Patientensteuerung durch GKV

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... Patientensteuerung ist aktuell das Thema in der ambulanten Versorgung. Von Kostenträgerseite macht jetzt der Verband der Ersatzkassen (vdek) den 1. Aufschlag: das „Persönliche Ärzteteam“. In dem Modell wählt jeder gesetzlich Krankenversicherte über eine digitale Plattform 1 Hausarzt und bis zu 3 grundversorgende Fachärzte aus, z. B. Diabetologe, Kardiologe oder Orthopäde, zunächst für 1 Jahr. Der Versicherte kann Mitglieder des Teams direkt und ohne Überweisung in Anspruch nehmen. Daneben soll es möglich sein, eine telemedizinische Ersteinschätzung unter anderem per 116117 oder App zu nutzen. Ärzte außerhalb des Teams dürfen nur mit digitaler Überweisung in Anspruch genommen werden. Dazu muss nach Vorstellungen des vdek eine digitale Termindatenbank etabliert werden, auf der die Behandler feste Sprechzeiten-Kontingente bereitstellen. Die Überweisung werde auf dieser Plattform hinterlegt und beim Einlesen der Gesundheitskarte in der Praxis abgerufen. Behandlungen ohne Überweisungen dürften nicht zulasten der GKV abgerechnet werden.
Das Modell wäre verpflichtend für die Versicherten und soll Regelversorgung werden. Vdek-Chefin Ulrike Elsner will so die Terminsituation verbessert wissen. „Ein wesentlicher Grund für lange Wartezeiten ist, dass zu viele Versicherte durch das Gesundheitssystem irren, ohne an den richtigen Behandlungsort zu kommen. Es fehlt an verbindlicher Steuerung und Orientierung.” So suchten 20 Prozent der Versicherten 2022 6 oder mehr unterschiedliche Arztpraxen auf. Der vdek wolle die Patienten durch das Modell schnell in die richtige Versorgungsebene lotsen. Elsner: „So können Ressourcen effizienter genutzt und nicht notwendige Arztkontakte reduziert werden.“
Elsner meint, dass sie dieses Modell bereits der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vorgestellt hätte, die dem Persönlichen Ärzteteam durchaus offen gegenüberstehe. Auch die Betriebskrankenkassen würden Gefallen daran finden.

Das ist nicht der einzige Plan, um - so heißt es - Patienten besser und effektiver zu steuern. Ich denke, es geht aber vor allem darum, daß die Kassen in Geldnöten sind, und das anhaltend und steigend.
Im Prinzip finde ich diesen Vorschlag ok; - ob er in der Praxis dann tatsächlich etwas ändert für den Kassenpatienten, bleibt abzuwarten.

Grüsse,
Oregano
 
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Ich finde die Zahl 3 für die Fachärzte etwas unrealistisch angesetzt. Allein Zahnarzt, Frauenarzt und Augenarzt für die regelmäßige Vorsorge fressen dieses Budget für manche Patienten doch schon auf.
 

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