Ultrahochverarbeitete Lebensmittel: Risiko für Demenz, Parkinson, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen u.a.

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Es ist ja nicht neu, aber dennoch immer wieder wichtig zu wissen:

Dement dank Dosensuppe?

Hochverarbeitete Lebensmittel können zur Entwicklung von Diabetes oder Hypertonie beitragen – so weit, so bekannt. Neue Daten zeigen jetzt, dass Pizza, Fleischsalat und Co. auch das Risiko für Alzheimer und Demenz erhöhen könnten.
Im 15. Ernährungsbericht von 2023 definiert die Deutsche Ernährungsgesellschaft ultrahochverarbeitete Lebensmittel (ultraprocessed foods, UPF) als „Lebensmittel und Getränke, bei deren Herstellung die eingesetzten Rohstoffe einem umfangreichen industriellen Verarbeitungsprozess unterzogen wurden, und die in der Regel eine Vielzahl von zusätzlichen Zutaten, insbesondere Zusatzstoffe (z. B. Aromen, Konservierungsmittel, Farbstoffe) und energiereiche Inhaltsstoffe mit geringer Essenzialität (gesättigte Fettsäuren, Zucker), enthalten.“
Der Bericht zeigt einen Zusammenhang zwischen UPF und Übergewicht/Adipositas, Hypertonie, Typ-2-Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen auf. Zu letzteren gehört auch der Schlaganfall, der wiederum häufig in Folge von Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes auftritt. Allein deshalb sollte man den Verzehr dieser energiedichten, verarbeiteten Lebensmittel auf ein Minimum begrenzen. Aktuelle Daten zeigen allerdings, dass es noch weitere Gründe gibt: UPF erhöhen auch das Demenz- und Parkinson-Risiko und können Depressionen begünstigen.

Deutsche konsumieren viele ultrahochverarbeitete Lebensmittel ...


Und es wird immer wichiger zu wissen, daß man an einer solch „hochverarbeiteten Ernährung“ relativ einfach etwas ändern kann:
Selbst kochen, frisch kochen, BIO kaufen, sich bewegen usw. usw.

Grüsse,
Oregano
 
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Es gibt noch einen anderen Aspekt von hochverarbeiteten Lebensmitteln: sie belasten die Umwelt mehr als unverarbeitete:
... Für die Herstellung von stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Tiefkühlpommes, Wurstwaren oder Chips ist meistens eine ganze Reihe industrieller Prozesse notwendig, welche wiederum mit einem hohen Energieverbrauch einhergehen. Zum Vergleich: Für die Produktion von getrockneten Apfelringen wird im Gegensatz zu frischen Äpfeln etwa 26-mal mehr Energie benötigt und sie verursachen – auf das Kilogramm gerechnet – etwa 40-mal mehr Treibhausgase. Auch Tiefkühlpommes weisen eine schlechte Klimabilanz auf. Ihre Herstellung trägt 29-mal mehr CO2-Äquivalente in die Atmosphäre ein, als dies bei Kartoffeln der Fall ist. ...

Grüsse,
Oregano
 
Die Meinungen über die „Schlechtigkeit“ von hochverarbeiteten Lebensmittel gehen auseinander:
... Am Begriff „hochverarbeitete Lebensmittel“ scheiden sich die Geister. Die einen verteufeln grundsätzlich alles, was von den Fließbändern der Lebensmittelindustrie flutscht. Die Allianz reicht von Carlos Monteiro, dem brasilianischen Erfinder der NOVA-Klassifikation rein nach Verarbeitungsgrad bis hin zu mediengängigen Ernährungs-Gurus, die mit ihren Klageschriften über die geldgeile Nahrungsmittelindustrie vermutlich ansehnliche Vermögen scheffeln.
...
Daniel und Henle beklagen auch, dass der Begriff „hochverarbeitete Lebensmittel“ unkritisch in wissenschaftlichen Studien verwendet wird, obwohl die jeweiligen Autoren wüssten, wie wenig aussagekräftig er ist.
...
ist zum Beispiel auf der Webseite des Bundeszentrums für Ernährung zu lesen, dass die NOVA-Klassifikation „zunehmend in der Kritik“ steht, weil sie nicht nach Inhalts- oder Nährstoffen unterscheidet. Zu Fleischalternativen heißt es: „Diese können trotz des hohen Verarbeitungsgrades und der oft notwendigen Zusatzstoffe ernährungsphysiologisch wertvoll sein. Fachleute befürworten die Produkte außerdem, weil sie den Einstieg in eine pflanzenbetonte Ernährung erleichtern.“ Pikantes Detail am Rande: Weil viele Menschen gar nicht so recht wissen, was hochverarbeitete Lebensmittel eigentlich sind, schütten sie schon mal das Kind mit dem Bade aus – aufgrund einer Übersensibilität meiden sie auch reine, klassische Fleischersatzprodukte wie Tempeh und Tofu.
..
3-R-Strategie: Sie „zielt darauf ab, den Konsum tierischer Produkte durch kleinere Portionsgrößen zu verringern („Reduce“), tierische Produkte mit pflanzlichen oder alternativen Zutaten zu kombinieren („Remix“) und/oder tierische Produkte in Mahlzeiten vollständig durch Alternativen zu ersetzen („Replace“)“. ...

Wie so oft ist auch beim Thema „hochverarbeitete Lebensmittel“ das Gleichgewicht zwischen radikaler Ablehnung und bedachtem Konsum wohl die beste Lösung.

Grüsse,
Oregano
 

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