Quecksilber - Diabetes Insipidus?

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Hallo,
wisst Ihr von einem Zusammenhang zwischen Quecksilber und Diabetes Insipidus?
Habe hier im Amalgam-Forum leider nichts gefunden.
Danke & Grüße
Martin
 
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Hallo Maartin,

der Diabetes insipidus hat - so weit überhaupt bekannt - verschiedene Ursachen. Da Quecksilber auf alle möglichen Organe, Drüsen, Ausschüttungen von Hormonen usw. schon Einfluß haben kann, kann ich mir vorstellen, daß auch der Hypophysenstiel, Hypophysenhinterlappen und der Hypothalamus durch Quecksilber beeinträchtig werden können.

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Mögliche Veränderungen beim zentralen Diabetes insipidus sind flüssigkeitsgefüllte Höhlen, sogenannte Zysten, Tumoren oder Ableger bösartiger Tumoren anderer Gewebe im Hypothalamus oder im Hypophysenhinterlappen. Bei einem Tumor treten aus einem bisher nicht bekannten Grund Fehler in den Zellen eines Gewebes auf. Diese fehlerhaften Zellen teilen sich sooft sie wollen und richten sich nicht mehr nach den Anforderungen des Körpers. Sowohl die Tumoren als auch die Ableger und die Zysten verdrängen und schädigen das normale Gewebe des Hypothalamus oder der Hirnanhangsdrüse so stark, dass die Produktion, die Speicherung und die Ausschüttung des ADH gestört wird und die Menge an ADH im Blut abnimmt. Auch Entzündungen wie eine Hirnhautentzündung bei einer Tuberkulose, Operationen, Bestrahlungen, Blutungen oder Infarkte können das Gewebe des Hypothalamus oder des Hypophysenhinterlappens schädigen und zu einem ADH-Mangel führen. Bei einem Infarkt handelt es sich um eine mangelnde Blutversogung der Zellen des Hypothalamus oder des Hypophysenhinterlappens, sodass die Zellen zu wenig Blut und dadurch zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten und deshalb absterben. Ein Tumor oder ein Unfall mit einem Schädel-Hirn-Trauma können zudem zu einem Unterbruch des Hypophysenstiels führen, sodass das ADH nicht mehr vom Hypothalamus in den Hypophysenhinterlappen transportiert werden kann. Sehr seltene Ursache für einen zentralen Diabetes insipidus sind Veränderungen der Erbinformation, die in einigen Familien vorkommen und von einer Generation an die nächste vererbt werden können. Wenn eine solche Veränderung der Erbinfomation einem Mitglied dieser Familien vererbt wird, leidet dieses Mitglied bereits bei der Geburt an einem Mangel an ADH.
Bei einem Drittel aller Betroffenen eines zentralen Diabetes insipidus ist die Ursache aber nicht bekannt. In diesen Fällen wird eine Autoimmunerkrankung vermutet. Bei einer Autoimmunerkrankung begeht das Abwehrsystem des Körpers, das sogenannte Immunsystem, aus einem bisher nicht bekannten Grund einen Fehler. Es erkennt das Gewebe des eigenen Körpers, in diesem Fall das Gewebe des Hypothalamus oder des Hypophysenhinterlappens, als Eindringling, der dem Körper schaden möchte. Zur Verteidigung produziert das Abwehrsystem Abwehrstoffe gegen das Gewebe des Hypothalamus oder des Hypophysenhinterlappens, sogenannte Antikörper.
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ADH-Mangel (Diabetes insipidus): Symptome, Diagnose, Therapie - eesom

Außer dem Diabetes insipidus centralis gibt es noch den D.i. renalis:

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Beim renalen Diabetes insipidus, auch nephrogener Diabetes insipidus genannt, sind das Gewebe des Hypothalamus, des Hypophysenstiels und des Hypophysenhinterlappens sowie Produktion, Transport und Speicherung von ADH vollständig normal. Die Menge an ADH im Blut ist bei Betroffenen eines renalen Diabetes insipidus deshalb normal oder sogar vermehrt. Das Problem beim Diabetes insipidus besteht darin, dass das Gewebe der Niere verändert ist und die Niere deshalb die Aufträge des ADH nicht ausführen kann. Ursachen für eine solche Veränderung des Nierengewebes sind chronische Nierenerkrankungen, bestimmte Medikamente oder angeborene Veränderungen der Erbinformation. Chronische Nierenerkrankungen wie chronische Nierenbeckenentzündungen und bestimmte Medikamente schädigen das Nierengewebe so stark, dass es nicht mehr in der Lage ist, die Anordnungen des ADH zu befolgen. Veränderungen der Erbinformation, die in einigen Familien von einer Generation an die nächste vererbt werden können, führen dazu, dass das Gewebe der Niere das ADH nicht mehr erkennt und deshalb die Befehle des ADH nicht befolgt.
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ADH-Mangel (Diabetes insipidus): Symptome, Diagnose, Therapie - eesom

