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Raucher erkranken schwerer an Rheuma als Nichtraucher

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27.01.04
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Patienten mit rheumatoider Arthritis, die rauchen, haben einen höheren Therapiebedarf und sprechen häufiger nicht auf die Behandlung an als Nichtraucher. Das sind die beiden wichtigsten Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die auf dem 33. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Dresden vorgestellt wurde.

Krankheitsverlauf von 1055 Patienten wurde verfolgt

Unter Federführung des Deutschen Rheumaforschungszentrums in Berlin wurden bei dieser Studie insgesamt 1055 Patienten mit einer frühen RA (Krankheitsdauer unter zwei Jahren) nach einer klinischen Eingangsuntersuchung drei Jahre lang halbjährlich zum Krankheits- und Behandlungsverlauf befragt. Raucher schnitten dabei deutlich schlechter ab als ihre nichtrauchenden Leidensgenossen.

So hatten Raucher mit RA während des gesamten Beobachtungszeitraums stärkere Schmerzen als Nichtraucher. Sie nahmen häufiger als Nichtraucher Basistherapeutika (89 versus 79 Prozent), Kombinationstherapien (30 versus 18 Prozent) und Biologika (14 versus 6 Prozent) ein. Auch wurde ihnen von behandelnden Ärzten öfter als Nichtrauchern eine hochaktive RA und eine ungenügende Wirksamkeit der Präparate bescheinigt.

[font=Georgia, Times New Roman, Times, serif]Rheumafaktor findet sich bei Rauchern häufiger als bei Nichtrauchern.[/font] Wie Studienleiterin Dr. Gisela Westhoff in Dresden erläuterte, gibt es zwei Erklärungsmöglichkeiten für diese Beobachtungen. Die eine ist eine eher psychologische: Sie geht davon aus, daß RA-Patienten, die schwerer krank sind, deswegen mehr rauchen. Westhoff hält diese Variante für sehr unwahrscheinlich, wenn sie sie auch nicht völlig ausschließen kann. "Dagegen spricht, daß praktisch niemand mit dem Rauchen erst nach der Diagnosestellung angefangen hat", so die Ärztin.

Die zweite Erklärungsmöglichkeit lautet, daß Rauchen den Verlauf der RA ungünstig beeinflußt. Dafür gibt es Hinweise. So entwickelte sich bei den Rauchern mit RA, die anfangs seropositiv waren, bei denen also der Rheumafaktor im Blut nachweisbar war, dieser Befund nur in acht Prozent der Fälle während der drei Jahre Beobachtung zurück.

Bei den anfangs seropositiven Nichtrauchern wurde das mehr als doppelt so oft beobachtet. Umgekehrt entwickelten 36 Prozent der anfangs seronegativen Raucher im Verlauf der drei Jahre einen nachweisbaren Rheumafaktor, der in der Regel mit einer höheren Krankheitsaktivität korreliert. In der Nichtrauchergruppe trat diese prognostisch ungünstige Serokonversion nur bei 15 Prozent der anfangs seronegativen Patienten auf.

Die Zahl der Zigaretten scheint dabei von nicht so großer Bedeutung zu sein, zumindest dann, wenn relativ viel geraucht wird. So gab es keinen Unterschied zwischen den Patienten, die zehn Jahre pro Tag 20 Zigaretten geraucht hatten (zehn Packungsjahre) und jenen, bei denen es zwanzig waren. Ex-Raucher schnitten etwas günstiger ab als Raucher, aber schlechter als Nichtraucher. Passivraucher wurden nicht analysiert.

"Die Ergebnisse belegen einen starken Einfluß des Rauchens auf die Bildung von Rheumafaktoren", so Westhoff in Dresden. Sie leitet aus ihrer Untersuchung die dringende Empfehlung ab, RA-Patienten davon zu überzeugen, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber nicht nur die Patienten selbst: "Wir sollten vor allem den Kindern von Rheumatikern sagen, daß sie ihr Erkrankungsrisiko senken können, wenn sie mit dem Rauchen aufhören oder gar nicht erst anfangen".

