach langer Zeit, in der ich mehr schlecht als recht meine Familie versorgte und die Hausarbeit irgendwie bewerkstelligte, empfahl mir eine Freundin des Besuch bei einem Heilpraktiker (Irisdiagnose). Dort werde ich mit homöopathischen Mitteln behandelt. Langsam, ganz langsam geht es bergauf und ich merke, dass ich vieles an meinem Verhalten (Perfektionismus...) noch ändern muss. Dabei hilft mir Kinesiologie. Kann ich mich über das Thema mit jemandem austauschen?
Vielen Dank und liebe Grüsse
Claudine
 
Beitritt
25.03.04
Beiträge
877
Hallo Claudine,
ja ich kenne das auch. Auch bei mir wurde körperlich nichts festgestellt. Mein kines. Arzt meinte dann, das die ein chronisches Müdigkeitssyndrom ist.
Da hilft nicht wirklich viel. Ich solle kein Sport machen, sondern nur etwas an die frische Luft spazieren gehen.
Hoffe, das verliert sich bald wieder.
LG
himmelsengel
 

mehr

mehr

mehr

mehr

Claudine

Liebe Himmelsengel!
Ich danke Dir für Deine Antwort!
Das tönt ja nicht gerade berauschend! Und ich merke, dass jede Fachperson (Arzt, Heilpraktiker, Kinesiologin etc) etwas anderes sagt, z.B. Sport ja, Sport nein, wieder eine Tätigkeit aufnehmen, besser zuwarten, sich schonen, sich eher antreiben etc. etc. Und da soll man dann herausfinden, was gut für einen ist... Ich habs mit der Tätigkeit als Tagesmutter versucht (1 - 2 Tage/Woche, mit Mittagspause) weil ich dachte, ich muss mal raus hier. Das könne nicht wirklich anstrengend sein. Denkste, nach 3 Monaten war ich schlimmer dran als vorher und musste das ganze ziemlich aprupt abbrechen. Doch seit ich in homöopatischer Behandlung bin (Konsitution stärken, Körper entgiften) spüre ich eine langsame Verbesserung. Was machst Du ausser Kinesiologie? Ich habe mir schon überlegt, eine Gesprächstherapie anzufangen, hast Du damit Erfahrung? Hast Du manchmal auch fast keine Geduld mehr mit Dir und dem Zustand? Ein Freund von mir leidet schon seit mind. 5 Jahren darunter...
LG
Claudine
 
Beitritt
08.10.04
Beiträge
619
Hallo!

Burnout-Syndrom, Erschöpfungsdepression, ist das eigentlich dasselbe?
Ich leide schon seit 4 Jahren an Erschöpfungsdepression (Diagnose Psychiaterin), wobei es nicht immer gleich schlimm ist. Ich halte mich gut über Wasser, solange ich mich nicht zu sehr anstrenge... ich werde schnell krank, darf nur leichten Sport treiben und brauche enorm viel Ruhe und Schlaf. Es ist schwierig zu sagen, was denn nun der Auslöser war. Die Schwangerschaft vor 4 Jahren zusammen mit der schwierigen Lebenssituation damals, oder nur das eine oder das andere... zusätzlich bin ich ja noch in Behandlung wegen meiner KPU und wegen chronischer Sinusitis und bin am Entgiften. Umweltgifte und KPU können ja auch Depressionen und/oder Erschöpfung (und auch die Sinusitis) auslösen.

Ich finde es echt schwierig, damit zu leben, da ich eigentlich gerne eine Powerfrau wäre. Und früher auch eine war. Aber seit 4 Jahren fühle ich mich total gebremst, oder wie ein Auto ohne Benzin. Das ärgert mich zuweilen auch sehr, da ich so viel machen möchte, aber es einfach nicht auf die Reihe kriege. Es ist manchmal zum Verzweifeln. Meine Ärztin meint, ich solle meine Grenzen akzeptieren lernen und dazu stehen, und nicht dauernd anders sein wollen. Das sei die Lösung meines Problems und nur so könne ich meine Erschöpfungsdepression loswerden... (also auch den Hang zum Perfektionismus aufgeben, und die Vergleicherei mit Energiebündeln!)
:?
Ich bin Mutter eines 3 1/2-jährigen, lebhaften und putzmunteren Sohnes. Ich muss meine hinterletzten Energien zusammenkratzen, um ihm eine halbwegs gute Mutter sein zu können.
Ich denke daran, Tageskinder aufzunehmen, einerseits, weil ich die Kinderchen wirklich lieb hab, und zweitens in der Hoffnung, er klebe dann nicht den ganzen Tag wie angeleimt an mir. Er braucht ja Spielgefährten, und die kann und will ich ihm nicht ersetzen. Er geht zwar schon in die Krippe und in eine Spielgruppe, und ab und zu gehen wir ja auch mal auf Besuch oder kriegen Besuch, aber das reicht natürlich nicht. Er will ja rund um die Uhr Beschäftigung. 1 oder 2 Tageskinder könnten wenigstens mit ihm spielen...

