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Wenn man einem Menschen, der geschwächt und krank ist, etwas Gutes tun möchte, ist die „Basale Stimulation“ eine Möglichkeit:

... Als basale Stimulation werden alle pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen bezeichnet, die zur Förderung von körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen verwendet werden.

2. Hintergrund​

Die Sinneswahrnehmung, Körperorientierung und Kommunikationsfähigkeit der Patienten soll durch die basale Stimulation gefördert und verbessert werden. Ziel ist der Aufbau einer Beziehung zum Patienten sowie der Aufbau einer Beziehung zwischen dem Patienten und seiner Umwelt.

3. Formen​

  • Somatische Stimulation (Berührung, Massage, Waschungen)
  • Vestibuläre Stimulation (Lageänderung, Wippen; Verbesserung der Körperwahrnehmung im Raum)
  • Vibratorische Stimulation (Erzeugung von Schwingungen zur Förderung der Oberflächen- und Tiefensensibilität)
  • Orale Stimulation (Anregung des Gehirns durch Geschmack; Anbieten von Lieblingsessen, Süßigkeiten etc.)
  • Olfaktorische Stimulation (Anregung des Gehirns über Geruch; siehe auch: Aromatherapie, Aromapflege)
  • Akustische Stimulation (Musik hören, Klänge anbieten)
  • Visuelle Stimulation (Zeigen von Bildern, Photos, Filmen)
  • Haptische Stimulation (Betasten und Greifen von Gegenständen) ...





Grüsse,
Oregano

 
Das eine oder andere in der Richtung wird auch in Hospizen angeboten (Lieblingsessen, Physio-, Musik"therapie", Bäder). Eine sterbende Angehörige von mir liebte bis fast zum Schluss meine Beineinreibungen "nach Ita Wegmann", die hatte ich mir extra so in etwa angeeignet. Ausgeführt mit einer selbst angerührten Salbe, die nach ätherische Ölen duftet, also auch mit olfaktorischen Reizen kombiniert (es war diese: Eine einfache und wirksame Nervencreme - noch mit Tocotrienolen aus rotem Palmöl angereichert). Manchmal durfte ich sogar ihren (von OPs ziemlich zerschnippelten) Bauch massieren. Zum Schluss hatte sie Missempfindungen und mochte das nicht mehr. Aber Menschen in der Sterbephase sind auch ein Spezialfall.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass solche Maßnahmen immer sehr individuell angepasst werden müssen und man sehr fein auf die Signale des zu Pflegenden achten muss, um ihm Gutes zu tun.
 
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