Pestizide an Obst und Gemüse: wie kann man sie entfernen ?

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https://www.codecheck.info/news/Kan...en-313300?mc_cid=aaefea8fc5&mc_eid=04c02a426a
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Um wirklich einen Großteil der Pestizide vom Obst abzuwaschen, solltest Du sie laut einer Studie von Forschern der University of Massachusetts ca. 15 Minuten in eine Natronlauge einlegen, mit klarem Wasser abspülen und trocken reiben. Der in vielen Backpulvern enthaltene Stoff säubert unter anderem Äpfel laut der Studie besser als andere Methoden. Wie praktikabel dies im Alltag ist, musst Du wohl selbst entscheiden.

Diese Obst- und Gemüssesorten sind besonders belastet

Um Verbraucher zu schützen, lässt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit regelmäßig Lebensmittel auf Rückstände von unerwünschten Stoffen testen. Das Ergebnis der letzten Auswertung aus dem Jahr 2016: Von 14.222 getesteten Obst- und Gemüsesorten war nur jede Dritte Probe frei von Rückständen. Bedenklich ist auch die Tatsache, dass viele Obst- und Gemüsesorten nicht nur ein Pestizid aufwiesen, sondern gleich einen ganzen Schadstoffcocktail aus Glyphosat, Quecksilber oder Fosetyl. Himbeeren oder Johannisbeeren etwa enthielten bis zu 24 verschiedene Schadstoffe:

1. Himbeeren (82,9 Prozent der Proben)
2. Johannisbeeren (81 Prozent)
3. Grapefruit (80,8 Prozent)
4. Tafeltrauben (79,3 Prozent)
5. Pfirsiche (77,4 Prozent)
6. Erdbeeren (75,3 Prozent)
7. Mandarinen (73,9 Prozent)
8. Kirschen (72,8 Prozent)
9. Aprikosen (67,4 Prozent)
10. Birnen (66,6 Prozent)
Pestizide meiden

Gründliches Waschen vor dem Verzehr und die richtige Wahl von Obst und Gemüse ist also wichtig. Doch worauf kannst Du außerdem achten, um weniger Pestizidrückstände aufzunehmen?
Frau Keller rät: „Bio-Obst ist generell deutlich weniger mit Pestiziden belastet und damit aus diesem Aspekt betrachtet definitiv die bessere Wahl. Nicht zu vernachlässigen sind hier jedoch teils sehr lange Transportwege. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich. Wer zu Bio-Äpfeln aus Neuseeland greift, handelt kaum nachhaltig.“
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Wenn gerade Beeren so stark belastet sind: wie wäscht man sie denn nun, falls man gerade keine Bio-Beeren gekauft hat? Oder läßt man das dann lieber ganz sein?

Grüsse,
Oregano
 
wundermittel
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da die gifte auch im obst und gemüse drin sind, nützt abwaschen usw. nur sehr wenig, teils auch so gut wie nichts.

ich hab früher trotz waschen und schälen mehrmals pleiten erlebt. die schleimhaut in mund und rachen hing in fetzen runter als hätte ich mit salzsäure gegurgelt. ich war froh als das angebot im bioladen endlich größer wurde und ich alles da kaufen konnte.

es reagiert zwar nicht jeder so heftig, aber extrem ungesund ist es für jeden auf dauer (und gerade bei den langzeitschäden sieht keiner mehr was wirklich die ursache ist und ärzte, hp und pharmaindustrie verdienen sehr gut daran) und es zerstört auch fruchtbare böden und insgesamt die umwelt incl insektensterben, wodurch es demnächst garkein obst usw mehr gibt, weil die bestäuber fehlen.

in china werden teilweise schon obstbäume von hand bestäubt, was aber auch nur sehr begrenzt und nur in ländern mit ganz extrem niedrigen löhnen möglich ist.

und in amerika usw. gibt es schon große gebiete, wo früher mais usw gewachsen ist und heute garnichts mehr wächst, noch nicht mal mehr unkraut.

