Nahrungsergänzung

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Eine Nahrungsergänzung ist sinnvoll, wenn die Nahrung den Bedarf des Körpers nicht befriedigt.

Die hier beschriebenen Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bestehen vorwiegend aus Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sind, sofern nichts dagegen spricht, sowohl universell erforderlich als auch universell einsetzbar. „Hochdosierte“ Vitalstoffgaben sind kein Bestandteil, da ihr Ziel nicht die Vermeidung eines Mangels ist. Krankheitsbedingte Defizite sind ebenfalls ausgeklammert (sie sind unter der jeweiligen Krankheit ersichtlich). Hinweise zu Beschwerden, die im Wiki nicht (oder noch nicht) diskutiert werden, enthält die krankheitsbedingte Seite der Nahrungsergänzung.

Inhaltsverzeichnis

Grundprinzip

Die Nahrungsergänzung allein kann Krankheiten weder heilen noch verhindern. Diese Aufgabe kann, sofern das überhaupt möglich ist, nur die Nahrung selbst (gemeinsam mit der Nahrungsergänzung) bewältigen.

Vitalstoffe

  • Basen: Der Basenbedarf des Körpers wird (lässt man ungewöhnlich basenfreundliche Speisepläne unberücksichtigt) in der Regel nicht gedeckt. Die grundlegende Bedeutung des Säure-Basen-Gleichgewichts und die allgemeine Übersäuerung machen die Basen zum Schwerpunkt der Nahrungsergänzung. Im Mittelpunkt der basischen Nahrungsergänzung stehen Calcium, Magnesium und Kalium. Die Dosis wird schrittweise „eingeschlichen“ (siehe Übersäuerung).
  • Jod: Ein Mangel ist sehr wahrscheinlich. Als Nahrungsergänzungsmittel ist ausschlieŸlich die Alge „Kelp“ zu empfehlen. Chemisch erzeugtes Jod sowie Jodsalz sind zu meiden. Dosis: 80-100 Mikrogramm Jod. Eine gröŸere Entfernung zum Meer scheint das Defizit zu verstärken.
  • Chrom: Ein Mangel ist sehr wahrscheinlich. In den vergangenen Jahrzehnten hatte sich Chrompicolinat als Spitzenprodukt durchgesetzt, z.Zt. wird es durch andere Produkte abgelöst, z.B. Chrom-Polynicotinat oder Chrom-Citrat. Dosis: 80-100 Mikrogramm Chrom.
  • Selen: Ein Mangel ist sehr wahrscheinlich. Dosis: 40-50 Mikrogramm Selen.
  • Folsäure: Ein Mangel ist sehr wahrscheinlich. Dosis: mind. 300 Mikrogramm Folsäure.
  • Vitamin E: Ein Mangel an „natürlichem“ Vitamin E ist sehr wahrscheinlich. An chemisch erzeugtem Vitamin E besteht kein Mangel, da es vielen Nahrungsmitteln beigegeben wird. Dosis: ca. 50 Milligramm Vitamin E (natürlich). Für Sportler und Krebspatienten empfiehlt sich eine höhere Dosis dieses Antioxidans.
  • Omega-3-Fettsäuren: Ein Mangel ist sehr wahrscheinlich. Die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sind ein unverzichtbarer Faktor im System der Botenstoffe. Ein Mangel begünstigt Entzündungen. Man kann häufig (wenig erhitzten) Fisch verzehren, eine recht praktikable Lösung ist tgl. 1 TL Leinöl, in Quark oder Joghurt eingerührt. Leinöl ist rel. empfindlich. Günstig ist, wenn der Händler es in kühlen Regalen anbietet. Rapsöl enthält ebenfalls Omega-3-Fettsäuren, wenn auch weniger, aber es ist haltbarer und man kann es erhitzen. Fischölkapseln dienen dem gleichen Zweck. Die Fettsäuren in Fischöl sind „langkettiger“ als in Leinöl oder Rapsöl und werden deshalb als effektiver eingeordnet.
  • Zink: Ein Mangel ist wahrscheinlich, besonders bei Männern. Dosis: 4-8 Milligramm. Als Solo-Präparat kann Zink auch vor dem Schlafengehen genommen werden, aber prinzipiell nicht gemeinsam mit anderen Nahrungsergänzungen (andere Stoffe können die Zinkaufnahme hemmen). Zinkgehalt verschiedener Zinkverbindungen
  • Eisen: Eisen begünstigt Freie Radikale. Es ist prinzipiell mit Vorsicht zu betrachten. Besonders hochwertige Nahrungsergänzungen enthalten aus diesem Grund kein Eisen. Eine starke Menstruation kann jedoch zu einem Eisenmangel führen und eine Ergänzung rechtfertigen. Natürliche Quellen (z.B. Chlorella) sind vorzuziehen.
  • Vitamin C: Raucher benötigen zusätzliches Vitamin C. Auch für Sportler und Krebspatienten empfehlen sich mehrere hundert Milligramm dieses Antioxidans. Zu empfehlen sind ausschlieŸlich „natürliche“ Produkte.
  • Q10: Die Vitamine C und E sowie Selen sind bekannte Antioxidantien. Gegen den besonders hohen oxidativen Stress bei Sportlern und Krebspatienten empfiehlt sich zusätzlich Q10.
  • B-Gruppe: Ein Mangel an B1 ist wahrscheinlich. Ansonsten steht bei den B-Vitaminen im Mittelpunkt, wie der Körper mit ihnen verfährt: er speichert sie nicht. Mit einer regelmäŸigen Ergänzung kann man die gleichmäŸige Versorgung sichern. Das Angebot ist besonders breit gefächert (von 2 bis 100 Milligramm). Eine Überdosierung ist selten, aber die Vitalstoffe wirken in der Gemeinschaft, das heiŸt jede Zusatzgabe, ob benötigt oder nicht, verändert etwas im Gesamtgeschehen. Dosierungen im unteren Bereich sind deshalb vorzuziehen. Geistige Tätigkeiten steigern den Bedarf. Bei Übergewicht sind die B-Vitamine (zur Vorbeugung gegen Diabetes) prinzipiell zu empfehlen. Hervorzuheben: Vit. B12. Erstens benötigt man es nur in sehr kleinen Mengen, zweitens ist es nur in tierischen Nahrungsmitteln enthalten (eventuell ein Problem für Vegetarier?) und drittens wirkt es an sehr zentralen Abläufen des Körpers mit.
  • Für alle nicht genannten Vitalstoffe gilt, dass ein Mangel zwar möglich, aber weniger wahrscheinlich ist. Trotzdem hier einige Bemerkungen dazu.

