Notarzt fuhr zu schnell (D)

James

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Ein Notarzt wurde gerufen, weil ein Kleinkind zu ersticken drohte. Um das Kind zu retten, fuhr er mit Martinshorn und Blaulicht zu schnell und wurde von eim Autofahrer angezeigt. Jetzt soll er seinen Führerschein verlieren und eine Strafe von 4.500€ zahlen.
Hier der Vorgang und Link zu einer online-Petition:
Online-Petition für Notarzt Alexander Hatz gestartet - SPIEGEL ONLINE
 
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Hallo James
als ich das las, dachte ich sofort daran, dass man an den Rand fahren soll und Platz machen soll, sobald man das Martinshorn hört od.Blaulicht sieht. Dass der Anzeigeerstatter stark bremsen musste, ist evtl. darauf zurück zu führen, das er sein Thempo nicht vorher drosselte und an den Rand fuhr, eigentlich sollte sein Fahrstil untersucht werden. Ohne genauere Infos ist das alles recht schwer zu beurteilen, finde es aber nicht ok, dass der Rettungswagenlenker so sehr gestraft werden soll.
Das las ich dann auch im Text von der eingestellten Petition.
Zitat:
Hatz habe im Notfall gehandelt, "und man lernt in der Fahrschule, dass man Platz machen muss, wenn Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn kommen", schreibt Initiator Florian Jornitz aus Hamburg. Er fordert, Einsatzkräfte vor Anzeigen zu schützen: "Es geht auch um unser Leben."
 

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Das Problem ist, denke ich, dass man einfach zu wenig weiß. Gerade Landstraßen können trotzdem aufs und abs haben, sodass überholen je nach Stelle auch riskant werden kann. Wenn ein entgegenkommendes Fahrzeug den Rettungswagen zu spät sieht oder hört wegen diverser Nebengeräusche, dann kann es auch schon mal eng werden. Ist auch immer die Frage hält der Hintermann genügend Abstand, sodass ein schnelles bremsen überhaupt möglich ist oder fährt er einem womöglich hintendrauf. Alles Umstände, die man nicht wissen kann. Man kann durchaus über Jahre unfallfrei fahren und doch kann einmal eine Situation eintreten, wo es happig wird für andere Autofahrer, vorausgesetzt, das diese sich auch korrekt verhalten haben, denn natürlich sollte man bei Blaulicht ect. die Geschwindigkeit drosseln und beiseite fahren. Das Gerichtsurteil klingt sehr hart und so wie das Ganze dargestellt wird für die Öffentlichkeit überzogen. Aber ohne Genaueres zu wissen, kann man sich kein klares Bild machen. Trotzdem wäre ein Unterschreiben sinnvoll. Zudem sollte ein Notarzt auch einen Fahrer haben, soweit ich das gelesen habe. Aber es wird ja hinten und vorne gespart.

Grüsse von Juliette
 
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James

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Ich denke jeder vernünftige Mensch würde so handeln wenn ein Leben auf dem Spiel steht. Leider ist es bei manchen Menschen mit der Vernunft schwierig, da scheinen hausgemachte Vorschriften wichtiger zu sein.
 
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James

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200.000 Menschen haben die Petition unterzeichnet uind offensichtlich Wirkung erzeugt.

Heute wurde der Strafbefehl zurückgenommen!

Herzlichen Dank allen Unterstützern,
 
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In einem kurzen Film-Beitrag hatte ich gehört, dass ein - entgegen kommender - Autofahrer bis auf den (unbefestigten) Randstreifen ausweichen musste, und das wohl für unangemessen hielt. Und ihm war zuerst auch 'Recht gegeben' worden.

Bei der General-Staatsanwaltschaft München heißt es jetzt:
In Abwägung der gebührenden Ausübung der Sonderrechte des Rettungsdienstes und der dabei gleichwohl gebotenen Rücksichtnahme auf die anderen Verkehrsteilnehmer lässt sich dem Notarzt gegenüber ein strafbarer Vorwurf nicht aufrechterhalten."
Neuburg: Darum wird der "rasende" Notarzt jetzt doch nicht bestraft - Augsburger Allgemeine
 
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