TH1-Shift & weitere Labormarker bei CFIDS

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Hallo,

ich befürchte, nach einer EBV-Infektion Anfang des Jahres nunmehr an CFIDS zu leiden. Die kanadische Kriterien erfülle ich leider. U.A. leide ich unter starken Ein- und Durchschlafproblemen mit Nachtschweiß, häufigen Infekten und ständig gereizten Lymphknoten, Kopfdruck, Muskelzuckungen / Kribbeln am ganzen Körper, Konzentrationsproblemen und gelegentlichen Muskelschmerzen. Streß vertrage ich gar nicht mehr. Mittlerweile (im Sommer konnte ich noch problemlos kilometerlange Spaziergänge machen, nur Sport ging nicht, dann war ich am Folgetag richtig krank und erschöpft) bin ich so erschöpft, dass ich die meiste Zeit müde, frierend und schlapp im Bett oder auf dem Sofa verbringe - nach wenigen Metern auf den Beinen fängt mein Herz an zu rasen, ich bekomme Atemprobleme und habe ein starkes Druckgefühl in der Brust.

Gefunden haben die ganzen Ärzte (Infektiologe, Internist, Kardiologe, Neurologe etc.) bislang - außer hohen Herpesvirentitern (EBV mglw. reaktiviert), einer erhöhten endothelialen Entzündung, oxidativem Stress, erhöhtem Homocystein und einer Borreliose - nichts.

Was mich etwas stutzig macht ist, dass ich gerade nicht den von KDM, Cheney etc. beschriebenen für CFS typischen TH2-Shift habe. Vielmehr ist TH1 bei mir stark erhöht (INF-Gamma erhöht, IL10 erniedrigt). TNF-alpha, IL2, 4 und 17 sind in der Norm. Scheine wohl ein atypischer Fall zu sein - habt Ihr mal etwas von einem derartigen Verlauf gehört?

Welche Laboruntersuchungen betr. das Immunsystem sind bei CFS noch zu empfehlen?

Viele Grüße, Chopito
 

castor

Hallo Chopito,

Deine TH1-Dominanz ist nicht ungewöhnlich. Und nebenbei untermauert sie auch den Zustand tatsächlich aktiver (Herpes-)viren!

Der Switch zur TH2-Dominanz ist eine Schutzfunktion des Organismus, um zelluläre Schädigungen zu verhindern, die durch Stickstoffmonoxid verursacht werden. Die zelluläre Abwehr arbeitet mit diesem zerstörerischen Gas, das zeitweise zwar sehr effektiv ist, bei längerfristiger Dauerbegasung allerdings die Gefahr der Ausbildung von Autoimmunität erhöht. Deshalb reguliert der Organismus irgendwann die zelluläre Abwehr herunter.

Grüsse!
 

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Hallo Castor,

danke für die Info. Mal sehen, ob mein Körper irgendwann in der Zukunft dann auch in der Th2-Dominanz landet, um sich zu schützen.

Viele Grüße, Chopito
 
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