Abrüstung - Pazifismus - Sicherheit

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Doch, mir fällt da ein alter SED-Gassenhauer ein:

Das Lied der Partei

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!
Und, Genossen, es bleibe dabei;
Denn wer kämpft für das Recht,
Der hat immer recht.

usw.
Dokument: Liedtext: Das Lied der Partei, 1950

Gegen diese Logik muss ich mich geschlagen geben.

Wer kann schon gegen einen ultimativen Anspruch auf die Wahrheit sinnvoll argumentieren?

Weiterhin viel Spaß auf dem Karussell. Ich kauf Dir auch ne Zuckerwatte, damit es nicht langweilig wird.

OK?


Grüße, Bodo :lolli:
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
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Deine Wegweiser:
Wer kann schon gegen einen ultimativen Anspruch auf die Wahrheit sinnvoll argumentieren?

Das stimmt - deshalb lass ichs ja auch schon bei Dir ... :greis:

Ich versuche es jetzt neuerdings mit konkreten Fragen - da wird es schwer für Dich, irgendwelches vorgefasstes Zeugs runterzuleiern ... :-)))
 
Na, dann frage mal brav weiter.

Auf sinvolle Fragen gebe ich gerne eine Antwort.

Auf sinnfreie nicht mehr.

Dafür schenke ich Dir ein schönes Zitat.

Du kannst es ausdrucken und einrahmen.

Bevor Du dann schreibst, betrachte es Dir und lege dann los.

Damit steigen die Chancen, eine wertvolle Antwort zu erhalten.

Ich lasse Dich nur ungern im Regen stehen.



Frag' nur vernünftig, und du hörst Vernünftiges.
Euripides (480-406), griech. Tragödiendichter


Bitte, gern geschehen!

Alles wird gut. :D


Bodo :wave:
 
So, nach einer kleinen Abkühlungsphase noch mal zurück zum Thema;)?
To dream, the impossible dream ......
Ich weiß, dass sich die Idee von einer waffenlosen Welt utopisch anhört das ist es auch. Und dennoch kann die Utopie das, am Horizonth der Vorstellung schwebende Zielbild sein, dem man nachstreben kann, um wenigstens in winzigen Schritten, nur Teile davon zu erreichen.

Traum vom Frieden

(Deutscher Text: Hannes Wader)


Ich sah heut Nacht im Traum
vor mir ein endlos weites Feld.
Millionen Menschen sah ich dort
aus allen Ländern der Welt.
Ich sah im Traum die ganze Menschheit
einig und befreit
von Folter,Hass und Völkermord
für jetzt und alle Zeit.

Ich sah im Traum dies' Menschenheer
bewaffnet wie zur Schlacht,
in dichten Reihen aufgestellt
um einen tiefen Schacht,
und auf ein Zeichen warfen sie
all' ihre Waffen ab,
Granaten,Bomben stürzten
tausend Meter tief hinab.

Bald war der Schacht gefüllt
mit Kriegsmaschinen bis zum Rand,
und Menschen aller Rassen
standen lachend Hand in Hand.
Wohl jeder träumt den Traum vom Frieden,
und es kommt die Zeit,
dann wird wie jeder Menschheitstraum
der Frieden Wirklichkeit.


www.lyrix.at: HANNES WADER - TRAUM VOM FRIEDEN (LAST NIGHT I HAD A STRANGEST DREAM) Lyrics | Deutsche Seite!

Herzliche Grüße von
Leòn
 
Krieg dem Kriege

von Kurt Tucholsky

Sie lagen vier Jahre im Schützengraben.
Zeit, große Zeit! Sie froren und waren verlaust und haben
daheim eine Frau und zwei kleine Knaben,
weit, weit -!

Und keiner, der ihnen die Wahrheit sagt.
Und keiner, der aufzubegehren wagt.
Monat um Monat, Jahr um Jahr...

Und wenn mal einer auf Urlaub war,
sah er zu Haus die dicken Bäuche.
Und es fraßen dort um sich wie eine Seuche
der Tanz, die Gier, das Schiebergeschäft.
Und die Horde alldeutscher Skribenten kläfft:
"Krieg! Krieg!
Großer Sieg!
Sieg in Albanien und Sieg in Flandern!"
Und es starben die andern, die andern, die andern...

Sie sahen die Kameraden fallen.
Das war das Schicksal bei fast allen:
Verwundung, Qual wie ein Tier, und Tod.
Ein kleiner Fleck, schmutzigrot -
und man trug sie fort und scharrte sie ein.
Wer wird wohl der nächste sein?

Und ein Schrei von Millionen stieg auf zu den Sternen.
Werden die Menschen es niemals lernen?
Gibt es ein Ding, um das es sich lohnt?
Wer ist das, der da oben thront,
von oben bis unten bespickt mit Orden,
und nur immer befiehlt: Morden! Morden! -
Blut und zermalmte Knochen und Dreck...
und dann hieß es plötzlich, das Schiff sei leck.

Der Kapitän hat den Abschied genommen
und ist etwas plötzlich von dannen geschwommen.
Ratlos stehen die Feldgrauen da.
Für wen das alles? Pro patria?.

Brüder! Brüder! Schließt die Reihn!
Brüder! das darf nicht wieder sein!
Geben sie uns den Vernichtungsfrieden,
ist das gleiche Los beschieden
unsern Söhnen und euern Enkeln.
Sollen die wieder blutrot besprenkeln
die Ackergräben, das grüne Gras?
Brüder! Pfeift den Burschen was!
Es darf und soll so nicht weitergehn.
Wir haben alle, alle gesehen,
wohin ein solcher Wahnsinn führt -

Das Feuer brannte, das sie geschürt.
Löscht es aus! Die Imperialisten,
die da drüben bei jenen nisten,
schenken und nie wieder Nationalisten.
Und nach abermals zwanzig Jahren
kommen neue Kanonen gefahren. -
Das wäre kein Friede.
Das wäre Wahn.
Der alte Tanz auf dem Vulkan.
Du sollst nicht töten! hat einer gesagt.
Und die Menschheit hörts, und die Menschheit klagt.
Will das niemals anders werden?
Krieg dem Kriege!
Und Friede auf Erden.


Kurt Tucholsky bei dem Internetschriftsteller - Krieg dem Kriege
 
das Dilemma bleibt, Abrüstung und nie mehr Krieg und wer sich nicht daran hält kriegt eins auf den Decel, oder wie?
Ach nein hab vergessen, dass dann der der sich daran hält eins auf den Deckel kriegt, da dieser ja gar nichts hat dagegen (abgerüstet).
 

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