Weiße kleine Punkte / Körner im Stuhl

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07.02.20
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Hallo zusammen,

seit mehreren Monaten habe ich nun bei jeden Stuhlgang kleine weiße Punkt im Stuhl (ca. 0,1 mm - 15-20 Stück).

Die Ernährung habe ich während dieser Zeit gründlich überprüft, damit keine Nüsse oder ähnliches gegessen wird, welches ähnlich aussehen könnte. In mehreren Laboren wurden auch schon Stuhlproben auf Parasiten eingeschickt, leider jedes mal ohne ein positives Ergebnis.

Bei der Stuhlprobe habe ich auch darauf geachtet, jedes mal mehrere weiße Punkte einzufangen.

Nun frage ich mich wie das sein kann?

Ist es möglich, dass dies ein seltener Parasit ist, welcher standardmäßig vom Labor nicht erfasst wird?

Bin wirklich ratlos.

Liebe Grüße
 
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Hallo mcdoubt,

hast Du denn Symptome, die auf Parasiten hindeuten? Welche?

Es gibt einige Gründe, warum diese weißen Punkte im Stuhl auftauchen könnten, die nicht unbedingt auf Parasiten hinweisen. Manchmal sind es unverdaute Nahrungsbestandteile, die auch ohne Nüsse oder Samen in der Nahrung vorkommen können, zum Beispiel durch Ballaststoffe oder bestimmte Fettverbindungen. Manchmal sieht man solche Punkte auch bei Gallensäureproblemen, wo unverdaute Fette weiße Punkte bilden können.

Einige Parasiten oder seltenere Mikroorganismen werden in Standardtests tatsächlich nicht erfasst. Es könnte sinnvoll sein, dich an ein spezialisiertes Labor zu wenden, das tiefergehende Untersuchungen für seltene Erreger anbietet. Alternativ könntest du einen Gastroenterologen aufsuchen, der gezielt nach anderen Ursachen sucht und eventuell eine gezielte Probeentnahme vornimmt.

Grüsse,
Oregano
 
Hallo Oregano,

seit diesem Zeitpunkt habe ich starke Symptome, welche zwar nicht alle typisch für den Parasitenbefall sind, aber in der Vergangenheit von verschiedenen Personen nach Behandlung mit einem Parasitenbefall in Zusammenhang gebracht werden konnten.

- Starke Übelkeit
- Verstopfungen
- Schwindel
- Teilweise Sehstörugnen
- MCS (Diese MCS Symptome verschwanden bei anderen Usern nach einer Behandlung von Leberparasiten)
 
Schwierig – aber es könnte durchaus Sinn machen, an eine Parasitenbelastung zu denken.

Eine Möglichkeit ist eine Parasitenkur nach Dr. Hulda Clark. Dabei geht es nicht um eine einzelne Pille, sondern um eine Kombination aus pflanzlichen Wirkstoffen, die den gesamten Lebenszyklus der Parasiten erfassen sollen.

Die klassische Clark-Kur besteht aus:
Schwarznuss (Black Walnut / Juglans nigra) – wirkt gegen ausgewachsene Parasitenformen im Darm und Gewebe.
Wermut (Artemisia absinthium) – zielt auf Larvenstadien ab.
Gewürznelken (Cloves / Syzygium aromaticum) – zerstören laut Clark die Eier und verhindern einen neuen Zyklus.

Die Einnahme erfolgt stufenweise:

Erst die Schwarznuss-Tinktur, um den Körper langsam an die Wirkstoffe zu gewöhnen.

Dann schrittweise Wermut und Nelken ergänzen, meist über 2–3 Wochen.

Viele wiederholen das kurweise (z. B. 1x jährlich oder bei Verdacht).

Wichtig ist, während der Kur auf eine gute Darmtätigkeit und ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten – damit gelöste Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden können.

Manche kombinieren das mit Leberunterstützung (z. B. Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke) oder mit einer leichteren Diät in dieser Zeit, um den Stoffwechsel zu entlasten.

Natürlich ersetzt das keine ärztliche Diagnostik – aber wer den Verdacht auf Parasiten hat, kann mit so einer pflanzlichen Kur erste Erfahrungen machen und beobachten, wie der Körper reagiert.

Grüsse,
Oregano
 
Danke, das werde ich mal testen.

Dennoch wundere ich mich etwas, da im Stuhl ja etwas sichtbar ist. Das sollte doch auch dem Labor auffallen... bin schon etwas verwundert über das Ganz.
 
Welche Parasiteneier sollen es sein, die sichtbar im Stuhl erscheinen?

