Probleme in der Schule? Direkt beim Auslöser ansetzen!

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Was tun, wenn Prüfungsangst, Leistungsdruck, Konzentrationsprobleme oder Lernschwierigkeiten dem eigenen Kind die Freude an der Schule rauben? Wie löst man ein Problem, wenn man dessen Ursache oder Auslöser gar nicht kennt?

Jede Woche melden sich verzweifelte Eltern. In vielen Fällen ist es ein Gefühl der Machtlosigkeit, welches ihnen grosse Sorgen bereitet. Sie können ihren Kindern zwar bei den Hausaufgaben oder den Prüfungsvorbereitungen helfen, doch schlussendlich muss das Kind sich diesen Herausforderungen selber stellen.

Eine alltägliche Situation in meiner Praxis

Die besorgte Mutter: „Früher ging mein Sohn gerne in der Schule, aber jetzt wo die Prüfungsangst schlimmer wird, sind seine Noten und Motivation gesunken. Ich verstehe das nicht. Zu Hause konnte er das Gelernte problemlos hervorrufen. Warum nicht an der Prüfung?“

Ihr Kind: „Warum soll ich lernen, wenn ich es an der Prüfung sowieso nicht hervorrufen kann? Sobald ich die Prüfung schreiben will, spüre ich das komische Kribbeln im Bauch und dann geht nichts mehr.“

Natürlich wünschen sich alle Eltern, dass ihre Kinder erfolgreich durch die Schule kommen. Dass Sie die Schule als Bereicherung statt Belastung empfinden. In der Realität warten aber ganz verschiedene Herausforderungen:

  • Schlechte Erfahrungen wie Mobbing oder Blossstellung vor der Klasse können tiefe Spuren hinterlassen
  • Steigender Leistungsdruck kann zu Überforderung, Nervosität, Angst oder sogar Blockaden führen
  • Sinkt die Motivation, sinkt auch die Leistungen
  • Lärmige Schulzimmer stören die Konzentrationsfähigkeit
  • Tagträumen, kreisende Gedanken oder ein Gefühl von Langeweile lenken ab
  • Lesen-, Schreibe- oder Rechenschwächen erschweren das Lernen und rauben die Motivation
  • Mit dem Anstieg der Klassengrösse wird es auch für die Lehrer zunehmend schwierig, auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Diese Entwicklung erschwert das Lernen des Individuums und kann eine ganze Reihe neuer Probleme auslösen.

Mit jeder negativen Erfahrung wird das Unterbewusstsein schlauer. Es aktiviert den Selbstschutz des Körpers und versucht, das Kind vor weiteren schlechten Erfahrungen zu beschützen. So kann aus Nervosität Angst, oder aus Langeweile Tagträumen werden. Ein schlechtes Muster entsteht!

Eltern lassen oder fühlen sich dann schnell unter Druck gesetzt, das Anliegen so rasch wie möglich zu lösen. Sie fühlen sich verpflichtet, alles Mögliche zu versuchen, springen von einer Therapie zur Nächsten. Manchem Kind wird dadurch das Gefühl vermitteln, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist.

Von A nach BErlebnisbericht einer Mutter, die mit beiden Kindern kürzlich bei mir war:

Unsere Tochter, 14 Jahre alt, ein Spargeltarzan, sehr zielstrebig und auch in einem gewissen Mass ehrgeizig, hat leider vor zwei Jahren die Gymiprüfung nicht bestanden und möchte im Frühling 2016 noch einmal antreten. Wir als Eltern hatten das Gefühl, dass der Frust der nichtbestandenen Prüfung, der Frust der harten Landung für unsere introvertierte Mimose nicht überwunden sei und so entschieden wir uns für einen Hypnosetermin. Es war uns auch wichtig, ihr den Spruch „Ich kann kein Deutsch“ aus dem Kopf zu schlagen. Parallel hat ihr nicht wirklich tolles Essverhalten (lehnt alles ab, was sie nicht kennt, täte am liebsten nur von Schoggi-Joghurt, Nudeln und Schokolade leben) weiter verschlimmert.

