Neues zur Therapie von Alzheimer

ory

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Und ob Alzheimer "früher" (mit Mehrgenerationshäusern = Großfamilien) so häufig vertreten war, wie in den letzten Jahrzehnten, wage ich auch zu bezweifeln...

Liegt vielleicht auch daran das früher es noch nicht so viele alte Menschen gab ;).


Die Idee von Difi hatte auch ich hier vor Jahren gehabt .

Das Bürgermeisteramt lehnte ein Projekt dieser Art ab ,obwohl „alles“ vorhanden war .

Wir haben dies nie verstehen können .

lg ory
 
wundermittel
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Wuhu,
Liegt vielleicht auch daran das früher es noch nicht so viele alte Menschen gab ;).
na geh, und die so viel zitierten "Mehr-Generationen-Familien" (verschrieb mich vorher mit "Großfamilien") hatten welche Altersgrenze?! Klarerweise gabs das in der Stadt nicht so wie am Land, aber auch dort ists idR seit geraumer Zeit nicht mehr so...

"Damals" haben die Alten bis weit übers "aktuelle, allgemeine" Pensions-Alter "in der Wirtschaft" mitgearbeitet, und nicht nur auf Kinder - wenn überhaupt - aufgepasst; Ach ja, hab den Geschichten meiner Ur- und Großmüttern immer gerne gelauscht; Stelle grade rückblickend fest, dass die alle KEINE Demenz/Alzheimer hatten und in den letzten Jahren, wo im hohen Alter die Altersschwäche immer mehr zum Vorschein kam so weit wie möglich noch von der jüngeren Generation betreut wurde, kurz vorm "Schluß" eben auch gepflegt... :cool:


Die Idee von Difi hatte auch ich hier vor Jahren gehabt .

Das Bürgermeisteramt lehnte ein Projekt dieser Art ab ,obwohl „alles“ vorhanden war .

Wir haben dies nie verstehen können.
Ja, das betrübt einen schon immer wieder, wenn "politisches" Kalkül hinter so manchen unverständlichen "Entscheidungen" steht :mad:
 

ory

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Damals" haben die Alten bis weit übers "aktuelle, allgemeine" Pensions-Alter "in der Wirtschaft" mitgearbeitet, und nicht nur auf Kinder - wenn überhaupt - aufgepasst

genau ,früher waren die "alten " immer noch in irgend welchen pflichten mit eingebunden .
möglich das dies auch sehr viel bei demenz/alzheimer mitspielt "nichtmehr" gebraucht zu werden !?

lg ory :wave:
 
regulat-pro-immune
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Wuhu,
genau ,früher waren die "alten " immer noch in irgend welchen pflichten mit eingebunden .
möglich das dies auch sehr viel bei demenz/alzheimer mitspielt "nichtmehr" gebraucht zu werden !?
der Gedanke kam mir auch; Eine Großmutter hab ich noch, wird diese Tage 95, "pumperlgsund"; Hat bis vor 20 Jahren noch fleissigst im landwirtschaftlichen "Familienbetrieb" mitgearbeitet... Aber vielleicht ist sie auch nicht so umweltgiftmäßig belastet gewesen?! Hm... sie war auch immer eher ein "Fleischtiger" als eine "Mehlspeis-(nasch)-katze", Gemüse gabs ja nur als "Beilage"...
:idee:
 