Warnung

Bei Erkrankungen können ergänzte Vitalstoffe zum Problem werden. Dies betrifft z.B. Jod (bei bestimmten Erkrankungen der Schilddrüse) oder Citrate (bei HIT) oder Eisen. Die entspr. Informationen sind unter der jeweiligen Krankheit ersichtlich. Auch hier nicht genannte Vitalstoffe können zum Problem werden, z.B. Kupfer bei Morbus Wilson. Bei gestörten Ausscheidungsfunktionen (z.B. der Nieren) sind Ergänzungen besonders vorsichtig zu betrachten.

Dosierung

Bei den Mineralstoffen ist es günstig, den empfohlenen Werten möglichst nahezukommen. Wenn der Inhalt der Tablette nicht mit der gewünschten Dosis übereinstimmt, hilft evtl. die Häufigkeit: 3 Pillen a 100 mcg pro Woche (zum Beispiel) entsprechen 43 mcg pro Tag. Für die Dosierung von Pulver ist ein Messlöffel hilfreich (siehe Forumsbeiträge).

Dauer der Einnahme

Die Nahrungsergänzung soll dauerhaft vorhandene Lücken in der Nahrung schlieŸen. Die Einnahme erfolgt deshalb ohne zeitliche Begrenzung.

Zeitpunkt der Einnahme

Sofern nicht anders festgelegt, erfolgt die Einnahme der Nahrungsergänzung zu den Mahlzeiten, möglichst gleichmäŸig verteilt.

Mehr als Vermeidung eines Mangels?

Es gibt Ambitionen bzw. Interessengruppen, die mit der Nahrungsergänzung wesentlich mehr erreichen wollen als die Vermeidung eines Mangels. Z.B. ein längeres Leben. So eine Nahrungsergänzung geht über die hier beschriebenen Wirkstoffe weit hinaus und stellt auch an die Nahrung hohe Ansprüche. Als Beispiel seien die „Extensionisten“ genannt, eine amerikanische Initiative, die in deutschen Landen praktisch unbekannt ist (Diskussion siehe Forumsbeiträge).

Forumsbeiträge

Wiki-Links

Weblinks

Shops und Info:

Wissen zu NEM’s:

Literatur

Zitat: „Der Autor beschreibt in diesem Buch wie Menschen durch natürliche oder pflanzliche Mittel Krankheiten vorbeugen oder ausheilen können. […] Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Medizin an ihre Grenzen stöŸt oder z.T. unnütze oder unsinnige Behandlungen aus rein wirtschaftlichem Interesse vornimmt. Es geht dabei schon lange nicht mehr um den Patienten und dessen Wohlergehen. Selbst die Diagnosen sind auffallend häufig fehlerhaft, was durch Autopsien an verstorbenen Patienten untersucht und dokumentiert wurde. […] In diesem Buch finden sie Behandlungsmöglichkeiten insbesondere für häufig vorkommende Erkrankungen in unserer Gesellschaft so etwa Wohlstandskrankheiten wie Gicht, Arthritis, Arthrose, Osteoporose Rheuma, Bluthochdruck, Asthma, Krebs, usw.. Diese können durch die dargestellten Mittel behandelt und somit gemindert bzw. ausgeheilt werden.“
Siehe auch: Leseproben des Buches
  • Earl Mindell: Die neue Vitamin-Bibel (Heyne Verlag 2007) ISBN 9783453660175
  • Handbuch Nähr- und Vitalstoffe, Dieter Henrichs, Constantia Verlag, ISBN: 3-9806325-0-4
Anwendungstipps und Praxiswissen zur Vorbeugung und Behandlung gesundheitlicher Beschwerden. Mit ausführlicher Beschreibung vieler orthomolekularer und phytotherapeutischer Substanzen. Download-Version

Autor: Wero

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