ADHS ADS und Messie

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Wer ist betroffen? Wird die Ordung mit Ritalin besser?
 
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Hallo Franca,

so, wie Du den Titel formuliert hast, klingt das so, als ob diese drei Dinge zusammen gehören. Ich habe bisher "Messie" eher als eigenständiges Krankheitsbild gesehen, das mit AD(H)S nicht viel zu tun hat. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch?

Deutsches Ärzteblatt: Messie-Syndrom: Lcher in der Seele stopfen (10.09.2002)

Was genau erlebst Du denn? Ist AD(H)S denn diagnostiziert worden oder ist das nur eine Vermutung?

Grüsse,
Oregano
 

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Hallo Franca,

so, wie Du den Titel formuliert hast, klingt das so, als ob diese drei Dinge zusammen gehören. Ich habe bisher "Messie" eher als eigenständiges Krankheitsbild gesehen, das mit AD(H)S nicht viel zu tun hat. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch?

Deutsches Ärzteblatt: Messie-Syndrom: Lcher in der Seele stopfen (10.09.2002)

Was genau erlebst Du denn? Ist AD(H)S denn diagnostiziert worden oder ist das nur eine Vermutung?

Grüsse,
Oregano



Hallo Väter und Mütter bitte Aufwachen!

Wer kennt sich mit Ritalin aus?
Schaut mal her, da gibt es ein Link da kann einem ja sehr Übel werden!:

Ritalin: Wie die Pharmaindustrie unsere Kinder vorsätzlich zerstört - Kopp Online

Unglaublich wozu doch Menschen in der Lage sind um an Geld und Macht zu gelangen!
Oder soll so etwas langfristig zur Dezimierung der Menschheit führen?
Ich bin entsetzt!!!

L. Gr. Eisenstein
 
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Unglaublich wozu doch Menschen in der Lage sind um an Geld und Macht zu gelangen!
Oder soll so etwas langfristig zur Dezimierung der Menschheit führen?
Ich bin entsetzt!!!

L. Gr. Eisenstein
@ Eisenstein
Ich finds anstrengend, dass dieses Thema oft am pro oder contra Ritalin abgehandelt wird. Es ist klar, dass Ritalin nicht harmlos ist, wie auch kein anderes Medikament. Man wird aber den betroffenen Kindern und Familien nicht gerecht, wenn man Schwarz-Weiss malt. Es ist halt immer eine Kosten-Nutzen Abwägung. Ich hätte mein Kind ohne Medi nicht zur Schule schicken können, darum habe ich mich für Ritalin entschieden. In der Folge hab ich alles Mögliche unternommen, um das Medi wieder rdausnehmen zu können, was auch gelang. Ich bin froh, dass die Medizin dieses unvollkommene Hilfsmittel bietet, was sie und uns nicht davon befreit, nach den Ursachen zu suchen.

@ Franca: Ich kann nachvollziehen, dass du diese zwei Diagnosen in einen Zusammenhang bringst. Meiner Erfahrung nach sind adhsler auch in Haushaltsdingen eher chaotisch. Leider weiss ich nicht, ob Ritalin was bringen würde, wahrscheinlich könnte man damit schon konzentriert Ordnung schaffen. Da ging's dann meiner Meinung nach wieder um eine Kosten-Nutzen-Abwägung.
 
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@ Eisenstein
Ich finds anstrengend, dass dieses Thema oft am pro oder contra Ritalin abgehandelt wird. Es ist klar, dass Ritalin nicht harmlos ist, wie auch kein anderes Medikament. Man wird aber den betroffenen Kindern und Familien nicht gerecht, wenn man Schwarz-Weiss malt. Es ist halt immer eine Kosten-Nutzen Abwägung. Ich hätte mein Kind ohne Medi nicht zur Schule schicken können, darum habe ich mich für Ritalin entschieden. In der Folge hab ich alles Mögliche unternommen, um das Medi wieder rdausnehmen zu können, was auch gelang. Ich bin froh, dass die Medizin dieses unvollkommene Hilfsmittel bietet, was sie und uns nicht davon befreit, nach den Ursachen zu suchen.

