Nässende und eiternde Wunden: Ursachen und Therapie / Wundfibel

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!! https://www.heilpraxisnet.de/symptome/naessende-und-eiternde-wunden-ursachen-therapie

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Inhalt
WUNDHEILUNG....................................... ..5
BEGÜNSTIGENDE FAKTOREN FÜR WUNDHEILUNGSSTÖRUNGEN........7
VERSORGUNG AKUTER WUNDEN.....................................8
HÄUFIGE PROBLEMWUNDEN................................10
DEKUBITUS......................................... .........................10
DIABETISCHES FUßSYNDROM.................................11
CHRONISCH-VENÖSES ULCUS CRURIS.....................................13
ARTERIELLES ULCUS............................................. ..............14
VERBRENNUNGEN..................................... .........................15
EXULZERIERENDE KUTANE METASTASEN....................................17
ALLGEMEINE HINWEISE ZUR WUNDVERSORGUNG......19
ANFORDERUNGEN AN EINE OPTIMALE WUNDBEHANDLUNG/WUNDAUFLAGE BEI PROBLEMWUNDEN.......19
Therapieziele..................................... .........................19
Voraussetzungen für die ideale Wundauflage....................................... .........20
OBSOLETE THERAPEUTIKA...................................... ...............21
Anwendung von Antibiotika/ Farbstofflösungen in Wunden.....................21
problematische Antiseptika....................................... ............22
Trockene Wundbehandlung.................................... ..............24
Unphysiologische Wundbehandlung..................................25
BAKTERIELLE BESIEDLUNG UND INFEKTION......................................... ...26
HYGIENISCHER VERBANDWECHSEL...................................2 7
MRSA-/ORSA-INFIZIERTE UND –BESIEDELTE PATIENTEN, SOWIE VERDACHTSFÄLLE...29
DER SCHMERZHAFTE VERBANDWECHSEL.............................31
HAUTPFLEGE UND HAUTSCHUTZ IM WUNDBEREICH...................32
ERNÄHRUNG......................................... ...............................33
LOKALTHERAPEUTISCHE MAßNAHMEN....................................34
ANTISEPTIKA....................................... ..............................34
PVP-Jod............................................... .......................35
Polyhexanid (Lavasept®)....................................... ...............35
Octenidin (Octenisept®)..................................... .....37
WUNDREINIGUNG..................................... .............................38
Chirurgisches Debridement....................................... ..39
Autolytisches Debridement....................................... ......39
Enzymatisches Debridement....................................... ...40
Biochirurgie...................................... ...........................41
Osmotisches Debridement....................................... .......42
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https://www.uk-essen.de/fileadmin/Hautklinik/PDF/WundfibelPDF0805.pdf

Diese Fibel ist zwar schon von 2005, und wahrscheinlich gibt es inzwischen Verbandsmaterialien und Kenntnisse, die besser geworden sind. Trotzdem: im Fall der Fälle finden sich hier viele Anregungen und Empfehlungen, die nützlich sein können.

Grüsse,
Oregano
 
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Ein Exsudat (= Flüssigkeit, die aus Wunden austritt) ist für eine gute Wundheilung nötig:

https://www.allgemeinarzt-online.de/a/ohne-exsudat-keine-heilung-1564038
... Ein adäquates Exsudatmanagement ist nicht nur für die Wundheilung unabdingbar, sondern schützt gleichzeitig die Wundumgebung vor Mazeration und dadurch bedingter Größenprogredienz. Heute sind zahlreiche Wundauflagen verfügbar, die den verschiedensten Anforderungen gerecht werden müssen (vgl. Tabelle 3). Vorrangig ist dabei immer, der Wunde ein bezüglich Feuchtigkeit, Temperatur, pH-Wert und bakterieller Last bestmögliches Milieu zu schaffen oder zu erhalten.

Einzelne Wundauflagen erfordern einen Sekundärverband, der entsprechend des Exsudats und der bakteriellen Last gewählt werden muss. Folien, Hydrokolloide und haftende Schaumstoffe sind wasserdampfdurchlässig (ausgedrückt in der MVTR = moisture vapour transmission rate) und gleichzeitig wasserabweisend. Diese Produkte können je nach Exsudatmenge als primäre Wundauflagen eingesetzt werden. Lässt sich das Exsudat damit nicht kontrollieren, ist oftmals eine sinnvolle Kombination mehrerer verschiedener primärer Wundauflagen angezeigt (Tabelle 3).

