LSD-Mikrodosierung lindert Depression ohne größere Nebenwirkungen

der in diesem Forum als Heilmittel beworben wurde
Hier wird nichts beworben.

Um wieder zum Thema zurück zu kommen..
Danke, daran wollte ich auch erinnern. Hier geht es um das Thema:
LSD-Mikrodosierung lindert Depression ohne größere Nebenwirkungen

@Igor07, bitte benutze doch Deine zwei langen Threads, wenn es um Deine Grundsatz-Themen geht, oder verweise gern dorthin, wenn Du es woanders relevant findest.
 
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bitte benutze doch Deine zwei langen Threads, wenn es um Deine Grundsatz-Themen geht, oder verweise gern dorthin, wenn Du es woanders relevant findest.
Klar, aber zurück zu Thema hier.

Es gibt einen wirklich interessanten Artikel über das Microdosing von LSD, der mehr als eindeutig und klar die "Wahrheit" ausspricht:

Inwiefern Microdosing gegen Depressionen und Angst hilft, dazu lässt sich dem Experten zufolge mangels Studienresultaten noch nichts sagen. Auf die Kreativität wirke sich LSD in geringer Dosis nicht aus, heißt es in der Übersichtsstudie der Gruppe um Murphy. Behauptungen von Konsumentinnen und Konsumenten, ihre Stimmung und kognitiven Fähigkeiten würden sich verbessern, werden durch bisherige Untersuchungen demnach nur begrenzt gestützt. Anhaltende Effekte auf Stimmung und kognitive Fähigkeiten zeigten sich bei wiederholter Einnahme von geringen Mengen LSD in keiner der betrachteten Studien.


© dpa-infocom, dpa:240228-99-150681/3
 
Es gibt einen wirklich interessanten Artikel über das Microdosing von LSD, der mehr als eindeutig und klar die "Wahrheit" ausspricht:

All diese Blätter sind pharmaabhängig, dort wirst du nie seriöse, ungefälschte alternativmedizinische Studien und nicht-tendenziöse Berichte wiedergegeben finden. Aber du schreibst ja selber: "Wahrheit"
 
All diese Blätter sind pharmaabhängig, dort wirst du nie seriöse, ungefälschte alternativmedizinische Studien und nicht-tendenziöse Berichte wiedergegeben finden. Aber du schreibst ja selber: "Wahrheit"
Sorry, das kaufe ich nicht ab. Die Macht des Placebos oder im Gegenteil des Nocebos ist enorm, und beide wirken.
Alle Studien sollten finanziert werden, wenn es um Wissenschaft geht.
Wenn es aber um irgendwelche Wunder geht, dann braucht es plötzlich keine Beweise, und wer nicht daran glaubt, wird meist sogar weggejagt.


Es kommt immer darauf an, in welcher Zeit wir leben und woran wir glauben.
Früher waren es sehr winzige Organismen oder „Viren“, dann glaubten die Menschen an Götter und beteten, um zu überleben – und einige sind tatsächlich am Leben geblieben.
Heute sieht man mit moderner Apparatur, dass es Viren wirklich gibt, und dagegen kann man gezielt vorgehen.


Also, um es kurz zu machen: Sind es die Götter oder die Viren?
Selig, wer glaubt – warum denn nicht?
 
Hast Du Dir die
... Studienresultate[n] ... Übersichtsstudie der Gruppe um Murphy ... bisherige Untersuchungen ... betrachteten Studien.

mal angesehen - zumindest die Abstracts? Sehr oft sind die Zusammenfassungen von Studienergebnissen in Medien-Artikeln missverständlich bis falsch.
 
Hast Du Dir die


mal angesehen - zumindest die Abstracts? Sehr oft sind die Zusammenfassungen von Studienergebnissen in Medien-Artikeln missverständlich bis falsch.
Mir reicht Perplexity völlig aus:

Es gibt bislang keine langen, methodisch sauberen und zuverlässigen Studien zu den Wirkungen der LSD-Mikrodosierung über viele Monate oder Jahre. Die derzeit verfügbare wissenschaftliche Evidenz besteht hauptsächlich aus kurzfristigen, kontrollierten Studien – in der Regel über wenige Wochen – und aus Einzelberichten sowie Online-Selbstbeobachtungen.pubmed.ncbi.nlm.nih+2

