Wurzelfüllungen und tote Zähne

konfus

undHallo,

ich denke, das sollte ich hier veröffentlichen.

Vorgeschichte:
nach etlichen Therapien zwecks meines kranken Immunsystems, die immer nur vorübergehend oder gar keinen Erfolg zeigten, hat mein Arzt eine kinesiologische Testung zwecks Störfeldes im Körper gemacht. Es zeigte sich, dass ich im gesamten Unterkiefer Entzündungen habe, unter den Implantaten und unter einer uralten Brücke. Jahrelang lag ich meinem Zahnarzt mit Schmerzen und Taubheitsgefühl in meiner linken Gesichtshälft, besonders aber im unteren Bereich des Kiefers und den Lippen, in den Ohren, seltsamerweise genau bis zur Hälfte, unternommen hat er nichts, mit der Begründung, das Röntgenbild zeigt nichts auf.
Ich suchte mir einen anderen, ganzheitlichen Zahnarzt, der entfernte mir erst die Brücke, dann zog er einen Zahn und siehe da, der war schon locker, das andere behandelte er mit hömöopthischen Spritzen, was nur bedingt half.
Er wollte mir unbedingt den anderen Zahn, der auch Probleme macht, überkronen, das wollte ich nicht.
Dann kam die Überraschung, so nach und nach verbesserte sich mein Immunsystem, erst war ich skeptisch, hatte ich ja immer mal Wochen, wo ich hoffnungsvoll an die Besserung glaubte und immer wieder kam ein Rückfall. Aber es ist jetzt fast ein halbes Jahr her, es ging und geht mir immer besser. Ich bin jetzt wieder in der Lage, fast 1 Std und manchmal mehr, spazieren zu gehen. Ich bin mir sicher, die letzten Beschwerden werden auch noch verschwinden, den da ich mit dem Zahnarzt nicht zufrieden war, ging ich zu einem anderen, den ich schon von früher kannte.

Ich habe erstmal einen Allergietest zwecks Materialien machen lassen, auf Silber und Amalgan bin ich hochallergisch, Amalgan habe ich schon lange nicht mehr. Dann wird der noch vorhandene Zahn nach der Brücke mittels Mikroskop im Februar gefüllt, da wird jede Wurzelspitze bis in die kleinsten Enden desinfiziert und gefüllt und der Zahnarzt versicherte mir, dass es mir mit Sicherheit noch ein bischen besser gehen wird. Anschließend werde ich mit einer Brücke versorgt. Desweiteren wird er einen Backenzahn entfernen, wurzelgefüllt, der mir zwar noch nie Probleme gemacht hat, aber er meinte, gerade dieser Zahn belastet mich und erhöht die Gefahr nochmal an Brustkrebs zu erkranken. Dann sind alle alten Wurzelfüllungen nach herkömmlicher Art die mich so krank gemacht haben, entfernt, ich habe keine mehr.
Den Test musste ich selber zahlen, 200 Euro, die Spezialfüllung muss ich auch selber zahlen, ca. 300 Euro, letzeres ist aber mit meiner Profilaxe Zusatsversicherung voll abgedeckt, auch für den Zahnersatz habe ich eine Zusatzversicherung und so sind die Kosten erschwinglich.

Implantate würde ich mir nie mehr setzen lassen, der Kiefer muss bei mir immer wieder behandelt werden.

Also nach vielen Jahren des fast dahin siechens und viel, viel Geld für Therapien, schätze mal, das ist mehr wie eine teuere Brücke, werde ich langsam wieder zum Menschen.

Und ganzheitlicher Zahnarzt ist nicht gleich ganzheitlicher Zahnarzt, auch da muss man genau hinsehen.

Hoffe, es macht den einen oder anderen Mut, bei langer Krankheit sich auch mal mit den Zähnen zu befassen. Es steht zwar überall geschrieben, was tote Zähne verursachen können, aber die normalen Zahnärzte sind dafür taub.

