2 Jähriges Kind mit chronischer Verstopfung

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Hallo zusammen,

es geht um meine Tochter. Sie ist im Oktober 2017 geboren und leidet seit über einem halben Jahr an einer chronischen Verstopfung.

Zuerst lag der Verdacht, das es an der Pulvermilch liegt, da sie immer eine schlechte Esserin war und noch viel Milch getrunken hat. Das Stillen hat bei ihr leider nicht funktioniert, aufgrund Fehlberatung usw.

Jetzt isst sie mittlerweile gut, trinkt nur noch ab und zu morgens eine Milch. Trotz ballaststoffreicher Ernährung haben wir immer noch Probleme mit Verstopfung.

Pflaumen, Pflaumensaft, Apfelsaft naturtrüb, Trauben, helfen auch nicht.

Sie bekommt einen Stuhlweichmacher, da es ohne gar nicht geht. Es ist auch schon zur Kopfsache geworden und sie hebt den Stuhl leider oft zurück und versteht noch nicht wirklich das sie das nicht machen soll.

Denn selbst wenn der Stuhl weich ist, sagt sie oft das es weh tut.

Wir haben schon mal versucht den Weichmacher aus zu schleichen, leider ohne Erfolg.

Sie war ein Schreikind, ist sehr Aktiv und wild.

In der Schwangerschaft hat der Arzt leider an meiner Amalgamfüllung rumgebohrt und sie ist ja auch die Erstgeborene, hat also sicher von mir auch genug abbekommen.

Zusätzlich ist sie leider komplett nach Stiko geimpft.

Ich wollte eventuell mal mit Chlorella ausleiten, hab gelesen das man bei Kindern 2 bis 4 Gramm nimmt.

Hat jemand damit Erfahrung?
Kann eine SM Belastung Verstopfung auslösen?

Hat jemand vielleicht sonstige Ratschläge?
Gibt es auch Darmbakterien in Pulverform für so Kleine?

Bin langsam etwas Ratlos.

Vielen Dank im Voraus.
 
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Hallo Agi,

eine Überlegung wäre es wert: ich weiß von einem Osteopathen, daß eine osteopthissche Behandlung bei einem Kindmit Verstopfung Wunder bewirken kann. Allerdings muß dieser OsteopathIn die entsprechende Ausbildung haben. Nicht jede/r kennt sich da aus.

Deine Tochter könnte auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben. Insofern spielt nicht nur eine ballaststoffreiche Ernährung eine Rolle sondern es ist wichtig zu schauen, ob sie evtl. eine Intoleranz hat.

Vielleicht ist Deine Kleine ja auch total gestresst? Dann wäre es gut, mit ihr zu entspannen - wie auch immer. Da gibt es Kinderyoga, Bewegung draußen, tanzen, und das könnte Mutter und Tochter gut tun.

Alles Gute!

Grüsse,
Oregano
 
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@Oregano

Hallo,

danke, habe ich total vergessen, beim Osteopathen waren wir schon 2 mal ohne Besserung. Sie ist auf Kinder spezialisiert und wurde mir diesbezüglich auch empfohlen.

Ja das hatte ich auch schon überlegt mit der Intoleranz. Da wir aber immer wieder mal gewechselt haben, was die Ernährung angeht, wűsste ich nicht wo ich anfangen soll. Da wir auch schon Tage mit nur Gemüse hatten oder ohne Weizen und nur Dinkel. Immer ohne Veränderung...

Wir sind eigentlich täglich draußen, am Wochenende schwimmen, Tierpark, spazieren, je nach Wetter und ein bis zwei Mal die Woche im Kinderturnen. Alle zwei Wochen treffen wir uns auch mit Ihren Freunden. Einmal die Woche hat sie auch alleine Unternehmungen mit Papa oder Mama. Da wir auch schon vermutet haben das sie sich vielleicht vernachlässigt fühlt, aufgrund des Geschwisterkindes.

Liebe Grüße
Agnes
 

Piratin

Hallo Agi,

Milch würde ich nicht geben. Chlorella macht den Stuhl noch fester unter Umständen. Ich würde sowas wie Ausleitung ehrlich gesagt nicht auf eigene Faust bei einem Kleinkind machen!
Hast du schon mal Flohsahmenschalen probiert?

LG
 
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@ory

Der kleine ist 7 Monate alt.

@Piratin

Ja, Milch ist ja nur 2 bis 3 mal die Woche.