Homöopathie hab ich übrigens auch schon ausprobiert, war gar nicht begeistert. Ich nehm jetzt dafür jede Menge Vitamine und Nahrungszusätze und ernähre mich übrigens schon seit Jahren biologisch und möglichst ausgewogen.

Claudine, falls Du Dich über Kinesiologie austauschen willst, hier gibts jede Menge Experten. Günter und Aqua zum Beispiel. ;)

erschöpfte und erkältete Grüsse
Elfe
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.405
Hallo Claudine,
sind denn Deine gesundheitlichen Probleme erst genau während der Weiterbildung aufgetreten? Alle Deine Schmerzen können auch mit einer Vergiftung erklärt werden. Vielleicht warst Du ja schon bis zum Rand voll, hast die Gifte aber gerade noch deckeln können. Dort - bei der Weiterbildung - mögen dann noch weitere Gifte dazugekommen sein + STress. Das hat dann das ganze zum Überlaufen gebracht. - Könnte so sein. Vielleicht hattest Du vorher auch noch eine Zahnbehandlung?? Manchmal fügt sich im Nachhinein alles wie ein Puzzle zusammen, wenn man mal ein bißchen Detektiv spielt.
Falls Du auch nur einen kleinen Verdacht hast, daß bei Dir Amalgam bzw. Schwermetalle (Blei, Kupfer ..) eine ungute Rolle spielen, solltest Du Dir genau anschauen, was Du an homöopathischen Mitteln nimmst. Mercurius in jeder Form z.B. sollte dann wie der Teufel gemieden werden ;) :( .
Da Homöopathen im allgemeinen "nur" nach den Symptomen aber selten nach einer Ursache forschen, wäre ich immer ein bißchen skeptisch, solange Gifte eine Rolle spielen. Die eigene Information ist deshalb besonders wichtig.

Das Burnout-Syndrom ist wieder so ein Syndrom, bei dem man nicht so recht weiß, warum und woher. Möglichkeiten zur Ursache gibt es einige: deshalb muß man selbst versuchen, herauszufinden, warum man so fertig ist. Eine wirkliche Behandlung gibt es nicht, und Ärzte und erst recht Psychiater und Psychologen schieben eben dann gerne alles auf die Psyche - was aber nicht stimmen muß. Von Giften haben diese Herren und Damen nämlich meistens keine Ahnung.

http://www.m-ww.de/gesund_leben/maennersache/burnout-syndrom.html?PRINTABLE=1& = Burnout-Syndrom etc.

Gruß,
Uta :)
 