@ Franca: Ich kann nachvollziehen, dass du diese zwei Diagnosen in einen Zusammenhang bringst. Meiner Erfahrung nach sind adhsler auch in Haushaltsdingen eher chaotisch. Leider weiss ich nicht, ob Ritalin was bringen würde, wahrscheinlich könnte man damit schon konzentriert Ordnung schaffen. Da ging's dann meiner Meinung nach wieder um eine Kosten-Nutzen-Abwägung.


Hallo Lane,

danke für Deinen schön geschriebenen Beitrag.

Im Grunde genommen hast Du ja recht, hat man selber ein Problem, also ein gesundheitliches Problem, möchte man so schnell wie möglich eine Lösung herbeizaubern.
In diesen Moment findet man aber keinen Weg und entscheidet sich für etwas was einem ein Mediziner anbietet. Nicht immer sind diese Mediziner über alles informiert, sie sind im Grunde genommen die Handlanger der Pharmariesen. Ich denke mal, das darf man hier mal so hinstellen.

Meine Devise ist, alles hat eine Ursache!

Wenn man sich von Anfang an auf eine gesunde Lebensweise einstellt, sein Leben in geordnete Bahnen lenkt, hat man schon die halbe Miete zusammen. Und wenn ein Kind so weit ist dass man es mit Ritalin behandeln muss, sollten die Alarmglocken schrillen.

Das Kind alleine ist ja nicht die Ursache, das Kind möchte die Welt erkunden!
Die Ursache ist auch sehr sehr oft in der Schwangerschaft zu suchen.

Von all den Giftstoffen, und davon haben wir heute mehr denn je (!), die eine werdende Mutter in sich rein zieht, wird das Kind unweigerlich in Mitleidenschaft gezogen.
Zugegeben, es ist dann nicht immer einfach für eine gestresste Mutter einen Fach-Mediziner zu finden der sich dieser Sache akribisch annimmt.
Entscheidet man sich für einen Naturheiler, wird das ganze Spielchen zu einem teuren Debakel und am Ende weis man noch immer nicht wo man steht.

Ein Alkoholiker hat auch ein Problem. Er greift zur Flasche, das beseitigt die Probleme im Kopf, das befreit auf der einen Seite, auf der anderen Seite zerstört es den Menschen der eigentlich ein Problem lösen wollte. Also das Problem lösen, aber ohne Alkohol und auf der anderen Seite ohne Ritalin!

Möchte man das Problem ADHS auf den Grund gehen, sollte man das Blut unter einem DFM untersuchen lassen. Da wird man sehr schnell erkennen, dass sich da allerhand Müll abgelagert hat.
Um diesen Müll loszuwerden, bedarf es einige Anstrengungen und da muss man sich selber und die übrigen Familienmitglieder mit einbeziehen! Also - nicht nur der Zappelphillipp alleine ist das Problem in der Familie.


Erstens: Es führt kein Weg an eine sofortige Speiseplanumstellung vorbei.
zweitens: Das gesamte Trinkverhalten muss überdacht und umgestellt werden.
Drittens: Amalgam und Quecksilber, wenn es vorhanden sein sollte, und das liegt bei Kindern mit ADHS - Symptoemen sehr oft vor, hat ab sofort nichts mehr im menschlichen Körper zu suchen, es muss unter allen Mitteln entfernt werden. Es kann aber auch durch eine Schwangerschaft übertragen worden sein!
Viertens: Man sollte sofort alle Hebel in Bewegung setzen, um eine eventuelle Übersäuerung zurückzuführen. Eine Kontrolle kann man schnell und Preiswert mittels Indikatorpapier im Urin nachweisen. Aber auch im Blut kann man mittels DFM die Säure nachweisen.

