Neues Patientenportal eines Medizinstudenten

StarBuG

Hallo

Ich heiße Michael und bin Medizinstudent im 9. Semester.

Ich habe vor etwas mehr als zwei Monaten ein neues Forum für Patienten gegründet.
Ziel dieses Forums ist es, Patienten eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Erfahrungen austauschen, Gleichgesinnte bzw. auch Betroffene kennen lernen, Fragen stellen und über alltägliche Probleme reden können.

Für mich persönlich ist das Forum eine Möglichkeit, Probleme aus dem Krankenhaus aus Sicht der Patienten kennen zulernen.
Meistens bekommt man als Arzt ja nicht das mit, was Patienten wirklich über ihren Aufenthalt denken.

Natürlich versuche ich und die anderen Mitglieder, alle aufkommenden Fragen, so gut es mir möglich ist zu beantworten.
Andere Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Alternativmediziner und natürlich auch Patienten sind schon mit an Bord. Wir sind ein wirklich netter Haufen.

Also wer Lust hat, bei uns mal reinzuschauen, immer gerne...

Mein Forum findet ihr hier: http://www.patientenfragen.net

Würde mich freuen, den Einen oder Anderen von euch bei mir zu treffen.

Liebe Grüße

Michael

ps: Ich hoffe dieser Beitrag ist nicht gegen die Regeln. Falls er es doch ist, möchte ich mich bei euch entschuldigen.
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.911
Hallo Michael,
eine gute Idee von Dir, finde ich. Du wirst sicher eine Menge dabei lernen :) .
Auch dieses Forum zeigt eine Vielfalt von Menschen, die in der üblichen Medizin nicht gerade glücklich geworden sind. - Wenn Du Zeit hast, lies Dich mal durch... ;) .
Gruss,
Uta
 

StarBuG

Hab hier und da schon was gelesen ;)

Werd auch sicher noch weiter stöbern
 

admin

Administrator
Teammitglied
Beitritt
01.01.04
Beiträge
15.132
Hallo Michael

Dein Beitrag geht in Ordnung. Und wenn Du was aufgebaut hast, dann kannst Du ja zwischendurch mal ein paar Leute hier vorbei schicken. ;)

Gruss, Marcel
 
Beitritt
16.02.05
Beiträge
1.842
Habe mich gerade quer durch das Forum gekämpft. Da ist ja noch nicht so viel los. Aber scheinbar nette und hilfsbereite Menschen die diskutieren wollen. Was fehlt ist der Link zu den Aternativen. Es wird viel über und am System gemotzt aber die Ausweichnummern fehlen irgendwie. Was mich auch ein wenig wundert ist, das Du als angehender oder fertiger Schulmediziner so Sachen wie Akupunktur nicht mal ausprobiert hast. Neuerdings wir das ja sogar von schulmedizinischer Seite irgendwo im Leistungskatalog geführt aber davon will der aufgeklärte Schulmediziner wohl nichts wissen weil eh nur Placebo wie in der Bildzeitung zu lesen war.
Es ist auf meiner Seite mir Bedauern festzustellen das immer mehr Dienstleister Services anbieten von denen Sie im Grunde kaum oder keine Ahnung haben (wollen). Das gilt übrigens nicht nur für die Ärzteschaft sondern auch für eine Menge anderer Berufe die gerne Grenzen überschreiten weil dort der Dollar lockt.
Wie dem auch sei fällt es mir schwer hier jemanden zu finden der sich mit der durchaus arroganten Engstirnigkeit ("Sie haben noch X Tage zu leben!") der "westlichen" Schulmedizin, als alleiniges Gut des letzten Schlusses, zufrieden gibt. Sicher hast Du beim "durchblättern" hier im Forum bemerkt das nicht die Krankheit sondern der ganze "Patient" als Mensch mit möglichst allen Symptomen im Vodergrund steht. Der kleine Trick ist doch nicht nur die passenden Identifikationsmerkmale einem Schulbuch zu unterwerfen sondern zu schauen ob es multiple Auslösefaktoren gibt die sich in Ihrem Verbund erst zu was großem entwickelt haben.

