Benzoentzug - wer kann mir Mut machen oder Erfahrungen teilen?

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Hallo, ich stelle mich mal vor ich bin Elene 42 Jahre alt wohne in Schleswig-Holstein. Habe zwei Kinder und habe das Problem, dass ich ein Exfreund als Neurologen hatte, der mir zwölf Jahre lang Escitalopram in einer geringen Dosis empfohlen hat!
Dann wollte ich es absetzen, weil ich über 22 Kilo zugenommen habe. Dies ist jedes Mal wieder gescheitert und nun bin ich auf 4 mg Tavor beziehungsweise bin alleine zu Hause schon am reduzieren.
Hier im Norden habe ich das Gefühl sind die Kliniken und Ärzte auch nicht so professionell, allerdings bin ich schon in einer Klinik zum Entzug angemeldet und war auch schon durch dieses ganze Desaster in mehreren Kliniken. Dort haben sie einen nur mit Tabletten zugeschossen und ich habe echt Angst vor dem Entzug. Ich muss mir auch noch eine andere Psychiaterin suchen, weil die hier auch nicht gut ist. vielleicht kann mir auch jemand Mut machen oder was dazu schreiben viele liebe Grüße von Elene
 
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Hallo @Leniwunderlich ,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum 🌻.

Es tut mir Leid, dass du in die Psychopharmaka-Falle getappt bist und wünsche dir, dass du da wieder heraus finden wirst.
Ich möchte noch fragen, weshalb plötzlich 4 mg Tavor, das ist viel?, du hast doch nur von einer geringen Dosis Ecitalopram berichtet. Nimmst du nun beides?

Ich kenne mich damit nicht aus, habe aber gelesen, dass manche mit dem Absetzen von Tavor keine großen Probleme habe, aber das ist wahrscheinlich individuell.
Hier berichten einige: https://www.psychic.de/forum/medika...bsetzen-ohne-entzugserscheinungen-t78903.html

Das ist ein Selbsthilfeforum: https://www.psychic.de/forum/medikamente-angst-panikattacken-f76/

Was du selbst für dich tun kann ist, dich etwas bewegen, raus an die frische Luft, Spaziergänge, etwas Sport, das tut der Seele gut und Dinge tun, die dich freuen und zufrieden machen, das kann gut unterstützend wirken.
Kannst du zur Arbeit? Das bietet auch ein wenig Abwechslung, falls das machbar ist in deiner Situation.

Alles Gute, berichte uns doch weiter, wie es dir ergeht, wenn du magst,
schöne Grüße
Mara
 
Nein, ich nehme Escitalopram seit knapp zwei Jahren nicht mehr, die 2 mg. Damit fing alles an. Ich hab auch gearbeitet unter 4 mg Tavor und noch anderen Tabletten. Dominal Trimipramin jetzt hab ich gedacht, ich geh noch mal in die Klinik zum Entzug, aber die machen das meistens viel zu schnell. Ich hatte ein narzisstischen Freund, der selber schwer an MEcfs erkrankt ist und ansonsten natürlich schon etwas Freunde, aber ich fühl mich überhaupt nicht wohl alleine. Das ist natürlich klar.
 
Ich schließe mich Oregano und Mara1963 an und möchte noch erwähnen, dass es hier Berichte zum erfolgreichen Absetzen von Benzodiazepinen gibt. Vielleicht findest Du da Anregungen und auch Mutmachendes.
 
Ich danke euch ja würdet ihr das zu Hause machen?
Ich hab eigentlich muss ich auch noch einen anderen Psychiater suchen. Im Norden gibt’s nicht so gute. Ich hatte eine private Ärztin in Innsbruck, und die hat mir Tavor aufgeschrieben, weil ich solche Zwangsgedanken und massiven Schlafstörungen hatte, durch das absetzen vom Escitalopram das war Wahnsinn! Alles durch diesen Exfreund Neurologen naja, was soll man machen.. eigentlich wollte ich das nicht wieder nehmen aber Tavor ist natürlich auch keine Lösung. Ja ich schau mal in die Gruppe wer es in der Klinik und wer ist zu Hause gemacht hat. Danke euch⭐
 
Liebe @Leniwunderlich ,

ich würde zuhause den Anfang machen, ein bisschen reduzieren ab morgen, wenig, so viel wie du dir zutraust. Und das dann für 10 Tage ausprobieren und dann weiter schauen und trotzdem in die Klinik gehen zum endgültigen Entzug; wichtig ist dort ja auch die psychologische Betreuung, Anwendungen, Sport, Auszeit.