Das wären so die allerwichtigsten Kriterien die man selber in die Hand nehmen kann.

Doch ich selber stelle immer in Bekanntenkreisn fest, man ist einfach nicht bereit für solche Umstellungen. Die Familie nörgelt und kritisiert, sie schieben das gesunde Essen einschließlich der Getränke beiseite und draußen wird dann doch getan was man gerne möchte. Ich habe mir lange genug das Essverhalten der Menschen angesehen, habe mir die gefüllten Einkaufswagen und die Menschen, die diese Lebensmittel in den Einkaufswagen der Supermärkte legen, genau betrachtet.
Jeder kann sich diese Antwort darauf selber geben, ich sage nur: gen Himmel schreiend!

Es sind einfach keine oder zu wenige Vorbilder vorhanden. Die Kinder sind Wissbegierig und lernen sehr schnell sich irgendwelche Gewohnheiten anzueignen, die sie dann nicht mehr ablegen können oder wollen.

L. Gr. Eisenstein
 
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danke für Deinen schön geschriebenen Beitrag
Ja, ich danke dir auch für deine ausführlich dargelegte Meinung.

Meine Devise ist, alles hat eine Ursache!
Das sehe ich wie du. Lass mich hier anmerken, dass wir leider von vielen Krankheiten die Ursachen (noch) nicht kennen.


Und wenn ein Kind so weit ist dass man es mit Ritalin behandeln muss, sollten die Alarmglocken schrillen.

Das tönt jetzt so als sähe man das kommen, dass ein Kind hyperaktiv wird. Das ist nicht meine Erfahrung: Ich hatte ein ruhiges Baby, als Kleinkind war es mal in Gruppen etwas unruhig, hat sich aber immer zurückziehen können mit einzelnen Kindern und war dadurch nicht besonders auffällig. Zu Hause in einem ruhigen Umfeld hat er stundenlang Lego gebaut und war gut zu haben. Das er im Kindergarten mit 20 lauten Kindern in einem Raum sehr unruhig und impulsiv sein würde, kam doch einigermassen überraschend. Es gibt offenbar viele hyperaktive Kinder, die in einem ruhigen Umfeld sehr konzentriert und ruhig sein können. Das Problem ist die Überempfindlichkeit auf allen Sinneskanälen, was in Gruppen von Kindern ganz schlecht kommt.


Das Kind alleine ist ja nicht die Ursache, das Kind möchte die Welt erkunden!
Die Ursache ist auch sehr sehr oft in der Schwangerschaft zu suchen.
Ich glaub heute auch, dass mein Sohn durch mich vergiftet wurde. Da wir aber wahrscheinlich alle mehr oder weniger vergiftet sind, scheint es Kinder zu geben, die bessere genetische Voraussetzungen mitbringen, mit der Vergiftung klar zu kommen als andere.

Zugegeben, es ist dann nicht immer einfach für eine gestresste Mutter einen Fach-Mediziner zu finden der sich dieser Sache akribisch annimmt.
Ich gab bis jetzt keinen Schulmediziner getroffen, der mir helfen konnte (ausser mit Ritalin). Wenn es Ärzte gibt, die mehr als das machen, müssen es sehr spezialisierte Leute sein.

Entscheidet man sich für einen Naturheiler, wird das ganze Spielchen zu einem teuren Debakel und am Ende weis man noch immer nicht wo man steht.
Jaaa, da geb ich dir absolut Recht. Ich war bei ca. fünf Naturheilärzten, bis ich jemanden gefunden habe, der uns wirklich helfen konnte. Ich möchte gar nicht rechnen wie viel Geld wir in die Behandlung unseres Kindes gesteckt haben. Man sollte sich bewusst sein, dass das viele Eltern gar nicht leisten können.