Durch das Zusammenspiel von Flüssigkeitsaufnahme in den Verband und dem Verdampfen von Flüssigkeit über die Verbandsoberfläche wird es möglich, den Ansprüchen der feuchten Wundbehandlung gerecht zu werden.

Wundrandschutz und Hautpflege
Oft wird durch das Wundexsudat auch die Wundumgebung stark in Mitleidenschaft gezogen. Große Exsudatmengen können nicht von den Wundauflagen kompensiert werden und die Hautbarrierefunktion wird zerstört. Um diesem Geschehen entgegenzuwirken, ist es wichtig, einen angepassten Wundrandschutz zu applizieren. Mazerationen der Wundumgebung müssen getrocknet werden, zum Beispiel mit einer Hydrofaser. Anschließend können Zinkcreme, Hautschutzfilm oder dünne Folienverbände auf die intakte Wundumgebung appliziert werden.

Entscheidend für die Wahl der Hautpflege ist der aktuelle Hautzustand.
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Da heißt es "nur" noch, einen erfahrenen und bereiten Arzt zu finden.

Grüsse,
Oregano
 
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Wenn der Verband an der Wunde kleben bleibt:
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Hilfe – Verband klebt an Wunde!

Bei einer nässenden Wunde kommt es häufig vor, dass diese mit dem Verbandsmaterial verklebt. Dadurch wird das Entfernen der alten Kompresse sehr schmerzhaft. In diesem Fall empfiehlt es sich, den verklebten Verband mit einer medizinischen Spüllösung (zum Beispiel 0,9-prozentige Kochsalzlösung) zu tränken, bis er aufgeweicht ist und sich leicht ablösen lässt. Versuchen Sie auf keinen Fall, den Verband trotz Schmerzen einfach mit Gewalt abzureißen!
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https://www.netdoktor.de/therapien/wundversorgung/verbandswechsel-tipps/

Grüsse,
Oregano
 

ory

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Und wenn zu der Kochsalzlösung etwas (H2O2)Wasserstoffperoxid dazu gegeben wird , klappt der verklebte Verbandswechsel noch besser.

Gruß ory
 
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Kennt jemand dieses Gerät?
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Das plasma care® inaktiviert Bakterien einschließlich multi-resistente Erreger, Viren, Pilze sowie Sporen und kann dadurch die Wundheilung fördern.
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Kaltes Plasma besteht aus ionisiertem Gas. Es dringt in Bakterien, Viren und Pilze ein und zerstört die in der Zelle frei vorliegende DNA der Mikroorganismen, sodass diese abgetötet werden. Im Gegensatz dazu sind menschliche eukaryotische Zellen unter anderem durch die in einem Zellkern liegende DNA deutlich besser geschützt und -bisher sind keine Gewebeschädigungen durch die Behandlung mit dem plasma care® bekannt.
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https://www.terraplasma-medical.com...mzMmCWYF_CzPiqC0yszwP5C0nJ85_fMRoCzzUQAvD_BwE
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Hier werden einige Möglichkeiten der Hilfe zur Wundheilung genannt:
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WUNDREINIGUNGSMITTEL:1 Eine umgrenzte Wundinfektion erfordert keine medikamentöse Wundbehandlung.2
Bei ausgedehnteren Wundinfektionen ohne klinische Zeichen einer systemischen Infektion sowie bei leicht verschmutzten Wunden empfiehlt sich die oberflächliche Reinigung mit feuchten Umschlägen von einer halben Stunde Dauer mit einfachen Wasch- oder Spülflüssigkeiten wie RINGER-Lösung. Physiologische Kochsalzlösung (Natriumchloridlösung 0,9%) eignet sich weniger, da hierdurch Elektrolytverschiebungen und damit Wundheilungsstörungen bewirkt werden können.3