Flohsamenschalen hatte ich mich bisher noch nicht ran getraut, da sie zwischen durch, tageweise wenig trinkt.

Liebe Grüße
 
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Hallo Agnes,
vielleicht helfen euch einige Ansätze aus der GAPS Diät:

Und wenn man nicht viel trinkt, dann klappen vielleicht Nahrungsmittel, die viel Flüssigkeit enthalten und einem gut schmecken.

Lieben Gruß - Earl Grey
 
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Hallo Agi,
da man zwar schon von Müttern gehört hat, die ihr Kind ewig stillen, mir aber das Füttern von industrieller Folgemilch im 3. Lebensjahr falsch vorkommt, da die nur ein Muttermilchersatz ist, der für die Zeit bis zur Umstellung auf Erwachsenenkost gegeben wird, habe ich einen Kinderarzt gefragt.

Der sieht das auch als falsch an, weil es die Verdauung negativ beeinflusst.
Stelle deine Tochter auf feste Nahrung um, dann sollte auch die Verdauung besser klappen.
 
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dinkel statt weizen ist keine auslaßdiät, enthält beides gluten usw.
hier im forum und auch per google gibt es etliche hinweise, wie man eine auslaßdiät macht.

viele ballaststoffe können auch verstopfung machen, vor allem wenn man nicht genug wasser trinkt.

ich würde es auch nicht überbewerten. ich hatte als kind auch permanent verstopfung und es wurde mit der zeit von selbst besser. hat mich auch nie belastet, weil ich nicht wußte, daß es nicht normal ist.

wenn man zu viel und offensichtlich darauf eingeht, kann man auch erreichen, daß es so bleibt, weil das kind die viele aufmerksamkeit genießt. man kann ein kind so auch zum hypochonder erziehen.

gerade bei einer 2jährigen bekommt man doch auch so viel mit ohne ständig mit dem kind darüber zu reden und darauf hinzuweisen, daß da was nicht ok ist.


lg
sunny
 
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16.02.18
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Sie bekommt einen Stuhlweichmacher...

Denn selbst wenn der Stuhl weich ist, sagt sie oft das es weh tut.

Wir haben schon mal versucht den Weichmacher aus zu schleichen, leider ohne Erfolg.

Ich wollte eventuell mal mit Chlorella ausleiten, hab gelesen das man bei Kindern 2 bis 4 Gramm nimmt.

Hat jemand damit Erfahrung?
Kann eine SM Belastung Verstopfung auslösen?

Hat jemand vielleicht sonstige Ratschläge?
Gibt es auch Darmbakterien in Pulverform für so Kleine?

Bin langsam etwas Ratlos.

Vielen Dank im Voraus.
Ich würde auf keinen Fall an so einem kleinen Kind herumdoktern, genügt ja schon der Weichmacher.

Es könnte auch möglich sein, dass die Kleine bewusst den Stuhl zurück hält.
Da gibts einiges zu lesen im Netz, einfach mal eingeben "Kind hält Stuhlgang zurück".

Somit kommt das öfter vor und ist eine Phase, die sich gibt. Versuchen dem Stuhlgang nicht so sehr viel Beachtung zu schenken, jeden Tag muss ja nicht sein.

Alles Gute
Mara
 
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Hallo,

@Earl Grey

Danke für den Tipp, ich schaue mal.

@Grau

Sie bekommt keine Pulvermilch mehr. Nur normale Milch z. B mal mit Honig zum Frühstück. Pulvermilch sind wir zum Glück los, war aber auch nicht einfach.

@sunny sunlight

Die meiste Zeit wird das hier nicht beachtet, wenn sie aber einen Tag keinen Stuhlgang hat, schreit sie am nächsten Tag schon Aua, krümmt sich auf den Boden und weint permanent. Das ist nicht wirklich schön mit anzusehen. Sie wird dann begleitet und gestreichelt, umarmt usw. Wir sagen dann auch das es normal ist und wieder weg geht usw.

Der Kinderarzt vermutet einfach das der Darm sich von innen schon sehr geweitet hat und einfach jeder Stuhlgang in Verbindung mit der Angst schon weh tut. Da hilft nur Geduld bis der Darm sich wieder zurück zieht.

@Mara

Ja sie hält ihn ja auch immer zurück, das ist ja auch das Problem. Sie versteht ja auch nicht wieso sie das nicht tun soll.