Gruß
Konfus
 
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wundermittel

konfus

Nachtrag: weil es an dieses Thema anknüpft

Es scheint so, dass auch die neuartigen Wurzelfüllungen per Mikroskop und desinfizieren der Wurzelspitzen, weder hilft noch gesünder ist wie die alten Wurzelfüllungen, ich wurde danach krank und kränker, seit Wochen habe ich keinen halbwegs guten Tag mehr erlebt. Und das bei einem ganzheitlichen Zahnarzt.
Der jetzige Zahnarzt meinte zwar nach der Behandlung dauert es einige Zeit bis der Zahn zur Ruhe kommt und stabil wird,aber ich und auch der andere Zahnarzt glaube das nicht mehr.

Es ist nur ein Problem, weil das ein Zahn ist, der noch einigermaßen das Provisorium halten soll, aber eine Wurzelspkitzenresektion lass ich bestimmt nicht machen und auch keine Implantate.

Also ich bin da wohl besonders empfindlich, vermutlich nicht jeder.

Gruß
Konfus
 
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Hallo konfus,

daß Wurzelfüllungen krank machen, hat Weston A. Price schon 1923 publiziert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dem ist bis heute nichts hinzuzufügen. Es dauert nur unterschiedlich lange, bis die betroffenen Patienten es merken.

Heutige Endospezialisten erhöhen die Kosten, können aber letztlich auch keine gesunde Wurzelfüllung machen. Selbst wenn sie mit Lupenbrille oder OP-Mikroskop einen vierten Kanal finden, den andere übersehen hätten, so können und werden sie niemals die tausenden kleinen Kanälchen erfassen und behandeln können.

Wenn Bakterien übrig bleiben, ist die Wurzelfüllung nicht dauerhaft haltbar. Wenn die Bakterien erfolgreich abgetötet wurden, dann ist auch der Kieferknochen vergiftet. Meistens wird der Kieferknochen geschädigt UND die Bakterien sind auch noch da.

Auch ich bin durch Wurzelfüllungen und Wurzelspitzenresektionen krank geworden und kann jedem nur dringend davon abraten.

LGZ
 
regulat-pro-immune

konfus

Hallo Zorro,
Danke für diesen Hinweis, ich hatte ja den Verdacht, dass der neu wurzelbehandelte Zahn an meiner wieder schlechter werdenden gesundheitlichen Verfassung Schuld war. Und mir ging es so gut nachdem der eine tote Zahn unter der Brücke gezogen wurde, aber nach der Wurzelbehndlung ist wieder alles vorbei, ich liege seit 3 Wochen fast ununterbrochen.

Aber ich war ich bei einem ganzheitlichen Zahnarzt der mir versicherte, diese Art der Befüllung wäre nicht schädlich. Ich habe ständig im Forum und auch im Netz nach Hinweisen dazu gesucht, ob diese Art der Wurzelbehandlugn nicht auch gesundheitsschädlich ist, hatte aber nichts gefunden und dann vertraute ich diesem Zahnarzt.

Also kann ich nur bei meinem nächsten Termin darauf dringen, diesen Zahn, der ja auch immer noch schmerzt, ziehen zu lassen. Keine Ahnung was ich dann bei dieser großen Lücke noch für Möglichkeiten einer Prothese habe, aber lieber keinen Zahn, oder eine sichtbare Lücke als so weiter dahinzusiechen.


Gruß
Konfus
 
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Hallo konfus,

3 Wochen liegen nach einer Wurzelfüllung ist nicht normal!!!

Der ZA, Wurzelspezialist, der meine 2 Wurzelfüllungen (Revisionen) gemacht hat, sagte, nach 3 Wochen müsse Ruhe sein, sonst geht es nicht mehr. Mir war damals mit dieser Aussage etwas unwohl, heute denke ich, er hatte Recht.

