Kopfschmerz nach dem Sex!

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Für meinen Mann und mich ist Sex in der Beziehung wichtig und entsprechend häufig haben wir ihn. Seit etwa 2 Wochen nun gibt es da einen heftigen Wermuthstropfen, der auf den ersten Blick ein wenig seltsam erscheint. Direkt nach dem Orgasmus bekommt mein Mann überfallartige Kopfschmerzen, die sehr stark ausfallen. Es kündigt sich schon vorher an mit ziehenden Nackenschmerzen und gipfelt dann eben in einem gigantischen Ziehen und Stechen bis in die Stirn. Das kann einem wirklich den Spaß verderben. Tagsüber hat er Verspannungen im Nackenbereich und wir sind uns eigentlich sicher, dass das Ganze damit zu tun hat.
Massagen und Voltaren helfen schonmal nicht...kennt das jemand und kann uns einen Rat geben?
 
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Sexualkopfschmerz!

Mein Mann hat starke Nackenverspannungen, die auch sehr in den Kopf ausstrahlen. Aspirin, Voltaren, Massage mit und ohne Hot Stone, helfen nicht. Er ist auch stark zugluftempfindlich. Das ist für sich schonmal sehr unangenehm. Da es aber auch beschwerdefreie Wochen gibt, hat er bis jetzt nicht so viel dagegen unternommen. Jetzt kommt noch ein zusätzliches Beschwerdebild hinzu. Nach dem Sex - respektive mit seinem Höhepunkt - hat er akut, anfallartige Kopfschmerzen, die über den Nacken in die Stirn ziehen.
Da hilft dann nur noch ein eiskalter Waschlappen in den Nacken und das auch nur langsam. Dass da ein Zusammenhang zu seinen Nackenverspannungen existieren muss, ist uns klar. Es hat auch nichts mit der Stellung zu tun... DAS alles ist kein Witz!!:eek:
Er macht sich jetzt große Sorgen, hat Angst, denn wir haben noch ein ziemlich aktives Sexleben..und er ist ein Mensch, der das Körperliche sehr braucht...
Hat jemand einen Rat oder Erfahrungen? Er wird jetzt zum Facharzt gehen. Der Allgemeinmediziner hat auch immer nur Muskelrelaxante zur Hand, die nichts bewirken. Kann das eine Form von Migräne sein?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Bei Kopfschmerzen kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Hypnose arbeitet dort, wo die Wahrnehmung des Schmerzes liegt – im Gehirn. Es gibt kein stärkeres, natürlicheres Schmerzmittel als die Hypnose. Der Zustand der Hypnose alleine wirkt bereits schmerzlindernd. Schmerzfreie Geburt, schmerzfreie Zahnextraktion u.a. wird alltäglich mit Hypnose gemacht. Auch bei Kopfschmerzen/Migräne wirkt Hypnose.

Hypnose wird von Schmerzkliniken, Hypnosetherapeuten u.a. erfolgreich angewendet, egal ob diffus, chronisch, akut, lokalisiert. Wenn Schmerzen seelischer Natur sind, ist die aufdeckende Hypnosetherapie das wirksamste Mittel. Vor dem Gang zum Hypnosetherapeuten vorab medizinisch abklären lassen.
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Vielen Dank...das lese ich erstmal! :)
 

Windpferd

Hallo Worm,

"seltsam" sind Leiden nur, solang man sie nicht verstanden hat. Bis dahin sind sie eher Herausforderungen.

Naheliegend scheint mir die Vermutung, dass Dein Mann (vielleicht vor langer Zeit, vielleicht ohne davon zu wissen) ein HWS-Trauma hatte. Auf den üblichen Röntgenbildern ist häufig nichts zu sehen. Solche Erschütterungen können vielfältige, ja: "seltsame" Nachwirkungen haben. Dies ist ein Thema, über das Du im Forum vieles finden kannst, auch unter Dr. Bodo Kuklinski, für den es ein strategisches Konzept ist.

Gute Chirotherapeuten / Manualmediziner oder Osteopathen können's häufig spüren. Von den bildgebenden Verfahren wird als erstes "Sandberg-Aufnahmen" empfohlen; dabei wird bei drei Kopfhaltungen durch den offenen Mund die Stellung des Dens axis abgebildet. Es gibt unterschiedliche, z.T. umstrittene Therapieansätze. Vor allem den von Kuklinski selber vorgeschlagenen.

