Ungeklärte Fragen

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Ich spiele mit dem Gedanken, ob meine Beschwerden (hauptsächlich Schwindel, Kopfschmerzen, Adrenalinschübe, extrem trockene Haut und Wassereinlagerungen in Finger und Füssen) u.a. auch mit einer Histaminintoleranz zusammemhängen könnten.

Dazu hab ich ein paar Fragen:

Ist es häufig, dass es einem am morgen besser geht, sofern man dann noch keine HI- haltigen Lebensmittel gegessen hat?

Sport soll ja auch Histamin freisetzen... stimmt das?

An alle weiblichen Betroffenen: wirken sich bei euch die Symptome einer HI in der 1. Zyklushälfte anders aus als in der zweiten?

Kann ich kurzfristig auch mit Antihistaminikas testen, ob ich eine HI habe? (es ist mir schon klar, dass für eine genauere Feststellung eine Eliminationsdiät angebracht ist)

Merci und Gruss,
Danny
 
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10.01.04
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Ich spiele mit dem Gedanken, ob meine Beschwerden (hauptsächlich Schwindel, Kopfschmerzen, Adrenalinschübe, extrem trockene Haut und Wassereinlagerungen in Finger und Füssen) u.a. auch mit einer Histaminintoleranz zusammenhängen könnten.

Dazu hab ich ein paar Fragen:
Ist es häufig, dass es einem am morgen besser geht, sofern man dann noch keine HI- haltigen Lebensmittel gegessen hat?
Da Schlaf ja ein starkes Antihistamin ist, kann ich mir das gut vorstellen. Evtl. hast DU auch morgens genügend Cortisol im Blut, das auch gegen Histaminreaktionen wirkt?

Sport soll ja auch Histamin freisetzen... stimmt das?
Nach meiner Erfahrung tut Sport in Maßen gut. Wenn er allerdings in Stress ausartet, dann dürfte auch Histamin freigesetzt werden, abgesehen davon, daß auch ein evtl. zu niedriger Blutzucker wieder für Histamin sorgt.

An alle weiblichen Betroffenen: wirken sich bei euch die Symptome einer HI in der 1. Zyklushälfte anders aus als in der zweiten?
Histaminausschüttungen sind auf jeden Fall mit der hormonellen Situation verbandelt. Wie genau, weiß ich nicht.

Kann ich kurzfristig auch mit Antihistaminikas testen, ob ich eine HI habe? (es ist mir schon klar, dass für eine genauere Feststellung eine Eliminationsdiät angebracht ist)
Du kannst ausprobieren, ob Dir Antihistamine helfen. Das ist individuell ganz verschieden und sagt deshalb nicht unbedingt etwas aus. Bei mir hilft ein Antihistamin (Loretadin) bei Heuschnupfen ganz gut; bei Lebensmittelreaktionen überhaupt nicht.
Was Du auch testen kannst, aber auch da sind die ERfolge verschieden, ist DAOSIN zu den Mahlzeiten.
Du schreibst es ja schon: eine Eliminationsdiät ist klarer, und dazu gehört auch ein Ernährungstagebuch.


Welche Symptome lassen Dich denn an eine HIT denken?

Grüsse,
Oregano
 

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08.11.10
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Hallo,

Ich spiele mit dem Gedanken, ob meine Beschwerden (hauptsächlich Schwindel, Kopfschmerzen, Adrenalinschübe, extrem trockene Haut und Wassereinlagerungen in Finger und Füssen) u.a. auch mit einer Histaminintoleranz zusammemhängen könnten.
Bei Schwindel, Kopfschmerzen und "Adrenalinschüben" denke ich sofort an eine Histaminintoleranz. Wassereinlagerungen werden im Zusammenhang mit Histaminintoleranz genennt, ich denke jedoch, dass es noch weitere Ursachen und nicht nur einen zu hohen Histaminspiegel hat. Bei trockener Haut denke ich an Zinkmangel.

Hast du dich mal auf KPU testen lassen?

Histamin und Adrenalin hängen zusammen. Soviel ich weiss, gibt Histamin das Signal zur Adrenalinausschüttung. Also erst wird Histamin freigesetzt und das führt zur Ausschüttung von Adrenalin und das Adrenalin stoppt dann die weitere Histaminfreisetzung. Dadurch ist man dann in Alarmbereitschaft mit erhöhtem Herzschlag aber man fühlt sich fitt und ist bereit zu rennen oder so.

