Ölfarben/ HIT

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Hallo!

In letzter Zeit habe ich wieder verstärkt altbekannte Probleme,
Nun bin ich auf das hier aufmerksam geworden:

Vorsicht auch beim Umgang mit Dispersions- und Acrylfarben sowie Lacken oder Ölfarben:
Beim Einatmen der Lösemittel oder auch in Berührung mit der Haut kann es zu Symptomen und Beschwerden kommen, deshalb bitte einen dafür gekennzeichneten Atemschutz und Handschuhe tragen!

Seitdem ich mit Ölfarben arbeite und Verdünnungsmittel, muss ich gesundheitlich wieder viel aushalten. Das heißt, Schlafstörungen ohne Ende

Handschuhe alleine bieten wohl kaum einen Schutz.Können die Stoffe beim Einatmen auch Probleme bereiten?


Kennt sich jemand da aus???

vg
 
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die können sogar ganz heftige probleme machen.
eine normale maske bringt garnichts. überall wo luft durchgeht, gehen auch die chemikalien durch.

ölfarben kann man ganz vergessen. bei den acrylfarben, die ja wasserlöslich sind, kann man glück haben, daß man eine findet, die wenig uv enthält.

und zum malen sind die eh besser als öl, weil sie vielseitiger sind.
unverdünnt kann man fast ölfarbenähnliches produzieren, verdünnt (mit wasser) aquarellartiges usw. usw.

ich hab früher ja gemalt und ausstellungen gemacht (u.a in einer galerie in münchen), mußte es dann wegen der uv aufgeben und hab dann vor ca. 2 jahren zufällig eine acrylfarbe gefunden, die geht, wenn ich bei weit geöffneten fenstern und mit durchzug male und auch nicht zu lang, aber die bilder, die ich damit gemalt habe, sind eh immer schnell fertig.
eigentlich wollte ich voriges jahr im herbst in einer galerie ausstellen, aber ging ja wegen c. nicht. hoffentlich ist der mist bald vorbei, weil auch beruflich (das malen ist nur nebenberuflich, hauptberuflich mach ich anderes) vieles nicht geht und es nicht nur finanziell eine katastrophe ist.


lg
sunny
 
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10.01.04
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Hallo Hitmaus,

  • Wenn du mit Dämpfen, Lösungsmitteln oder ähnlichem arbeitest, trage dabei eine Atemmaske.
  • Eventuell kannst du problematische Arbeitsstoffe mithilfe deines Vorgesetzten ersetzen, wie beispielsweise Reinigungsmittel oder Gummihandschuhe.
  • Falls du auf der Arbeit bemerkst, dass allergische Symptome ausbrechen, unterbrich – falls möglich – die Arbeit und widme dich anderen Tätigkeiten.
  • Suche frühzeitig einen Arzt auf, sodass eine Verschlimmerung gestoppt werden kann.

Das solltest du besser vermeiden​

  • Vermeide wenn möglich den Kontakt zu den allergischen Stoffen konsequent oder reinige zumindest regelmäßig die Haut und deine Arbeitskleidung. ...

Hier werden noch mehr Schadstoffe + Schutzmaßnahmen genannt:

Ein professioneller Atemschutz sieht so aus:

Du bekommst - soweit offen - sicher auch gute Auskünfte direkt in einem Farbengeschäft.

Hier noch mehr Informationen über Schadstoffe und Alternativen:

Grüsse,
Oregano
 
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28.01.20
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Handschuhe alleine bieten wohl kaum einen Schutz.Können die Stoffe beim Einatmen auch Probleme bereiten?
Hallo Hitmaus,
definitiv ja. Beim Einatmen können die lösemittelhaltigen Dämpfe in die Lunge geraten.
Du kannst im Freien arbeiten, wenn etwas Wind weht, oder Acryl- Lacke verwenden. Die haben zwar keine Lösemittel, könnten aber ebenfalls einem Allergiker zu schaffen machen.
Die "Zutatenliste" auf den Dosen weist teilweise auch darauf hin.

Liebe Grüsse
zausel
 
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28.05.20
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Sehr deprimierend. Wirklich. Aber nun kann ich wirklich ein Kreuz machen.

@Sunny: Da sind Ölfarben der absolute Farb-Knaller, und bringen das Meiste ein, und am End kann man sie nicht verwenden. Für Künstler ist das der Bankrott. Ist ja schon so schwer genug.

Ich habe stets Acrylfarben verwendet, denn die gehen bei mir gut. Seitdem ich mit Öl arbeite, geht es wiedermal rapide bergab. Ich hatte so sehr gehofft, dass es funktioniert.
Leidergottes ist sehr viel auf die Haut gekommen ... ich hätte da wirklich dran denken müssen,mirHandschuhe aufzusetzen.
Und blöderweise habe ich den Arbeitsplatz aus Platzgründen in die Küche verlegt und nun sind vermutlich die Dämpfe überall eingezogen. Das heißt jetzt, aus der Küche ausziehen.