Ich bin dann mit unserer Tochter in die Hypnose-Praxis gefahren – sie war seeehr wortkarg, hat mir aber versprochen, sich die Hypnose mal anzusehen. Nach der Sitzung war sie sehr müde, fand es „ä chli komisch“ und konnte sich die Sache mit dem Unterbewusstsein nicht erklären. Das war ihr alles zu wenig handfest. Mein rationales Kind war am Anschlag.

Zwei Tage später hat sie eine Grippe ins Bett gehauen und sie hat die Tage sehr glücklich mit Büchern verbracht und eigentlich am laufenden Band gelesen. Unsere Tochter? Lesen? Hat sie noch nie davor getan freiwillig. Sie hat sich eine Honigmilch gemacht (Honig? War bis anhin wääääck!) und die gefüllten Auberginen gleich bergeweise verdrückt. Bis anhin war sie nach einem halben Bissen jeweils „seeehr satt – danke“.

Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen. Sie isst ausgewogen und lässt sich immer wieder zum Probieren von Neuem überreden. Sie hat die Aufnahmeprüfung ins Gymnasium bestanden und ist sehr glücklich. Sie ist offener geworden und „in sich ruhend“. Das Selbstbewusstsein ist gestärkt und sie weiss nun: „dass ich in Deutsch keine Pfeife bin“.

Unser Sohn, 12 Jahre alt, ist komplett verschieden. Er ist ein extrovertiertes Bühnentier, steht liebend gerne vor Publikum, im Mittelpunkt und ist ein begnadeter Gitarrist. Trotz seinerLiebe zur Musik findet er oft nicht die Motivation zu üben und zweifelt an sich selber. Tief in seinem Inneren ist er sehr verletzlich und falls getroffen wird der an sich gutmütige Bär zur Furie.

Unser Sohn hat Probleme in der Schule, weil er freestylemässig Aufgaben löst, den Lösungsweg auf gut Glück wählt und so oft furchtbar auf die Nase fällt und schlechte Noten kassiert, obwohl er die Materie versteht. Zweifel an seinen Leistungen und tiefes Selbstbewusstsein sind auch hier präsent.

Er geht mit gemischten Gefühlen in die erste Hypnose. Weiss nicht, was ihn erwartet und fragt mir ein Loch in den Bauch. Auch hier verabschiede ich mich nach dem Vorgespräch.

Nach der Hypnose ist er völlig relaxed und gelöst, er singt und pfeift und schläft bereits auf dem Rückweg ein. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Hausaufgaben lockerer. Es ist kein ewiger Kampf um die korrekte Vorgehensweise mehr, er hält sich an Regeln und rastet nicht mehr bei jedem Korrekturhinweis aus. Da er sich mehr zutraut hat er nun die Selbstsicherheit gewonnen genauer Aufgaben zu lösen und nicht nur auf gut Glück. Er geht motivierter zur Schule und übt disziplinierter auf seiner geliebten Gitarre.

TunnelHypnose – Der direkteste Weg

Bei Gesprächstherapien im normalen Wachzustand steht das logische, rationelle und analytische Denken im Vordergrund. Dabei bleibt das Tor zum Unterbewusstsein meist geschlossen. Es ist aber genau im Unterbewusstsein/Langzeitgedächtnis, wo wir arbeiten und eine Veränderung erzielen wollen.

Warum? Weil dort Emotionen (gute und schlechte), Gewohnheiten und der Selbstschutz (nötige und unnötige Ängste) gespeichert sind.
Unser Unterbewusstsein/Langzeitgedächtnis hat ALLE ANTWORTEN zu unseren Fragen. Sucht man mittels der Hypnose am richtigen Ort, werden wir auch die erwünschten Antworten finden.

Statt um den «heissen Brei» zu reden oder den langen Weg «über den Berg» zu nehmen, bietet diese Methode eine Abkürzung an; ein direkter Weg oder ein Tunnel durchs Innere, wo Antworten gefunden und nachhaltige Erfolge erreicht werden können.

In den letzten Jahren hat der Bekanntheitsgrad der Hypnosetherapie weltweit zugenommen. Eltern sehen schnelle und nachhaltige Resultate, weil die Hypnosetherapie eben nicht symptombekämpfend, sondern problemlösend ist.