die ersten stadien dieser zerstörung sind auch hierzulande teils schon zu sehen. am deutlichsten in diesem sommer mit hitze und trockenheit (was dank klimawandel demnächst häufiger auftreten kann).

und das alles nur, weil die meisten leute alles immer nur bilig, billig haben wollen und um ein paar euro zu sparen nicht nur ihre eigene gesundheit ruinieren , sondern auch zulassen, daß die umwelt zerstört wird und da, wo der dreck angebaut und dann hierher importiert wird die menschen, die da im anbau tätig sind von den extrem giftigen pestiziden (die hier größtenteils schon lange verboten sind, die wir aber mit dem ganzen supermarktdreck doch wieder auf den tisch bekommen ) schwer krank werden und sich wegen der extrem geringen löhnen noch nicht mal eine behandlung leisten können.

man muß schon lange nichts gespritztes mehr kaufen. es gibt fast überall bioläden usw. und teils auch in normalen supermärkten bio-nm, teils auch gutes, also von anerkannten anbauverbänden wie bioland, naturland und demeter (das eg-"bio" ist nicht viel besser als die üblichen sachen, also nur ein erster schritt in die richtige richtung) und das teils nur wenig teurer als der supermarktdreck.
und man spart das geld für die künstlichen vitamine in pillenform, weil man die mit wirklich gesunder ernährung garnicht braucht.

ich hab es schon erlebt, daß z.b. kiwis im bioladen billiger waren als die gespritzten bei aldi. man muß halt drauf achten, was wann saison hat und wo es gerade sonderangebote gibt und die gibt es im bioladen rel. oft während der jeweiligen erntezeit, weil die lagerkapazitäten da nicht so groß sind und nm dann teils extrem billig angeboten werden um sie nicht vernichten zu müssen.

und vieles kann man dann einfrieren, damit man außerhalb der jeweiligen saison nicht so viel dafür zahlen muß. spart außerdem zeit und arbeit, wenn man mal nur wenig zeit zum kochen hat und dann etwas schon kochfertiges im tk hat.:)

bei vielen nahrungsmitteln waren die erträge dieses jahr durch die trockenheit extrem gering und das bißl, was geerntet werden konnte, war von schlechter qualität.

andererseits konnte man auf brachflächen, auf denen nichts gespritzt wird und auch nichts bewässert usw. sehen, daß da das "unkraut" trotz trockenheit gut und reichlich gewachsen war.

ebenso bei den biobauern, die keine großflächigen felder so bebauen wie es auch die "normalen" machen, halt nur ohne pestizide usw., sondern die wirklich natürlich anbauen.

vor allem bei der permakultur waren die erträge auch trotz hitze und trockenheit noch gut. aber das machen leider nur wenige und die dann meist auch nur auf kl. flächen, dabei macht es, wenn es erst einmal gut angelegt worden ist, kaum noch arbeit und die erträge sind auf gleichen flächen sehr viel größer als bei allen anderen anbauarten.

lg
sunny
 
regulat-pro-immune
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02.10.10
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Ich kaufe fast alles an Obst, und erst recht Beeren inzwischen grundsätzlich nur noch Bio (oder gar nicht). Wenn ich auf einer Feier eingeladen bin und dort Trauben oder Erdbeeren angeboten werden und wo ich nicht weiß, ob sie Bio sind, rühre ich sie (abgesehen von übergroßen Gelüsten) nicht an, da diese meine Erfahrung nach am stärksten mit Pestiziden belastet sind.

Viele Grüße
 
Beitritt
15.04.16
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Also ich muss sagen, dass es mir nahezu genauso wie damdam ergeht... ich kaufe so gut es geht unser Obst ebenfalls weitgehend Bio, und das trifft vor allem auf die Beeren zu. Bei Feiern mache ich aber eine Ausnahme, natürlich sind Pestizide ungesund, aber bei Einzelfällen mache ich mir weniger Gedanken.
 
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