Der Weichmacher war bisher in Ordnung, wie gesagt ohne geht nicht. Da sie in letzter Zeit aber vermehrt mit Nebenwirkungen wie Bauchweh und Blähungen eine Stunde danach reagiert, hatte ich nur auf eine Alternative gehofft.

Vielleicht wechseln wir einfach mal den Hersteller.

Liebe Grüße
Agnes
 

togian

Huhu,
Magnesium ist eine gute Alternative zum „Weichmacher“ (bzw. schau mal woraus der „Weichmacher“ besteht, ev. besteht er ja ohnehin aus Magnesium. Damit wäre es ein Nährstoff und kein Weichmacher mehr 😉 )
Der Körper hält auch Stuhl zurück, wenn Mängel da sind (um ein max. an Nährstoffen rauszufiltern).

Ich würde generell “Pulvermilch“ vor Kuhmilch vorziehen (nur pre, keine Folgemilch, Bio, ohne Fluorid). (geringeres UV/Allergierisiko). Es ist natürlich, dass recht lang Milchmahlzeiten verlangt werden, speziell in Wachstumsphasen (sind einfach leicht verdauliche Wachstumsbausteine). Ist im Tierreich auch so. Nur wir Menschen versuchen da „umzuerziehen“.
Die Leitfäden zum Umstieg auf Beikost sind oft völlig unbrauchbar, deswegen stressen sie viele (Kinder + Eltern) (zB statt einer eiweißreichen Milchmahlzeit mit 100kcal wird umgestellt auf eine eiweißarme Pastinakenpampe mit 30kcal. Ich hab jetzt nur Fantasiezahlen genommen, aber so ähnlich läuft es leider real ab).
Im Urwald gibt es keinen Mixer. Da stillen die kleinen Äffchen lange und "klauen" immer öfter der Mutter vorgekaute Nahrung aus dem Mund und beginnen dann peu a peu einzelne Nahrungsmittel die nicht vorgekaut sind zu testen. Also geht es nicht nur um Brei, sondern um vorverdauten Brei (durchs Kauen/Speichel wird vorverdaut) in absoluten Kleinstmengen, damit der Körper Zeit hat die Nahrungsmittel kennenzulernen und die Verdauung anzupassen und dann erst langsam "Festahrung" die selbst gekaut werden kann/muss (jeweils auch an den individuellen Zahnstatus angepasst).

Mensch "kopiert" das indem einfach Pampe gemacht wird - und ruck zuck ganze Mahlzeiten "ersetzt" werden. Damit das funktioniert wird das dann dem Baby mit viel Schmäh reingewürgt (oft wird ja der angeborene Schluckreflex genutzt). Damit entstehen dann die berühmten "Beikoststühle" (tlw. übel riechend, tlw. hart wie Bricket, tlw. viel unverdautes usw....)
Baby Led Weaning ist da ein guter Ausweg/Kompromiss - zumindest mal für Dein jüngeres Kind.

Für Deine Ältere Tochter mögliche Lösungsansätze:
"Stuhl Rückhalten" ist ist mE eine Verlegenheitsdiagnose. In dem Alter fehlt meist noch die bewusste Kontrolle über den Schließmuskel. Und selbst wenn es später passiert - geht es meist um "Programmier-Störungen" auf körperlicher Ebene.
Es gibt mittlerweile recht gute Literatur zu dem Thema - da geht es generell um Nerven-/Darmkommunikation die falsch angelegt ist/falsche "Informationen" weiterleitet/fehldeutet. (Büchernamen fallen mir grad nicht ein, ergänze ich ev. später).

Egal ob der Auslöser nicht geeignete Nahrung oder Impfungen (hier der Klassiker 6fach+Rota Viren) sind, es kann dadurch zu einem fehlangelegten Nervennetz kommen. Der Impuls zur Entleerung kommt nicht und (so wie bei Deiner Tochter vermutet) - es staut sich vorm Darmausgang und die Ausbuchtung wird immer größer.

Wir kennen einige Kinder die das Problem haben. Aber KEINES hat bereits am 2 Tag Schmerzen. Im Regelfall werden sie müder/gereizter nach ein paar Tagen. Und je länger es unbehandelt war, desto länger können sie gut ohne Stuhlgang "leben" (teilweise mehr als 5 Tage...). Die Impulse werden immer schwächer, der Darm eher unempfindlicher.
Aber so richtige Schmerzattacken hat keines (zumindest aus meiner "Mini-Stichprobe". Also muss das nichts heissen).
Das macht mich ein wenig stutzig.

