Schadstoffe von A - Z

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https://www.umweltanalytik.com/ing39.htm

Was immer wieder klar wird: Schimmelpilze sind nicht zu unterschätzen, und es ist wichtig, Stellen, an denen sie wachsen, wirklich ausreichend zu sanieren. Mit Essigwasser abwaschen, was als Hausmittel angepriesen wird, reicht auf keinen Fall.
Sanierung
Die Sanierung von schimmelpilzbefallenen Bauteilen ist schwierig und erfordert fachmännisches Vorgehen. Bei Wänden müssen nicht nur Tapeten, sondern auch Putz und Fugenmörtel tief entfernt und erneuert werden. Mittlerweile sind fungizide Anstriche erhältlich, die über eine entsprechende Mineralsalzzusammensetzung das Pilzwachstum verhindern und toxikologisch unbedenklich sind. Verschimmelte Teppiche u. ä. sollten entsorgt werden. Isolierte feuchte Stellen und Risse können mit speziellen Pilzreinigungsmitteln behandelt werden. Risse in Wänden und Fliesenfugen sind anschließend sorgfältig abzudichten. Auf keinen Fall sollte man schimmlige Stellen chemisch behandeln, ohne die Schadensursache (Kältebrücken etc.) zu beheben.

Einige Ratschläge:
- Entfernung der Tapeten
- Entfernung kunstharzhaltiger Farben
- keine neuen Tapeten sondern Kalkputze und Kalkfarben
- Teppichböden entfernen
- Isopropanol mit 2% Salicylsäure aufbringen (erh. in der Apotheke, Warnhinweise beachten!)
- Kleiderschrank nicht an die Aussenwand stellen
- Schränke 10 - 15 cm von allen Wänden entfernt aufstellen
- Betten müssen unterlüftet sein
- Luftfeuchtigkeit kontrollieren
- Lüftungsgewohnheiten anpassen


In der Apotheke ist eine 30% Wasserstoffperoxyd-Lösung erhältlich. Diese wird 1:1 mit Wasser verdünnt und die pilzbefallenen Stellen damit angefeuchtet (Ätzgefahr, unbedingt Handschuhe tragen). Wenn nötig den Vorgang ein zweites Mal wiederholen. Behandelte Stellen anschließend mit einem Fön abtrocknen. Durch Wasserstoffperoxyd entsteht Sauerstoff durch den die Schimmelpilze absterben. Es entstehen keine neuen Atem-Gifte dadurch (wie beim Chlor) die sich in der Luft verteilen und eingeatmet werden können. Bei der Anwendung müssen unbedingt Gesicht und Hände vor Spritzern geschützt werden
(Ätzgefahr). Die so behandelten Stellen können dann mit Seifenlauge und Bürste gereinigt werden (immer nachtrocknen).

Da bei Sanierungsmaßnahmen mit einer besonders hohen Sporenbelastung der Luft gerechnet werden muß, sollten sich Allergiker von derartigen Tätigkeiten fernhalten.

Uta
https://www.umweltanalytik.com/ing39.htm
 
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