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Berichte meiner Großeltern lassen durchaus den Schluß zu, daß es Demenz gab.
Wohl aber nicht so häufig.
Auf einer regulären Pflegestation mit meinetwegen 60 Pflegebedürftigen, sind geschätzt mindestens 45 Dement.
Wobei hier Alzheimer auch nicht so häufig ist. Läßt sich aber oft gar nicht klar trennen.
Dann hat man am Morgen für diese Leute 4-5 (in den goldenen 90igern 6-7) Pflegekräfte, wovon eine eigentlich nur organisatorischen Kram zu tun hat.
Am Nachmittag hat man dann 3 Pflegekräfte, wovon eine organisatorischen Kram zu tun hat. Nachts 1 Pflegekraft, die oft nicht ausreichend ausgebildet ist. Man muß sich dabei auch klar machen was die Pflegekräfte da in einer Schicht alles zu tun haben und wieviele Menschen sie betreuen müssen. Psychsoziale Betreuung gibt es dabei quasi gar nicht.
Ich sehe es gerade wieder. Meine Großmutter mußte nun doch ins Heim, weil sie zu weit von ihren Angehörigen weg wohnt und den Ort nicht verlassen wollte, aber gesundheitlich einfach Hilfe braucht.
Das Heim liegt schön, es hapert aber an allen Ecken und Enden am Personal, bzw. an ganz einfacher Tagesgestaltung. Alte Leute wollen keine Bilder malen, wenn sie das nicht schon vorher getan haben.

Bei solchen Bedingungen werden die Leute systematisch krank und dement "gepflegt".

Ich habe übrigens noch nicht gehört das sich eine Pflegekraft mit Alzheimer angesteckt hätte. Wohl aber mit den üblichen Seuchen, die so durch den Heimgang streunen.

Im Mehrgenerationenhaus ist es aber auch so das da viel mehr Ansprechpartner sind, als in einer kleinen 2 Zimmer Wohnung.
Da können alle mal das eine oder andere machen. Pflegetätigkeit ist immer anstrengend, aber für beide Parteien.
Es fällt leichter, wenn es mehrere Personen gibt, die sich kümmern können.
Ein Modell, das im betreuten Wohnen ja auch trägt. Dort sind ebenfalls Demente untergebracht, und es läuft viel ruhiger, weniger Medikamentös, insegsamt entspannter, eben auch durch die wohnliche Atmosphäre.


LGB
 
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ory

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hallo bergversetzer ,

Ich habe übrigens noch nicht gehört das sich eine Pflegekraft mit Alzheimer angesteckt hätte.

das wäre für die armen demenz/alzheimerkrankten auch katastrophal , es würde sich bestimmt niemand mehr als pflegekraft zur verfügung stellen .

"es geht "nicht" um klassische ansteckung " ;)

lg ory
 
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Weiß ich doch Ory;)

Anbei eine kleine Geschichte:

In meinen Nachtschichten saß immer ein Mann bei mir und erzählte. Er konnte nicht schlafen, war vom Arzt als dement eingestuft. Aber war noch ganz gut unterwegs. Also wenn ich Dienst hatte, war er da. Es gab noch eine Frau, die auch nicht schlafen konnte und immer schon wartete, das ich nachts da war, dann schlief sie extra tagsüber, um nachts wach zu sein. Sie war ebenfalls vom Arzt als dement eingestuft. Nachts wuselte sie also in der Küche herum, was mir unangenehm war, weil es meine Aufgabe gewesen wäre, die Sachen da zu machen aber sie wollte es halt so gern machen. Freute sich immer so endlich mal etwas zu tun zu haben was halbwegs sinnvoll war.
Sie kochte Kaffee für uns drei und dann plauderten wir, während ich Medikamente stellte oder so.
Das waren die besten Dienste meiner ganzen Berufszeit. Jedenfalls gab es da eine gewisse Vertraulichkeit unter uns, eigentlich war das Ganze (wie fast alles andere, was angenehm hätte sein können) verboten (Dienstvorschriften, Hygienevorschriften bla bla). Aber nachts ist ja eh kein Oberboß da. Also erfuhr ich so von den beiden viel über ihr Leben und wir feierten sogar unsere Geburtstage usw. auf diese Weise.
Der Mann war mir von Anfang an sehr sympatisch, wir mochten uns einfach, da stimmte die Chemie sozusagen. Er hat viel erlebt. Eines Tages kam er aus dem Krankenhaus zurück, was er hatte, weiß ich nicht mehr, er sah angeschlagen aus, fast so als würde es bald zu Ende gehen. In dieser Nacht saß er allein bei mir, im Rollstuhl, denn Gehen konnte er nicht mehr, aber er wollte nicht schlafen. Er wirkte überhaupt nicht verwirrt. Er wirkte verzweifelt, er war traurig. Er erzählte mir das er früher eigentlich Funker in der Armee war, dann aber zur SS ging und im Sonderkommando ins Warschauer Ghetto kam, welches zu dieser Zeit "geräumt" wurde. Er weinte bei der Erinnerung daran und meinte er käme in die Hölle, und zwar bald.