Hinter jeder Krankheit steckt ein multiples Leiden

Dieser Satz ist langweilig aber sicher sehr wichtig wenn man verstehen und helfen will. Wie so ein Leiden nun letzendlich dazu führt das es sich als beurteilbare Krankheit manifestiert, werden wir in unserem kurzem Abschnitt auf diesem Planteten wohl nicht rausfinden ausser wir lernen das die Natur nicht unser Feind ist und das es da nichts zu bekämpfen gibt. An vielen Stellen (besoders in der Schmerztherapie) liessen sich sicher oft alternativen zum Pharmaschrank finden die jedoch aufwändiger zu bestimmen und anzuwenden sind als ein Generika. Da das Patientengut aber (sogar aus eigener Tasche) immer öfter nach Alternativen sucht wird der Wandel im Gesundheitwesen nicht ausbleiben. Hier gilt es zügig abzuwägen welche Verfahren was taugen und welche nur abzockenden Charakter haben. Ein Vorgang der unabhängig seiner Voraussetzungen längst hätte geschehen sein könnte. Der von Pharmavertetern belagerte Arzt sollte hier objektiv wählen können und nicht nur am Ende des Monats noch eine "umsonst" Packung des neuen Präparts von XYZ-Chemie mit den selben Wirkstoffen in der Schublade unter dem Tisch haben.

Heilen heisst einem Menschen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen.

In einem System, in dem Du Dein Auto nicht in die Werkstatt zur "Kontrolle" geben würdest wenn diese von einer Versicherung bezahlt werden würde und diese deshalb ausserordentliches Interesse an echten oder falschen Fehlern an Deinem schmucken Stück hätte, kann trotz Namensänderung eines Gesundheitskassensystems keine gesunden Menschen produziert werden solange Krankheiten bzw. Ihre Behandlungen abgerechnet werden. Eine Gesundheitskasse muss Ihrem Namen nach die Gesundheit honorieren sonst ist Sie (bzw. bleibt) eine Krankenkasse. Auch ein Gesundheitsministerium kann sich nicht schönreden wenn es einen Krankheitsdefinitionskatalog in der Schublade führt als einfach nur den Zustand "Gesund" zu definieren.
Du bist Aushängeschild dieses Planeten und selbsternannte Krone der Schöpfung und so sollten wir langsam lernen uns auch so zu benehmen und nicht mit den Scheuklappen einer Vorverurteilung durch die Gegend laufen. Gerade dort wo wir Zeit haben sollten wir lernen diese auch in Optionen zu verwandeln.

Rizinuns statt Ritalin

denk mal drüber nach...

Ein guter Arzt der heilt macht in diesem System bald die Praxis zu und eröffnet eine Restaurant.
 
Beitritt
16.02.05
Beiträge
1.842
Mir hat sich noch anschliessend an die Vorstellung Deines Forum's die Frage gestellt warum Krankenkassen und entsprechende Einrichtungen (Krankenhäuser/Ärzte) Ihrem Klientel nicht die Möglichkeit des direkten Informationsaustauschs bieten. Kennst Du einen Grund den diese Einrichtungen davon abhalten könnte sowas wie eine Online-Patientenplattform zu arrangieren um in den von Dir angestrebten Austausch produktbezogen (also direkt) hinzubekommen ? Die Moderation könnte ja der Krankenhauspfarrer oder je Forum einer von 3.000.000 Harz'lern übernehmen.
 

StarBuG

An vielen Ärzten und vor allem auch Bürokraten, vorallem älteren Semestern, geht die Entwicklung des Internet vorbei.

Ich hab für meine medizinische Zukunft in meinem Forum mal eine Umfrage gestartet, wie wichtig/unwichtig euch Internetauftritte von Ärzten sind.

Umfrage zu Ärzte und Internet

Ohne Registrierung könnt ihr leider in meinem Forum nicht abstimmen, aber ihr könnt mir auch gerne hier zu diesem Thema antworten.

Mich interessiert vor allem, was euch an einem Internetauftritt wichtig ist, wie wichtig euch die Erreichbarkeit eines Arztes z.B. via Email oder eines Forums ist, und wie euch diese Internetpräsenz evtl. in der Arztwahl beeinflusst.