Claudine

Liebe Elfe, liebe Uta
Erst mal herzlichen Dank für Eure Zeilen! Burnout, Erschöpfungsdepressionen, CFS (Chronique Fatigue Syndrom) - nicht mal die Mediziner wissen genau, was dasselbe ist und sind sich einig, woher es kommt und wie das alles zu behandeln ist. Es liegt wirklich an mir selber, mich zu informieren und meinen Weg zu suchen.
Liebe Elfe, übernimm dich bloss nicht mit Tageskindern. Wenn Du dich dafür entscheidest, versuch langsam einzusteigen (wenn das geht) denn ich weiss aus eigener Erfahrung wie wenig es braucht, um wieder zusammen zu klappen!
Bei mir wurde eine Irisdiagnose gemacht und festgestellt, dass die Nieren und Leber belastet sind und zuwenig arbeiten, um alle belastenden Stoffe auszuschaffen. Deshalb werde ich auch entgiftet. Da hat sich sicher im Zusammenhang mit dem Stress in der Schule, meiner Familientätigkeit und allen anderen Anforderungen, denen ich gerecht werden wollte (!) in mir alles angestaut und mich regelrecht mit Giften überlastet. Und das braucht ZEIT und GEDULD ~_~
Ich finde, mit Kinesiologie habe ich eine Möglichkeit an mir zu arbeiten ohne nur reden zu müssen, sondern ich kann mit gezielten Uebungen Veränderungen herbeiführen.
Ich bin immer auf der Suche nach Infos und tausche mich auch im Freundeskreis (nicht alle haben Verständnis + Geduld!) darüber aus. Deshalb bin ich froh, dass ich auf dieses Gesundheitsforum gestossen bin.
Liebe Grüsse
Claudine
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.405
Hallo Claudine,

Bei mir wurde eine Irisdiagnose gemacht und festgestellt, dass die Nieren und Leber belastet sind und zuwenig arbeiten, um alle belastenden Stoffe auszuschaffen. Deshalb werde ich auch entgiftet. Da hat sich sicher im Zusammenhang mit dem Stress in der Schule, meiner Familientätigkeit und allen anderen Anforderungen, denen ich gerecht werden wollte (!) in mir alles angestaut und mich regelrecht mit Giften überlastet
Ein paar kritische Gedanken kommen mir schon, wenn ich das lese
;) :? . Mein Heilpraktiker - ein wirklicher Praktiker, der mindestens 20 Jahre lang mit der Iris-Diagnostik gearbeitet hat, macht sie gar nicht mehr, weil er sagt, daß er oft die wesentlichen Dinge nicht gefunden hat. Er hält inzwischen mehr von einer umfangreichen Diagnostik, Vollblutbild und vor allem Zuhören!
Daß Leber und Niere oft überlastet sind, wenn man in irgendeiner Form mit Giften belastet ist, ist eh klar! Wenn Du hier von Giften sprichst, meinst Du anscheinend Stress. Wenn ich von Giften spreche, meine ich Quecksilber, Formaldehyd und all die leckeren Sachen, denen wir freiwillig oder unfreiwillig ausgesetzt sind.
Familiäre und/oder schulische Probleme würde ich eher dem Stress zuordnen. Der wiederum "macht sauer" - ganz wörtlich: der Körper wird übersäuert, was alles mögliche bewirken kann. Da wäre wohl ein Basenpulver gut (das Thema gab es hier schon ausführlich).
Was gibt Dir denn die Heilpraktikerin zum "entgiften"? Oder ist damit eher eine STärkung von Leber und Nieren gemeint, wie sie z.B. die Firma Nestmann anbietet?

Wenn Du auch an Deinen Denk- und Verhaltensmustern arbeitest, während Du Deinen Körper stärkst, ist das natürlich wunderbar. Welche Art von Kinesiologie erlebst Du?

MIch interessiert immer noch, ob Du Amalgam im Mund hast oder hattest bzw. welche Materialien Du im Mund hast? :)