Die nächsten Nächte war er wieder wie sonst, starb aber nicht lange danach. Niemand sonst erfuhr von dieser Nacht.
Ich habe mich gefragt ob die "Demenz" für ihn nicht eigentlich auch willkommen war. Viele Demente leben ja sozusagen wieder in ihrer Jugend. Er auch, aber eben vor dem Krieg.
Demenz also als Verdrängungsmechanismus?
Oder andersherum: Demenz als Folge von Angst vor der Zukunft?
Ich glaube das Perspektivlosigkeit den Geist schwächt bis vollkommen erledigt.

Was meint ihr?

LGB
 

ory

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es ist schon traurig mit ansehen zu müssen das diagnostizierte demenzkranke im heim , vielleicht eigentlich ganz normale alte menschen sind die nur abgeschoben werden ,aus welchen gründen auch immer .

Demenz also als Verdrängungsmechanismus?
Oder andersherum: Demenz als Folge von Angst vor der Zukunft?
Ich glaube das Perspektivlosigkeit den Geist schwächt bis vollkommen erledigt.

sieht man das nicht auch schon bei jugendlichen die keine perspektive und somit auch angst vor der zukunft haben (sie driften auch ab )

ich kann mir gut vorstellen das gerade menschen mit einer aufreibenden vergangenheit egal in welcher form total abbauen nachdem sie verrentet werden .

lg ory
 
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Wuhu,
... Demenz also als Verdrängungsmechanismus?
Oder andersherum: Demenz als Folge von Angst vor der Zukunft?
Ich glaube das Perspektivlosigkeit den Geist schwächt bis vollkommen erledigt.

Was meint ihr?
ja, das könnte wohl bei manchen der Fall sein, aber ich glaube, das ist eher eine Ausnahme und die Regel ist/sind organische bzw körperliche Ursache/n...

Oh, und ja, auch ich hörte noch so manche Kriegs-Geschichte von meinem Großvater...
 
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Nun ist es ja schon so, daß man nicht genau weiß wie die Demenz/Alzheimer entsteht. Das mit der Plaque ist ja auch nur eine Theorie. Zwar vorhanden aber tut sie das was man ihr zuschreibt?
Meine Oma hat auch eine nachgewiesene Gehirnverkalkung und ist nie dement gewesen.
Vergesslich ja (zu wenig Flüßigkeit) aber immerhin erst mit 93.

sieht man das nicht auch schon bei jugendlichen die keine perspektive und somit auch angst vor der zukunft haben (sie driften auch ab )

ich kann mir gut vorstellen das gerade menschen mit einer aufreibenden vergangenheit egal in welcher form total abbauen nachdem sie verrentet werden .

Eben! Schon unsereiner kriegt Probleme, wenn der Alltag zu langweilig ist, keine Aufgabe da ist, kein "Sinn" da ist.
Für viele Leute ist die Rentenzeit ja ohnehinschon mit einigen Ängsten belastet. Man muß sich genau überlegen was man mit all der Zeit anstellt. Vielleicht löst das auch schon im Vorfeld bei einigen einen folgenschweren Prozess aus?

Alibiorangerl, ich fand immerschon sehr interessant was alte Leute einem so alles zu erzählen haben. Einmal betreute ich einen Mann, der die Flugzeuge für Hitler konstruiert hat und später beim Bombenentwickeln half.
Was der so alles erzählte, war wirklich unheimlich.


