Unbekannter Hautausschlag bei einem Kind, was kann man machen?

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Hallo zusammen, ein Kind (9 Jahre) aus dem Bekanntenkreis hat einen Hautausschlag am ganzen Körper, der nicht erhaben sondern eher fleckig ist und der auch mal kurz verschwindet (bei Gabe von Ah`s) und dann beim Weglassen wohl wieder auftaucht. Der 2x konsultierte Kinderarzt weiss nicht was es ist, hat Ceterizin verschrieben und will kein Blutbild machen. Die üblichen Verdächtigen wie Ernährung, Waschmittel etc. wurden schon ausgetestet bzw. weggelassen, hat jedoch nichts verändert. Was könnte man an Blutwerten alles bestimmen um zumindest mal das Thema einzugrenzen?
Vielen Dank für eure Ideen.
 
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hat Ceterizin verschrieben und will kein Blutbild machen. ...
besteht die Option eines Arztwechsels? "Weiß nicht, was es ist, verschreibt irgendwas und will kein Blutbild machen" ????
Bei solch einer "Diagnosetiefe" könnte ich auch meinen Metzger fragen, wenn ich einen hätte.

Zumindest solche Sachen wie D3-Mangel, Vit E, A, B-Vitamine würde ich mal abklären lassen. Zur Not selbst zahlen.

Wann das ganze in Richtung Allergieuntersuchung weitergehen soll, würde ich dringend raten, auch auf einen evtl. vorliegende Histamin-Abbauproblematik zu untersuchen:

Ich wurde seit ich 4 Jahre alt war, durch diverse Allergietestungen, Klinik- Kuraufenthalte, 3 mehrmonatige Desensibilisierungsversuche etc. gequält. Auf Meine Autoimmun-Effekte hatte das alles null Auswirkungen.
"Wird nach der Pubertät besser" hieß es - wurde es nicht.
"Wir im Erwachsenenalter besser" hieß es dann - wurde es nicht.

Erst als vor wenigen Jahren ein fähiger Internist mein Histamin und MCAS-Problem aufgedeckt hat, ich ein wenig bei der Ernährung aufpasse und gezielt einige NMEs einnehme, habe ich mit Heuschnupften, Asthma, Hautrötungen keine Probleme mehr.

Und ich habe mich bei jedem Antihistaminikum, was mir verschrieben wurde, immer im Kopf "benebelt" gefühlt - und da kamen immer wieder "neue" auf den Markt, die wirklich und "echt jetzt" ohne dieses Problem daherkommen sollten. Bei mir jedenfalls nicht.
 
... und bis da ein Artzt gefunden wurde, der sinnvolle Labortest macht, würde ich mit einigen NEMs einfach mal loslegen um zu sehen, ob das einen Effekt hat:
D3 (nicht zu wenig), K2, Mg
Vitamin C (auch höhere Dosen, wenn das vertragen wird - also nicht 400 mg/Tag oder so)
Quercetin

Hinweis: Bin medizinischer Laie und ich äußere hier nur meine Sicht als nicht-Mediziner. Das ist keine Behandlungsempfehlung. Immer dazu eine kompetente Person mit einem anerkannten Heilberuf fragen.
 
Eine zweite Arztmeinung ist auch mMn. sinnvoll.

Wie lange geht das mit dem Hautausschlag denn schon?
 
Hallo Vanilla,

ist das Gesamt-IgE bestimmt worden?
Wird ein Ernährungstagebuch geführt bzw. hat sich in der Ernährung etwas verändert?
Hat das Kind evtl. Corona (gehabt)?
Hat sich im Wohn-Umfeld oder in der Schule etwas verändert wie. z.B. neuer Teppich, neuer Boden, neuer Anstrich ....?

Grüsse,
Oregano
 
besteht die Option eines Arztwechsels? "Weiß nicht, was es ist, verschreibt irgendwas und will kein Blutbild machen" ????
Bei solch einer "Diagnosetiefe" könnte ich auch meinen Metzger fragen, wenn ich einen hätte.
Ja, es wurde ein anderer Privat-Kinderarzt angefragt, den die Eltern dann natürlich auch noch selbst bezahlen... und sie haben dort einen Termin Ende Januar! bekommen.

