Wer kennt guten Arzt im Raum Braunschweig?

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09.12.04
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Hallo, Ihr Lieben,
habe KPU und Hashimoto und bin gerade dabei, meinen zweiten Versuch mit Depyrrol zu machen (der erste schlug wegen nicht auszuhaltendem Kribbeln in Armen und Beinen fehl). Jetzt habe ich zwar bei Dr. Kamsteeg so ein Monatsabo, wo man ihn mal anrufen kann. Lieber wäre mir aber ein Arzt in der Nähe, als alles immer per Telefon und Mail zu erledigen. In der Behandlerliste hier im Forum sowie von der KEAC gibt es ja einige Adressen, aber die Frage ist: Verstehen die auch was davon oder machen sie das überhaupt noch. Hat jemand im Raum Braunschweig (also z.B. Göttingen, Hildesheim, Berlin) gute Erfahrungen gemacht? Am liebsten wäre mir allerdings jemand, der auch Arzt ist.
Über Tipps wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Astrid
 
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18.05.07
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Hallo, ich habe auch KPU und Hashi und habe Anfang 2007 nach der Diagnose KPU eine Ärztin in Braunschweig gefunden, die KPU zwar nicht kannte, aber insgesamt sehr nett und sehr aufgeschlossen ist und sich mit dem von mir geliehenen Kamsteeg-Buch intensiv befasst hat: Frau Dr. Ilse Vorwerk-Braun, Praxisgemeinschaft (Kassenärztin) Moltkestraße.
Sie arbeitet teilweise auch mit Naturheilverfahren, ihr Mann ist ebenfalls als Arzt (Kinderarzt mit Privatpraxis) tätig und hat u.a.Homöopathie als Schwerpunkt.

Vielleicht hilft dir das weiter :) .

LG Claudia S.
 

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13.03.05
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Bei der Therapeutenliste vom KEAC ist ganz rechts ein Kreuz (unter Q wie qualifiziert), wenn ein Therapeut schon mal an einer vom KEAC veranstalteten Weiterbildung mit Dr. Kamsteeg teilgenommen hat, der hat dann vielleicht schon mehr Ahnung.
 
Themenstarter
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09.12.04
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Hallo, Claudia,
das hört sich ja gut an. Meine Ärztin hat zwar selbst Hashimoto, war aber nicht bereit, sich in das Thema HPU einzulesen. Schade eigentlich, aber da kann man nichts machen. Gibt es so wenig HPU-Patienten oder woran liegt es?? Konnte Sie Dir denn helfen bei der Behandlung, bzw. hat es was gebracht??
Vielen Dank für den Tipp und schöne Grüße
Astrid
 
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18.05.07
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Hallo Astrid,

sie kennt sich sehr gut mit Hashimoto aus und vor allem kommt sie generell nicht gleich mit Hammermitteln, sondern gibt erst einmal z.B. Selen bei Hashi eine Chance. Bei vielen soll sich das dadurch schon normalisieren. Warten wir es ab :) .
Außerdem hat sie ein Netzwerk von ausgezeichneten Fachärzten aufgebaut. Bisher waren alle Tips von ihr ein Volltreffer, egal ob es sich um Hämorrhoiden, Hashi, ambulante OP oder sonst etwas handelt. Und ich bin wirklich sehr wählerisch :) .

Ich weiß erst seit Januar definitiv, dass meine Kinder und ich KPU haben. Das mit dem Hashi kam nur zufällig heraus, weil der Kamsteeg darauf hingewiesen hatte, dass bei KPU überproportional häufig bestimmte Begleiterkrankungen auftreten, die man abchecken lassen soll.
Beschwerden habe ich noch keine vom Hashi und die Antikörper halten sich in Grenzen bei sonst normalen fT3 und fT4-Werten, aber erhöhtem TSH.

Insofern steckt die KPU-Behandlung bei uns noch in den Kinderschuhen, auch wegen unserer multiplen Unverträglichkeiten, die eine Therapie sehr schwierig machen und Kombiprodukte wie Kryptosan und Depyrrol gleich disqualifizieren.

Im Grunde ist es ein Herumprobieren, wobei einem ein Arzt - mal abgesehen von wirklichen Spezialisten wie Kamsteeg etc. - in meinen Augen ohnehin nicht sehr hilfreich ist. Nicht ohne Grund habe ich erst einmal wochenlang im Forum, im Netz und in Büchern gelesen, um Fehlschläge möglichst zu minimieren und eine eigene Strategie zu entwickeln.
Besonders die Erfahrungsberichte aus diesem Forum waren eine große Hilfe, danke an alle fleißigen Schreiber!!!