Auch verschmutzte, kontaminierte oder krustenhaltige Wunden werden am besten mit den oben genannten Umschlägen ohne örtlich wirkendes Antiseptikum gereinigt. Bei Gewebsinfektion ist der Nutzen topischer Antiseptika nicht hinreichend dokumentiert. Empfohlen werden zwar wässrige Chlorhexidin-.
Lösungen (HANSAMED Sprühlösung [1%] u.a.), doch hemmt dieses Antiseptikum in hohem Maße die Wundheilung.
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Polyvidon-Jod (BETAISODONA u.a.)-Lösung, die unverdünnt oder bis 1 : 100 verdünnt angewendet werden kann, wirkt schwächer antiseptisch als Chlorhexidin, besitzt jedoch ein breiteres Wirkspektrum. Allerdings besteht eine relative Wirkschwäche gegen häufige Wundkeime wie Pseudomonaden und Staphylococcus aureus
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Wasserstoffperoxid (3% oder 6%) wird als nützliches Mittel für verschmutzte Wunden angesehen, da es in der Wunde aufschäumt und so letztlich ein mechanisches Débridement bewirkt. Für die Mundschleimhaut ist eine 1,5%ige Lösung zweckmäßig. Die antibakterielle Wirksamkeit in vivo ist begrenzt. Das Enzym Katalase spaltet Wasserstoffperoxid rasch.

Kaliumpermanganat in 0,01%iger Lösung eignet sich für feuchte Verbände und ist von Nutzen, wenn die Wunde von Krusten und Ekzemen bedeckt ist.

Alle genannten Antiseptika wirken unzureichend gegen Pseudomonas spp. Besser wirkt 0,2%ige Silbernitratlösung. Der antiseptische Effekt des Adstringens trifft gramnegative Keime ausgeprägter als grampositive.3

Die früher häufig verwendeten quecksilberhaltigen Antiseptika wie MERCUCHROM, MERFEN u.a. sind heute wegen ungenügender antibakterieller und antimykotischer Wirkung und teilweise schwerer systemischer Toxizität, vor allem bei Dauerbehandlung und großflächiger, auch kurzzeitiger Anwendung, obsolet.

Farbstofflösungen wie Gentianaviolett und Brillantgrün hemmen die Wundheilung ausgeprägt, während 5%ige Eosinlösungen sich offensichtlich nicht negativ auswirken.3 Für die Verwendung von Ethacridin (RIVANOL)-Lösungen wird heute keine Indikation mehr gesehen.
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Zwei topische Antiinfektiva haben sinnvolle Anwendungsnischen: Mit Metronidazol Gel (0,8%, Rezepturen in a-t 11 [1989], 103 und 4 [1990], 41) lassen sich mit Anaerobiern befallene, stinkende Wunden schneller heilen. Ebenfalls als nützlich erweist sich Sulfadiazin-Silber (FLAMMAZINE) zur Prävention von Infektionen bei großflächigen Verbrennungen. Die Wirksamkeit beider Mittel ist für andere Zwecke nicht belegt.

WUNDTOILETTE:1 Nekrotisches Gewebe ist ein idealer Nährboden für bakterielles Keimwachstum und verhindert die Bildung von Granulationsgewebe. Nekrosen und Detritus sind schrittweise chirurgisch zu entfernen (vgl. a-t 8 [1987], 70). Medikamentöses Ablösen von Fibrinbelägen und Nekrosen dauert, primär angewandt, länger als chirurgische Verfahren, weswegen als erster Schritt immer ein chirurgisches Débridement vorgenommen werden soll. Vergleichende Studien über chirurgisches und medikamentöses Débridement fehlen.
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Das Enzympräparat VARIDASE enthält Streptokinase, die die Fibrinolyse aktivieren und Streptodornase, die Eiter verflüssigen soll. Zwei kleine Studien deuten an, daß unter VARIDASE Beinulzera schneller heilen als nach Spülung mit Salz- oder Polyvidon-Jod-Lösung. Kontrollierte Vergleiche des teuren Mittels
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Da Vorteile gegenüber Chlorhexidin nicht belegt sind, wird Hypochlorit heute zur Wundreinigung als obsolet betrachtet.
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OXOFERIN ... teuer verpackte Variante der üblichen oxidierenden Chlorlösungen. Diese können Störungen des Zellstoffwechsels an Fibroblasten und Endothelzellen sowie Methämoglobinbildung auslösen .
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Zu den am häufigsten sensibilisierenden Stoffen gehören Neomycin (z.B. in NEBACETIN) und Framycetin (z.B. in LEUKASE), Paraben-Konservierungsmittel und Wollwachsalkohol. Das Framycetin-Wollwachs-Gewebe SOFRA-TÜLL ist wegen seines hohen Sensibilisierungspotentials zu meiden. Auch andere Antiinfektiva zur örtlichen Verwendung wie Sulfonamide, Bacitracin, Gentamicin und Fusidinsäure können Kontaktdermatitiden verursachen.
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Je stärker die Wunden sezernieren, desto saugfähiger muß das Verbandmaterial sein, z.B. Alginat-Vlies oder Hydrogelgranula. Bei granulierenden ("roten") Wunden scheinen Hydrokolloid-Verbände die Bildung von Granulationsgewebe zu fördern und die Wundheilung zu beschleunigen. In späteren Wundstadien und bei flachen Verletzungen wie Hautabschürfungen haben traditionelle Verbandmittel wie Paraffin-Tüll ihren Platz. Bei einer reizlosen und trockenen Wunde ist ein weiterer Verband nicht mehr erforderlich.
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Venöse Beinulzera benötigen eine spezielle Behandlung. Sie heilen am besten bei Bettruhe ab. Grundlage der Therapie bleiben Kompressionsverbände. Salbenverbände verursachen oft Sensibilisierungen, können die Wundheilung verzögern und erfordern teuren Pflegeaufwand. Die kostenaufwendigen Hydrokolloid- und Alginat-Wundauflagen (s. Kasten) eignen sich zur Abdeckung.
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FAZIT:
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https://www.arznei-telegramm.de/html/1992_09/9209088_02.html