Wenn es "nur" eine nicht gut funktionierende Peristaltik/fehlerhafte Nervenverbindung bzw. Kommunikation ist, würde ich möglichst Leichtverdauliches (da aber dennoch auf ausreichend Eiweiß, Omega 3, generell gute Fette... achten!) in Kombi mit Magnesium geben. Das kombiniert mit z.B. einer Bauchmassage nach F.X.Mayr. Die dementsprechend ausgebildeten Ärzte können nur anhand von Tastmassagen viele Rückschlüsse auf Darm bzw. alle beteiligten Organe ziehen. Und euch eine Anleitung mitgeben WIE ihr massieren könnt, damit sich die Ausbuchtung(en) rückbilden. Ev. habt ihr ja jemanden in der Nähe der auch schon Kinder behandelt hat.

Zurück zu den Schmerzen: es könnten einfach schmerzhafte Blähungen sein. Oder z.B. Reaktion auf Milchprodukte oder Gluten oder... Grad wenn Entzündungsreaktionen stattfinden sollten, wäre der Stuhl aber eher von sich aus breiig.

Oder leider auch was ganz Blödes, nämlich eine Darmeinstülpung. Da schiebt sich ein Darmabschnitt in den nächsten.
Sorry, will Dir keine Angst machen. Aber wenn es bei Deiner Tochter wirklich regelmäßig ab dem 2 Tag ohne Stuhlgang (so wie es sich für mich anhört massive) und plötzlich eintretende Schmerzen gibt und sie sich dabei krümmt, würde ich das möglichst rasch abklären lassen (z.B. auch durch F.X.Mayr, das ist durch die reine Abtastung von außen nicht invasiv). Die können "solche Sachen" auch oft nur durch Massagen lösen oder zumindest erkennen.
Bevor das abgeklärt ist, würde ich auf KEINEN Fall den "Weichmacher" ausschleichen, sondern darauf achten, dass sie jeden Tag mind. 1x Stuhlgang hat.
(Die Wahrscheinlichkeit für eine Darmeinstülpung ist zwar sehr sehr gering, aber wenn, dann kann es sehr unangenehm werden. Generell ist meine Grundhaltung "man kann fast alles selber heilen". Im konkreten Fall würde ich es möglichst rasch abklären lassen, einfach um auf Nummer Sicher zu gehen. Es gibt auch eine von den Standardimpfungen die es im Beipacktext als mögliche NW stehen hat. Sorry, mir fällt grad nicht ein welche und ob es für alle Hersteller gilt. Ev. gab es da bei euch einen zeitlichen Konnex?).

Alles Gute
Togi
 
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Hallo @togian

vielen lieben Dank für die Mühe.

Habe gerade mal nach einem Therapeuten geschaut, der nächste ist ca 100 km entfernt. Muss mal schauen ob ich das hinbekomme.

Einen zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung gibt es nicht.

Es ist vor einem halben Jahr erst so richtig schlimm geworden, ich muss allerdings sagen, das sie von Geburt an schon ab und an mal Hilfe gebraucht hat. Allerdings war danach immer wieder eine ganze Weile Ruhe.

Vor einem dreiviertel Jahr kam es dann immer öfter vor. Es war vielleicht auch unser Fehler, da wir das nicht als schlimm empfunden hatten. Im Umkreis haben viele Leute zu uns gesagt das wäre nicht schlimm, geht wieder vorbei, das hatten wir auch usw.

Also haben wir erstmal mit Hausmittel gearbeitet. Bis es dann eben so schlimm geworden ist, dass wir Abführen mussten. Der erste Arzt hatte uns dann Lactulose verschrieben. Damit ging es auch, dass haben wir aber nicht kontinuierlich gegeben und es kam immer wieder zu festen und harten Stuhlgang.

Ein anderer Kinderarzt hat uns dann Kinderlax verschrieben. Damit sind wir 2 Monate super gefahren, sie hat dann auch nur noch alle zwei Tage einen Beutel gebraucht. Ich hatte dann beim Kinderarzt angerufen und gefragt wie ich es nun machen soll, da wir die Therapie für 3 Monate geplant hatten und im dritten Monat angekommen waren.