Sichtbare Parasiteneier im Stuhl sind tatsächlich sehr selten – die meisten sind mikroskopisch klein. Nur Bandwurmglieder (Proglottiden) oder gelegentlich Wurmfragmente können mit bloßem Auge erkennbar sein.

In Europa sind solche Funde eher ungewöhnlich. Häufiger handelt es sich bei kleinen weißen Punkten um unverdaute Nahrungsreste, zum Beispiel Sesam-, Chia- oder Tomatensamen, auch Reiskörner oder Faserbestandteile aus Gemüse. Diese werden oft mit Eiern verwechselt, weil sie ähnlich aussehen.

Es gibt aber noch andere Erklärungen:
Fetttröpfchen (bei gestörter Fettverdauung oder Gallenschwäche)
Candida-Beläge oder Hefekolonien (bei Pilzüberwuchs im Darm)
Rückstände von Medikamentenkapseln oder Nahrungsergänzungsmitteln

Wenn der Befund öfter auftritt, kann man eine Stuhluntersuchung auf Parasiten und Pilze beim Labor veranlassen – die ist viel aussagekräftiger als Sichtbefunde.

Bei Verdacht auf Parasiten hilft manchmal auch ein Mikroskopfoto, um es besser einschätzen zu können.

Also: lieber genau hinschauen und nicht vorschnell an Würmer denken – vieles, was „verdächtig“ aussieht, ist harmlos pflanzlich oder ernährungsbedingt.
 
Das kann ich leider nicht beantworten.

Lediglich weiß ich, dass ich meine Ernährungsgewohnheiten seit Jahren nicht verändert habe. Weiße Punkte im Stuhl hatte ich in den letzten 10 Jahre nicht, außer ich habe bewusst Körner oder andere Lebensmittel gegessen.

Auch wenn ich mich eine Woche lediglich von Fleisch und Nudeln ernähre, sind diese Punkte sichtbar.
 
Die schulmedizinische Antwort auf Würmer, sollten es denn welche sein, wäre eben ein Versuch mit Albendazol und/oder Mebendazol.

Ob das funktioniert, weiß ich nicht. Wäre aber auch ein Versuch wert, falls Du jemanden findest, der es Dir verschreibt.
 
Diesbezüglich hätte ich nochmals eine Frage. Im Internet habe ich zur Behandlung des großen Leberegels folgende Behandlung gefunden:

Behandlung unkompliziert Hierzu werden Anthelminthika wie Praziquantel oder Albendazol beim Chinesischen und Kleinen Leberegel beziehungsweise Triclabendazol beim Großen Leberegel eingesetzt.

In Deutschland scheint es aktuell keine erwerbbaren Medikamente mit dem Wirkstoff Triclabendazol zu geben...

Angenommen ich nehme unabsichtlich die für den Menschen richtige Menge des Wirkstoffes zu mir, denkt ihr das ist unbedenklich? Der Wirkstoff ist ja genau der richtige.
 
Hallo,

ich denke, dass man damit ein unkalkuliertes Risiko eingeht. Neben dem Wirkstoff sind bei allen Medikamenten Zuschlagsstoffe vorhanden die zur Bindung und Haltbarmachung benötigt werden. Auch wenn das Schaf wie der Mensch ein Säugetier ist sind Stoffe, die dem Einen nichts ausmachen für den Anderen toxisch.
 
Hallo, ich denke da am ehesten an Bandwürmer im Zusammenhang mit den weißen Punkten.

Das Medikament Yomesan (Wirkstoff: Niclosamid) ist in Deutschland frei verkäuflich und wirkt gegen ein breites Spektrum an Bandwürmern. Vergleiche hier die Preise, in deutschen Internetapotheken ist das Mittel sehr viel günstiger.

Vorher würde ich persönlich aber die weißen Punkte konkret in einem Labor bestimmen lassen. Je nach Bandwurm sind nämlich unterschiedliche Dosen des Medikamentes notwendig. Außerdem kriegst du dann das Medikament von der Kasse bezahlt.

Der Wirkstoff Mebendazol (z.B. Vermox) wirkt meines Wissens nach nur gegen ganz bestimmte Bandwürmer, ist daher nur bedingt geeignet, es sei denn, du hast diese ganz bestimmten in deinem Körper.

Der Wirkstoff Albendazol hat den Vorteil, dass er auch Eier und Larven abtötet, nicht nur die Würmer selber. Ist aber sehr teuer.

Ferner: Es muss nicht unbedingt ein Bandwurm sein!

Liebe Grüße

andra1a
 

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