Parodontitis - Gefahr für innere Organe

  • Themenstarter Themenstarter Dora
  • Erstellt am Erstellt am

Dora

in memoriam
Themenstarter
Beitritt
05.07.09
Beiträge
2.832
Chronische Zahnfleischentzündungen gefährden die Zähne Erwachsener stärker als Karies. Chronische Zahnfleischentzündungen gefährden die Zähne Erwachsener stärker als Karies. Bei einer Entzündung bilden sich Taschen am Zahnfleischrand, in denen Nahrungsreste zurückbleiben, die wiederum die Entzündung fördern - der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch wird so immer tiefer. Hier können sich Bakterien optimal vermehren, bis sie Zähne und Kieferknochen angreifen.

Parodontitis weit verbreitet

Experten schätzen, dass allein in Deutschland rund 25 Millionen Menschen an einer sogenannten Zahnbettentzündung (Parodontitis) leiden, bei rund zehn Millionen Betroffenen liegt eine schwere Form der Erkrankung vor. Diese kann sich nicht nur in der Mundhöhle auswirken, sondern im ganzen Körper, wenn die Bakterien in die Blutbahn gelangen und sich im ganzen Körper verteilen, der darauf Entzündungsbotenstoffe ausschüttet. Die wiederum heften sich an verschiedenen Organen und Geweben an und verändern die Zellwände. So erschweren die Botenstoffe in Fett- und Muskelgewebe, dass Zuckermoleküle von der Blutbahn in die Zellen gelangen - der Blutzuckerspiegel steigt.

Einfluss auf Blutzuckerwerte

Es ist lange bekannt, dass Diabetes ebenso wie Rauchen, erbliche Veranlagung oder mangelhafte Mundhygiene das Parodontitisrisiko erhöht. Doch inzwischen weiß man, dass sich die Parodontitis umgekehrt auch negativ auf den Diabetes auswirkt. So können Entzündungsherde im Mund zu starker Schwankung und Verschlechterung der Blutzuckerwerte führen. Studien lassen auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall durch eine Parodontitis vermuten. Umso wichtiger ist es, dass Diabetiker besonders auf ihr Zahnfleisch und ihre Zähne achten. So können sie die Gefahr von Folgeschäden deutlich verringern.

Wie kann man vorbeugen?

Die gründliche tägliche Mundpflege in Verbindung mit zahnärztlichen Kontrollen und Vorsorgemaßnahmen wie die professionelle Zahnreinigung ist die beste Voraussetzung, der Parodontitis vorzubeugen. Diabetiker sollten ihren Zahnarzt frühzeitig über ihre Krankheit und ihre Blutzuckerwerte informieren, damit er die Behandlung darauf abstimmen kann. Eine bereits bestehende Parodontitis sollte unbedingt behandelt werden, auch um gefährliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Die Therapie ist aufwendig und langwierig, denn die in den tiefen Spalten verschanzten Erreger lassen sich nur sehr schwer bekämpfen. Häufig müssen befallene Zähne gezogen werden, um die Bakterien zu verdrängen. Doch der Aufwand lohnt sich, wenn dadurch der Zuckerstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-Risiko sinken.



www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/medizin/haut_haar_zaehne/paradontitis101.html
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:

Willkommen bei Symptome.ch
Schön, dass du da bist.

Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der größten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, Zusammenhänge erkennen und eigenverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Als Gast kannst du viele Themen mitlesen und dich informieren. Wenn du selbst Fragen stellen, auf Beiträge antworten oder mehr Inhalte sehen möchtest, registriere dich kostenlos. Die Gemeinschaft lebt vom Austausch – und jedes neue Mitglied bringt wertvolle Erfahrungen mit. 🙂

Zurzeit aktive Besucher

Keine Mitglieder online.

Statistik des Forums

Themen
69.531
Beiträge
1.068.059
Mitglieder
53.381
Neuestes Mitglied
der-dankbare-idiot
Zurück
Oben