Wie werden deine Kinder währenddessen versorgt, oder sind die bereits erwachsen?

Einen Anfang tun und beginnen, dass stärkt deinen Selbstwert.

Wichtig ist auch dich zu bewegen, raus an die Luft, bisschen Sport, Laufen, muss nicht viel sein, dennoch unterstützt das die Psyche ungemein, leider wird das oft unterschätzt.

Schlaf gut,
Mara
 
Ich hatte ein narzisstischen Freund, der selber schwer an MEcfs erkrankt ist und ansonsten natürlich schon etwas Freunde, aber ich fühl mich überhaupt nicht wohl alleine. Das ist natürlich klar.
wie geht das mit so einem kranken Freund? Als Neurologe hat er dann wohl nicht mehr gearbeitet?

Wo ist das Problem am Alleinsein? Wohnen deine Kinder bei dir?

Erzähl doch mal genauer bitte, wenn du magst Leni, damit es verständlicher wird und wir uns ein Bild machen können.
 
Hallo Mara, danke für deine lieben Antworten⭐⭐⭐️ ich wohne im Raum, Lübeck, Hamburg und habe zwei Kinder, die aber nur zeitweise bei mir sind. Das mit dem Exfreund Neurologen hatte ich geschrieben der hat mir das Escitalopram zwölf Jahre angedreht wegen angeblich Depressionen und Panikattacken. Es kann aber auch an einer Hormonspirale gelegen haben. Auf jeden Fall hatte ich so einen starken Entzug,dass ich richtig fiese Gedanken hatte und gar nicht mehr schlafen konnte. So kam ich oft Tavor.
Dann kam ab Mai der Exfreund also der jetzt so schwer krank ist wieder in meinem Leben und ich habe von 2 mg Tavor auf 4 mg erhöht…
Ja, jetzt bin ich immer so dazwischen. Ich mache wieder Schluss, weil er ja sowieso eine komische Art hat und ich muss mich doch um ihn kümmern, weil er Hilfe braucht… Ich habe ja ein Helfer Herz, weil ich immer oder oft mit behinderten Kindern gearbeitet habe.
Mein Ziel ist es, Tavor runter hinzusetzen und hoffentlich in der Klinik nicht so viel Neues zu bekommen, dass ich gar nicht mehr denken kann und eventuell noch mal nach Bayern auf eine Kur zu gehen und ab Ende des Sommers oder im Herbst du da ein paar Stunden zu arbeiten.
Ich fühle mich natürlich auch alleine. Ich habe Freunde, aber die haben natürlich auch ihre Sachen zu tun und ich wollte den Entzug auch nicht bei denen machen, weil wenn irgendwelche Sachen auftreten wäre das nicht gut nur ich habe natürlich trotzdem sehr viel Angst vor einer Klinik Hinzukommt, dass mein Freund oder Exfreund, der krank ist, auch in Hamburg wohnt, wo die Klinik ist und falls er doch Nachhilfe ruft, weil er bettlägerig ist, habe ich immer ein schlechtes Gewissen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus meinem Leben, aber ich danke dir, dass du so viel nachfragst und gebe dir gerne auch noch Antworten. Hab einen schönen Tag⭐⭐️ wo kommst du eigentlich her, Mara?
 