Wenn aber was nicht stimmt mit Histamin und Adrenalin, also Adrenalin zu wenig und Histamin zu viel, dann geht der Körper in Alarmbereitschaft mit erhöhtem Puls und Herzschlag aber irgendwie fühlt man sich gar nicht gut, wenn die Wirkung des Histamins überwiegt. Ich hatte das mal gelesen, finde jetzt leider die Seite nicht.

Histamin und Sport. Leichte Körperliche Betätigung wie spazieren gehen oder langsames Radfahren hilft Histamin abzubauen. Kraftsport oder schnelles Laufen führt zu einer Histaminfreisetzung.

Wenn du mal wieder so einen "Histamin- Adrenalinschub" hast, kann man probieren kaltes Wasser in kleinen Schlucken zu trinken, leichte körperliche Betätigung oder ins Bett legen. Die 3 Sachen helfen Histamin abzubauen.

Grüsse
derstreeck
 
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22.04.14
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Danke für die Antworten, die schon mal sehr hilfreich sind.

Was ihr schreibt, passt eben schon sehr gut. Aber es ist dennoch schwierig, es zu beurteilen, da es auch hormonell sein könnte (siehe meine Threads zu Progesteron und SD). Und schliesslich hält auch noch alles zusammen, und man weiss nicht mehr, was denn nund das Huhn und was das Ei ist.

Aufgefallen ist mir das wegen dem Histamin gerade erst gestern. Ich habe ziemlich viel gegessen, und vieles davon war eine echte Histaminbombe. Zirka 2 Stunden nach dem Essen hatte ich dann starkes Herzklopfen, so dass ich kaum einschlafen konnte. Ich war hellwach, ziemlich überdreht. So nach zwei Stunden ist es dann abgeklungen.

Heute morgen fühlte ich mich bis 11 Uhr noch ziemlich gut, jetzt bin ich wieder etwas "Adrenalin-getrieben". Aber ohne dass ich was zu Mittag gegessen hätte.

Was bei mir allerdings eher untypisch wäre: Ich habe eine recht gute Verdauung. Hatte zwar häufig mal Magenbrennen und Magenprobleme, aber der Rest ist tiptop, also kein Durchfall und solche Spässe.

Rückblickend ist ein weiterer Hinweis für mich, dass ich mich mehrmals nach dem Training (nur beim Ausdauertraining) viel zu überdreht gefühlt habe (ähnlich wie bei einer Schilddrüsenüberfunktion, aber die Werte waren ok, das wurde getestet). Das hat mich stutzig gemacht, denn Sport hat mir sonst immer sehr gut getan.

Und ein weiterer Hinweis: In den Ferien hatte ich eine Woche lang Ruhe von den Symptomen. Und in dieser Woche habe ich mich eher ungesund ernährt, fast nur von Pommes und Burger oder Fish&Chips etc. Also keine Zitrusfrüchte, keine Tomatensauce und auch kein Käse wie sonst öfters. Erst in der zweiten Ferienwoche sind die Symptome zurückgekehrt, zum Zeitpunkt, als wir Abends meistens 1-2 Gläser Wein zum Essen getrunken haben. Zufall oder nicht? Wer weiss...

Also es könnte wirklich auch was ganz anderes sein, aber ich will jetzt jeder Idee mal nachgehen. Irgendwann muss ich mich doch auch wieder "normalisieren" :))
 
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08.11.10
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Was ihr schreibt, passt eben schon sehr gut. Aber es ist dennoch schwierig, es zu beurteilen, da es auch hormonell sein könnte
Das ist ja der Punkt, ob es hormonell bedingt ist oder was anderes, Das Hormon und Neurotransmitter Histamin ist bei vielen Sachen beiteiligt und bewirkt einige der Symptome. Es kann sein, dass du keine Abbaustörung hast, trotzdem kann es ein Histaminproblem sein.

Grüsse
derstreeck
 
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02.01.05
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Zu den Adranalinschüben fällt mir folgendes ein:
Es gibt Adrenalin und Noradrenalin. Beides sind sog "Stresshormone".

