auch in Dänemark - Definitionsmacht ME haben Psychiater

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Paula3

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Wer entscheidet darüber, ob die Ursache einer Erkrankung physisch oder psychisch ist? Sollten Psychiater das Recht haben, Patienten einzusperren und eine psychologische Behandlung zu erzwingen, bloß weil sie eine körperliche Diagnose leugnen?

Im Streit über Ursache und Behandlung der Erkrankung einer jungen Frau in Dänemark wurde diese am 12. Februar 2013 gewaltsam aus der Fürsorge ihrer Eltern herausgenommen. Die dafür verantwortlichen Psychiater behaupten, daß sie eine mentale (somatoforme) Erkrankung hat, während ihre Ärzte und ihre Eltern darauf beharren, daß es sich um die körperlich-neurologische Erkrankung ME handelt. Die Dänin Karina Hansen wird noch immer gegen ihren Willen in der Klinik festgehalten und mit Maßnahmen behandelt, von denen bekannt ist, daß sie ME-Kranken schaden.(1) Karinas Schwester berichtet, dass es Karina wesentlich schlechter geht, seit sie in der Klinik ist.

Der aufgeheizte Konflikt soll nun am 19. März bei einer offiziellen Anhörung im dänischen Parlament diskutiert werden.(2)

Die Psychiater, die für Karina zuständig sind, arbeiten in der ‚Research Clinic for Functional Disorders and Psychosomatics‘ in Aarhus, Dänemark.(3) Diese Klinik hat schon dermaßen große Unzufriedenheit bei Patienten verursacht, dass inzwischen 16 Patientenvereinigungen eine Überprüfung der Klinik beantragt haben. Jetzt wurde eine Anhörung anberaumt, auf der der Anwalt der Familie Hansen den Fall darstellen soll. Zu den weitere Referenten gehören Ärzte, die z.B. auf Schleudertrauma, Fibromyalgie, IBS, PMS und chronische Beckenschmerzen spezialisiert sind, alles Störungen, die in der Klinik ausschließlich mit psychologischen Methoden behandelt werden.

Karina Hansen's Geschichte hat viele Parallelen zur Geschichte des amerikanischen Teenagers Justina Pelletier. Beide Mädchen wurden zwangsweise im Februar letzten Jahres ins Krankenhaus eingeliefert und beide Elternpaare wurden beschuldigt, ihre Töchter dadurch zu mißhandeln, daß sie dem medizinischen Rat von Experten des infrage stehenden Krankheitsbildes folgten. Justina hat Mitochondriopathie. In beiden Fällen verweigerten die verantwortlichen Psychiater eine zweite Meinung. Und in beiden Fällen wurden auf diese Weise die Menschenrechte der Patienten und ihrer Eltern vollkommen ignoriert.

Über Justinas Geschichte wird in der Dr. Phil Show am 17. März berichtet werden.(4).Karinas Fall wird am 19. März bei der öffentlichen Anhörung im dänischen Parlament diskutiert werden. Die Anhörung soll live gestreamt und später auf Youtube gezeigt werden.

Rebecca Hansen - ME Association, Denmark - [email protected]

aus den KOMMENTAREN:

Ich kann nicht glauben, dass dies in einem zivilisierten Land geschieht. Hoffentlich kommt etwas Positives bei der Anhörung heraus, aber ich bin skeptisch. Ich denke, Per Fink ist das dänische Äquivalent von Simon Wessely.

Diese "Behandlung" ist nicht nur inhuman, sondern auch unwissenschaftlich, denn es gibt keinerlei Beweise, daß psychosomatische Krankheiten existieren. Die Argumentation ist ein logischer Trugschluss. Sie folgern, dass, weil es keine objektiven Anzeichen für eine körperliche Erkrankung gibt, die Ursache daher psychologisch sein muß (für die es aber genauso keine objektive Evidenz gibt). Ihr Modell erklärt gar nichts, und es ist gefährlich, da jeder der Psychosomatik beschuldigt werden kann, was schwer zu widerlegen ist. ….

In der Einladung zu der Anhörung am 19. März hieß es schließlich:

Der parlamentarische Gesundheits- und Präventions-Ausschuss lädt zu einer Konsultation über funktionelle Störungen ein. …. Der Ausschuss hat zu den folgenden beiden Themen eine Reihe von Experten eingeladen:

-Einführung in funktionelle Störungen und ihre wichtigsten Fragen
-Funktionelle Störungen und ihre Diagnosen.

Was schließlich dabei herausgekommen ist, dazu gibt es bis heute nur ein kurzes statement:

"Wir haben ein sehr kurzes Update über die gestrige Anhörung in Dänemark. …. Einzelfälle durften nicht diskutiert werden. Es wurde nicht über den Fall Karina Hansen gesprochen. Bei der Anhörung ging es um Funktionelle Störungen und Schlüsselfragen im Zusammenhang mit der Diagnose Funktionelle Störung. Alle Redner, mit Ausnahme von Per Fink, versteht sich, teilten allerdings die Ideologie von Per Fink nicht.

Hier ist ein Link zur Berichterstattung über die Anhörung (Dänisch).
https://nyhederne.tv2.dk/samfund/201...funktionelle-lidelser-der-skal-gøres-noget-nu

QUELLE Press Release from Rebecca Hansen | Phoenix Rising ME / CFS Forums
 
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