Bei einer Freundin, die ich dorthin geschickt hatte, gleiches (Klarinettistin, ebenfalls mit Frontzahn... eine Katasprophe! Der Hauszahnarzt hatte ihr Monate zuvor eine Wurzelfüllung mit einem "Maschinchen" ? appliziert). Ihr geht es seit Jahren gut.

Aber auch bei bester Versorgung wird niemand genau wissen, was sich im Inneren eines Zahnes usw. abspielt. Bei solch schweren Beschwerden wie deinen würde ich, wie Zorro und auch Malvorio es beschreiben, auf meine persönlichen Erfahrungen und Möglichkeiten zurückgreifen. Also:

Wenn kein "Spezialist" da ist, der innerhalb absehbarer Zeit helfen kann, ist ziehen lassen immer eine Option. Wahrscheinlich nicht die schlechteste. Nur am Rande: niemand garantiert dir, dass ein Spezialist dir nicht nebenbei eine einfache Füllung verhunzt.

Und wenn du keine "Ahnung" hast, was du "dann bei dieser großen Lücke noch für Möglichkeiten einer Prothese" hast, dann frag!!!

Nicht sicher über eine passende Antwort, aber:

Alles Gute, auch an Malvorio, und Grüße,
Dindi
 

konfus

Hallo Dindi,
ich wurde in der UniKlinik ausführlich über Prothesen beraten, aber alles lief daraus aus, dass der Zahn noch etwas halten sollte.Jetzt werde ich schon erfahren, wie sie ohne diesen Zahn gedenken weiter zu machen. Gefragt, was es da für Lösungen gibt, habe ich jeden, aber alle wollten auf biegen und brechen diesen Zahn erhalten und überkronen und dann eine teuere Teleskop Versorgung machen, teuer deswegen, weil auf der anderen Seite Implantate sind, die dann überkront werden müssten und das mit so einem Zahn, der sowieso wackelig ist.
In der Uniklinik haben sie mir ein Langzeitprovisorium empfohlen, das war wegen des unsicheren Zahnes, ob es dann auch noch geht werde ich erfahren.

Ich gehe keine Kompromisse mehr ein und kein noch so guter Zahnarzt kann mir eine noch so gute nicht gesundheitslichschädliche Methode vorstellen, ich mag nicht mehr.
Ich bin bettlägerig und mir ging es sooo gut als endlich der tote Zahn unter der Uraltbrücke gezogen wurde, innerhalb von Wochen erholte ich mich und mit der Wurzelfüllung sollte es lt. Zahnarzt noch besser werden, ja klar, jetzt bin ich ein Invalide.

LG
Konfus
 
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Hallo konfus,

ich habe lange überlegt, ob ich antworten soll und sinnvoll kann. Zu Teleskop... und Implantaten weiß ich fast nichts. Alles in allem klingt das auch für mich nicht gut.

Die finanzielle Seite, auch Ruhm und Ehre sowie die beliebte Ästhetik, sollte man, wie du schreibst, natürlich immer von 2 Seiten betrachten. Es gibt nie nur einen, der zahlt, sondern immer auch einen, der verdient. Bei mir ging es einmal bis zur "Nötigung" (mein RA), danach in die Psychosomatik...

Vor allem aber sind mir Erinnerungen an Episoden aus meine Kinder- und Jugendzeit gekommen - das ist ziemlich lange her und nun völlig subjektiv. In der Verwandtschaft war es normal, dass man früher oder später sogar ein Gebiss (eine Vollprothese) bekam oder hatte. Manchmal einfach glücklich, manchmal zuvor mit Heulen und Zähneknirschen. Aber dann war es ok. Zur Not wurde mit einem Messer eine drückende Stelle 'bearbeitet' bis das Ding passte. Ausdrücklich: Das soll keine Empfehlung sein!

