Ausfluss aus Harnröhre, Nebenhodenentzündung

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Hallo, ich hatte vor ein paar Tagen eine OP, nachdem meine Nebenhodenentzündung nach 8 Antibiotikatherapien innerhalb von 12 Monaten nach immer wieder erneuten Keimtests nicht ausheilte... Mir wurde also der Nebenhoden und eine Hydrocele, beides links, entfernt. Meine Blasensymptome, die der Arzt in Zusammenhang mit der Entzündung stellte, haben sich aber nur teilweise verbessert... Mein Strahl ist fester geworden und ich muss nicht mehr so oft zur Toilette, fühle mich auch leer nach dem Pullern. Allerdings brennt es nach wie vor gelegentlich beim Wasserlassen, es tröpfelt nach, ohne, dass ich was dagegen tun kann, der Strahl spaltet sich in 2-3 Strähle und ich habe jetzt sogar noch mehr als vor der OP einen schmerzlosen (ich merke ihn noch nicht mal), klaren, etwas zähflüssigen Ausfluss aus der Harnröhre. Das ist sehr störend !!
Um was muss ich mir Sorgen machen und um was nicht? Vielen Dank schonmal für die Hilfe!
 
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Hallo Felix,

ist 67 Dein Geburtsjahrgang oder Dein Alter?

Du hast ja viel und lange Antibiotika genommen. Ist davor mit einer Kultur jeweils der Keim festgestellt worden?
Wenn nicht, wäre das ein Fehler, und es gibt viele Leute, die Antibiotika für die Katz' schlucken, weil die für ihren Keim oder ihren Erreger gar nicht helfen.

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Definition und Ursachen

Die Epididymitits ist eine akute oder chronische Entzündung des Nebenhodens mit unterschiedlicher Ätiologie:

Bakterielle Epididymitis

- ausgelöst durch eine Harnwegsinfektion: Keimspektrum E. coli, Proteus, Klebsiellen, Pseudomonas, Staphylokokken.
- ausgelöst durch eine sexuell übertragbare Erkrankung: Keimspektrum Chlamydien oder Gonokokken.
- Tuberkulose: sehr selten (hämatogene Manifestation).

Nichtbakterielle infektiöse Epididymitis: - Viren, Pilze oder Parasiten als Ursache
Nichtinfektiöse Epididymitis: Trauma, autoimmun, Amiodaron-induziert oder idiopathisch
Chronische Epididymitis: Krankheitsdauer länger als sechs Wochen
Chronischer Nebenhodenschmerz
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bei einer therapierefraktären Nebenhodenentzündung besteht die Möglichkeit der Epididymektomie (Nebenhodenresektion). Lokale Komplikationen sind hierbei häufig (rezidivierende Infektionen, Wundheilungsstörungen, Hodenverlust).
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Epididymitis (Nebenhodenentzündung) – www.urologielehrbuch.de

Wie lange ist das denn schon her? Vielleicht brauchst Du einfach noch mehr Zeit oder zusätzlich z.B. eine homöopathische Behandlung?

Grüsse,
Oregano
 

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Hallo Oregano,
danke für deine schnelle Antwort! Der 6.7. ist mein Geburtstag. Ich bin 18.
Eine Untersuchung auf Keime wurde immer vor einer erneuten Antibiotikatherapie gemacht. Die OP war am 9.4., also vor vier Tagen. Stimmt schon, vielleicht brauche ich wirklich noch etwas mehr Zeit...
Eine homöopathische Therapie hatte ich schon probiert, ohne auch nur den geringsten Erfolg...
Wenn du noch irgendeine Idee oder auch beruhigende Worte hast, schreib einfach !! ;-)
Keime waren übrigens sowohl sexuell übertragbare als auch Krankenhaustypische (Hatte vor 3 Jahren auch 2 Krampfader-OPs an dieser Stelle), als auch Darmkeime.
LG, Felix
 
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Hallo Felix,

wann ist denn ein Kontrolltermin? Bis dahin würde ich ja versuchen, einfach alle quälenden Gedanken weg zu schieben, gesund zu essen, evtl. mit Löwenzahn und Brennessel die Leber zu stärken.
Evtl. wäre es auch wichtig, die Darmflora wieder aufzubauen (Probiotika nach entsprechender Stuhl-Untersuchung), weil die durch die vielen Antibiotika sicher gelitten hat.


Mit der Entfernung der Hydrozele kehrt jetzt hoffentlich Ruhe ein:

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Mögliche Auslöser für die Entstehung einer sekundären Hydrozele sind eine Hodenentzündung beziehungsweise Nebenhodenentzündung, Verletzungen oder Gewalteinwirkungen sowie Hodentumoren. Auch nach einer Operation kann eine Hydrozele auftreten: So hat beispielsweise die Operation zur Behebung einer Varikozele (= Krampfadern am Hoden) in etwa fünf Prozent der Fälle einen Wasserbruch beim Mann zur Folge.
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Hydrozele (Wasserbruch) Ursachen: Primäre Hydrozele, Sekundäre Hydrozele - Onmeda.de

Sind Chlamydien inzwischen verschwunden? Andere bekannte Erreger auch?

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Bei Männern bis zum mittleren Lebensalter gelten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragbare Chlamydien ( Chlamydia trachomatis ) als häufigste bakterielle Auslöser einer Epididymitis; im höheren Alter ist eine Nebenhodenentzündung eher auf andere Bakterien (z.B. Escherichia coli, Proteus, Klebsiella) zurückzuführen.

Wesentlich seltener hat eine Nebenhodenentzündung ihre Ursachen in einer Infektion über die Blutbahn: In diesem Fall gelangen die ursächlichen Erreger auf dem Blutweg von einem Infektionsherd, der sich in einer anderen Körperregion befindet, in den Nebenhoden. Eine akute Epididymitis kann aber auch als Begleiterscheinung rheumatischer Erkrankungen auftreten.
Nebenhodenentzündung (Epididymitis) Ursachen - Onmeda.de



Grüsse,
Oregano
 
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