Bisher wird nur wenigen Patienten Abstinenz empfohlen

Daß es bei der Beratung von RA-Patienten hinsichtlich des Rauchens Nachholbedarf gibt, konnten die Berliner zeigen. Auf die Frage, ob ihr Arzt ihnen nahegelegt habe, wegen der RA mit dem Rauchen aufzuhören, antworteten 51 Prozent der Patienten, daß dies nie vorgekommen sei. 24 Prozent waren von ihren Ärzten einmal und 25 Prozent mehrfach darauf angesprochen worden.

Rheumakranke haben auch ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko

Hier ist offensichtlich Handlungsbedarf. Denn abgesehen von der Krankheitsaktivität gibt es für RA-Patienten auch noch mindestens einen anderen Grund, nicht zu rauchen: Sie haben ein deutlich höheres kardiovaskuläres Risiko als rheumatologisch gesunde Menschen.

[font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]FAZIT

Die rheumatoide Arthritis (RA) gehört zu den Erkrankungen, bei denen sich der Verzicht auf den Glimmstengel besonders lohnt. Dies läßt sich sogar anhand des Rheumafaktors belegen. Bisher spricht allerdings nur ein Teil der Ärzte die RA-Patienten auf das Rauchen an.

[/font]www.aerztezeitung.de/docs/2005/09/23/170a0203.asp?cat=
 
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30.01.11
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Früher haben die Menschen vor allem die Frauen viel weniger meisten gar nicht geraucht und Rheuma gibt es schon sehr lange.
Sogar Kinder bekommen Rheuma.
Bei solchen Untersuchungen werden schon die Leute genommen die sie gerne dabei haben.
Ich habe da mal dran teil genommen.
1000 Menschen was ist das gegen Millionen die alle Untersucht werden müsten um ein korrektes Ergebnis zu erhalten.
Ich weiß nicht warum solche Studien in den Raum geworfen werden denn stimmen tun sie nie.
Wenn man jetzt jeder Studie glauben würden dürften wir nichts mehr machen.
Richtig müsste es heißen auch Raucher bekommen Rheuma,Nichtraucher bekommen auch Lungenkrebs.
Jeder legt es sich so aus wie er es gerne hätte.


Grille
 
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10.01.04
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Guten Morgen,

„Die Chance, dass sich die Anzahl der entzündeten, druckschmerzhaften und geschwollenen Gelenke durch eine Therapie verringert und damit die Schmerzbelastung lindern lässt, ist bei rauchenden Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) nur etwa halb so groß wie bei nicht rauchenden“,
...
Rauchende RA -Patienten brauchen mehr Medikamente: „Zigarettenkonsum schwächt anscheinend die Wirkung der uns krankheitskontrollierenden Medikamente ab beziehungsweise steigert die Krankheitsaktivität, so dass für die Betroffenen eine intensivierte medikamentöse Kontrolle erforderlich wird“
...
Neueren Untersuchungen zufolge sinke dagegen der Bedarf an langwirksamen Antirheumatika deutlich, wenn Patienten mit dem Rauchen aufhören.

Rauchen erhöht zudem das Erkrankungsrisiko, wenn in der Familie eine genetische Vorbelastung besteht. „Für Raucher, die zum Beispiel über zwanzig Jahre lang pro Tag eine halbe Packung Zigaretten konsumiert haben, ist das Risiko einer Erkrankung an RA im Vergleich zu Nichtrauchern fast doppelt so groß.