Ein Alkoholiker hat auch ein Problem. Er greift zur Flasche, das beseitigt die Probleme im Kopf, das befreit auf der einen Seite, auf der anderen Seite zerstört es den Menschen der eigentlich ein Problem lösen wollte. Also das Problem lösen, aber ohne Alkohol und auf der anderen Seite ohne Ritalin!
Sorry, aber diesen Vergleich find ich jetzt sehr schief. Ritalin ist ein Medikament, dass einem Ärzte verschreiben. Niemand käme auf die Idee, dass man Krebs nicht mit Medikamenten behandeln soll, nur weil man die Ursache nicht kennt. Auch dort behandelt die Schulmedizin Symptome, wie bei vielen anderen Krankheiten auch.

Möchte man das Problem ADHS auf den Grund gehen, sollte man das Blut unter einem DFM untersuchen lassen. Da wird man sehr schnell erkennen, dass sich da allerhand Müll abgelagert hat.
Das tönt interessant, kannst du mehr dazu schreiben?

Erstens: Es führt kein Weg an eine sofortige Speiseplanumstellung vorbei.
zweitens: Das gesamte Trinkverhalten muss überdacht und umgestellt werden.
Drittens: Amalgam und Quecksilber, wenn es vorhanden sein sollte, und das liegt bei Kindern mit ADHS - Symptoemen sehr oft vor, hat ab sofort nichts mehr im menschlichen Körper zu suchen, es muss unter allen Mitteln entfernt werden. Es kann aber auch durch eine Schwangerschaft übertragen worden sein!
Viertens: Man sollte sofort alle Hebel in Bewegung setzen, um eine eventuelle Übersäuerung zurückzuführen. Eine Kontrolle kann man schnell und Preiswert mittels Indikatorpapier im Urin nachweisen. Aber auch im Blut kann man mittels DFM die Säure nachweisen.

Bei den meisten Punkten bin ich mit dir einig. Wie in einem anderen Thema beschrieben, haben bei uns auch Nahrungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel und Entgiftung viel gebracht. Ob das bei allen betroffenen Kindern, was bringen würde, weiss ich nicht. Ich gehe aber davon aus, dass es bei einigen Kindern hilfreich wäre.

Doch ich selber stelle immer in Bekanntenkreisn fest, man ist einfach nicht bereit für solche Umstellungen. Die Familie nörgelt und kritisiert, sie schieben das gesunde Essen einschließlich der Getränke beiseite und draußen wird dann doch getan was man gerne möchte.
Meiner Erfahrung nach war nicht nur das "ungesunde" Essen das Problem. Mein Kind war ein Multiallergiker und hat auch auf sehr gesunde Lebensmittel schlecht reagiert.
Lg Lane
PS. Könntest du mal ein wenig aus der Deckung kommen und erzählen, woher du deine Erfahrungen nimmst?
 
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Lg Lane
PS. Könntest du mal ein wenig aus der Deckung kommen und erzählen, woher du deine Erfahrungen nimmst?
Hallo Lana,

Du schreibst eigentlich sehr schön und zusammenhängend.
Doch sind da Kleinigkeiten über die man noch einmal genauer nachdenken sollte.
Alles, aber auch alles hat wirklich eine Ursache, und genau die muss man finden! Darüber sind wir uns ja einig.

Ist das nicht der Fall, begibt man sich unweigerlich in den Händen der Heiler, die bestimmen dann wie es weiter geht! Es ist ein Geschäft mit unsere Gesundheit. Man spielt mit unser Leben.

Aber wir kommen in ganz bestimmten Fällen auch nicht ganz ohne diese Heiler aus!

Es gibt ca. 80.000 Krankheiten die alle eine Ursache haben, ich betone "eine" Ursache haben.
Diese eine Ursache ist unser eigentliches Problem, das Problem mit der täglichen Nahrung einschließlich der Getränke und unsere Unruhe um das noch weiter, noch höher, noch schneller.
Hat man das wirklich im Griff, ist die eigentliche Frage der Gesundheit keine Frage mehr.

