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Das sehe ich für mich auch so (wir hatten hier auch ab und an das Thema zwischendrin und sogar vor Jahren meine ich mal als Thread).Allerdings habe ich nicht täglich so ein intensives Säuberungsprogramm.
Ganz alte Leute bestimmt auch nicht, und ist doch bei einem Lebenswandel, wo man nicht täglich lange schwitzend arbeitet nicht notwendig, oder?
Aber wenn man von der offenbar ganz gut belegten These ausgeht, dass im Alter mehr Fettsäuren gebildet werden, die auf der Hautoberfläche zu dem dann "riechenden" Nonenal oxidiert werden, dann hätte das mit Schwitzen gar nichts zu tun.
Als offen sehe ich nach wie vor die Frage, wovon es abhängt, wie stark das bei einer Person auftritt. Welche Körperstellen davon mehr betroffen sind, scheint von deren Dichte an Talg- und ekkrinen Drüsen (eine bestimmte Art von Schweißdrüsen, die überall am Körper vorkommen) abzuhängen, siehe 2. Studie.
Einige Aussagen des Videos sind wohl ganz gut belegt (Kurz-Recherche), nur zu den konkreten Körperstellen lese ich da nichts, und es muss wohl nicht bei jedem auftreten:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11286617/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27362995/
Zu den beiden Studien (übersetzt jeweils mit DeepL.com, kostenlose Version), damit das nicht untergeht:
1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11286617/ - von 2001
Titel: "2-Nonenal, das kürzlich im menschlichen Körpergeruch entdeckt wurde, nimmt mit zunehmendem Alter tendenziell zu"
Aus dem Abstract, mit Hervorhebungen von mir:
Der menschliche Körpergeruch setzt sich aus verschiedenen Geruchskomponenten zusammen. In dieser Studie haben wir die mit dem Altern einhergehenden Veränderungen des Körpergeruchs untersucht. Der Körpergeruch von Probanden im Alter zwischen 26 und 75 Jahren wurde mittels Headspace-Gaschromatographie/Massenspektrometrie analysiert. 2-Nonenal, ein ungesättigter Aldehyd mit einem unangenehmen, fettigen und grasartigen Geruch, wurde ausschließlich bei älteren Probanden (40 Jahre oder älter) nachgewiesen. Darüber hinaus ergab die Analyse der Hautoberflächenlipide, dass Omega-7-ungesättigte Fettsäuren und Lipidperoxide ebenfalls mit zunehmendem Alter zunahmen und dass positive Korrelationen zwischen der Menge an 2-Nonenal im Körpergeruch und der Menge an Omega-7-ungesättigten Fettsäuren bzw. Lipidperoxiden in den Hautoberflächenlipiden bestanden. 2-Nonenal entstand nur dann, wenn Omega-7-ungesättigte Fettsäuren abgebaut wurden – (...). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass 2-Nonenal durch den oxidativen Abbau von Omega-7-ungesättigten Fettsäuren entsteht, und legen nahe, dass 2-Nonenal an der altersbedingten Veränderung des Körpergeruchs beteiligt sein könnte.
2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27362995/ - von 2016
Kostenlose Volltext-Vorschau, die da abbricht, wo es spannend wird ("Da die Emissionsflüsse beider Verbindungen bemerkenswert mit der Probenahmeposition variierten und der Nacken des Nackens als regelmäßige Probenahmeposition festgelegt wurde, wobei..."): https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S157002321630397X?via=ihub
Titel: "Messung von 2-Nonenal und Diacetyl, die von der menschlichen Hautoberfläche abgegeben werden, unter Verwendung eines passiven Flux-Sampler-GCMS-Systems"
Aus dem Abstract, mit Hervorhebungen von mir:
Es wird allgemein angenommen, dass ältere Menschen einen charakteristischen Körpergeruch haben, und bislang wurden bei japanischen Männern zwei chemische Verbindungen identifiziert, deren Konzentration sich mit zunehmendem Alter verändert: 2-Nonenal und Diacetyl. Um den Emissionsfluss dieser mit dem Alterungsgeruch in Verbindung stehenden Verbindungen über die Haut zu untersuchen, haben wir ein nicht-invasives Probenahmegerät entwickelt, das auf dem Konzept eines passiven Flussprobenehmers (PFS) basiert. (...) Der PFS wurde bei gesunden Probanden eines breiten Altersspektrums praktisch angewendet. Da die Emissionsflüsse beider Verbindungen je nach Probenahmestelle erheblich variierten, wurde der Nacken als standardmäßige Probenahmestelle festgelegt, da dort ein dichtes Netzwerk aus Talg- und Ekkrin-Drüsen vorhanden ist, die potenzielle Quellen für beide Verbindungen darstellen. Der Emissionsfluss von 2-Nonenal stieg sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Probanden mit zunehmendem Alter an, während der Fluss von Diacetyl in den Dreißigern am höchsten war und ab dem 40. Lebensjahr abnahm. Obwohl Diacetyl als Geruch von Männern mittleren Alters bekannt ist, zeigte diese Studie, dass der durch Diacetyl verursachte Geruch nicht spezifisch für Männer ist.
Immerhin gibt es also auch eine Geruchskomponente (Diacetyl), die mit zunehmendem Alter abnimmt