Migräne sieht m.W. anders aus.

Muskelrelaxanzien - mit denen ließe sich das Problem vielleicht lösen, aber eher nicht in Euerem Sinn. Die machen sehr müde und lustlos dazu. (Meistens sind's Benzodiazepine.) - Indometacin: hab gerade mal in der Roten Liste nachgeschaut, die Nebenwirkungen: dieses Zeug würde man seinem schlimmsten Feind eher nicht empfehlen.. Außerdem ist es indiziert bei entzündlichen Gelenkschmerzen.. In diesem Thread scheint noch großes Vertrauen zur Schulmedizin zu herrschen. Vermute, dass ein "normaler" Arzt Deinen Mann zur Psychotherapie schicken würde (was ihm bloß Zeit kostet).

Viele Männer haben die Idee, besonders "gut" sein zu wollen - und das ist irre anstrengend. Zudem leiden wir unter dem Zwang, beständig "aktiv" sein zu müssen, aktiv mit der willkürlichen Muskulatur. Während bei sexueller Erregung - schon für die Erektion - Entspannung angesagt ist. Nun, Entspannung kann man trainieren (z.B. "Progressive Relaxation" nach Jacobsen); ich könnte mir vorstellen, dass dies auch während des Zusammenseins möglich und wirksam ist.

Schließlich der "Höhepunkt". Es ist eine Zwangsidee unserer Gesellschaft, dass der sein müsse. In allen Hochkulturen außer der unseren - allerdings frag ich mich, ob wir überhaupt noch in einer "Hochkultur" leben - wird angestrebt, die Ejakulation des Mannes gerade zu unterdrücken, bei maximaler Erregung. (In der buddhistischen Tradition gibt es derartige Praktiken dem Vernehmen nach auch, aber als Teil eines kontemplativen Wegs und streng geheim.) Zugänglich sind die - z.T. durchaus skurrilen - Techniken des Tao Yoga, wie sie etwa Mantak Chia lehrt. (Von ihm gibt es ein Buch für Männer, ein anderes, zusammen mit Maneewan Chia, seiner Frau, für Frauen. "Tao Yoga der Liebe" oder so ähnlich, findest Du leicht bei amazon.) Er spricht von einem "Tal-Orgasmus", der sich in der Zeit erstreckt - eben im Gegensatz zu der gewohnten Gipfel-Idee. Eine Aspekt ist, dass auch der Mann einfach empfangen, sich hingeben "darf" - das heißt wohl auch: sich entspannen. Es gibt noch ganz andere Arten von Zärtlichkeit und Lust als wir uns träumen lassen.

Ich wünsch Euch Glück.

Herzlich
Windpferd
 
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Ich würde einen guten Osteopathen auch auf jeden Fall konsultieren, die Orthopäden oder Physios haben nach meiner Erfahrung längst nicht die Ahnung wie ein Osteopath. Immer mehr Menschen suchen deswegen Osteopathen auf viele Kassen haben deshalb auch die Osteopathie mittlerweile im Leistungsspektrum, aber jede Kasse knüpft das an bestimmte Bedingungen.
Wenigstens einmal von einem guten draufschaun lassen, auch wenn man selber löhnen muss.

Alles Gute.
 
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Vielen Dank für Eure Rückmeldung!
Es ist jetzt bereits wieder etwas besser, aber nicht weg. Jedenfalls fallen seine Symptome voll ins klinische Bild des Sexualkopfschmerz, auch die Remissionen.
@Windpferd: Wen wir miteinander schlafen, hat das nichts mit kontemplativer Selbstfindung zu tun. ;)
Zudem ist es sicher ein unterschiedlicher Ansatz, den Orgasmus aus spirituellen/religiösen Gründen zu vermeiden und evtl. hierdurch Energien umzuleiten oder den Orgasmus, auch unbewußt vermeiden zu müssen, damit einem nicht der Schädel platzt.
Ich glaube psychische Hintergründe kann man bei meinem Mann ausschließen. Er hat eine sehr aktive Libido, der er auch gerne nachgibt...da sehe ich erst mal keine Ursachen auf Seelenebene!
Schauen wir mal...
;)
 
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