Jede kleinste Veränderung in der Nahrungskette kann große Veränderungen in uns Menschen hervorrufen, darüber sollte man sich absolut im klaren sein.
Auch in der Schwangerschaft spielen solche Zusammenhänge eine große Rolle. Nur wir haben uns leider von all diesen Gesetzen zu weit entfernt und haben das wesentliche, die wirkliche hohe Lebensqualität aus den Augen verloren.

Ich bekomme immer von den Menschen, die krank sind, die an Übergewicht leiden, die rauchen, Alkohol trinken, Kaffee und Kuchen mit Sahne schlecken, die sich mit Fleisch vollstopfen, die Pralinen, Schokolade und Zucker ohne Ende konsumieren, die sich über Fertigfutter aus Dosen und so weiter, hermachen, zu hören, dass der Verzicht auf all diese Sachen das Leben dann keine Lebensqualität mehr hat!
Aus und Ende!

Jahre später, wenn diese Menschen dann mit einer Gehhilfe anfangen, im Rollstuhl landen und zuletzt zum Pflegefall geworden sind, jammern und meinen sie, sie hätten ja eigentlich ganz gesund gelebt und können es jetzt nicht begreifen dass sie so krank geworden sind und kein Arzt etwas machen kann.

Meine persönliche Schlussbetrachtung:

Im ganzen Leben haben wir für einen großen Haufen Geld unsere preiswerte Gesundheit gegen teuere Krankheit eingetauscht und nun benutzen wir diesen großen Haufen Geld um unsere Gesundheit zurück zu bekommen.
Ob das jemals gelingt?
Anscheinend ein Generationsproblem dass sich immer und immer wiederholt!


Die besten Grüße
Eisenstein
 
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29.03.13
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Habe selbst ADHS und kenne leider die Problematik - habe es heute aber auf meinen Schreibtisch reduziert mit dem "kreativen Chaos". Ich habe jetzt auch nicht alles gelesen, kann dir eher nur aus meiner Sicht schreiben wie ich die Problematik erlebe und wie es bei mir auch schon passiert ist, dass es aussah wie bei einem Messie.

Das ADHS ist bei mir einfach ein Loch in der Wand, welches sprichwörtlich dazu neigt das ganze Bild des Zimmers zu zerstören - und wenns dumm läuft, zieht der Sturm hinein. Es ist also wie ein "Türöffner" für andere Erkrankungen, wie Beispiels Depressionen. Wenn es mir wirklich gut geht komme ich ganz gut fast ohne Medikamente(Ritalin) klar - benötigt nur eine ausgeglichene Arbeit, 14h Sport/Bewegung, gesunde Ernährung, gute Sozialpflege und regelmässige Therapie. Dann kann ich mich auch an meine Post-it's halten, welche überall in der Wohnung kleben. Unter anderem ist auch 5x wöchentlich 30min Haushaltspflege in meinem Tagesrythmus eingeplant - Beseitigung kreatives Chaos:)

Wenn es mir aber nicht mehr so gut geht(noch mehr Stress im Kopf) funktioniert das mit den Zettelchen nicht mehr so gut, sondern dann wird alles sehr kreativ. Ich bleibe öfters hängen, kann fast nicht mehr sortieren und alles wird zum Chaos. Dann ist es wirklich schwierig mit der Ordnung und dann kann das Ritalin schon unterstützend wirken; allg. Sonst ist dass dann genau die Schwelle wo es entweder wieder in Ordnung kommt, oder es wirklich zu einem Messie-Ausmass annehmen kann.

Aber es gab auch schon eine Phase der Depression, wo sich nach 3 Monaten alles zu einem Messie-Wohnheim entwickelte(für meine Verhältnisse sah es so aus). Dann wären andere Medikamente sicherlich auch nicht verkehrt.