Rauchen die Betroffenen weiter, steigt ihr Risiko einer Erkrankung kontinuierlich an“, sagt Edelmann. Nichtrauchen sei dagegen eine gute Schutzmaßnahme, insbesondere für Menschen mit familiärer Vorbelastung.
Gesundheit: Rauchen verschlimmert Rheuma - Nachrichten Gesundheit - WELT ONLINE

https://www.internisten-im-netz.de/...enten-profitieren-von-zigarettenverzicht.html

Das sind doch gute Argumente für einen Rauchstopp, finde ich.
Es mag ja sein,d aß sich dann nichts zum Besseren verändert, aber immerhin sind dann Passivraucher nicht gefährdet und die Chance ist ja da, daß es besser wird und weniger Medikamente nötig sind.

Grüsse,
Oregano
 
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nicht der papa

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Seite 6.
Da scheinen sie aber wieder einen wesentlichen Teil weggelassen zu haben.
Zum Einen sind über 152 aus der 3jährigen Studie vorzeitig ausgestiegen.

Zum Anderen waren die Ergebnisse mit 47% zu 53% so uneindeutig, dass sie in jeder anderen Gruppe anders sein können. Oder waren sie zu Studienbeginn gleich?
Und zu guter Letzt, nach 3 Jahren Krankheit gibt es keinen Unterschied in der Erosion, den Gelenkschäden und dem Krankheitsverlauf, egal ob jemand viel raucht oder nie geraucht hat.

Übrigens-Auch Nichtraucher bekommen Lungenkrebs. Wird nur ungerne erwähnt.

Überhaupt bekommen immer mehr Krebs, weil vieles Krebs erzeugt. Insbesondere Radioaktivität, wie sie tonnenweise durch die Unfälle und mit radioaktivem Müll in die Umwelt verschossen wurde und wird oder durch Röntgen.

Möchte mal wissen, wieso immer alles auf das Rauchen geschoben wird? Damit wir uns nicht mit den wesentlichen Ursachen beschäftigen müssen, durch die Krebs entsteht?

Erst Letztens hat mir jemand erzählt, wie enttäuscht die Ärzte waren, dass sie trotz ihrer Krankheit nie geraucht hat und dass Ärzte es sich einfach machen und immer alles aufs Rauchen schieben wollen.
 

KlausMenzel69

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20.02.11
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traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast

Wenn bei 100% etwas so oder so wäre, dann hätten wir alle evtl einen Nutzen davon.

Aber so bringt es doch wirklich niemanden etwas, oder?
Alles kann, nichts muss - toll.

Gruß
Klaus
 
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30.01.11
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Es gibt doch so vieles was nicht gesund oder sogar Krebserregend sein soll.
Natürlich ist rauchen nicht gesund,grillen aber auch nicht und Sport ist Mord,man soll nicht zuviel hier von und nicht zu viel davon und das andere soll man gar nicht.
Vor einigen Jahren hatte man Dicke Menschen im Visier jetzt sind es die Raucher und Morgen,vieleicht die Säufer,ach,nein davon gibt es in der Regierung zu viele das kommt noch nicht.
Ich mache was ich wwill und esse was ich will,das Leben ist so kurz da habe ich wirklich keine Lust den ganzen Tag darüber nachzudenken was ich machen soll und was nicht.

Gesund Sterben ist schrecklich.

Grille
 

nicht der papa

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18.11.09
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..und Morgen,vieleicht die Säufer,ach,nein davon gibt es in der Regierung zu viele das kommt noch nicht.
:D

Andererseits, was müssen die alles wissen, was sie nicht sagen dürfen. Da ist es vielleicht schwer nicht zum Säufer zu werden.
Und dann noch der Stress dazu. Hast Du Merkel die Tage gesehen. Bei aller Antisympathie, die Frau ist fertig wie ein Lachsbrötchen.
 
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30.01.11
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Deswegen ist das auch kein Job für mich,erstens kann ich nicht gut behalten zweitens neige ich zu Wahrheit das kann man in der Politik nicht gebrauchen.
Die Merkel ist fertig das sieht ma ihr an da hast du recht,bin mal gespannt was das alles noch gibt.

Grille
 
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