Gruß,
Uta
 

Claudine

Liebe Ute
Ein Vollblutbild wurde auch bei mir erstellt, Hormone aller Art untersucht, Borreliose abgecheckt (inkl. Liquordiagnostik) eingehende neurol. Untersuchung, Nierenultraschall, Nebennierenhormone, Schilddrüsenfunktion. Als alle Resultate o.B. waren, habe ich aufgehört, meinen Hausarzt zu bemühen. Er wollte mir ohnehin Antidepressiva verschreiben...
Quecksilber/Amalgam: Da ich 1961 geboren bin, habe ich natürlich einige Amalgamfüllungen. Natürlich haben mein HP und ich darüber gesprochen (auch mit meinem Zahnarzt). Wenn sich mein Zustand, wie es jetzt aussieht, immer mehr bessert und stabilisiert, werde ich das anpacken. Dabei ist für mich der finanzielle Aspekt nicht ausser Acht zu lassen, denn in der CH zahlt keine Krankenkasse einen Rappen an eine Zahnsanierung. Und als Familie ist unser "Polster" nicht sehr riesig...
Entgiften: Ich bekomme jede 2. Woche eine Spritze (Ausleitungsverfahren) Da sind 4 oder 5 hom. Mittel drin, allerdings habe ich mir nicht die Namen gemerkt.
Elektrosmog war auch ein Thema bei uns, denn unser Haus liegt genau zwischen zwei Mobilfunkantennen. Da konnte mir der HP ein Gerät empfehlen, dass Strahlung neutralisiert. Das konnten wir 4 Wochen lang testen und wir haben uns entschieden, das zu kaufen. Seither ist mein Schlaf viel ruhiger und erholsamer geworden. Auch wenn es mal spät wird, fühle ich mich am andern Morgen ausgeruht und erholt.
Kinesiologie: Meine Therapeutin hat die Ausbildung als integrative Kinesiologin. Wir besprechen am anfang der Sitzung, was für mich "akut" ist und testen mittels Muskeltest aus, um was es dann konkret geht. Wir machen Uebungen mit dem Farbkreis, Touch for Health u.a. ich habe bis jetzt viel davon profitiert, es hat mich weiter gebracht und mir gezeigt, wo mein Weg liegt. Mein "Rucksack" hat sich seit Kindheit an angefüllt und Unverarbeitetes hat sich angesammelt. Uebrigens geht auch mein grosser Sohn (14 J.) in die Kinesiologie, gerade jetzt in der Pubertät hat ihm das sehr gut getan.
Liebe Grüsse
Claudine
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.405
Hallo Claudine,
danke für das ausführliche Posting :) .
Offensichtlich bist Du auf einem richtigen Weg, und ich finde es sehr schön, daß sogar Dein Sohn bereit ist, kinesiologisch etwas zu tun. Schön!

Entgiften: Ich bekomme jede 2. Woche eine Spritze (Ausleitungsverfahren) Da sind 4 oder 5 hom. Mittel drin, allerdings habe ich mir nicht die Namen gemerkt.
Jetzt muß ich noch einmal neugierig fragen: was soll denn bei Dir entgiftet werden, wenn es nicht um Amalgam/Quecksilber geht?
Im allgemeinen wird davor gewarnt, mit Homöopathie zu entgiften, weil die nicht wirklich zur Ausscheidung bringt, was man los haben will, sondern verschiebt. Letztlich nützt das also nichts. - Das gilt allerdings vor allem für alle mercurius-Präparate und noch ein anderes Quecksilber-Präparat in der Homöopathie, dessen Name mir gerade nicht einfallen will.

Es wäre vielleicht doch ganz gut, wenn Du Dir aufschreiben würdest, was Du gespritzt bekommst. Wer weiß , wozu das noch gut ist ;) ...

Vielleicht kannst Du mal das Buch "Amalgam" von Dr. Mutter lesen? Da steht eine Menge zum Thema Amalgam drin. Letzten Endes muß man ja die Ursache für gesundheitliche Probleme beseitigen - so man sie findet und sie entfernen kann. Und nicht an den Symptomen herumarbeiten...

Gruß :) ,
Uta
 
Beitritt
25.03.04
Beiträge
877
Da kann ich Uta nur zustimmen... schreib dir lieber alles auf, was du einnimmst bzw. gespritzt bekommst... bei mir ist das so ne lange Liste... und immer werd ich gefragt, was schon alles gemacht worden ist... mit der Zeit weiss man das gar nicht mehr.

LG
himmelsengel
 

Claudine

Liebe Uta
Ich war über Neujahr nicht zu Hause, deshalb etwas später meine Antwort. EIN GUTES NEUES JAHR!
Ich wollte mich hier im Gesundheitsforum eigentlich mit anderen Betroffenen austauschen über Erfahrungen (z.B. Alltagsbewältigung) und nicht eine Detaildiskussion über Amalgam führen. Die habe ich mit meinem HP und Zahnarzt gehabt, und mich entschieden, dass das im Moment nicht Priorität hat.
In die Arbeit meines HP habe ich vollstes Vertrauen, stelle dort nichts in Frage.
Wenn sich also kein allg. Erfahrungsaustausch über Burnout/CFS ergibt, verabschiede ich mich hier von Euch.
DANKE für Eure Stellungnahmen. Und sicher werde ich immer wieder ins Forum schauen, zu sehen was es Neues gibt.
LG
Claudine
 
Beitritt
15.09.04
Beiträge
62
Hallo Claudine

Ich komme leider erst jetzt zum antworten.