Bitte genau lesen, weil hier so viele Informationen gegeben werden, daß ich sie nicht alle zitieren kann :).

Grüsse,
Oregano
 
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Vakuumversiegelungstherapie (VVS):
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Bei der VVS wird die Wunde luftdicht mit einem Verband abgedeckt, an den über einen dünnen Schlauch eine Pumpe angeschlossen ist. Diese saugt ständig Wundflüssigkeit ab, wodurch im Wundbereich ein Unterdruck entsteht. Dies soll die Durchblutung der Wunde erhöhen. Zudem bleibt die Wunde feucht, was die Heilung ebenfalls fördern soll.

Die VVS wird unter anderem bei schwer heilenden oder großflächigen Wunden eingesetzt, etwa bei Patientinnen und Patienten mit einem Dekubitus (Wundliegen) oder nach einer Operation. Von einer intendierten primären Wundheilung sprechen Fachleute dann, wenn die Wundränder bündig anliegen und zusammengenäht werden können, wie es etwa nach einer Operation der Fall ist. Bei der sekundären Wundheilung muss sich dagegen Gewebe neu bilden, die Wunde sich zusammenziehen oder Haut transplantiert werden.
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An diesen Studien teilgenommen hatten insgesamt 6981 Patientinnen und Patienten. Bei den meisten von ihnen war eine erschwerte Wundheilung zu erwarten, weil sie mindestens einen Risikofaktor aufwiesen, etwa Adipositas (Fettleibigkeit) oder Diabetes mellitus.

Der Standardversorgung überlegen zeigt sich die VVS in Hinblick auf Infektionen. Sie traten an den Wunden seltener auf. Allerdings legen Informationen aus den Studien nahe, dass dieser Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen überwiegend durch leichte, nicht durch schwere Infektionen zustande kommt. Dazu passt, dass sich die höhere Infektionsrate in der Vergleichsgruppe auch nicht in einem längeren Klinikaufenthalt niederschlägt.

Beim Zielkriterium Wundverschluss zeigen sich Vorteile zugunsten der VVS: Mehr Wunden heilen und der Prozess verläuft schneller. Allerdings ist die Aussagesicherheit der Studien hierzu noch geringer als bei den Infektionen.

Bei den übrigen Endpunkten (unter anderem bei Sterblichkeit, Schmerzen, Lebensqualität) zeigen die Studien keine relevanten Unterschiede in Hinblick auf einen Nutzen oder Schaden der VVS. Insgesamt konstatiert das IQWiG einen Hinweis auf einen höheren Nutzen. ...

