Ziel des Codex alimentarius: wirkungslose Dosisgrenzen

Clematis

Hallo,

eine gute Erläuterung, wie die Begrenzung der Dosis bei Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen u.v.m. bei Nahrungsergänzungsmitteln durch den Codex alimentarius verbunden mit Desinformation zu minderwertiger Ernährung und so zur Entwicklung von Krankheiten führt. Folge ist die Steigerung der Gewinne der Pharma. Es darf z.B. nicht bekannt werden, daß Vitamin C in höherer Dosierung Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugt bzw. sogar heilen kann - ein Bereich, der für die Pharma die höchsten Umsätze erzielt. Auch die Einführung der gentechnisch manipulierten Nahrungsmittel ist Ziel des Codex alimentarius.



Gruß,
Clematis
 
Beitritt
23.04.06
Beiträge
4.319
Hier ein Bericht, der alle Seiten beleuchtet.

Der »Codex Alimentarius«: Nahrungsmitteldiktatur oder reine Verschwörungstheorie? - Kopp Online

Was stimmt? – Die Fakten

Auf der offiziellen Internetpräsenz des Codex CODEX Alimentarius: Home erfährt man eine Fülle an Fakten. Sämtliche Codex-Standards und -Richtlinien werden auf dieser Website veröffentlicht. Das Downloaden ist kostenlos. Gedruckte Veröffentlichungen und CD-ROM sind zu einem Selbstkostenpreis erhältlich. Von Geheimniskrämerei ist, jedenfalls für mich, nichts zu erkennen.
Allerdings gibt man auf der Website zu: »Der Codex arbeitet im Hintergrund – um Gesundheitsprobleme der Konsumenten zu vermeiden und um gerechte Praktiken im Nahrungshandel zu sichern (…) Konsumentenorganisationen sind sehr an der Arbeit des Codex interessiert und nehmen aktiv an den Treffen teil.« (9)
Demzufolge schreibt auch Michael Hauck vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: »Die Sitzungen der Codex-Alimentarius-Kommission und ihrer Fachgremien sind öffentlich. An den Beratungen der Komitees und der Codex-Alimentarius-Kommission können grundsätzlich auch Nichtregierungsorganisationen als Delegationsmitglieder teilnehmen. Dies erfolgt, um die Transparenz der Arbeiten und die Einbringung berechtigter Interessen zu gewährleisten. (…) Bestrebungen, die Richtlinien des Codex Alimentarius ab dem 31. Dezember 2009 international für rechtlich verbindlich zu erklären, sind hier nicht bekannt und entbehren nach hiesiger Einschätzung jeglicher Grundlage.« (10)
Tom Heilandt, Senior Officer des Codex Secretariat, zu den Anfeindungen: »Die Verschwörungstheorien rund um den Codex begannen zu wuchern, als eines unserer Komitees sich daranmachte, Richtlinien in Bezug auf Höchstwerte für Vitamine auszuarbeiten. Das brachte all diejenigen auf, die glauben, dass hohe Dosen von Vitaminen, Mineralien und anderen Substanzen buchstäblich alles heilen und dass die Pharmaindustrie den Codex benutzt, um diese Stoffe zu verbieten.

Zum einen entsprechen die Anschuldigungen nicht den Tatsachen und lassen sich leicht durch die Berichte widerlegen, die Sie auf unserer Website finden (…) Was diese Personen nämlich nicht sagen, ist, dass sie von Spenden leben, und Spenden sprudeln stärker, je haarsträubender die Behauptungen sind und je mehr Angst man den Menschen macht – insbesondere denen, die Krankheiten fürchten oder bereits erkrankt sind (…)« (11)
Fakt ist auch, dass die vermeintlich als Giftstoffe gehandhabten Vitamine vom Codex nicht als Toxine, sondern als Nahrungsmittel deklariert werden. (12) Auch die Behauptung von Kritikern, der Codex wolle Heilkräuter und Heilpflanzen gänzlich verbieten entbehrt jeglicher Grundlage. Tatsache ist, das Thema wurde fallengelassen und der Jurisdiktion der Länder unterstellt. (13)


Der Codex ist dennoch mit Vorsicht zu genießen
Aber die Kritiker irren sich nicht in allen Punkten. Die Wahrheit liegt – wie so oft – in der Mitte:
– Denn die Sicherheit gentechnisch veränderter Lebensmittel wird gegenwärtig von einer Arbeitsgruppe der Codex-Kommission diskutiert, »was im schlimmsten Fall tatsächlich in einer auch für Europa verbindlichen Aufhebung der Kennzeichnungspflicht münden könnte«. (14)
– Ebenso wurde mit den »»General Guidelines on Claims«, die 1991 überarbeitet worden sind, bereits beschlossen, dass ein Nahrungsergänzungsmittel nur dann auf seinen gesundheitlichen Nutzen verweisen darf, wenn dieser gemäß Punkt 3.4 der »General Guidelines on Claims« durch die Codex-Standards erwiesen ist – und zwar ausschließlich durch die Codex-Standards und ohne Hinzuziehung einer weiteren Quelle. Dies könnte sich auf längere Sicht durchaus als eine Schlinge um den Hals alternativer Behandlungsmethoden erweisen. (15)
– Die »Food Supplements Directive« ist ab dem 31. Dezember 2009 für alle EU-Mitgliedsländer verpflichtend. (16)
– Die zulässigen Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel sind ab diesem Datum ebenfalls auf eine Positivliste der European Food Safety Agency (EFSA) beschränkt. (17)
– Ebenso sind Höchstgrenzen für Vitamine und andere Nährstoffe in der Planungsphase. (18)
Das sind also die Fakten, die den vielen Verschwörungstheorien gegenüber stehen.
Dennoch ist man gut beraten, den Codex mit wachen Augen betrachten, denn die Richtlinien könnten erst der Anfang einer Entwicklung sein, wie sie die Verschwörungstheoretiker schon jetzt, wenn auch in stark übertriebener Weise, vorwegnehmen.
 