Es ist typisch für das Burn-out-Syndrom, dass es sich bei hoher persönlicher Belastung zeigt. Vor allem dann, wenn mehrere Probleme aufeinander treffen.

Die Symptome sind, körperliche und seelische Erschöpfung bei andauernd hoher Energieabgabe bei geringer Wirkung und mangelnder Energiezufuhr. Wünsche, Ziele und Bedürfnisse können nicht oder nur durch hohe persönliche Verluste erreicht werden.

Man spricht sowohl von persönlichen- wie organisatorischen Ursachen.

Persönliche Ursachen sind z.B. geringe Stresstoleranz, Helfer-Syndrom, private Probleme und ein wenig unterstützendes Umfeld, Hang zum Perfektionismus, Ziele werden zu hoch gesteckt, oder auch falsche Stress- und Konfliktbewältigung.

Organisatorische Ursachen können an sich gestellte Erwartungen sein, die mit der inneren Einstellung kollidieren. Autonomieeinbussen: Das Gefühl auf Entscheidungen keinen Einfluss zu haben und das wird als Bedrohung erlebt. Unklare Zielvorgaben: Es werden Konflikte mobilisiert, ohne zu wissen, welches Ziel erreicht werden kann und soll. Gestörter Handlungsablauf: Auf dem Weg zum Ziel treten Hindernisse auf, die das Erreichen erschweren oder unmöglich machen. Gefühl des Versagens.

Dabei gibt es verschiedene Stadien die durchlebt werden: 1. Vom Engagement zum Überengagement. 2. Rückzug von anderen Menschen, Überdruss, alles Neue macht Angst und wird abgewehrt, erloschene Kreativität. 3. Desillusion, gleichzeitig kommt es zu Schuldzuweisungen an sich oder andere. Selbstmitleid, Misstrauen, Angst, Ohnmachtsgefühl, Motivationslosigkeit.

Die wichtigste Prophylaxe ist das Bewusst-machen von Burn-out-fördernden Situationen und Handlungsmustern. Bei einem manifestierten Burn-out leiden, ist man nicht mehr in der Lage sich selbst zu helfen. Man benötigt Unterstützung und Anteilnahme von anderen. Geeignet ist eine Supervision am Arbeitsplatz und wenn das nicht geht, eine Gesprächstherapie bei einem Fachmann, z.B. Psychologen. Dabei gilt es Konflikte aufzudecken, Handlungsmuster analysieren, falsche Strategien erkennen und ersetzen.
Vielleicht kannst du deine Arbeitsstrukturen ändern, z.B. Versetzung, Teilzeit; kann Entlastung schaffen.

Obwohl das alles fachlich korrekt ist und ich unter anderem dafür 4 Jahre gelernt habe, machte ich just danach die Erfahrung des Burn-outs. :( Nach dem Examen war ich fix und fertig! ~_~ Ich weiss also von was ich hier spreche- oder besser schreibe. ;)

Urlaub war für mich das beste Mittel um Abstand aus der Erschöpfung - was es ja grundsätzlich ist - zu gewinnen. Neue berufliche Aufgaben, ein Umfeld das mich trägt, gute Gespräche und vor allem die ZEIT, halfen mir dabei mich zu erholen.
Noch ein Typ: Ergeizig sein ist gut - aber nicht um jeden Preis! Dies zu überdenken lohnt sich :)

Alles Gute und liebe Grüsse
Co
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.405
Hallo Claudine,
es tut mir leid, daß Du Dich von mir nicht richtig angenommen fühlst in Bezug auf das Thema burn-out-Syndrom. Ich habe eben über das geschrieben, was ich in diesem Zusammenhang kennengelernt habe.
Austausch ist immer gut, aber nicht immer ergibt sich dabei eine Bestätigung der eigenen Meinungen und Erfahrungen. Manchmal findet man neue Ansätze, manchmal merkt man erst viel später, daß da neue Denkansätze waren.

Da das burn-out ein Syndrom ist, heißt das, dass es vielfältige Ursachen hat und zwar körperlicher wie seelischer Art. Ich hatte auf eine körperliche Ursache hingewiesen. Wenn Du Dir sicher bist, daß Du da nicht weiterschauen brauchst, ist das Deine Entscheidung.

Falls Du auf der jetzigen Schiene nicht wirklich weiterkommst, wäre das Thema Gifte evtl. doch interessant. Nicht ohne Grund hat Dr. Klinghardt zunächst nur mit "ungelösten seelischen Konflikten" gearbeitet (USKs). Dann hat er aber gemerkt, daß er bei vielen Menschen da nicht weiterkam. Dann erst hat er angefangen, sich über Gifte, spez. Quecksilber in den Zähnen, Gedanken zu machen, und siehe da: Psychokinesiologie und Schwermetallausleitung zusammen waren erfolgreich!

Ich wünsche Dir alles Gute!
Uta
 
Beitritt
07.05.04
Beiträge
1.918
Hallo Claudine,

laß bitte Deinen Kinesiologen den für Therapeuten kostenlosen Depyrrol-Testsatz der KEAC anfordern. Damit kann Dein Kinesiologe austesten, ob Du diese Nahrungsergänzung brauchst, d.h. ob Du eventuell Kryptopyrrolurie (HPU/KPU) hast. Wenn das Ergebnis positiv ist, würde ich einen Urintest nachschieben.
Mach Dich mal hier im Forum über Kryptopyrrolurie schlau. Ganz oben in der Übersicht unter Neue Rubriken findest Du sie. Dort findest Du auch die notwendigen Informationen, damit Dein Therapeut den Testsatz anfordern kann:
http://www.symptome.ch/cgi-bin/cute...6A6hyhSVDsR9bENOLYwjrxfn&forum=45&thread=1112
Ich habe auch HPU, bin oft energielos und neige zum Perfektionismus. Einiges hat sich aber schon gebessert.
Liebe Grüße

Günter
 
Beitritt
09.11.04
Beiträge
1.003
Erstellt von Claudine

Wenn sich also kein allg. Erfahrungsaustausch über Burnout/CFS ergibt, verabschiede ich mich hier von Euch.
Hallo Claudine,

schade dass du so schnell aufgiebst, ich hätte mich gerne darüber unterhalten.
Ich war nämlich schonmal soweit das ich fast meinen Job aufgeben musste.

LG

Sternchen
 

Claudine

Hallo Sternchen
Als "sturmerprobte" Mutter von zwei Jungs (14 u. 12 J) gebe ich doch nicht so schnell auf ;)
Und ich habe ja auch gemerkt, dass ihr mich nicht gerne ziehen lasst!!!
Es gibt einfach so viele Möglichkeiten für Müdigkeit und Erschöpfung (z.B. auch der Candida-Pilz, Elektrosmog). Die Wechseljahre nicht zu vergessen. Ich werde dieses Jahr 44 J. alt und weiss, dass ich Hormonschwankungen habe. Ich stelle auch in diesem Zusammenhang div. Körperveränderungen fest. Aber ich bin mir sicher, dass meine Erschöpfungszustände (die letzten liegen z. Glück schon 9 Monate zurück) das Ergebnis von andauernder Ueberforderung meines Körpers und Geistes sind. Ich fühlte mich immer für alles und jedes zuständig und verantwortlich und mein Wahlspruch war: Entweder mache ich etwas 100%ig oder ich lass es bleiben. Nebst meiner Familientätigkeit hielt ich versch. Freundschaften und Kontakte aufrecht, von denen ich heute sagen muss, sie waren nur einseitig. Mein Hilfszwang trieb mich immer wieder an, mich zu engagieren. Auch während meiner Weiterbildung war ich bald so etwas wie die "Mutter" einer kleineren Gruppe und dann ging es nicht mehr lang und ich lag flach. Das musste ja wohl so sein und so kommen... Ich musste also im vergangen Jahr neu lernen, meine Kräfte und meine Arbeiten richtig einzuteilen, wobei ich über den Sommer meinen Haushalt nicht mehr alleine bewältigen konnte. Auch alleine einkaufen und autofahren konnte ich nicht. Ich bin froh, dass ich heute wieder fast alles ohne Hilfe tun kann und meine Familienarbeit mit Freude und Befriedigung erledigen kann. Alle anderen Aktivitiäten (Chor, Vorstandstätigkeit, Frauengruppe etc) habe ich eingestellt und wende mich den Dingen zu, die mir entsprechen und zusagen. Es geht aufwärts!
LG
Claudine
 
Beitritt
09.11.04
Beiträge
1.003
Hallo Claudine,

also im Gegensatz zu dir hatte ich wenig zutun, aber ich fühlte mich immer schlapp und müde.

