Bärentraube mit möglichen Nebenwirkungen

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Bärentraube, die gegen Blasenentzündung helfen soll.

Wie wirkt das und wie gut?

Die Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) ist ein Heidekrautgewächs. Ihre ledrigen Blätter – zu Kapseln, Dragees, Tabletten oder Tee verarbeitet – enthalten Arbutin, das der Körper in Hydrochinon umwandelt. Dieser Wirkstoff bremst das Bakterienwachstum. Weil er über den Urin ausgeschieden wird, fließt er durch die Blase und bekämpft dort die Keime. Die ebenfalls in Bärentraubenblättern enthaltenen Gerbstoffe haben eine gewisse Schutzwirkung auf die entzündete Schleimhaut. Obwohl die Studienlage unklar ist, stehen Bärentraubenblätter in den Behandlungsleitlinien »unkomplizierter Harnwegsinfektionen«. Vor allem, wenn die Beschwerden öfter wiederkehren.

Was sind häufige Nebenwirkungen?

Die Gerbstoffe reizen bei manchen den Magen, verursachen Übelkeit oder – in hohen Dosen – Verstopfung. Mittel mit Bärentraube verfärben mitunter den Urin grünbraun. Das ist aber unbedenklich. Länger als acht Tage und öfter als fünfmal im Jahr sollten Frauen Medikamente mit Bärentraubenblättern jedoch nicht einnehmen: Hydrochinon gilt als potenziell Krebs erregend und leberschädigend.

Was ist die Alternative?
Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen raten Ärzte auch zu Kapuzinerkressekraut oder Meerrettichwurzel. Manche Patientinnen schwören auf Cranberrysaft oder -kapseln, doch davon ist auf Grund der widersprüchlichen Studienlage abzuraten. Blasen- und Nierentee wirkt harntreibend und krampflösend, er enthält oft Birke, Goldrute, Katzenbart (Orthosiphon) oder Brennnessel. Mittel wie Ibuprofen lindern die Schmerzen, eine Wärmflasche fördert die Durchblutung und entkrampft. In schweren Fällen verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.

Wann sollte man doch zum Arzt gehen?
Klingt eine Blasenentzündung nach vier Tagen mit den üblichen Maßnahmen – viel trinken, Wärme, Schmerzmittel, pflanzliche Medikamente – nicht ab, sollten Betroffene zum Hausarzt gehen. Das gilt schon vorher, wenn Blut im Urin zu sehen ist, Fieber hinzukommt, Nierenschmerzen auftreten oder die Blase nicht mehr entleert werden kann.
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Grüsse,
Oregano
 

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