Ich persönlich halte aus diesem Grund therapeutische Unterstützung bei ADHS, auch vorsorglich, für nicht verkehrt. Hab echt sehr viel über meine Therapeutinnen gelernt und sozusagen das Ritalin von 15mg/am Tag auf 10mg/ Monat reduziert. Ganz ohne funktioniert es bei mir nicht, das Medi ist mein Anker bevor es wieder ausartet und/oder zu anderen Erkrankungen kommen könnte; es ist eine Unterstützung. Aber es war auch echt viel Arbeit nötig um gewisse Punkte zu erlernen, damit es nicht mehr alle 4 Monate wie bei einem Messie aussieht.

Daher kann ich das Pro/Kontra auch niemals nachvollziehen bezüglich Medikamente- was ist zuletzt gesünder? Kurze Zeit Unterstützung anzunehmen, da sprechen wir von 6 Monaten Medikamente, oder sein lassen und möglicherweise noch kränker werden? Aber ich habe auch mein ganzes Leben dem ADHS angepasst um möglichst wenig Medikamente nehmen zu müssen. Ich lebe nicht wie ich es will, ich lebe dem Zyklus des ADHS entsprechend. Ausgleichen wenn der Stress zunimmt, bei Erschöpfung Pause, täglich flexibel. Aber nicht alle haben dieses Glück oder jetzt meine Fähigkeiten. Es gab auch bei mir Zeiten wo ich echt froh war um einen konstanten Pegel weil es damals wirklich sinn machte; ich hatte noch nicht die Möglichkeiten von Heute.

Ich kann dir nur raten: Wenn du ADHS hast und Probleme hast mit dem Sortieren, was ich wirklich seeehr gut kenne, dann hilft auf Langzeit nur eine wirklich super Therapeutin, vielleicht sogar 2 verschiedene; einmal Problem sortieren und einmal Problem entspannen;-) Denke man braucht einfach jemand welcher dir aufzeigt was das Problem ist, wie du entgegenkommen kannst, was für Möglichkeiten du hast um die Situation zu verbessern und vorallem, jemand welcher dir ein ganz gesunden Umgang mit den Medikamenten beibringt. Aber es ist auch nicht verkehrt erst einmal medikamentöse Hilfe anzunehmen, welche Beratung mit der Therapeutin ich da wirklich für notwendig halte. Mal schnell zum Arzt und mal schnell sofort Ritalin halte ich nicht für ok, aber einige Möglichkeiten mit der Therapeutin ansehen, verschiedene Medikamente ansehen und sich dann entscheiden - warum nicht?

Ich kann heute umgehen mit dem Problem ADHS aber glaube mir, das "Sortier-Problem" kriege ich nie weg.... weil es ein grosser Teil das ADHS verursacht wie ich es schon bemerkte. Habe einfach gelernt das Problem mit dem Sortieren etwas zu verteilen und vorallem bei Dingen, welche ich nicht kann, Hilfe anzufordern. Beispiels mein Bürotisch: Ich weiss dass das noch meine Baustelle ist und habe dafür meine "Rettungsringe"; nicht dass der Bürotisch noch zum Bett oder gar das Wohnzimmer wieder belagert. Aber ich lebe auch schon seit Kindheit an mit dem ADHS und weiss wie es ist, wegen dem ADHS zu leiden - was eigentlich dann nie das ADHS selbst ist sondern die Konsequenzen. Daher hatte ich jetzt auch bereits schon 30 Jahre Zeit Lösungen zu finden für meine Probleme.


Zusammenfassende Antwort: Das mit dem Sortieren kann durch Medikamente besser werden, aber es ist nur eine "Gehhilfe"; das Problem besteht weiterhin, d.h. auch während der Dosierung wirst du merken, dass es nicht einfach ist. Es wird einfacher, aber nicht einfach; korrekt dosiert und nicht überdosiert. Jedenfalls bei mir ist es so. Daher der Rat Therapie und wenn die Therapeutin mein ja, vielleicht auch Medis.

Hoffe ich konnte dir etwas helfen.
 
