Ayahuasca als Antidepressivum (?)

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Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Ayahuasca mit einer Verbesserung der depressiven Symptome verbunden ist. In einer am 5. Dezember 2022 in "Frontiers in Psychiatry " veröffentlichten Studie beschreibt ein Forscherteam der brasilianischen Federal University of Rio Grande do Norte (UFRN) eine experimentelle Ayahuasca-Sitzung. Sie fanden heraus, dass spezifische emotionale und physiologische Parameter entscheidende Moderatoren für die Verbesserung der Biomarker für Major Depression waren, vor allem der Serum-BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) und das Serum-Cortisol (SC), zwei Tage nach der Einnahme von Ayahuasca.
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Galvão-Coelho sagte, dass die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die akuten emotionalen und physiologischen Wirkungen von Ayahuasca für eine Verbesserung der wichtigsten molekularen Biomarker von MDD (nämlich SC und BDNF) relevant zu sein scheinen. Sie stellte auch fest, dass den Ergebnissen zufolge eine stärkere Verringerung der depressiven Symptome während der Dosierungssitzung die höheren SC-Werte bei den Patienten zwei Tage nach der Ayahuasca-Einnahme signifikant moderierte. Im Falle von BDNF trat die positive Korrelation zwischen der klinischen Reaktion und dem BDNF-Spiegel am zweiten Tag nur bei Patienten auf, die während der experimentellen Sitzung einen geringen Anstieg des Cortisols verzeichneten. Dies waren Personen, die nicht so stark auf Stress reagierten und sich während der Sitzung wohler fühlten. ...
https://www.univadis.de/s/viewarticle/jenseits-des-psychedelischen-effekts-ayahuasca-als-2023a10003vu▹

Das klingt super (y). Nur: es gehört sicher viel Erfahrung und Begleitung dazu, den erwünschten Effekt gegen Depresionen auch zu erreichen. Eigenversuche sind meiner Meinung nach eher gefährlich, weil sie möglicherweise eine unerwünschte Wirkung mit sich bringen könnten.

Grüsse,
Oregano
 
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Weiß hier evtl. jemand etwas über die homöopathische Ayahuasca- Variante bzw. deren Einsatz oder hat selbst sogar Erfahrungen damit?

Viele Grüße,

Jana
 
Hallo janasandra,

ich habe kein persönliches Wissen über homöopathische Ayahuasca-Mittel.
Vielleicht findest Du hier Infos darüber?:
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Der bekannte homöopathische Arzt Dr. Johannes Latzel aus Freiburg lebte selbst längere Zeit in Südamerika mit Santo-Daime-Gemeinschaften zusammen. Hier berichtet er von seinen persönlichen Erfahrungen mit der Ayahuasca-Wirkung, mit den Initiierungsritualen und Liedern von Santo Daime. Die zutiefst spirituell ausgerichtete Lebensweise dieser Gemeinschaft, ihr ausgeprägtes Bewusstsein für die Belange der Natur und ihr starkes sozialpolitisches Engagement haben ihn tief beeindruckt.

In der homöopathischen Arzneimittelprüfung von Ayahuasca traten einerseits Empfindungen wie Alleinsein, Erschöpfung, Sehnsucht und Traurigkeit, andererseits aber auch eine große innere Kraft, Lebensfreude, Frieden und Gelassenheit auf. Latzel schließt daraus, dass es keine spezifischen Indikationen für Ayahusaca gibt, sondern die Arznei möglicherweise als vertiefende Unterstützung anderer homöopathischer Arzneien begleitend eingesetzt werden kann, sofern bereits ein spiritueller Wegeingeschlagen wurde.

Die Erforschung von Ayahuasca stellt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Materie und Geist. Ayahuasca lädt dazu ein, sich mit dem Sinn des Lebens zu beschäftigen. Die lakonische Antwort der Schamanen auf diese Frage lautet: "Trink Ayahuasca, dann wirst du es verstehen.“ ...

Grüsse,
Oregano
 
Huhhuu Oregano,

danke für den Hinweis. Ich habe mir bereits das Buch "Die Königin des Waldes" bei Herrn Dr. Latzel bestellt (muss man direkt über seine Seite bzw. das dort befindliche Kontaktformular machen). Dn Ansatz, Ayuahasca homöopathisch einzusetzen, finde ich interessant - daher meine o.s. Frage.

Viele liebe Grüße,

Jana
 

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