Am Telefon hieß es dann wir sollen es nun langsam ausschleichen. Daraufhin wollte ich auf jeden 3ten Tag Weichmacher umsteigen. Doch es kam direkt wieder härter Stuhl, erst ohne Schmerzen, zwei Tage später wieder mit Schmerzen und Aua wenn sie merkte das sie muss.

Das letzte Mal beim Kinderarzt haben wir dann Movicol bekommen, da sie immer ne Weile gebraucht hat um das Kinderlax zu trinken und es zum Theater würde. Deshalb Movicol mit Schoko Geschmack. Das hat sie jetzt seit 2 Wochen. Seit drei Tagen sagt sie mir aber das sie Bauchweh hat. Nach dem Trinken und heute auch nach dem Stuhlgang. Deshalb versuche ich jetzt glaub wieder Kinderlax, da hätte sie nie Bauchweh.

Also bevor wir Kinderlax gegeben haben, hat sie immer Aua gesagt und es war auch kein Wunder bei den festen Steinen, zum Schluss fast Golfballgröße. Am Anfang mit Kinderlax auch immer Aua, sogar als der Stuhlgang weich war sagte sie noch das es wehtut. Dann hat es aufgehört und Stuhlgang machen war kein Problem und Thema mehr. Deshalb vermute ich Kopfsache.

Seit dem letzten Versuch mit ausschleichen, hatte sie wieder sehr festen Stuhlgang und einen Tag später wieder Aua mit Krűmmen, allerdings auch noch fester Stuhlgang. Seit dem hält sie es wieder kontinuierlich zurück, das sehen wir auch. Sie sagt sie hat Bauchweh und hält es aber zeitgleich zurück. Jetzt sagt sie nicht mehr Popoaua, wie als der Stuhlgang ganz fest war sondern Bauchweh.

Ihr Stuhlgang ist derzeit allerdings weich, etwas klebrig. Und mit Movicol macht sie zwei bis dreimal am Tag Stuhlgang.

Ich denke das sie vielleicht deshalb schnell Schmerzen hat, da sie von Natur aus wohl eine schnelle Verdauung hat.

Das mit dem vorher gereizt, das kenne ich auch so. Denn wenn wir dann mal zusätzlich abführen müssten, dann war sie danach wie ausgewechselt.

Deshalb wollte ich jetzt den Hersteller erstmal wieder wechseln, weil sie das mit dem Bauchweh eben erst seit drei Tagen hat. Bei Verstopfung sagt sie Popoaua. Das hat sie nun nicht. Ausschleichen würde ich mich nun eh nicht trauen, da das Popoaua erst seit kurzem nicht mehr erwähnt wird. Dafür nun halt das Bauchweh. Ihr Bauch ist aber auch ganz weich und es tut ihr nicht weh.

Der kleine bekommt seit zwei Wochen blw und wird die meiste Zeit ja noch gestillt. Ich merke allerdings schon den Unterschied bei ihm durch das stillen. Er hatte noch nie Probleme, meine Tochter damals ja schon als Baby.

Ich werde mal schauen ob ich Bücher zu diesem Thema finde.

Vielen Dank nochmal.

Falls es morgen mit dem Kinderlax nicht besser wird, werde ich zum Kinderarzt fahren.

Liebe Grüße

Agnes
 

Piratin

Warum gibst du ihr nicht etwas von der Muttermilch, statt artfremde Kuhmilch? Abpumpen?

LG
 
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@Piratin

Weil ich nicht abpumpen kann?!

Funktioniert bei mir nicht, ob elektrisch oder von Hand.
Sowie nicht jede Frau stillen kann, gibt es leider auch einen geringen Anteil der nicht abpumpen kann.
 

togian

Huhu,
Deshalb wollte ich jetzt den Hersteller erstmal wieder wechseln, weil sie das mit dem Bauchweh eben erst seit drei Tagen hat.
Puh, Entwarnung :giggle:. Ich hatte das falsch verstanden und dachte, dass sie die Bauchschmerzen schon länger hat.

Ich seh Magnesium als potenten Versuch an. Stress verbraucht Magnesium. Magnesiummangel verursacht Verstopfung. Verstopfung verursacht Stress...

Mich wundert, dass Osteopathie so gar nix gebracht hat :unsure: . Das könnte auch auf Nährstoffmängel/biochemischen Background sprechen.
So erleb ich das zumindest bei klein Togi. Wenn es die Osteopathin nicht lösen kann, hilft es Nährstoffe zu optimieren (und vice versa - wenn NEMs nicht helfen, kann es meist die Osteopathin in 1 Sitzung lösen).