Da ich selbst stets zuviel Noradrenalin habe und dazu noch viel zu wenig von dem histaminabbauenden Enzym Diaminooxidase -DAO- (im Blutserum gut untersuchbar), habe ich mich mit beiden "Phänomenen" viel beschäftigt.
Ich habe wiederholt gelesen, dass Noradrenalin auch von dem histaminabbauenden Enzym Diaminooxidase mitabgebaut wird.
Daraus folgere ich, dass jemand, der viel Histamin hat und dann viel von dem histaminabbauenden Enzym DAO verbraucht, dann zuviel Noradrenalin hat, weil die DAO für beides zusammen dann nicht mehr ausreicht.

Aber man sollte, wenn man Erhöhungen der Stresshormone hat, sich auch vorsorglich beim Endokrinologen auf neuroendokrine Tumore untersuchen lassen. Denn die Stresshormone gelten auch als Tumormarker für das Phäochromozytom und teils für Paragangliome (bei letzteren soll nur Noradrenalin -wie bei mir- erhöht sein und bei mir ist denkbar, dass ich auch Paragangliome habe, was noch untersucht wird).

Bei mir ist auch Histamin im Blut oft erhöht:
Im Heparin-Vollblut stets um das mind. 2-fache und im EDTA-Plasma mal um das 40-fache und dann kann es im EDTA auch wieder ganz unauffällig sein.

Hinweisen möchte ich noch, dass bei hohen Histaminwerten auch Karzinoide der Lunge und des Magens vorliegen könnten.
Ich selbst hatte ein Lungenkarzinoid, ein weiteres ist nicht ganz ausgeschlossen, da es Zeichen im CT dafür gibt. Meine Histaminwerte haben sich nach der Karzinoidentfernung nicht verändert.
Bei mir ist also unklar, ob die Histaminproblematik von neuroendokrinen Tumoren kommt oder ob ich sie davon unabhängig habe (vielleicht ist auch denkbar, dass viel Histamin die Entstehung solcher Tumore fördert? Das ist meine Vermutung).

Lg
margie
 
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22.04.14
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Liebe Margie

Danke für deine Inputs.

Ein Karzinom wäre bei mir wohl eher unwahrscheinlich, da meine Körpertemperatur meist unter 36 Grad ist. Bei einem Karzinom hat man meist erhöhte Temperatur, aber kaum tiefe Tempi.
Ein anderer Tumor könnte natürlich schon in Frage kommen. Aber ganz ehrlich...wenn ich sowas meinem HA sage, dann bin ich ab sofort der Hypochonder vom Dienst. Mal schauen, ob er von selber drauf kommt.
 
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02.01.05
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Hallo daenerys,

ich sprach von einem Karzinoid, nicht von einem Karzinom.

Karzinoide sind neuroendokrine Tumore, die öfters auch mal gutartig sein können - je nach der Lokalisation.
Karzinoide können teils sehr langsam wachsen. Meines konnte man ca. 10 Jahre zurück verfolgen.
Karzinoide der Lunge und des Magens setzen oft Histamin frei.

Karzinom ist hingegen die Bezeichnung für Krebs, d.h. etwas, was immer bösartig ist.

lg
margie
 
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22.04.14
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gut, dann hab ichs missverstanden.
Wie gesagt, wie kommt man denn normalerweise auf sowas? Leider heisst mein HA nich Dr. House...
 
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02.01.05
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Wie gesagt, wie kommt man denn normalerweise auf sowas? Leider heisst mein HA nich Dr. House...
Zunächst sind Karzinoide relativ selten.
Bei mir war es so, dass es über 10 Jahre gedauert hat, bis ein im MRT der Lunge wiederholt dargestellte Raumforderung ernst genommen wurde,wobei hinzu kam, dass in einzelnen MRT´s dies auch öfters übersehen wurde.
Da haben einige Ärzte geschlampt.

Erst als ich wegen erhöhter Tumormarker nicht locker ließ, wurde weiter nachgesehen.

Da ich immer so hohes Histamin hatte und da ich gelesen hatte, dass Karzinoide Histaminerhöhungen machen können, informierte ich mich über Karzinoide und stellte fest, dass ich auch einige typische Beschwerden hatte und dazu noch z. B. den beschriebenen Mangel an Niacin hatte.
Ich hatte daher zunehmend den Verdacht, dass ich so etwas haben könnte und musste dann auch erst noch Ärzte finden, die das ernst nahmen.
4 Onkologen hatten vorher noch versucht, meine Tumormarker schön zu reden.