Stand der Forschung​

  • Aktuelle Übersichtsarbeiten und Placebo-kontrollierte Studien zeigen, dass niedrige Dosen LSD (meist 10-20 μg) bei gesunden Erwachsenen kurzfristig akute, aber schwache Effekte auf Wohlbefinden oder Kreativität haben können. Diese Effekte halten meist nur am Tag der Einnahme an.apotheken-umschau+2
  • Längere Studien (bis zu sechs Wochen) konnten keine gravierenden Nebenwirkungen feststellen, aber auch keine bedeutsamen positiven Effekte im Vergleich zu Placebo nachweisen.unibas+2
  • Es gibt Hinweise, dass sich mit der Zeit eine Toleranz ausbildet, sodass die wahrgenommenen Effekte schwächer werden.uchicagomedicine

Daten zu Langzeitwirkungen​

  • Zu möglichen gesundheitlichen Risiken bei längerfristiger Einnahme – etwa über viele Monate oder Jahre hinweg – gibt es fast keine Daten. Bisherige Arbeiten fordern ausdrücklich weitere Forschung, etwa im Hinblick auf kardiovaskuläre Risiken oder psychische Langzeitfolgen.addictions+1
  • Bei Studien, die über sechs Wochen hinausgehen, fehlt es bislang an ausreichend umfangreichen, qualitativ hochwertigen und publizierten Ergebnissen.addictions

Zusammenfassung​

  • Die langfristigen Wirkungen, die Sicherheit und die Nebenwirkungen von LSD bei Mikrodosierung sind wissenschaftlich bisher kaum untersucht und daher unbekannt. Es gibt keine aussagekräftigen Langzeitstudien mit zuverlässigen Aussagen über Nutzen oder Risiken.zeit+3
  • Die meisten öffentlich kolportierten Vorteile stammen aus Einzelerfahrungen und nicht aus wissenschaftlich abgesicherten Studiendaten.frontiersin+1
Letztlich ist Vorsicht geboten, da die Langzeitfolgen der regelmäßigen Einnahme kleiner LSD-Dosen nicht belegt und aktuell nicht zuverlässig abschätzbar sind.

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38280630/
  2. https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/LSD-Mikrodosierung-bei-ADHS-Studie.html
  3. https://www.addictions.com/hallucinogens/effects-of-lsd-microdosing/
  4. https://www.apotheken-umschau.de/th...fakten-ueber-wirkung-und-risiken-1072559.html
  5. https://www.zeit.de/news/2024-02/28/faktencheck-was-es-mit-lsd-microdosing-auf-sich-hat
  6. https://www.uchicagomedicine.org/fo...ticles/2022/february/study-of-lsd-microdosing
  7. https://www.adhdevidence.org/blog/d...ective-than-placebo-in-treating-adhd-symptoms
  8. https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2024.1217102/full
  9. https://www.spektrum.de/news/drogen-wie-gut-funktioniert-microdosing/1695152
  10. https://www.nature.com/articles/s41598-024-54676-8
 
Zuletzt bearbeitet:
Perplexity kommuniziert nicht, das ist eine sehr gute Suchmaschine.


perplexity:

Psychedelika wie Psilocybin, LSD und MDMA werden in der Psychiatrie und Psychotherapie zunehmend wissenschaftlich untersucht – insbesondere zur Behandlung therapieresistenter Depressionen, Angststörungen, und substanzbezogenen Störungen. Die Forschung zeigt vielversprechende, aber noch teils uneinheitliche Ergebnisse bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit.

Aktuelle Forschungsstände​

  • Meta-Analysen und systematische Übersichtsarbeiten deuten auf teils große Effektstärken – besonders bei therapieresistenten Depressionen, Angstzuständen und existenziellen Belastungen (z. B. im Zusammenhang mit lebensbedrohlicher Krankheit).
  • Die Forschungslage ist besonders weit fortgeschritten für Psilocybin; große Studien aus Deutschland zeigen signifikante kurzfristige Verbesserungen, jedoch lässt sich ein nachhaltiger Effekt nach sechs Wochen nicht bei allen Teilnehmern nachweisen.
  • MDMA-gestützte Psychotherapie hat positive Effekte bei posttraumatischer Belastungsstörung gezeigt; nach wenigen Sitzungen erfüllte ein Großteil der Probanden nicht mehr die Diagnosekriterien.
  • Die Behandlung erfolgt ausschließlich in Verbindung mit Psychotherapie und unter kontrollierten Bedingungen; der nicht-medizinische Gebrauch ist risikobehaftet und nicht empfohlen.