Probiotika wären auch noch einen Versuch wert.

Erst wenn Magnesium und Co nicht helfen sollten (Symptome bleiben) würde ich mich ans "umprogrammieren" der Nerven Fehlschaltungen machen. (aber wie gesagt - wenn es aus der Richtung käme, müsste Osteopathie schon was bringen. Ev. noch ein Versuch bei einer/einem andere/n Osteopath/in?

F.X. Mayr Therapeut würde ich vorab telefonisch genau abklären, ob er bei eurem Thema helfen kann/Erfahrung hat. Nicht, dass ihr den Weg umsonst macht...

Super, dass Dein Kleiner keine Probleme hat :).

Gute Idee von Piratin. Wenn das nicht geht, könntest Du Dir alternativ Colostrum anschauen. Ev. in Verbindung mit HIMO :unsure: (oder mal das Omnibiotic Panda oder Omnibiotic 6 anschauen). (und ja, ich hab abpumpen auch gehasst. Ging oft genug nicht, und wenn war es Folter.. 😒)

Ist Deine Tochter generell eher schmerzempfindlich oder nicht oder je nach Tagesverfassung?
Verträgt sie Tomaten, Erdbeeren, Mandarinen gut?
Milch weglassen wär auch noch einen Versuch wert, falls ihr das nicht schon probiert habt.

lg togi
 
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Hallo @togian

Ist Deine Tochter generell eher schmerzempfindlich oder nicht oder je nach Tagesverfassung?
Verträgt sie Tomaten, Erdbeeren, Mandarinen gut?
Milch weglassen wär auch noch einen Versuch wert, falls ihr das nicht schon probiert habt.


Ist eher tagesbedingt, wenn sie schlechte Laune hat, ist sie auch schmerzempfindlicher. 🙃

Jetzt wo du es sagst, Tomaten verträgt sie sehr gut. Erdbeeren als sie klein war nur wenn sie mit kochendem Wasser übergossen wurden. Mandarinen verträgt sie nicht. Sie wird direkt Wund auch durch Urin nach einer Mandarine oder Orange.

Ja das mit der Osteopathin hat mich auch gewundert oder fast schon enttäuscht, da sie wirklich sehr gut sein soll.

Wäre vielleicht noch eine Option es wo anders zu versuchen.

Ja das mit dem Abpumpen wäre toll gewesen. Wenn der Papa hätte auch mal füttern können. Bei mir löst der MSR nicht aus. Aber selbst wenn ich zeitgleich zum stillen pumpe werde ich Wund.

Hab meine Tochter auch mal an der Brust probieren lassen, als sie es mal wollte, aber es hat nicht funktioniert. Sie hat es einfach verlernt bzw nie richtig gelernt.

Magnesium kann ich ja sowieso nicht überdosieren, also wenn dann kommt es ja nur zu Durchfall oder?

Dann könnte ich das mal probieren, ansonsten schaue ich mir mal die Produkte von Omnibiotic an.

Dankeschön

Liebe Grüße
Agnes
 
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05.10.17
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Hallo Agi,

ich vermute, durch das fehlende Stillen fehlen Deiner Tochter auch wichtige Bifido-Bakterien.
Es gebe auch Hinweise auf eine immunstimulierende und den Zuckerstoffwechsel normalisierende Wirkung dieser Darmbakterien. Abgesehen von diesen positiven Auswirkungen auf den mütterlichen Organismus fördern Bifidobakterien auch die Gesundheit des Neugeborenen. Denn diese Mikroben gelangen bei der Geburt und beim Stillen von der Mutter in den Darm des Kindes. Dort helfen sie dem Säugling bei der Verdauung und unterstützen die Reifung des Immunsystems.
Schwangerschaftshormon verändert Darmflora

Gründe für den Durchfall kann ein u.a. auch ein Mangel sein an:
  • Kalium
  • Jod
  • Enzyme-Mangel -> mögliche Folge -> Fructoseintolleranz
  • Magnesium
Möglich Hilfe:
Das Kindelax sollte scheinbar nicht länger als 4 Wochen genommen werden.
Abführmittel würde ich ihr nicht geben. Abführmittel sind Mikronährstoffräuber.

Alles Gute
 
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