Ich kann von Glück sprechen, dass es kein bösartiger Tumor war. Aber andererseits wachsen bösartige Tumoren auch viel schneller und vielleicht wäre das Ding dann doch irgendwann ernst genommen worden.

Wie gesagt, Karzinoide sollen selten sein. wenngleich ich vermute, dass solche zu vielleicht 80 % gutartigen Tumore oft unentdeckt bleiben und die Betroffenen dann an den Folgeschäden wie Herzproblemen sterben.

Adrenalinerhöhungen kann auch die Folge eines COMT-Gendefektes sein.
Hier im Forum wird über die Gendefekte des COMT-Enzymes öfters geschrieben. Gebe mal COMT in die Suchfunktion ein.

Vermutlich ist eine Störung der COMT wahrscheinlicher wie ein Karzinoid oder ein anderer neuroendokriner Tumor.

Wenn Du Probleme mit Adrenalin hast, wäre der Besuch beim Endokrinologen noch eine sinnvolle Sache. Der kann im 24h-Urin und im Blutplasma die Metanephrine und Adrenalin, Noradrenalin untersuchen, um bestimmte neuroendokrine Tumore auszuschließen.

Lg
margie
 
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22.04.14
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Liebe Margie

Vielen Dank, dass ich an all deinen Recherchen teilhaben kann. Ich schätze das wirklich sehr. Vermutlich hätte ich Stunden im Internet surfen müssen, um überhaupt darauf zu kommen.

Wie gesagt, der Hypothese mit dem Karzinoid und auch wegen einer HIT gehe ich mal nach. Da könnte schon was dran sein.

Was ich einfach sehr komisch finde: dass da immer dieser Wechsel von extremer Überdrehtheit (wach sein, nicht schlafen können, auch am nächsten Tag total fit sein, omni-verspannt sein, aufgerissene Augen, Herzrasen etc.) für mehrere Tage ohne Unterbruch, und danach folgen ein paar depressive Tage.
Es ist, als würde irgend etwas mich extrem antreiben (Adrenalin- und Noradrenalinschübe), bis alles ausgeschöpft ist und ich dann ein paar Tage total depri bin (logisscherweise).
Meist habe ich dann einen Tag dazwischen, wo ich mich wieder "normal" fühle, und dann geht das Spiel von vorne los.
Das deutet für mich darauf hin, dass es entweder mit meinem Zyklus zu tun hat (da ich in der 1. Zyklushälfte eher angetrieben bin) oder aber, dass da etwas anderes ist (ein Tumor?), der mich derart antreibt.

Was du über COMT schreibst, macht zwar Sinn. Es wäre gut möglich, dass ich mich da bei den eher Benachteiligten mit den zwei ungünstigeren Genfaktoren einreihen könnte. Trotzdem sehe ich hier den Zusammenhang mit den extremen Adrenalin/Noradrenalin-Phasen nicht. Vor allem deshalb nicht, weil ich das ja vorher nie hatte. Wären diese Phasen (die dann tagelang andauern können) genetisch bedingt, hätte ich doch schon früher solche Krisen gehabt. Aber das hatte ich nie, auch in grössten Stresssituationen nicht.

Natürlich wäre ein Besuch bei einem Endokrinologen eine gute Idee. Aber das Problem ist, dass viele Endos sich hauptsächlich auf Diabetes spezialisiert haben und von anderen Hormongeschichten eigentlich nicht so viel wissen. Zudem war ich ja bei einer Endokrinologin. Ich habe Sie Ende letzten Jahres einmal wegen meiner Schilddrüse gesehen. Seit ich mit diesen heftigen Symptomen kämpfe, wollte sie mir keinen Termin geben. Warum weiss ich auch nicht. Keine Zeit? Keine Lust? Vielleicht hält Sie mich für irre? Ich habe keine Ahnung, woran es liegt. Zweimalig habe ich ihr eine Mail geschrieben und meine Situation geschildert, aber ich habe keine Antwort erhalten. Drei Mal habe ich in der Praxis telefonisch um einen Termin gebeten, aber ich wurde immer auf später vertröstet. Daher habe ich es aufgegeben, dort einen Termin zu erhalten. Und mein Hausarzt - ein herzensguter Mensch - ist wirklich toll, aber ob er dann komplexere Beschwerdebilder Dr.House-mässig analysieren kann, wissen nur die Götter. ;)
 
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01.06.10
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Hallo Deanerys,

Ich spiele mit dem Gedanken, ob meine Beschwerden (hauptsächlich Schwindel, Kopfschmerzen, Adrenalinschübe, extrem trockene Haut und Wassereinlagerungen in Finger und Füssen) u.a. auch mit einer Histaminintoleranz zusammemhängen könnten.