Mikrodosierung​

  • Mikrodosierung ist die regelmäßige Einnahme sehr geringer Mengen – weit unterhalb der Schwelle für bewusstseinsverändernde Effekte.
  • Die klinische Forschung zur Mikrodosierung steht noch am Anfang; bislang gibt es wenige kontrollierte Studien und keine überzeugende Evidenz für nachhaltige therapeutische Effekte. Viele Berichte stammen aus Selbstversuchen, nicht aus klinischen Untersuchungen.
  • Das Risiko von Nebenwirkungen ist bei Mikrodosierung vermutlich geringer als bei klassischen Dosen, dennoch bleibt die Datenlage zu Sicherheit und Wirksamkeit ungenügend.

Hinweise für Praxis und weitere Forschung​

  • Psychedelika werden ausschließlich im Rahmen klinischer Studien eingesetzt und sind außerhalb davon nicht für die Behandlung zugelassen.
  • Mögliche Nebenwirkungen sind insbesondere bei Menschen mit psychotischen Erkrankungen nicht auszuschließen; es besteht ein erhöhtes Risiko für Suizidalität in einzelnen Bevölkerungsgruppen, auch wenn Studien teilweise eine Verringerung der Suizidalität feststellen.
  • Die Integration der Erfahrungen in die Psychotherapie ist essenziell; therapeutische Begleitung und Nachbetreuung sind unverzichtbar.
  • Weitere große, kontrollierte und langzeitige Studien sind notwendig, um die bestmöglichen Dosierungen, Zielgruppen und Therapieformate zu bestimmen.
Die aktuelle Evidenz deutet auf ein ernstzunehmendes therapeutisches Potenzial klassischer Psychedelika – insbesondere im kontrollierten, psychotherapeutisch begleiteten Rahmen –, auch wenn die Langzeitwirkungen und die Rolle der Mikrodosierung noch weiter erforscht werden müssen.
 
Mir reicht Perplexity völlig aus:...
ich dachte KI ist für die Mülltonne ? :)
😀

Das klingt deutlich positiver - was hattest Du denn gefragt, @zui11? Und was hattest Du gefragt, @Igor07?

Das sollte am besten immer dazu geschrieben werden, denn wir haben hier auch schon festgestellt (und es ist naheliegend), dass auch perplexity in diesem Sinne eben schon
... dass es stark auf die Art der Frage (auch eher implizite Aspekte wie die vermutete gewünschte Antwort) reagiert. Perplexity "ist" ja auch keine KI, sondern eine Benutzeroberfläche, die verschiedene KIs (auch GPT-4o) integriert, die je nach Fragestellung genutzt werden.

Übrigens: "Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawick, erstes Axiom seiner Kommunikationstheorie ;) Die Axiome hat er zwar für menschliche Kommunikation aufgestellt, aber die KI-Kommunikation ist ja von dieser abgeleitet.
 
Übrigens: "Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawick, erstes Axiom seiner Kommunikationstheorie ;) Die Axiome hat er zwar für menschliche Kommunikation aufgestellt, aber die KI-Kommunikation ist ja von dieser abgeleitet.
Liebe @Kate ,

Ich habe keine langfristige Studie gefunden – egal von welcher KI vorgeschlagen –, die eindeutig und klar beweist, dass Mikrodosierung wirklich nützlich ist.


Zur KI-s kann ich nur sagen, dass ich mir Mühe gebe, alle Links zu lesen, die von den Leuten geschrieben werden.
Erst dann bilde ich mir meine eigene Meinung – nicht anhand dessen, was diese Maschinen sagen.


War nur eine kurze Erklärung.


LG.
 
das könnte vielleicht daran liegen, dass es die noch garnicht wirklich gibt,
Ich denke, wenn der ganze Effekt größtenteils durch den Placebo-Effekt verzerrt ist – so wie es I. Kirsch bei Antidepressiva festgestellt hat – dann ist eine echte Ent-blind-ung nicht möglich, zumal auch Set und Setting eine große Rolle spielen.
Deswegen würden Langzeitstudien eher keinen Sinn machen; sie lohnen sich nicht wirklich.


Bei Makrodosierungen sollte es laut einem Forscher, der im DLF gesprochen hat, noch mindestens vier oder fünf Jahre dauern. Nur dann folgt eine klinische Zulassung, wenn überhaupt. Solche Studien laufen parallel auch in Berlin. Die Zahl der Teilnehmer ist sehr begrenzt und unterliegt sehr strengen Kriterien.
 

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