Also der kranke Freund, der narzisstische ist nicht der Arzt. Das hat mich auch sehr viel Kraft gekostet, dass er auf einmal krank wurde und ich hab ihm sogar geholfen. Auch als ich letztes Mal in der Klinik war hat er mir nicht geholfen aber so bin ich halt. Nun ist er bei Freunden irgendwo anders untergebracht aber kommt wieder nach Hause dann werde ich wohl im Krankenhaus sein und muss mich auf den neuen Zug konzentrieren und vielleicht wie gesagt geh ich noch mal nach Bayern und mache dann eine Anschluss Kur. Ich weiß noch nicht, ob ich dazu Lust hab. Langsam reicht es mir auch mit Kliniken. Natürlich am liebsten würde ich einfach wieder arbeiten mit behinderten Menschen aber ich weiß nicht, wie ich auf die Beine komme. Ich möchte einfach auch am liebsten keine Medikamente mehr Nehmen.
 
Liebe Leni,

das klingt alles ein bisschen holprig, aber eine Lösung gibt es für alles, zumindest Veränderung.

Der schwerkranke Ex-Freund scheint dir nicht gut zu tun, sonst hättest du nicht von 2 mg auf 4 mg Tavor erhöht, oder?

Ich verstehe, dass du helfen magst, aber man kann nur so viel weiter geben was man selbst auf Reserve hat und mir scheint, du hast mit dir selbst momentan genug zu tun.
Wenn du unbedingt helfen magst solltest du zusehen, dass du nur so viel hilfst, wie es dir gut tut. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du nicht helfen kannst, du trägst für ihn nicht die Verantwortung. Er braucht Pflegedienst, Familie, eigene Leute, die sich um ihn kümmern.
Du hast deine Kinder und trägst für sie Verantwortung - ihnen zuliebe allein lohnt sich ein Entzug schon tausendfach!

Hast du schon eine Reha bzw. Entzug beantragt?
Es müsste doch die Möglichkeit geben, dich vom Hausarzt in eine Entzugsklinik einweisen zu lassen, dann bist du erstmal weg und anschließend dann Rehaklinik zur Stabilisierung.
Und nicht nach Hamburg, wo der Freund wohnt, sondern weiter weg.

Ich denke, so würde ich das machen.

Was bringts noch lange rum zu dümpeln, das ist verschwendete Zeit und gut gehts dir auch nicht mit den Medikamenten und für deine Kinder ist das bestimmt ebenfalls nicht gut.

Hab einen schönen Tag⭐⭐️ wo kommst du eigentlich her, Mara?

Danke Leni, ich wünsche dir auch einen guten Tag und dass du raus gehst, spazieren, den Kopf frei bekommen und einen stichhaltigen Plan dir machst, wie es in Zukunft weiter gehen kann / soll, Montag könntest du bereits zum Hausarzt.
Außer es wird ganz schlimm, dann könntest du am WE zur Notaufnahme.
Ich wohne in Bayern, aber wie es hier mit Entzugskliniken aussieht, da kenne ich mich nicht aus.
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Psychopharmaka eingenommen, ich hätte höllisch Angst, dass sich meine Persönlichkeit davon verändern würde und vor allem, dass ich nicht mehr klar fühle, was in mir ist u die Kontrolle verliere, Gott sei Dank war ich noch nie psychisch krank.

Nun wünsche ich dir alles Gute, tu dir was Gutes heute und geh raus, wenn das möglich ist und mach dir einen Plan und ernähre dich gesund ;)

Schöne Grüße
Mara
 
Ja, liebe Mara, du hast recht ich bin im Mai umgezogen und hab dann glaube ich von 1,5 auf 4 mg irgendwie sowas erhöht. Der Schlaf war auch schlecht und na klar dieser Freund oder Exfreund wie auch immer kostet natürlich ein Haufen Energie und jetzt auch noch krank.
Ja genau, wenn nur, soviel ich helfen will und in der Entzugsklinik wäre ich dann tatsächlich auch in der Nähe aber eher selber ist ja sowieso bettlägerig. Ja ich bin leider auch etwas Beziehungstat abhängig aber ich muss dir den Zug in erster Linie für meine beiden tollen Kinder machen. Ich weiß nicht, ob ich dann du hast recht lieber ganz weit weg in eine Rehabilitation gehe und da weiter entziehe und dann schon mal noch nach einer neuen Psychiaterin vor Ort schaue und nach Therapie und dann kann ich vielleicht wieder arbeiten das wäre zumindest mein Wunsch. Ich muss das noch mal zuordnen. Hast du einen Entzug gemacht, beziehungsweise nimmst du noch Medikamente?
Danke für deine lieben Antworten⭐⭐🙏
 