Würde mich freuen, wenn ihr mitmachen würdet.

Was Akupunktur angeht, habe ich für kurze Zeit einen Kurs besucht, auf freiwilliger Basis, aber dann kam der Physikumsstress und ich hab den Kurs fallen gelassen, weil es einfach Lerntechnisch nicht mehr ging.

Viele Probleme der heutigen Medizin, also das was du in deinem langen Beitrag so bemängelst (fehlende Sicht auf den ganzen Menschen), wird den Ärzten leider vom System so aufgedrückt. Mit System meine ich das gesamte Gesundheitssystem und die Krankenkassen.
Niedergelassene Ärzte stehen in einer großen Zahl am Rande des Ruins, wenn sie nicht täglich 50-100 Patienten durch ihre Praxis "schleusen", das da keine Zeit für ausführliche Gesrpäche bleibt, ist traurig aber wahr.

Homöopathen z.B. machen 5 Stunden Anamnese, und viele Patienten berichten, dass sie sich das erste Mal richtig verstanden gefühlt haben.
Ist ja auch richtig, nur verdient der Homöopath in 15Min Gespräch an dem Patienten so viel, wie der Arzt für das ganze Quartal für Gesrpäche bekommt.
Wenn der Arzt für ein Gesrpäch privat und pro Stunde Bezahlt werden würde, und nicht pauschal für das ganze Quartal, hätten viele Ärzte auch mehr Zeit für ihre Patienten.

Ihr vergesst, dass Ärzte den Beruf gewählt haben, weil sie Menschen helfen wollen. Leider sieht die Realität eines Arztes heute so aus, dass er über die hälfte seines Arbeitstages damit verbringt, Papierkram zu erledigen.
Wir würden auch lieber unsere volle Arbeitszeit den Patienten widmen.

Und was die eher ganzheitliche Sicht auf den Menschen angeht, also integration von Akupunktur und Homöopathie etc., das ist sehr schwierig, da man als Mediziner das gesamte Studium über auf Ursache - Wirkung im schulmedizinischen Sinne geprägt wird. Nach 6 Jahren erfragen von Leitsymptomen und der Verknüpfung dieser Symptome mit bestimmten Krankheitsbildern, fällt einem das annehmen/akzeptieren/einbinden von alternativen Heilmethoden schwer.
Der naturwissenschaftlich medizinische Verstand sagt einem immer, "das kann doch irgendwie nicht funktionieren, diese ganze Energieübertragungsgeschichte".
Habt ein bischen Verständnis für uns Schulmediziner, dafür sind wir wirklich gut, wenns ums Leben retten geht :p

Liebe Grüße

Michael
 

StarBuG

Hi

Die URL der Umfrage hat sich geändert, da wir nun auf vBulletin als Forumsoftware umgestiegen sind.

Also falls ihr noch teilnehmen wollt: www.patientenfragen.net/schulmedizin/t-aerzte-und-internet-umfrage-743.html

Ihr könnt natürlich auch einfach so mal bei uns vorbei schauen ;)

Gruß

Michael
 

StarBuG

Hallo

Ich wollte nur mal bescheid sagen, dass wir seit kurzem nun auch ein Forum für Psychische Erkrankungen auf Patientenfragen.net eingeführt haben.

Also wenn ihr mal vorbeischauen möchtet, immer gerne ;)

Liebe Grüße

Michael
 
Beitritt
28.03.05
Beiträge
4.228
Ich habe schon öfters in diesem Forum vorbeigeschaut, war allerdings sehr enttäuscht, da an kritischem Hinterfragen kein Interesse besteht.
Es geht auch wieder nur um die Symptombehandlung von Krankheiten aber nicht um die Erkennung von Ursachen.

Liebe Grüße
Anne S.
 

StarBuG

Wir sind generell offen für Diskussionen.
Aber eine Diskussion besteht auch aus Begründungen und nicht nur aus bloßen Behauptungen.
Also wenn jemand diskutieren möchte, bin ich immer offen für neue Argumente ;)

Gruß

Michael
 
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