Zur Zeit bin ich arbeitslos und habe keine Kinder, komischer Weise fühle mich seitdem richtig erholt.

Wenn ich arbeite dann arbeite ich richtig, mir ist es auf der Arbeit einfach zu langweilig nichts zu tun.
Ich habe teilweise sogar die Pausen vergessen und habe immer schnell gearbeitet.
Am Abend war ich dann so fertig dass zu Hause alles liegen geblieben ist.
Ich bekam dann noch gesundheitliche Probleme.
Ich hatte dazu auch mal einen Bericht geschrieben:

http://www.symptome.ch/cgi-bin/cutecast/cutecast.pl?session=9rFfbaIm3k6sOSjOXnmZvsEy5c&forum=4&thread=1137

Irgendwie bin ich dann fast zusammengebrochen, ich konnte nichts mehr machen, habe mich nur noch zur Arbeit geschleppt.

Ich habe dann angefangen halbe Tage zuarbeiten und eine Kur eingereicht.
In der Kur ist mir einiges klar geworden.
Seit dem habe ich immer eine unbeschreibliche Sehnsucht nach Ruhe.
Denn Ruhe ist das einzige Mittel um sich wieder zu erholen....

LG

Sternchen
 

Claudine

Hallo Sternchen
Ich komme erst jetzt wieder dazu zu antworten, mein PC machte Probleme....
Das mit dem Ruhebedürfnis war bei mir auch so, schon am frühen Abend freute ich mich nur noch aufs Zubettgehen. Allerdings hatte ich lange Zeit Probleme mit dem Schlaf, seit wir ein Gerät im Haus haben, dass Elektrosmog und Erd- u. Wasserstrahlen "neutralisiert" schlafe ich viel besser (auch mein Mann, der nicht so empfindlich auf alles reagiert, merkt einen Unterschied).
Ich wollte Dich noch fragen, wie denn deine Umwelt, dein Partner auf deine gesundheitlichen Probleme reagiert. Ich merke jetzt, welche Freundschaften diese Zeit überdauern. Mein Mann war ziemlich hilflos am Anfang, er konnte mir vor allem im Haushalt viel abnehmen, die Kinder anleiten etc. Und ich habe endlich gelernt, meine Aengste, Sorgen und Gedanken zu äussern und ehrlich zu sein, wenn ich wieder "am Anschlag" war (z.T. immer noch bin) Meine Mutter (eine s e h r starke Frau) kann meine Probleme nicht so ganz nachvollziehen, sie ist aber für jede Hilfe im Hause zu haben. Die Gespräche mit ihr sind eher oberflächlich. Dafür habe ich eine sehr gute Bekannte, die unter ähnlichen Problemen leidet und einen langjährigen Freund, mit denen ich über alles austauschen und "klönen" kann, wenn's nötig ist.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende :)
LG Claudine
 
Beitritt
09.11.04
Beiträge
1.003
Hallo Claudine,
ich komme in der letzten Zeit auch wenig zum antworten, mein Mann hat frei und blockiert den PC ;)

Ab Montag habe ich, nach einem Jahr, für 4 Monate einen Job. Irgendwie freue ich mich, auf der anderen Seite mache ich mir jetzt schon Stess, hoffentlich mach ich alles richtig, hoffentlich schaff ich das alles körperlich?
Es ein Vollzeitjob, weil danach erstmal wieder Schluss ist und so leicht findet man hier nichts neues (trotz guter Ausbildung).