Beitritt
04.02.13
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Habe selbst ADHS und kenne leider die Problematik - habe es heute aber auf meinen Schreibtisch reduziert mit dem "kreativen Chaos". Ich habe jetzt auch nicht alles gelesen, kann dir eher nur aus meiner Sicht schreiben wie ich die Problematik erlebe und wie es bei mir auch schon passiert ist, dass es aussah wie bei einem Messie.

Das ADHS ist bei -----usw.----------
Zusammenfassende Antwort: Das mit dem Sortieren kann durch Medikamente besser werden, aber es ist nur eine "Gehhilfe"; das Problem besteht weiterhin, d.h. auch während der Dosierung wirst du merken, dass es nicht einfach ist. Es wird einfacher, aber nicht einfach; korrekt dosiert und nicht überdosiert. Jedenfalls bei mir ist es so. Daher der Rat Therapie und wenn die Therapeutin mein ja, vielleicht auch Medis.

Hoffe ich konnte dir etwas helfen.


Hallo Schwarzwald07,

ein herzliches Dankeschön von meiner Seite aus für den sehr schön geschriebenen Bericht.

Ich habe da mal eine ganz konkrete Frage.
Du bist mit Deinem Problem nun schon ca. 30 Jahre beschäftigt und hast bestimmt sehr viele persönliche Erfahrungen machen können.
Kannst Du dich noch daran erinnern wie damals alles anfing, wie alt Du warst, wie die ersten Symptome aufkamen, wie Du dich zu dieser Zeit ernährt hast und wie Dein Trinkverhalten aussah.
Möglicherweise kannst Du auch noch etwas über Deine Mutter erfahren wie es damals während der Schwangerschaft aussah, ob sie viel unter Stress und Ängste gelitten hat, mit welcher Nahrung sie sich versorgt hat, - - - und so weiter.
Und was noch ganz wichtig wäre zu wissen, hat Deine Mutter und Du noch Amalgam in den Zähnen?
Ja, ich weis, es sind viele Fragen, aber möglicherweise kann man auf diesem Wege etwas zusammenhängendes erfahren und ich könnte es mit den Fällen vergleichen die ich kenne.


Ich danke Dir im Voraus und wünsche allen noch eine schöne Zeit.

Eisenstein
 
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29.03.13
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Hallo Schwarzwald07,

ein herzliches Dankeschön von meiner Seite aus für den sehr schön geschriebenen Bericht.

Ich habe da mal eine ganz konkrete Frage.
Du bist mit Deinem Problem nun schon ca. 30 Jahre beschäftigt und hast bestimmt sehr viele persönliche Erfahrungen machen können.
Kannst Du dich noch daran erinnern wie damals alles anfing, wie alt Du warst, wie die ersten Symptome aufkamen, wie Du dich zu dieser Zeit ernährt hast und wie Dein Trinkverhalten aussah.
Möglicherweise kannst Du auch noch etwas über Deine Mutter erfahren wie es damals während der Schwangerschaft aussah, ob sie viel unter Stress und Ängste gelitten hat, mit welcher Nahrung sie sich versorgt hat, - - - und so weiter.
Und was noch ganz wichtig wäre zu wissen, hat Deine Mutter und Du noch Amalgam in den Zähnen?

Angefangen....... ich weiss dass ich mit 6 Jahren schon überdurchschnittlich viel Sport/Bewegung hatte/machte. Ich glaub das Erste was aufgefallen ist war meine Unruhe. An was ich mich sehr gut erinnern kann ist auch, dass ich bereits früh (3 Klasse) dauernd meine Pausen streichen musste weil meine Aufgaben immer mehr Lücken aufwiesen oder ich nicht verstanden hatte warum ich jetzt wieder ein Chaos in den Unterlagen hatte. Tja, statt spielen blieb ich dauernd sitzen.... Mit 8 wusste ich definitiv dass ich anders bin und dass die Welt, wie andere sie mir beschrieben hatten, nicht erkannte. Versuchte mir dass zwar nichts anmerken zu lassen aber bewusst war ich mir jenes schon früh, dass es sowas wie 2 Welten geben musste. Aber ich hatte damals auch schon entdeckt wo ich mich beruhigen kann und was ich nicht schaffe..... wann ich mich völlig verliere und wann ich mich etwas besser kontrollieren kann. Es gelang mir zwar noch nicht das alles einzusetzen, vorallem nicht bewusst, aber immerhin, ich wusste was geht und was nicht.