LGB
 
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Spannend zu lesen....

könnte schon sein das es eine Gnade ist hinüber zu schleichen... aber da gibt es Unterschiede. Also wieder Einzelschicksale.

Bergeversetzer....schön zu lesen. Habe mir Notizen gemacht.

Auf einer regulären Pflegestation mit meinetwegen 60 Pflegebedürftigen, sind geschätzt mindestens 45 Dement.
Wobei hier Alzheimer auch nicht so häufig ist. Läßt sich aber oft gar nicht klar trennen.

Ist die Zahl wirklich so hoch? Müssen die Pflegepersonen alle Profis sein? Kann man auch Menschen mit sozialem Engagement einfügen?

Hier in diesem Land könnte ich alles machen. Kein Verbot....nur hier gibt es keine Profihilfe. Muss erst mal erklären um was es geht...

Und nun der Hammer....hier gibt es nicht soooo häufig Altersdemenz. Die sterben aber auch nicht früher...essen auch nicht gesünder...

Bin schon seit Monaten am Thema. Bin mir nicht sicher ob man hier überhaupt wirkliche Zahlen bekommen kann. So lange ich Uruguay kenne, hatte es immer die Einwohnerzahl von Berlin. Also wenn einer geboren wurde, hatte den Sterbestaffel übergeben?!

Hier gibt es nur kirchliche Heime..eigentlich nur eins! :eek:)


Das mit dem Malen stimmt nicht so ganz.....Habe in der Reha erlebt wie Menschen Talente entdeckten. Zumindest Freude hatten. Habe Ausstellungen gemacht. Da ist einiges raus gekommen.;)

LG, Difi
 
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Hallo Difi,

Malen, ja das war zu allgemein ausgedrückt. Habe oft erlebt das sich jemand weigert- besonders Männer.

Interessant das es in Uruguay nicht so häufig Demenz gibt. Vielleicht doch die Lebensbedingungen? Was machen ältere Leute bei Euch? Leben sie bei ihren Familien?

Ja die Zahl ist so hoch. Aber es gibt natürlich Ausnahmen. Und auch viele andere Möglichkeiten des Stationsaufbaus, somit auch des Klientels.
Außerdem finden sich im Heim ja auch viele Schwerstpflegebedürftige, die möglicherweise auch durch die körperliche Erkrankung, geistig abbauen.
Es arbeiten einige sog. Pflegehelfer in Heim. Früher brauchten die gar keine Ausbildung, so habe ich begonnen. Später brauchten auch Pflegehelfer so eine Art Grundkurs. Sie dürfen keine medizinisch relevanten Tätigkeiten ausführen, jedoch alle grundpflegerischen Tätigkeiten.
Unter der Hand, wenns keiner merkt, und man im Team wirklich gut eingespielt ist, macht ein Pflegehelfer aber dann doch auch mal medizinisch relevantes.
Ein parr grundsätzliche Dinge sollte man aber schon wissen. Hier in D. kommen bestimmte Erkrankungen häufiger vor, da sollte man wissen womit man es zu tun hat und wie man reagiert.
Ebenso wie man jemanden berührt oder wäscht. Das gibt es Kniffe und Tricks und auch bestimmte Arten den eigenen Körper bei schwerer Belastung zu schonen (Bobath).
Die machen die Ausbildung hier recht umfangreich. Eigentlich ist es unverständlich warum das Altenpflegerdasein immernoch so einen negativen Beigeschmack hat, bei der Ausbildung.


LGB
 

Windpferd

Hallo,

"Neues" zum Thema Alzheimer.

Bei Uwe Gröber ("Mikronährstoffe . . .", 3. neu bearb. Aufl. 2011) gibt es ein ausführliches Kapitel über M.A. Weiß nicht, wie "neu" im absoluten Sinn das ist - jedenfalls ist es leider sehr vielen neu.