Ich denke, wenn Du ebenso fleißig gelesen hast und entsprechend Deiner Erkenntnisse und Erfahrungen mit den bisherigen Therapieversuchen die richtigen Schlüsse ziehst, kommst Du vermutlich auch eine Weile oder sogar komplett alleine klar. Du kennst Deinen Körper und seine Reaktionen am besten und wenn es Probleme gibt, hat Frau Braun immer ein offenes Ohr und Tips parat.
Es gibt eben bei KPU kein verallgemeinerbares Therapiekonzept und es ist schon toll, wenn ein Behandler die Krankheit wenigstens kennt und einen nicht in die Psychiatrie schickt oder auslacht, so dass man dann freiwillig dorthin geht :) .

Meine Tochter (11 Jahre) kommt mit P5P, Zink und Chrom gut klar, hatte auch gleich erste Erfolge in Form verminderten nächtlichen Bettnässens. Sie probiert jetzt reduziertes Glutathion von Thorne, um den Zitronensäurezyklus zu normalisieren (laut Kuklinski die einzige Chance, um wirklich langfristig Erfolg zu haben).
Außerdem bewirkt Glutathion, dass die zweite Phase der Leberentgiftung vernünftig abläuft, was auch sehr wichtig ist.

Insofern glaube ich, dass K. Recht haben könnte und da vielleicht auch bei vielen im Forum, die trotz jahrelanger Therapie nicht wirklich gut zu Potte kommen, die Krux liegt. Von Glutathion habe ich bisher im Forum nicht viel gelesen. Ich werde Euch meine Erfahrungen mitteilen.

Auch die Aminosäurendefizite werden generell meines Erachtens zu wenig berücksichtigt. Der Körper arbeitet quasi wie ein Fließband, und wenn auch nur ein Bereich massiv entgleist ist, kann kein vernünftiges Endprodukt, sprich Gesundheit, herauskommen!

Mein Sohn und ich sind extrem überempfindlich gegen fast alles und hatten massive Nebenwirkungen bei Chrom und B6 in Form von wochenlang starker Verschleimung, Asthma und Konzentrationsstörungen.
Wir haben generell große Probleme mit der Entgiftung, deshalb dauern die "Folgen eines Fehlschlags" auch immer so lange und wir trauen uns kaum noch an Neues heran.
Aber es bleibt uns nichts übrig. Nach der letzten Arbeit vor den Sommerferien geht die "Versuchsreihe" weiter, da sind Fehlschläge nicht so dramatisch.

Ich habe für fast 500 Euro hypoallergene Mittel wie P5P, Chrom, Zink, eininge Aminosäuren etc. von Thorne bei Centropa bestellt (kosten dort im Vergleich zur internationalen Apo nur gut die Hälfte).

Wir haben das jetzt bei einer HP mit Bioresonanz austesten lassen, was voraussichtlich verträglich sein wird. Leider sind gute Ergebnisse bei uns nicht immer auch ein Hinweis auf gute Verträglichkeit, manchmal schlägt das Ergebnis kurz nach der Einnahme zu schlecht um, aber dann haben wir auch schon Beschwerden. Nur bereits schlechte Ergebnisse vor der ersten Einnahme sind eindeutig.
Woran das liegt, weiß unsere HP auch nicht, ist ungewöhnlich.

Bei einer anderen HP haben wir mal mit einem Pendel austesten lassen, aber das konnten wir vergessen, da kamen eindeutig absurde Ergebnisse heraus. Bioresonanz ist bei uns immer noch das Beste.

Soweit für heute, ich hoffe, es hilft Dir weiter. Vielleicht möchtest Du uns auch Deine Erfahrungen mitteilen und dieses Forum bereichern :) .

LG Claudia
 

Kate

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16.11.04
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Hallo Claudia,

danke für den interessanten Bericht.

Claudia S. schrieb:
Sie probiert jetzt reduziertes Glutathion von Thorne, um den Zitronensäurezyklus zu normalisieren (laut Kuklinski die einzige Chance, um wirklich langfristig Erfolg zu haben).
Hast Du hier vielleicht einen Link? Ich werde auch bei Gelegenheit noch einmal in K.'s Fachbuch nachlesen.

Claudia S. schrieb:
Von Glutathion habe ich bisher im Forum nicht viel gelesen. Ich werde Euch meine Erfahrungen mitteilen.
Mit Satz 1 hast Du recht, und über Satz 2 freue ich mich...

Claudia S. schrieb:
Auch die Aminosäurendefizite werden generell meines Erachtens zu wenig berücksichtigt.
Dies berührt das Thema "Neurostress" bzw. Neurotransmitter, das hier - ein Stück weiter unten - kurz andiskutiert wurde, denn einige Aminosäuren (z.B. Tryptophan) sind Vorstufen zu Neurotransmittern. Und Verschiebungen im Neurotransmitterhaushalt können wohl recht deftige Probleme machen...

Gruß
Kate
 
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13.03.05
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Hallo Claudia,

die Aminosäuren werden schon berücksichtigt, man kann sich bei Laboren ein Aminosäurenprofil anfertigen lassen. Natürlich auf eigene Kosten, langsam kann das doch niemand mehr bezahlen.
 
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