Meine Ernährung sah damals folgend aus: Wir wurden von meiner Grossmutter 2x täglich "bekocht", welche Diabetiker ist. Und sie ist jemand welcher pingelig genau auf ihre Werte achtet, über die Ernährung. Daher, wir wuchsen mit einer sehr vielfältigen und ausgeglichener Ernährung auf, hatten sogar einen eigenen Garten mit Bio-Gemüse:) Trinkverhalten hatte ich schon als Kind ein sehr Gutes; eher etwas viel als zuwenig. Die Schwangerschaft war völlig unproblematisch, sehr aktiv(auch leichte sportliche Betätigung, glücklich und stressfrei und nein, sie wie ich haben auch kein Amalgan sondern gesunde Zähne;)

Ich kann dass so gut erläutern weil du nicht der Erste bist welcher danach fragt;-)
 
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04.02.13
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Hallo Schwarzwald07,

ich danke Dir für Deine etwas ausführlichere Mitteilung.
Damit kann man schon etwas anfangen.

Alles scheint wohl ganz stark darauf hinzudeuten dass während der Schwangerschaft und danach im Kindesalter zu wenig Mikronährstoffe zur Verfügung standen.
Das kann zum einen an eine einseitige Ernährung liegen, oder aber der Organismus Deiner Mutter war zu dieser Zeit aus der Säure - Basen - Balance, dadurch werden dem Verdauungstrakt wichtige Enzyme, die zur Nahrungsaufspaltung erforderlich sind, nicht zur Verfügung gestellt.
Zum anderen kann man so einen Mangel auch durch nicht genügendes Kauen der Nahrung hervorrufen.

Während des Wachstums in der Schwangerschaft und im Kindesalter benötigt unser Gehirn reichlich dieser Mikronährstoffe damit sich die Hirnstruktur und die Hirnfunktionen gut entwickeln können.

Bei Kindern, die unter ADS und ADHS litten, hat man schon in den frühen Jahren, so um 2005 herum, einen starken Eisenmangel festgestellt. Dies führt dazu das sich bei diesen Kindern gewisse Intelligenzdefizite zeigen.

Auch bei Erwachsene Menschen kann man solche Verhaltensstörungen beobachten.

Was ich Dir jetzt empfehlen könnte, ist ein überdenken der Essgewohnheiten, also eine Umstellung auf eine ausgewogene vitalstoffreiche Kost, reichlich gutes und lebendiges Wasser trinken, die Nahrung gut kauen (!), mindestens sollte man die Nahrung 40 mal und mehr kauen, ausreichende Bewegung in freier Natur, bitte kein Sport betreiben!, lediglich reichen Spaziergänge zwischen 3 und 5 Km völlig aus.

Und wenn es möglich ist, lass doch bitte mal eine Mikronährstoffanalyse deines Blutes machen. Möglicherweise kann man dann ganz gezielt das Vitalstoffdepot kurzzeitig mit Mikronährstoffe auffüllen.
Allerdings bin ich absolut kein Freund um so etwas über einen längeren Zeitraum zu praktizieren, denn in der regel führt das zu weiteren Unannehmlichkeiten!


Dann solltest Du deinen Urin pH-Wert messen und diesen in eine Tabelle mit Datum und Uhrzeit eintragen. Damit verschafft man sich einen sehr guten Überblick der Säure- und Basenwerte über einen längeren Zeitraum. Eine Übersäuerung im menschlichen Organismus kann ungeahnte Krankheitssymptome (ca. 80.000 !) hervorrufen!!


Liebe Grüße
Eisenstein
 
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