mehr

mehr

mehr

mehr

Clematis

Hallo,

empfehle sich den Autor dieses Artikels Michael Grandt mal genauer anzusehen:
Fachberater für die Themenbereiche Wirtschaft, Finanzen und Zeitgeschichte; Mitarbeit an zahlreichen Fernsehreportagen u.a. für BBC, Channel 4, ORF, RTL, SAT 1 und PRO 7
MichaelGrandt.de
Er schwafelt in dem Artikel über Öffentlichkeit u.ä.m., aber auf die harten Fakten von Dosierungen u.a.m. geht er gar nicht ein, wohl weil er davon auch nichts versteht.

Als Vertreter der Mainstreammedien kann er diesen wohl kaum widersprechen... :eek:) zumal die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ebenfalls von viel zu niedrigen Dosierungen ausgeht, da sie die Nährwerte noch auf der Basis von vor 100 Jahren berechnet, als die Böden noch weitgehend intakt und für die Pflanzen nährstoffreich waren.

Wer sich mal mit Orthomolekularmedizin auseinandergesetzt, wird schnell merken, daß die von der EU/Pharma durchgesetzten Höchstdosierungen im Krankheitsfalle nichts bringen, meist reichen sie noch nicht einmal als Erhaltungsdosis für den täglichen Bedarf, weil unsere Nahrungsmittel schon lange nicht mehr so viel davon enthalten, wie es früher der Fall war, was die DGE aber behauptet.

Öffentlichkeit mag bei den Gremien gegeben sein, die letzten Entscheidungen werden aber nicht öffentlich getroffen und bei diesen ist die Pharmaindustrie mit ihrem Lobbyismus und Vertretern immer der ausschlaggebende Faktor, nicht die Verbraucherverbände, die regelmäßig überstimmt werden.

Gruß,
Clematis
 
Beitritt
23.04.06
Beiträge
4.319
Da stimme ich dir zu, Clematis.

Dann diese Seite, die das auch etwas anders sieht.

Codex Alimentarius

Einige regierungseigene Behörden, wie die Therapeutic Goods Administration (TGA) in Australien, haben offiziell bekannt gegeben, dass die Vitamin- und Mineralstoffrichtlinie des Codex in ihrem Land nicht wirksam werden wird. Zum Beispiel heißt es bei der TGA, dass

"die vorgeschlagenen Codex-Richtlinien für Vitamin- und Mineralstoff-Nahrungsergänzungsmittel in Australien nicht zur Anwendung kommen werden und auch keine Auswirkungen auf die Verfahren haben, nach denen in Australien solche Produkte reguliert werden."4
Dann sollten sich die Gruppierungen in unserem Land einmal zusammentun und zusehen, dass auch bei uns solche Richtlinien nicht zugelassen werden. Erst vor kurzem war eine Sendung in Phonix, in der es um Vitamine und Mineralien ging. Leider, wie so oft, eine einseitige Aufklärung.
Es gibt viele Menschen, die Mineral und Vitaminmängel haben, alleine schon durch Erkrankungen, die der modernen Gesellschaft geschuldet sind und durch ein Fehlverhalten welches den Kindern bereits anerzogen wird.
Alleine in meinem Bekanntenkreis, indem ich einigen empfohlen habe, eine Vollblutuntersung machen zu lassen, kamen jedem, bei mindestens vier Werten schlechte bis sehr schlechte Ergebnisse raus. Vitamin D, Selen, Zink, B12, Molybdän, waren gängig zu niedrig bis sogar lebensbedrohlich, bei einer älteren Frau usw.

Ein Verwandter von mir liegt im Krankenhaus, die zweite Herz-OP. Er ist abgemagert, fast bis auf die Knochen, konnte über Wochen kaum mehr richtig Essen und Trinken. Aber niemand in dem Krankenhaus kommt auf die Idee, den Vitamin- und Mineralstoffhaushalt testen zu lassen, um zu sehen, ob man ihn hier unterstützen kann. Ich habe versucht, seiner Frau das zu erklären, aber sie hat hier bereits eine feste Meinung, die auf alten Ernährungslehren aufgebaut ist. Vitamin D kommt von der Sonne reichlich genug, Vitamine und Mineralien, da braucht man nicht viel. Eine Kiwi reicht da schon aus usw.

Grüsse von Juliette
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben