Zusammenhang zwischen Interstitieller Zystitis (IC) und HIT

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https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00092-015-0883-y.pdf

Histamin bzw. Abbaustörungen von Histamin können zu vielen ganz unterschiedlichen Beschwerden führen. Hier wird von einem Zusammehang zwischen Interstiteller Zystitis (IC) und einer Histaminintoleranz gesprochen.

... Die Hypothese ist, dass ein Cross-Talk zwischen Afferenzen des Gastrointestintesinaltrakts und der Blase stattfindet. Bekanntermaßen spielt Histamin eine entscheidende Rolle im Rahmen der neurogenen Inflammation, die bei IC vermutet wird. Bei Reizdarmpatienten wurden – je ausgeprägter die Patienten Schmerzen hatten − aktivierte Mastzellen in der Nähe der Kolonnerven entdeckt. Inzwischen wurde bei Mäusen nachgewiesen, dass Histamin alleine chronische Beckenbodenschmerzen auslösen kann.
Aus diesen Ergebnissen entstehen neue Therapieoptionen, die in der Erfahrungsmedizin schon lange Zeit zum Einsatz kommen: Laktobazillen können die „tight junctions“ reparieren, Präbiotika sorgen für ausreichend Butyrat – Hauptenergiequelle für Enterozyten –, Escherichia-coli-haltige Probiotika beeinflussen den Toll-Like-Rezeptor 4 (TLR-4) auf den Immunzellen und sorgen für eine Zytokinfreisetzung; dasselbe gilt für Autovaccine aus Escherichia coli der Stuhlflora. Schon lange ist bekannt, dass eine TLR- 4-Aktivierung zu chronischem Schmerz führt. Das konnten Forscher des Multidisciplinary Approach to the Study of Chronic Pelvic Pain (MAPP) Research Network auch bei IC-Patientinnen bestätigen (https://www.niddk.nih.gov/news/archive/2016/multidisciplinary-approach-study-chronic-pelvic-pain).

Zusätzlich zur Darmsanierung kam bei den Patientinnen, die eine vaginale Dys- biose hatten, eine lokale Therapie mit Aromaölen und Laktobazillen zum Einsatz.

Dr. med. Elke Heßdörfer
Blasenzentrum Westend Reichsstr. 1, 14052 Berlin E-Mail: info@blasenzent- rum.de Facharztpraxis für Urologie – Blasenzentrum Westend – Berlin

Grüsse,
Oregano
 
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