oGTT als Diagnosemittel bei Gestationsdiabetes besser als HbA1c

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Während einer Schwangerschaft werden die werdenden Mütter engmaschig betreut und verschiedene Werte vorsorglich kontrolliert. Das ist notwendig, denn eine Schwangerschaft ist für den Körper anstrengend und birgt Risiken. Gleichzeitig kann in der embryonalen Entwicklung viel schief gehen. Je früher darauf reagiert werden kann, umso besser ist meist das Outcome.

Teil einer solchen Vorsorgeuntersuchung sind die Tests auf Gestationsdiabetes mellitus (GDM). Üblicherweise wird dafür ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) mit 75 g Glukose durchgeführt. Dies geschieht meist im zweiten Trimenon und ist zeitintensiv. Ein einfacher Bluttest könnte hier besser sein. Deshalb hat eine britische Studie (Meek et al.) nun in drei britischen Kohorten untersucht, ob sich der Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) auch eignen würde, um einen GDM zu diagnostizieren. Als Konsequenz aus den Daten schlug das Team vor, am Ende der 28. Schwangerschaftswoche einen Grenzwert für den HbA1c von 39 mmol/moL (5,72%) anzusetzen.
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Fazit

Weder im zweiten noch im dritten Trimenon konnte mittels eines HbA1c >39 mmol/moL (5,72%) ein Gestationsdiabetes zuverlässig diagnostiziert werden. Würde nur der HbA1c zugrunde gelegt, würden bei diesem Grenzwert 89,9% der GDM-Patientinnen übersehen. Bei einem niedrigeren Grenzwert von 32 mmol/moL wären es immer noch ein Fünftel.

„Die alleinige Bestimmung des HbA1c im 2. oder 3. Trimenon kann den oralen Glukosetoleranztest zur Diagnose eines GDM nicht ersetzen“, schreiben die Forschenden. ...

Gruss,
Oregano
 
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