Gröber betont die Störung des neuronalen Energiestoffwechsels und die dadurch bedingte Neurodegeneration infolge der irreversiblen Glykolisierung von ZNS-Proteinen und deren Ablagerung in senilen Plaques. Diese Substanzen heißen auch Advanced Glycation Endproducts (AGE) und entstehen v.a. durch das Erhitzen (über 44°C!) von Nahrung. Diese fördern die Bildung proinflammatorischer Zytokine und reaktiver Sauerstoffspezies. Woraus schlicht und ergreifend folgt: Rohkost! Nicht jeden Tag einen kleinen grünen Salat (und schon gar kein süßes Obst) sondern alles roh. Das scheint vielen eine unüberwindbare Hürde (mit hundert Gründen). Aber schließlich geht's um Leben und Tod.

Weiterhin eine lange Liste von NEM, überwiegend mit extrem hohen Dosierungen: ALA (zentrale Bedeutung, das weiß man schon länger), Acetylcarnitin, alle B-Vitamine (hochdosiert Niacinamid), Vit. E (achtfach), Phosphatidylserin, Q10, DHA und EPA, Selen, Ginkgo, Melatonin u.a.m.

Auch S-Adenosylmethionin (SAM). (In einem Beitrag war die Rede von einer indischen Studie, die eine Alzheimer fördende Wirkung von Methionin nachgewiesen habe. Da würde ich gern mal die Methode dieser Studie anschauen. Kaum denkbar. Allenfalls könnte Methionin Homocystein erhöhen - und wenn dann Folsäure, B12, Trimethylglycin und B6 zur Remethylierung bzw. Phosphorylierung von Hc fehlen, könnte dieses auf toxische Levels steigen.) Nachweislich ist SAM ein hochwirksames Antidepressivum, nach einigen Studien ebenso wirksam wie die SSRI. (Allerdings wird es oral schlecht aufgenommen, so daß es gespritzt werden sollte. Bei Dosen bis zu 1200 mg/Tag ist das aufwendig, da eine Ampulle (Gumbaral = "Ademethionin", das einzige deutsche Präparat; in Italien das gleich zusammengesetzte Samyr) nur 200 mg enthält. (Man kann's auch i.m. spritzen, lt. Auskunft des Herstellers.)

Nicht wirklich neu aber immer noch vielen allzu neu: Die unbedingte Notwendigkeit der Entfernung von Amalgam und aller Metalle aus Mund und - was nur mittels invasiver Chirurgie möglich ist - Kiefer. (Notfalls eben unter Narkose oder Hypnose.) Ferner maximale Vermeidung / Abschirmung von EMF. Und kompromißlose "Grünbetonte Rohkost. Bei Joachim Mutter ("Gesund statt chronisch krank, auch "Grun essen!) - dessen größte Leidenschaft der Behandlung schwerer neurologischer Erkrankungen gilt - wird dies eingehend erläutert (S. 344 - 351). Er betont, daß M.A. und ALS nur zum Stehen gebracht werden könnte, wenn "alles" gemacht werde und zwar möglichst früh und rasch. Die Zeit ist sehr knapp. J.M. hat etliche Fälle, in denen M.A. zum Stehen gebracht wurde. (Über einen berichtet er kurz, S. 350.) - Schon erstaunlich, ja tragisch, daß alle dieser Maßnahmen den meisten Menschen fundamntal zuwider sind.

Allerdings, die Realität ist manchmal unglaublich grausam: Es gibt Fälle, in denen die Angehörigen eine derart aufwendige und letztlich doch nicht immer erfolgreiche Therapie eben nicht durchführen wollten, um ihre Qual des Lebens mit einem M.A.-Patienten nicht auch noch zu verlängern.

Ich hab nicht die Zeit, die ganzen Details hier abzuschreiben. Wenn jemand einen lieben Menschen in seinem Umfeld hat, dürfte es sich lohnen, die genannten Werke anzuschaffen.

Mögen wir das Glück oder die Gnade haben, bei Verstand zu bleiben. Halbwegs wenigstens.

Liebe Grüße
Windpferd.
 
regulat-pro-immune
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