Dazu hab ich ein paar Fragen:

Ist es häufig, dass es einem am morgen besser geht, sofern man dann noch keine HI- haltigen Lebensmittel gegessen hat?
Ich finde das sehr wichtig. Wenn Du so etwas beobachtest, würde ich an Verdauungsprobleme und (allergische ) Reaktionen denken. Gerade die Haut zeigt Darmprobleme und daraus folgende Mängel sehr deutlich an.

Allerdings müssen Trigger bei Dir nicht nur Histaminhaltige Nahrungsmittel sein. Es gibt bestimmt auch genug histaminarme Allergene, die dann über die REaktionen (zu ) viel Histamin triggern.
Und auch im Darm gibt es bei Fehlverdauung genug Bakterien, die Histamin freisetzen.

Und die andere Frage, Ja, es gibt Unterschiede in den einzelnen Phasen des Zyklus. Immer dann, wenn Progesteron absinkt , spüren viele Frauen mehr Probleme.
 
Zuletzt bearbeitet:
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02.01.05
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Hallo Daenerys,

solche Tumore sollen wirklich selten sein. Das würde ich als die letzte aller Möglichkeiten prüfen.
Bei mir war das auch eher ein Zufallsfund, wenngleich ich zuletzt immer sicherer wurde, dass ich so etwas haben könnte, allein deshalb, weil bei mir immer Noradrenalin hoch ist und Histamin eben schon gigantische Höhen erreicht hatte.
Natürlich muss man, wenn man Anhaltspunkte dafür hat, auch in diese Richtung denken, wenn es keine anderen Erklärungen gibt.

Zunächst würde ich mal versuchen, Adrenalin und Noradrenalin messen zu lassen. Aber das ist gar nicht so einfach, weil diese beiden Werte schon durch den Picks beim Blutabnehmen ansteigen können.
Da wäre so ein Test, den man bei mir neulich machte, sinnvoller:
Legen einer Braunüle, Blutabnahme im Liegen, dann 30 Minuten liegen, dann wieder eine Blutentnahme im Liegen über die Braunüle.
Wenn Adrenalin und Noradrenalin dann nach 30 Minuten im Normbereich liegen, sind evtl. zuvor erhöhte Werte stressbedingt.
Wenn sie aber nicht im Normbereich liegen würden, dann kann ein Tumor in Frage kommen.
Bei mir war Noradrenalin nach 30 Minuten sogar noch angestiegen ...

Ebenso kann man auch die Histaminwerte mal versuchen zu messen.
Bei mir sind die Werte im Heparin-Vollblut konstant um etwa das 2-fache erhöht.
Dabei muss das Heparin-Vollblut gleich nach der Blutentnahme in das Tiefkühlfach, d. h. nicht zentrifugieren.
Das erscheint mir noch am einfachsten handhabbar zu sein. Der Transport ins Labor muss dann allerdings gefroren (mit Trockeneis) erfolgen.
Oder aber man läßt das Blut gleich im Labor abnehmen, das den Wert auch bestimmen kann.

Die andere Variante, nämlich im EDTA-Plasma ist schwerer zu handhaben, denn da muss das Blut gleich nach der Entnahme zentrifugiert und abpipettiert werden und das Plasma dann sofort tiefgefroren werden.
Hier habe ich öfters auch Normalwerte und dann immer wieder gigantisch hohe Histamin-Werte.
Aber ich frage mich auch, wie es sein kann, dass ich im Heparin-Vollblut immer erhöhte Werte und immer ähnlich hohe Werte habe und im Plasma dann solche extremen Schwankungen?
Ob da doch noch Laborfehler eine Rolle spielen oder ob das Histamin im Vollblut eher konstant ist und im Plasma eher schwankend?

Wenn Du nur vermutest, dass die Stresshormone bei Dir die Probleme machen und das nicht an Werten festmachen kannst, weißt Du nie, ob Deine Vermutung richtig ist.
Vielleicht spielt der Zyklus da noch mit rein, das könnte schon sein.