Als Kinder-Hypnosetherapeutin arbeite ich sehr gezielt, um den Auslöser zu finden und aufzulösen. Ich erzähle dem Kind, dass wir alte «mentale Apps» (schlechte Muster im Unterbewusstsein) löschen und mit neuen, positiven, besseren Apps ersetzen!

Weil die Hypnosetherapie eben der direkteste Weg zum Problem ist, braucht es deshalb in der Regel auch nur zwei bis drei Sitzungen pro Anliegen.

FahrlehrerDer hartnäckige Mythos der Willenlosigkeit und des Ausgeliefert-Seins

Ein weit verbreitetes Vorurteil vermittelt den abstrusen Gedanken, ein Hypnosetherapeut spiele mit dem Klienten wie mit einer Marionette und könne beliebig an den Fäden ziehen. Das ist natürlich völliger Unsinn.

Eine Hypnosesitzung ist so ähnlich wie beim Fahrlehrer. Das Kind fährt und die Hypnosetherapeutin leitet es vom Beifahrersitz aus an. Wenn die Therapeutin Anweisungen gibt, wie z.B. «bremsen und nach links abbiegen», kann jedes Kind diese entweder befolgen oder ablehnen. Wenn das Kind nicht mitmacht oder keine Veränderung erzielen will, dann bleibt das Fahrzeug stehen oder geht seinen eigenen Weg und das Ziel wird nicht erreicht. Wenn aber das Kind die Anweisungen befolgt, sich bemüht, um in die richtige Richtung zu fahren, dann erreicht man das anvisierte Ziel. Das Kind ist weder ausgeliefert noch hilflos, denn nur mit einer funktionierenden Zusammenarbeit wird dieses Ziel erreicht.
Eine zentrale Rolle spielt hierbei natürlich die Fähigkeit der Therapeutin, das Ziel zu lokalisieren und den besten Weg dahin mit kindesgerechten Anweisungen vorzugeben.

Kinder-Hypnose – In vielen Fällen die richtige Therapieform

Kinder sind normalerweise ab 5 Jahren reif genug, um von den Vorteilen der Hypnose zu profitieren.
Egal wie skurril oder eigenartig ein Problem zu sein scheint, solange es psychosomatischer oder psychischer Natur ist, kann die Hypnose helfen.

Mittels packenden Geschichten, Visualisierungen und fantasievollen Rollenspielen werden Kinder auf eine besondere Reise in ihr eigenes Unterbewusstsein mitgenommen. Die Erfahrung zeigt, dass die Mehrheit der Kinder ihr Erlebnis mit Hypnose als angenehm und interessant empfinden.

Die möglichen Anwendungsgebiete bei Kindern sind vielfältig:

  • Bettnässen
  • Nägel kauen
  • Stottern
  • Heuschnupfen und Allergien
  • Ängste jeglicher Art
  • Zahnarztphobie
  • Zähneknirschen
  • Daumenlutschen
  • Schüchternheit
  • geringes Selbstwertgefühl
  • Phobien
  • innerliche Unruhe
  • Schulphobie
  • Lernschwierigkeiten
  • Konzentrationsschwächen
  • Gedächtnisprobleme
  • Verlustsangst
  • Alpträume
  • Schlaflosigkeit und Schlafstörungen
  • Hyperaktivität
  • Aggressivität
  • Essstörungen und Nahrungsprobleme
  • Suchtprobleme
  • Stress
  • Inkontinenz
  • Trauma Bewältigung
  • Sozialkompetenz
  • nervöse Ticks und Zwänge
  • Knaupeln oder Ritzen
  • und vieles mehr

 

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Sonya Mosimann

- OMNI Hypnosetherapeutin (NGH)
- HypnoKids® Ausbildnerin und Leiterin von HypnoKids CH, DE, A, USA
- Spezialistin für Kinder- und Jugendhypnose mit über 2000 Sitzungen in diesem Bereich
- Fachreferentin Schweiz und International
- Zwei Praxisstandorte Köniz/BE und Effretikon/ZH

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