Bei mir äußern sich die allergischen Reaktionen hauptsählich mit nächtlichen Aufwachen, jede Stunde einmal.
Vor drei Tagen habe ich zuletzt die Farben verwendet. Die Probleme bleiben aber hartnäckig,vermutlich weil die Küche mein 2. Wohnzimmer ist.

Das ist aber auch zu dumm!

Vielen Dank für die Antworten.
 
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10.01.04
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Hallo Hitmaus,

ja, das ist wirklich eine blöde Situation !
Hast Du denn schon überlegt, ob ein Luftreiniger/filter Dir helfen könnte?


Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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die infos der verbraucherzentrale sind gut. bei pollenallergien haben luftfilter eine gewisse wirkung.
die kann man aber auch seeeeeehr viel billiger mit pollenvliesen am fenster erreichen.

bei chemie in der luft bringen sie nur dann etwas, wenn damit luft, die von draußen oder aus einem nebenraum ins zimmer kommt komplett gefiltert wird bevor man sie einatmen kann.
dafür sind besondere (extrem teure) anlagen nötig.

ein luftfilter (die wirklich guten sind auch sehr teuer), der im zimmer steht bringt nichts, weil man die luft, bevor sie ihn erreicht, schon längst eingeatmet hat.

und weiter mit öl zu malen, obwohl man davon beschwerden bekommt, ist wirklich nicht sehr klug, weil es doch acrylfarben gibt und man damit fast die gleichen effekte erreichen kann.

außerdem kann man dabei die pinsel mit wasser auswaschen und muß dafür nicht auch noch chem. lösungsmittel nehmen.
ebenso die hände, wenn da mal etwas draufgekommen ist.
und billiger sind sie auch noch. und schon seit vielen jahren auch im prof. bereich durchaus üblich.
also nur vorteile. :)


lg
sunny
 
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28.01.20
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Und blöderweise habe ich den Arbeitsplatz aus Platzgründen in die Küche verlegt und nun sind vermutlich die Dämpfe überall eingezogen. Das heißt jetzt, aus der Küche ausziehen.
Hallo Hitmaus,
Dämpfe der Lösemittel sehe ich als sehr belastend an. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie sich dauerhaft irgend wo in Küchenmöbeln einnisten.
Lösemittellacke trocknen durch das Verdampfen des Lösemittels. Acryllacke trocknen durch die Aufnahme von Sauerstoff.

Wie ich oben schrieb:
Beim Einatmen können die lösemittelhaltigen Dämpfe in die Lunge geraten.
Du kannst im Freien arbeiten, wenn etwas Wind weht,
Das heisst, sobald der Lack ganz austrocknen konnte, (das kann u.U. 2-3 Tage dauern, bei "Mehrkomponentenlacken auch manchmal Wochen, wenn sie keine Trocknungsbeschleuniger enthalten) werden keine Lösemittel mehr herausgelöst.
Gefährlich ists halt während der Verarbeitungszeit.
Darum gibst in einer Autolackierwerkstätten "Abzugsanlagen". U.A. auch... um den, durch das Verspritzen der Lacke entstehenden Spritznebel ab zu saugen.
Vor drei Tagen habe ich zuletzt die Farben verwendet. Die Probleme bleiben aber hartnäckig,vermutlich weil die Küche mein 2. Wohnzimmer ist.
Wenn Du WÄHRED und NACH Deiner Arbeit die Fenster geöffnet hältst und für Durchzug sorgst, können auch kleinste Lösemittel- Lackbestandteile hinaus befördert werden.

Ich würde Dir jedoch empfehlen, auf lösemittelhaltige Farben zu verzichten.

Versuchs mal mit entgiften, ich denke Du reagierst extrem auf Lösemittel.

Liebe Grüsse
zausel
 
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28.05.20
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jo, die verarbeitungszeit beträgt 3 - 5 tage / bis zum Trocknen der Farbe. Gelüftet hatte ich die ganze Zeit bei weit offener Terassentür. Es muss der Hautkontakt gewesen sein und vielleicht das Lösungsöl, das ich großzügig verwendet habe, leider ein russisches Fabrikat und daher für mich nicht lesbar:-(
Farbe und Lösungsöl überall an Händen und Armen.

Habe nun die Farbpalette nach draußen verfrachtet, die Leinwand kann ich nirgends hintun, und daher bleibt nur noch Trocknen
Verzichten möchte ich ungerne, werde aber im Sommer vllt den Arbeitsplatz nach draußen verlegen UND Handschuhe verwenden.
 
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28.01.20
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Hallo Hitmaus,
da fällt mir gerade ein, dass Du Farben auch selbst herstellen kannst.
Schau mal hier


Es gibt noch viel mehr Seiten über die selbst Herstellung von Farben.

LG
zausel
 
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28.05.20
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hallo Sunny,

danke für den Tipp. Ich werden ihn mir sehr zu Herzen nehmen;-)

@zausel: mal gucken, ich denke, ich mache mit Acryl weiter. Das geht problemlos.
 
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