Ach so, ich sehe schon, du hast nie Medikamente genommen. Sei froh! Ja auch da habe ich mich leider verleiten lassen oder war zu schwach von dem Exfreund Neurologen. Ich hoffe auch ich komme bald mit weniger Medikamenten zurecht. Danke und alles Liebe☀️
 
Hallo Leniwunderlich,

diesen Satz
Ja ich bin leider auch etwas Beziehungstat abhängig aber ich muss dir den Zug in erster Linie für meine beiden tollen Kinder machen.
verstehe ich nicht wirklich. Beim zweiten Teil kann man noch raten ("den Zug" -> "Entzug"?), aber "Beziehungstat abhängig" ...? Arbeitest Du mit einem Diktiergerät? ;) Es würde helfen, wenn Du jeweils nochmal draufschaust.

Eine organisatorische Frage noch: Der Thread passt inzwischen nicht mehr so ganz in die Vorstellungsrubrik. Wohin könnte er verschoben werden? Ich schlage vor: Verschiedene Drogen.

Dort stehen auch andere "Benzo-Threads":
 
Naja ich nenne es mal so wenn man in einer Beziehung denkt jemand hat Depression dabei hat er vielleicht Hormonprobleme oder so und dann sagt ich hab da ein tolles Mittel und bring das mal mit dann würde ich schon behaupten in dem Fall, dass man einen irgendwie binden will aber vielleicht liege ich da auch falsch. Auf jeden Fall muss ich jetzt die Folgen ausbaden nicht er
 
Ich wünsche dir auch alles gute und viel Erfolg dabei.
Wie alt sind denn deine Kinder?

Im Moment bringt es dir nichts, die Schuldfrage zu stellen.
Später vielleicht, damit das gleiche nicht wieder passiert.

Ob du das Lorazepam verschrieben hattest oder nicht
spielt beim Entzug schon eine Rolle, bezüglich der ursprünglich verordneten Medikamente.

Solange keine Eigen- oder Fremdgefährdung besteht kann dich aber niemand zwingen,
was zu nehmen wenn du das nicht willst. Es wird zwar schon erwartet dass man ernsthaft mitmacht.
Musst dir aber auch bewusst sein dass Benzo Entzug in jeder Klinik schwierig ist,
gerade und weil in der Regel mit solchen Medikamenten gearbeitet wird.
Und das Personal ist eben manchmal auch selbst gestresst, und es läuft nie alles perfekt.

Wie gesagt, viel Erfolg, und nicht aufgeben wenns mal nicht klappt.

Lg
 
Ja genau, wenn nur, soviel ich helfen will und in der Entzugsklinik wäre ich dann tatsächlich auch in der Nähe aber eher selber ist ja sowieso bettlägerig.
Wenn du in der Klinik zum Entzug bist, dann bist du selbst krank und solltest dich nicht mit anderem Leid belasten für das du keine Verantwortung trägst.
Geh in eine Entzugsklinik weit weg, das kannst du dem Hausarzt mitteilen und die Gründe dazu für die Einweisung.

Gehst du am Montag?

Ja ich bin leider auch etwas Beziehungstat abhängig aber ich muss dir den Zug in erster Linie für meine beiden tollen Kinder machen.

Du musst lernen dir alleine genug zu sein.

Das ist ein weiter Weg, aber durch Therapie ist das gut machbar, du solltest dir selbst vertrauen und an deine Kinder denken, wie alt sind sie?, leben sie beim Vater, gehts ihnen dort gut wo sie sind?

wie gehts dir momentan Leni, wie ist dein Samstag, gehst zu zum Spazieren / Einkaufen raus und bewegst dich ein bisschen oder bist du zu nichts in der Lage?

Berichte doch bitte, wenn du magst.

Schöne Grüße
Mara
 

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