Das ist ein richtiges Drama mit den Kinderärzten, da muss man sich schon vor der Geburt anmelden um einen "Platz" zu bekommen, darum sind sie jetzt zumindest froh, überhaupt einen Termin bekommen zu haben.... allerdings ist da auch eine große Verunsicherung und Sorge....
Und der Kassen-Kinderarzt meinte dann auch noch, das Kind könne ruhig in die Schule gehen....unfassbar!

Erst als vor wenigen Jahren ein fähiger Internist mein Histamin und MCAS-Problem aufgedeckt hat, ich ein wenig bei der Ernährung aufpasse und gezielt einige NMEs einnehme, habe ich mit Heuschnupften, Asthma, Hautrötungen keine Probleme mehr.
Das kenne ich auch so, nach sehr vielen Jahren... allerdings finde ich den Hautausschlag des Kindes schon eigenartig, so einen hatte ich bei meiner Histamingeschichte nie... Das mit den Nems werde ich mal ansprechen, weiss natürlich nicht, ob Eltern für sowas zugänglich sind...

Wie lange geht das mit dem Hautausschlag denn schon?
Laut meinem Wissen, soll er vor ca. 5 Wochen aufgetreten sein, dann abgeklungen sein und seit 2 Wochen wieder da sein.

ist das Gesamt-IgE bestimmt worden?
Wie schon oben geschrieben, wurde kein Blut untersucht...

Wird ein Ernährungstagebuch geführt bzw. hat sich in der Ernährung etwas verändert?
Nein, ein Tagebuch nicht, aber da das Kind wohl im Grunde schon beinahe allergiefrei isst, weil ihm viel nicht so schmeckt, zB. nur Wasser trinkt, wenig Süßigkeiten, nur bestimmtes Brot, hat man wohl auch das eingeschränkt bzw. weggelassen, auch das Waschmittel, das hat aber den Ausschlag nicht abgehalten...

Hat das Kind evtl. Corona (gehabt)?
Es soll wohl eine Erkältung gehabt haben, der Vater war auch betroffen, ob da was getestet wurde, weiss ich nicht... Und im Wohn-Umfeld hat sich nichts verändert bzgl. Teppich etc.

Ich denke, wenn man das mit der Blutuntersuchung irgendwie forcieren könnte, dann wäre doch schon etwas getan. Auf welche Werte sollte man achten, ausser CRP, Leuko`s? evtl. Leber oder Nierenwerte? - wobei.... kann man das CRP dann noch bestimmen wegen den Ceterizin?
 
Hallo Vanilla,

ich hatte vor kurzem einen Ausschlag am Rücken, der fürchterlich gejuckt und weh getan hat. Ein Arzt meinte: die Ursache wird man nicht heraus bekommen, aber ich verschreibe Ihnen eine Salbe und damit wird der Ausschlag weg gehen und nicht wieder kommen. Es war diese Salbe:

Die war mir nicht wirklich sympathisch, aber die Juckerei war sehr unangenhm, so daß ich nicht mehr schlafen konnte.
Also habe ich die Salbe 3 Tag lang aufgetragen, dann war die Juckerei und der Ausschlag weg und ist tatsächlich nicht mehr wieder gekommen seit ca. 2 Wochen.
Allerdings habe ich eine Seife weg geworfen, weil ich den Verdacht hatte, daß ich die nicht vertragen habe.

Grüsse,
Oregano
 
Hallo Vanilla,
wie auch wusel schreibt, würde ich mal auf Vitamin C setzen (zB solche Lutschtabletten nehmen Kinder gerne: https://shop.biotechusa.at/products/vitamin-c-500-120-kautablette
(rosa und blau müssten gehen. Die gelben haben einen heiklen Farbstoff).
Alle 3-4 Stunden 1 Kautablette. Wenn das nicht hilft, jede Stunde 1 oder mal 1 Tag auf 1/4 Stundentakt fahren (durchaus bis zur Darmtoleranzgrenze - quasi falls ein Infekt steckt, den Körper "Gas geben lassen", damit der aufgeräumt wird. Bezügl. Histamin ist Vit C imho auch die bessere Wahl (statt Antihistaminikum)

Bzw. wenn er Tabletten schlucken kann, kann er ja Vit C ohne Zusätze nehmen.
In dem Alter kann er auch schon gut 1/2 Two per day/Tag nehmen für 1-2 Wochen und mal schauen, ob das das Problem löst.
(so würde ich das auch meinem 10 jährigen geben).