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Es gibt keinen klaren Unterschied bezüglich der Heilungsrate von Wunden bei offenen Brüchen bei Behandlung mit Vakuumtherapie im Vergleich zu Standardversorgung. Evidenz von moderater Qualität zeigt, dass Vakuumtherapie keine kosteneffiziente Behandlung für Wunden bei offenen Brüchen ist. Wir sind sehr unsicher, ob Vakuumtherapie die Wahrscheinlichkeit einer Wundinfektion im Vergleich zur Standardwundbehandlung senken kann. Es gibt keine eindeutige Evidenz dafür, dass die Vakuumtherapie Auswirkungen auf die Erfahrungen der Personen mit Schmerz, unerwünschte Ereignisse oder ihre Erfahrungen mit der durchgeführten Therapie hat.
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Grüsse,
Oregano
 
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Kaltplasma verbessert Wundheilung bei chronischen Wunden

Eine Studie bestätigt: Kaltplasma verbessert die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung geschädigter Gewebeschichten, stimuliert die Durchblutung chronischer Wunden und aktiviert die Wundheilung.

Hintergrund
Die Heilung chronischer Wunden, beispielsweise bei diabetischem Fußsyndrom oder venöser Insuffizienz, stellt Mediziner häufig vor eine große Herausforderung. Immer wieder gibt es Wunden, die sich trotz Anwendung moderner Wundversorgungsverfahren nicht schließen. Möglicherweise hilft in diesen Fällen eine Plasmabehandlung.
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Nach zweiwöchiger Behandlungszeit verringerte sich die Wundoberfläche bei den mit Kaltplasma behandelten diabetischen Fußulzera durchschnittlich um 69,5 Prozent. Im Placeboarm konnte nur eine Reduktion um 44,8 Prozent ermittelt werden. Ferner wurde mit der Kaltplasma-Anwendung 55 Prozent mehr Wundfläche verschlossen als bei der alleinigen Standardwundtherapie.
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Was ist Kaltplasma?
Das zur Wundbehandlung eingesetzte Plasma steht in keinem Zusammenhang zum Blutplasma. Zur Herstellung wird das Edelgas Argon verwendet. Die Bezeichnung Plasma bezieht sich auf einen angeregten Gaszustand, der neben fest, flüssig und gasförmig oft als vierter Aggregatzustand beschrieben wird. Diesen nimmt das Gas durch Zufuhr von Energie an. Da hierfür keine große Hitze erforderlich ist, hat sich der Name Kaltplasma etabliert. Die aus Elektronen und Ionen bestehenden Kaltplasma-Teilchen werden mit einem speziellen Pen appliziert. Anschließend kommt es zu einer physikalischen Gewebestimulation, verbesserten Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Wundgebiet sowie einer erhöhten Durchblutung geschädigter Gewebeschichten. Dies ermöglicht einen schonenden Wundverschluss.

Fazit
In der randomisierten klinischen Studie konnte die Kaltplasma-Anwendung bei der Behandlung chronischer Wunden positive Effekte erzielen. „Atmosphärisches Kaltplasma besitzt einen eigenständigen Wundheilung-aktivierenden Effekt, der sich nicht allein durch die antimikrobielle Wirkung des Plasmas erklären lässt“
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Wirkt antimikrobiell
Bereits nach 20-sekündiger Behandlung mit PlasmaDerm® beginnt die signifikante Reduktion von Bakterien, Viren und Pilzen – auch multiresistente Keime gehören dazu.

Fördert die Mikrozirkulation
Die stimulierenden, hochfrequenten elektrischen Felder steigern schon nach 90 Sekunden die Mikrozirkulation der Haut. Dies führt zu einer verbesserten Sauerstoffsättigung im Gewebe und dadurch zu einer optimierten Zellregeneration.

Vereinfachte Wundversorgung für zufriedenere Patienten
Dank der zweifachen Wirkung kann die Wundheilung zum Beispiel beim diabetischen Fußsyndrom, Ulcus cruris und Dekubitus beschleunigt werden. Zudem unterstützt PlasmaDerm® auch im operativen Einsatz. Die preisgekrönten PlasmaDerm®-Geräte sind klein, einfach bedienbar und für die mobile Behandlung und Pflege geeignet und – nach Einweisung – auch vom Patienten anwendbar.
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Grüsse,
Oregano
 
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... Das sog. offene Bein belastet viele Menschen. Eine Venenschwäche oft kombiniert mit Diabetes kann die Ursache dieser schlecht heilenden Wunden am Bein sein. Bäder in einer Mischung aus Wasser und Zeolith sowie die tägliche Einnahme von 5 g einer Zeolith-Bentonit-Mischung kann laut Fallberichten schon nach 10 Tagen zu Erfolgen führen, auch bei Menschen 80 plus.
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Grüsse,
Oregano
 
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