Sterntagebücher - Stanislaw Lem

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Hallihallo,
Formal sind es humoristische Science-Fiction-Geschichten, doch Lem behandelt darin auch erkenntnistheoretische, psychologische, soziologischeund ethische Fragen, wie die Intelligenz und Eigenleben von Maschinen (etwa in der Waschmaschinentragödie), der Begegnung des Menschen mit sich selbst (anhand von Zeitschleifen) oder der Relativität subjektiver Eindrücke, und durchwegs auch politische Thematiken des Kalten Kriegs, in Metaphorik gekleidet.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sterntagebücher

Obwohl ich das Buch vor rd. 30 Jahren gelesen habe, kann ich mich gut an folgende Begegnung von Tichy (dem fiktiven Piloten) mit einem alten Mann erinnern, der mehrere Schachteln hat.
Jede dieser Schachteln hat ein Bewusstsein. Eine hält sich für eine junge, hübsche Frau und liebt Schachtel Nr. 2 (die sich für einen jungen, hübschen Mann hält). Schachtel Nr. 3 hält sich für einen nicht ganz so jungen, ich glaub auch kränklichen oder behinderten Mann, die in die junge Frau verliebt ist und eifersüchtig auf die Schachtel Nr. 2 (den Rivalen) ist.
Von außen betrachtet sind es einfach nur Schachteln. Nur wissen das die Schachteln nicht...

Gerade passend dazu entdeckt: "Ijon Tichy-Raumpilot", eine Serie die "frei nach Stanislaw Lem" 2006ff in D gedreht wurde und bei A*** Prime inkludiert ist.
Unterhaltsam auf eher skurrile Art und Weise (wenn man den Stil mag).

lg togi
 
wundermittel
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Wenn du Stanislaw Lem magst, werden dir auch die Tales from the Loop gefallen. Sie sind allerdings meist nicht lustig, sondern eher melancholisch. Egal wie hochentwickelt oder verrückt die Zukunft wird, der Mensch bleibt immer der Gleiche.
 
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