Ich bin jemand der andere nicht mit seinen Problemen belasten möchte, so tu ich immer als wenn es mir gut geht.
Dadurch habe ich offt ein vekniffenes Gesicht, andere denken dann ich bin böse oder so, was ja nicht ist.
Meinen Mann kenne ich jetzt fast 20 Jahre, am Anfang ist unsere Beziehung fast daran kaput gegangen.
Ich bin zum Stubenhocker geworden und habe warscheinlich nicht richtig gesagt warum.
Damals waren wir mitte 20 und eigentlich geht man dann viel weg .
Nachdem wir 3 Monate getrennt waren haben wir darüber gesprochen und seitdem ist unsere Beziehung gut.
Naja, jetzt bekommt er auch die ersten Wewechen und kann das besser nachvollziehen.
Hier im Forum ist es das erste Mal dass ich wirklich mit anderen Menschen darüber spreche.

Was ist das denn für ein Gerät gegen Elektrosmog?
Obwohl, ich kann ja immer und überall schlafen, das ist ja eins meiner Probleme, ich bin immer müde.
Wenn wir wo eingeladen sind könnte ich mich schon so um gegen 21:00 Uhr irgendwohin legen und schlafen.
Egal wie laut es ist.

LG

Sternchen
 
Beitritt
21.02.04
Beiträge
83
Hallo Claudine,
Hallo Claudine,
es ist interessant, was bisher zu dem von Dir aufgeworfenen Thema geschrieben wurde.
Ich kenne auch Symptome, die ich einem Burn-Out zuordnen kann, von mir (und anderen).
Bei mir gehört dazu, dass ich mich (bewusst oder unbewusst) überforder(t)e - und oft auch Spass an schier unlösbaren, kaum zu bewältigenden Aufgaben hatte.

Seit einigen Jahren versuche ich, meine Kräfte insoweit realistischer zu sehen, als dass ich mich zurückhalte, neue zeit- und kraftintensive Aufgaben zu übernehmen, auch wenn ich sie reizvoll und interessant finde und gerne auf diesem Gebiet etwas tun möchte.
Meine private (familiäre) Situation ist anstrengend genug, ich bin seit der Scheidung vor 15 Jahren "alleinerziehend", eher alleinverantwortlich (auch finanziell) für 4 Kinder. Langsam entspannt sich das nun, weil die Kinder ja erwachsen werden und selbständig.
Ich war auch froh, als ich nach jahrelangem Vollzeitjob irgendwann (da war der Jüngste 10 und der Älteste 20) arbeitslos wurde und ein bisschen durchatmen konnte. Leider war es mir bisher nicht möglich, einen halbwegs auskömmlich bezahlte Teilzeitstelle zu finden, trotz guter Qualifikation).
Ich habe aber in den letzten Jahren mehr darauf geachtet, was mir wirklich Spass macht, was ich schaffen kann und versuche auch jetzt noch, mich weniger unter Druck setzen zu lassen und selbst zu setzen. Das bringt unter anderem mit sich, dass manche Freundschaften, die wohl doch eher Bekanntschaften waren, sich irgenwohin verflüchtigt haben. Aber ich fühle mich zunehmend mit mir selbst wohler.
Für mich ist es auch wichtig -und das habe ich nur in den allerersten Lebensjahren der Kinder vernachlässigt, so etwa bis der Kleinste vier war- ab und zu mal (und nun zunehmend) Zeit für mich zu haben, entweder nichts zu tun oder Dinge, die mir Freude machen (Tischlerarbeiten, Wandern, Bauen u.v.m.)
Was mir persönlich geholfen hat, die fürs Burn-Out begünstigende Perfektionssucht zu relativieren, ist eine Gelassenheit (weniger wohlwollende Menschen könnten sagen Langsamkeit oder A...-ruhe) - was heute nicht geht, muss ich eben morgen oder erst im nächsten Monat erledigen und kann dann auch das partielle Chaos übersehen.
Ich kann nur so viel tun, wie ich schaffe. Aber ich setze eben auch andere Prioritäten im Leben als ich es bei vielen Mitmenschen beobachte. Da ich relativ abgeschieden wohne, habe ich z.B. nicht das Problem mit Nachbarn ob meines nur partiell gepflegten Gartens.
Als Tipp bei Tiefs fällt mir noch die altbekannte und bereits genannte "Bewegung an frischer Luft" ein, ich hab's zum Glück nicht weit bis ans Meer - das ist immer ein Kraftquell (den ich trotzdem zu selten nutze).

Soweit für heute
liebe Grüße - Jontev.
 
Oben