Falls Multi nicht geht, zum Vit C zumindest Zink dazu geben (wegen dem Infekt bei dem es begonnen hat und wegen der Haut. Hautgeschichten sind oft mit Zinkmangel in Kombi. Appetitmangel bzw. sehr eingeschränkter Speiseplan wäre auch ein Symptom).

Eiweiß abgecken/schauen ob er genug pro Tag isst.

Interessant wäre, ob er auch andere Symptome hat (zB mehr Durst, oder trockene Augen, Brainfog, Kribbeln, irgendwo Nadelstiche, Unruhe/Zappeligkeit/Konzentration, Erschöpfung, Bauchschmerzen, Übelkeit....)
Ob es zB besser wird, wenn er grad Stuhlgang hatte etc.

lg togi
 
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@Oregano vielen Dank für den Tip mit der Salbe, ich denke das ist ein Ansatz, auch für andere Hautgeschichten.

wurde diese mod-RNA-Substanz verabreicht?

Hallo @wusel ich habe mich bisher nicht getraut, das anzufragen, aber.... ich könnte mir das leider durchaus vorstellen und dann wirds leider richtig brenzlig.:cry: Die Vitamin C Idee dürfte dann auf jeden Fall funktionieren, natürlich nicht ausreichend...

wie auch wusel schreibt, würde ich mal auf Vitamin C setzen (zB solche Lutschtabletten nehmen Kinder gerne: https://shop.biotechusa.at/products/vitamin-c-500-120-kautablette
(rosa und blau müssten gehen. Die gelben haben einen heiklen Farbstoff).

Hallo @togi, vielen Dank für deinen Tip, das könnte gut funktionieren. Auch die Kombination mit Zink
Eiweiß abgecken/schauen ob er genug pro Tag isst.
Ja, das ist auch ein guter Ansatz, werde ich ebenfalls ansprechen, danke.
Interessant wäre, ob er auch andere Symptome hat (zB mehr Durst, oder trockene Augen, Brainfog, Kribbeln, irgendwo Nadelstiche, Unruhe/Zappeligkeit/Konzentration, Erschöpfung, Bauchschmerzen, Übelkeit....)

Ob es zB besser wird, wenn er grad Stuhlgang hatte etc.

Die Syptome Nadelstiche bzw. Stuhlgang, wie meinst du das? Was könnte da dahinter stecken? Ich werde auf jeden Fall da mal vorsichtig anfragen.Danke(y)
 
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ich habe mich bisher nicht getraut, das anzufragen, aber.... ich könnte mir das leider durchaus vorstellen und dann wirds leider richtig brenzlig.:cry:
Ich würde das in jedem!!!! Falle tun! Zum einen denke ich, dass man mit einem Restverantwortungsgefühl den Kindern gegenüber bei der Datenlage mittlerweile diesem potentiellen Konflikt mit den Eltern nicht mehr aus dem Wege gehen kann und darf.

Man stelle sich nur vor, solche mutmaßlich durch das mod-RNA-Zeug geschädigten Kinder kommen dann irgendwann mit 15-25 selbst auf diesen Gedanken. Wenn Du dann noch einen guten Kontakt zu diesem Kind hast: Was, wenn Du dann von ihm gefragt wirst, wie Du zu der Möglichkeit stehst/damals gestanden hast?

Wie willst Du Dich dann verhalten? Könntest Du dann noch einen Blick in den Spiegel ertragen?
 
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Vanilla,

Du hast schon viele gute Tipps bekommen. Ich hätte auch noch einen beizusteuern, wenn alles andere nicht helfen sollte. Mein Partner hat damals einen Ausschlag bekommen, durch eine körperlichen Überlastung, zusammen mit einer genetischen Veranlagung . . .
Die meisten Hautärzte konnten ihm nicht helfen, auch nicht mit den Allergietests. Letztendlich hat sich herausgestellt, er reagiert, wie viele, die Neurodermitis haben, auf Weizen und Kuhmilchprodukte. Wir haben dann Dinkel, Schaf- und Ziegenkäse verwendet. Der Ausschlag, den er lange Zeit gehabt hatte, verschwand vollständig und dauerhaft.
 
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