Recht hast Du, dass Endokrinologen meist nur auf Diabetes fixiert sind. Allenfalls mal noch die Schilddrüse können sie beurteilen. Aber bei anderen Fragestellungen merke ich sehr, dass ihnen da die Erfahrung fehlt oder das Interesse.

Ich denke mal, dass evtl. Gendefekte bei der COMT sich nicht dauernd bemerkbar machen müssen, sondern nur dann, wenn es Gründe gibt, die Adrenalin und Noradrenalin erhöhen.
Aber ich bin auch eher skeptisch, ob man mit Gendefekten schon einen ganzen Menschen "erklären" kann. Da ist zuvieles noch nicht erforscht und es gibt da sicher viele Wechselwirkungen zwischen bekannten und (noch) unbekannten Gendefekten.

Lg
margie
 
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Beitritt
22.04.14
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Kullerkugel,
Danke für deine Antwort! Ja, dann würde es sich wirklich lohnen, auf HIT zu achten. Mir war vorher nicht klar, dass sich Folgen einer HIT noch nach 12 Stunden und darüber hinaus zeigen können. Merci für den Hinweis.

Margie,
So wie du schreibst, merkt man rasch, durch welch medizinischen Dschungel du gehen musstest, bis mal was gefunden wurde. Ich hoffe, dass es dir bald sehr viel besser geht.

Ich habe nun eine neue Hausärztin gefunden, denn die Endokrinologin habe ich eben schon abgeschrieben, und mein Hausarzt (Zusatzausbildung Psychosomatiker) hält das alles für psychosomatisch. Das hat er aber auch schon nach meiner Schwangerschaft gemeint, als ich in 5 Monaten 14 Kilo zugespeckt habe und nur noch müde und schlapp war. Erst seine Urlaubsvertretung kam dann mal auf die Idee mich zu untersuchen. Heraus kam ein TSH-Wert von 5.7 (Schilddrüsenunterfunktion). Daher habe ich nun beschlossen, diesem zwar durchaus netten aber psychosomatischen Arzt den Rücken zu kehren.

Nächste Woche habe ich den ersten Termin bei der neuen Ärztin. Bin mal gespannt, was sie mir berichten kann.

Übrigens, eine Idee, die mir (nebst den Hormonen) auch noch manchmal im Kopf rumgeistert ist der Eppstein-Barr-Virus, der ja vor 5 Jahren bei mir schon mal reaktiviert wurde. Das würde dann auch meine geschwollenen Lymphdrüsen erklären, die ich schon seit Mitte Juni habe. Aber ist halt wieder eine neue Idee...
 
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02.01.05
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Hallo Daenerys,

wenn die Lymphdrüsen am Hals geschwollen sein sollten, könnte auch eine Infektion mit Bartonellen (henselae) in Frage kommen.
Allerdings ist das auch eher dann wahrscheinlich, falls Du von einer Katze mal ordentlich gekratzt worden sein solltest.
Ggf. kann man die Ak untersuchen, wobei man vermutlich schon bei pos. IgG von einer Infektion ausgehen muss. Mir wurde gesagt, dass es selten sei, auch gleichzeitig ein pos. IgM zu finden. IgM würde relativ schnell wieder negativ.

lg
margie
 
Themenstarter
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22.04.14
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Margie,
Das mit der Katze wär ne Option, denn mein Kater kratzt mich manchmal morgens, um mich zu wecken.

Oregano,
Um ehrlich zu sein. Das Zahnthema (ich denke, du willst auf Schwermetallbelastung aus) schliesse ich nicht ganz aus. Ich habe vor 6 Jahren zwei winzige Amalganversiegelungen rausnehmen lassen ohne Vorsichtsmassnahmen. Aber die Entgiftung wird mir einfach zu kontrovers diskutiert. Es gibt so viele Meinungen, was hilft, wobei dann andere vom genau gleichen behaupten, es sei gefährlich. Ich habe mich mal rundum informiert und abgewogen, es dann aber sein lassen. Wie ist denn deine Meinung dazu? Wenn ichs richtig im Kopf habe, fährst du auf der Klinghart-Welle, oder?
 
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10.01.04
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66.052
Hallo Daenerys,

Schwermetallbelastung wäre eine Möglichkeit. Aber auch entzündete oder wurzelbehandelte Zähne, auch unverträgliche Materialien, können einen Histaminspiegel aufrecht erhalten. Deshalb frage ich.

Histaminintoleranz - netdoktor.at

Grüsse,
Oregano
 
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