Welche Form des Diabetes insipidus hast Du?

Grüsse,
Oregano
 

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Welche Form des Diabetes insipidus hast Du?

Grüsse,
Oregano
Es geht nicht um mich, ich bin ein "harmloser Fall", hab soweit alles im Griff, mir geht's um meine Tante, sie hat den Diabetes Insipidus und auch einen Morbus Raynaud. Seit Jahren irrt sie von Arzt zu Arzt und rutscht immer tiefer.....

Muss sie erst fragen, welchen Insipidus von den beiden genau, hatte sie heute nur kurz am Telefon. Sie ist total fertig, möchte sich noch soweit durchschleppen (7,5l Flüssigkeitsaufnahme heute!!!) und am Dienstag in die Klinik gehen.

Sie hatte vor Jahren eine (ungeschütze) Amalgamsanierung und ich vermute, dass das die Nachwirkungen sind, incl. ihrer Belastung durch div. Quecksilber-beinhaltete Desinfektionsmittel.

Puhhhhh......
 
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Ich kann zum Glück noch feiern gehen, mit einem Arbeitskollegen, bis gerade eben....
Blendet den Tinitus und die Kniegelenksschmerzen aus.....
Das "Rhinozerus-Öl" *lach* gestern (allererste Anwendung!!!) hat mich doch ein Stück weit wieder nach oben gebracht....

Kann Euch geplagten nur allen empfehlen, KOPF HOCH!!!! ;-)
 

Paula3

Hallo,

im Buch von Andy Cutler steht auf Seite 113

Viele Patienten haben einen partiellen Diabetes insipidus (DI), weil sich Quecksilber in Hypothalamus und Hypophyse konzentriert. Dieser DI ist normaler Weise nicht so schwerwiegend, daß er eine kontinuierliche Behandlung erfordert. ... sogar milde Austrocknung verursacht Müdigkeit und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten.
Many patients have partial diabetes insipidus since mercury concentrates in the hypothalamus and pituary. This is usually not bad enough to require continuous treatment, … Even mild dehydration causes fatigue and increases susceptibility to disease…
und auf Seite 187

Einige Ärzte erinnern sich vielleicht nicht an die Diskussion z. B. in Harrison’s Principles of Internal Medicine bezüglich eines partiellen Diabetes insipidus. Dies ist eine häufige Erkrankung, die zur Ausscheidung von mehr als 2,5 Litern Urin pro Tag führt, aber nicht zu 18-24 Litern, die einen kompletten Diabetes insipidus charakterisieren. Die Fähigkeit der Niere, den Urin ausreichend zu konzentrieren, ist bei einer chronischen Quecksilber Intoxikation aufgrund unzureichender Freisetzung von antidiuretischem Hormon aus der Hypophyse eingeschränkt.
Some physicians may not remember the discussion available in, e.g. Harrison’s Principles of Internal Medicine regarding partial diabetes insipidus. This is a common condition that results in excretion of more than 2.5 liters of urine per day, but less than the 18-24 characterizing complete diabetes insipidus. The kidney’s ability to concentrate urine adequately is impaired - in chronic mercury intoxication due to inadequate release of antidiuretic hormone from the pituary
 
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Vielen Dank Euch beiden für die Antworten - dann wäre Quecksilber doch eine mögliche Ursache....

Der Insipidus hält sich in Grenzen, ist also ein partieller.
Um welchen es sich genau handelt, wurde ihr nicht gesagt.

Hab ihr gestern einen Besuch beim DMPS-Arzt empfohlen, worauf sie heute gleich einen Termin bekommen hat. Wie der erste Kontakt aus ging weiß ich leider noch nicht.
 
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