Weil es für mich als Kind so beeindruckend war, doch noch eine Anekdote aus der Familie: Gelegentlich kam der verwitwete Großonkel Emil sonntags zu Besuch. Am Mittagstisch ließ er plötzlich sein Gebiss (ich habe es nie richtig sehen können) mit einem eleganten 'Schlipp' in der Jackett-Tasche verschwinden - um sich dann genüsslich dem Braten zu widmen und die Kochkünste meiner Mutter zu loben. Ich habe ihn einmal gefragt, warum er das macht. Er sagte, so schmecke es ihm besser. Er war glücklich. Und gesund.

Alles Gute, Dindi
 

konfus

Hallo Dindi,

ich bin jetzt wieder einen Schritt weiter, ich lag jeden Abend mit Fieber im Bett, die Gesichtshälfte mit dem wurzelbehandelten Zahn war rot, heiss und schmerzte bis zur Augenhöhle.

Ich habe tagelang gegrübelt und dann den Entschluss gefasst, der Uni Klinik abzusagen und mir nochmal in meiner Nähe einen Zahnarzt zu suchen, zum einen weil ich in der Uniklinik mit diesen Problemen wieder in eine andere Abt. gemusst hätte, zum anderen war ich mir auch sicher, dass jetzt Zeit ist diesen Zahn schnell zu entfernen.

Ich denke, jetzt habe ich Glück gehabt, eine junge Zahnärztin, die hat nicht lange rumgefackelt als ich ihr die Geschichte erzählte und den Zahn gezogen. Auch sie sagte, eine Wurzelbehandlung ist weder eine Garantie dass der Zahn hält, noch dass es keine Probleme mit der Wurzelbehandlung und sei sie noch so professionell mit Mikroskop und Desinfizierung, gibt.
Und vorher zeigte sie mir an einem Modell, das sie mir empfehlen würde, eine Schiene, in der man immer fehlende Zähne angliedern kann, von einer Teleskop Versorgung hielt sie in meinem Fall nichts, denn es können jederzeit neue Herde entstehen und ich weitere Zähne verliere, dann wäre die teuere Prothese jedesmal dahin. Ich könnte mir jederzeit Implantate leisten, ich bin gut zusatzversichert, ich halte nur nicht mehr viel davon und ich bin zu krank für solche Eingriffe, bei den vorhandenen Implantaten war ich noch 12 Jahre jünger, lag danach eine Woche mit Fieber im Bett und hatte lange Taubheitsgefühle im Kiefer. Sollten mir allerdings die Halterungen, Backenzähne, abhanden kommen, werde ich darüber nachdenken.
Ja und die größte Überraschung war , ein Zahn, der mir ständig schmerzte, ich es jedem Zahnarzt gesagt hatte, aber die ihn immer für gesund befunden hatten, den hat sie auf dem Röntgenbild als entzündet gesehen, der wird noch gezogen, da warte ich nicht mehr ab, ich weiss was sich da bei mir entwickeln kann.

Und als ich den Heil-und Kostenplan in den Händen hielt, war ich doppelt überrascht. Meine Kosten werden fast vollständig von Krankenkasse und Zusatzversicherung gedeckt, es ist eine günstige Lösung, aber bei mir ist es vorerst jedenfalls, das richtige. So eine Lösung bot mir kein niedergelassene Zahnarzt an, nur die teueren Prothesen und das mit einem unsicheren Zahn.

Mein Gesicht erhohlt sich langsam, die Schmerzen sind fast verschwunden, das Fieber auch. Und ich denke, jetzt bin ich endlich aus verschiedenen Gründen in guten Händen, die Wartezeit und Erreichbarkeit gehört für mich auch dazu.Und eine Zahnärztin, die etwas über das übliche hinaus denkt und nicht nur an Zusatzleistungen und den teuersten Prothesen.

Gesundheit ist wichtiger wie krankmachende, behandelte eigene Zähne. Bis zu einem vollständigem Gebiss ist es noch etwas hin, kann aber kommen.

Gruß
Konfus
 
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regulat-pro-immune
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