Knochenaufbaumaterialien. Hier: Bio-Oss von Geistlich

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Wenn der Knochen im Kiefer schon stark abgebaut wird und z.B. Implantate gesetzt werden sollen, schlägt der Zahnarzt bzw. Kieferchirurg evtl. vor, Knochenersatzmaterial einzubauen.

Eines davon ist von der Firma Geistlich Biomaterials "Bio-Oss".
Das wird so beschrieben:

...
Was sind Geistlich Bio-Oss® und Geistlich Bio-Gide®?
Geistlich Bio-Oss® und Geistlich Bio-Gide® sind Naturprodukte. Aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit mit dem menschlichen Gewebe sind sie bestens dafür geeignet, im Körper die Knochenneubildung und Gewebeheilung zu fördern. Sie werden im Verlauf der Heilung in das Gewebe integriert und durch körpereigene Stoffwechselvorgänge wieder abgebaut. Dieser Prozess kann je nach Situation bei Geistlich Bio-Oss® einige Jahre dauern; die Geistlich Bio-Gide®-Membran wird innerhalb von einigen Monaten abgebaut.
Geistlich Bio-Oss® besteht aus dem mineralischen Anteil von Rinderknochen australischer Herkunft. Bei der Herstellung werden die organischen Bestandteile entfernt, sodass nur noch die aus Kalzium-Verbindungen aufgebaute harte Knochenstruktur zurückbleibt.
Bei bestimmten Eingriffen kann Geistlich Bio-Oss® Collagen verwendet werden. Hierbei handelt es sich um das bereits beschriebene Geistlich Bio-Oss®, dem hoch gereinigte Fasern aus Kollagen (Ursprungstier: Schwein) beigefügt wurden.
Geistlich Bio-Gide® ist eine aus Kollagen aufgebaute Membran (Ursprungstier: Schwein). Im menschlichen Körper ist das Eiweißmolekül Kollagen Hauptbestandteil von Haut und Bindegewebe. Die natürliche Eiweißstruktur der Geistlich Bio-Gide® fördert die Wundheilung und ermöglicht als Schutzbarriere eine optimale Knochenregeneration.
...
https://www.dres-hesse.de/files/653/upload/Geistlich-Patientenaufklaerungsbogen2.pdf

Alternativen dazu sind Knochenentnahmen aus dem Becken oder aus dem Kinn. Oder andere entsprechende Materialien.
Ob nun diese Materalien halten, was sie versprechen, wird sich wohl in jedem Fall individuell heraus stellen.
Soviel ich weiß, läßt sich so ein Material vor dem Einbringen nicht wirklich auf Allergien testen. - Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;).

Grüsse,
Oregano
 
Soviel ich weiß, läßt sich so ein Material vor dem Einbringen nicht wirklich auf Allergien testen. - Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;).
Wenn sich die Allergie erst nach dem Einbringen entwickelt, kann man sie logischer Weise vorher nicht feststellen. Da der Knochenersatz Bio-Oss laut Patienten-Info aus tierischem Gewebe gewonnen wird, muss er allergenes Potenzial haben.
Geistlich Bio-Oss® besteht aus dem mineralischen Anteil von
Rinderknochen australischer Herkunft. Bei der Herstellung
werden die organischen Bestandteile entfernt, sodass nur noch
die aus Kalzium-Verbindungen aufgebaute harte Knochenstruktur
zurückbleibt.
Bei bestimmten Eingriffen kann Geistlich Bio-Oss® Collagen
verwendet werden. Hierbei handelt es sich um das bereits
beschriebene Geistlich Bio-Oss®, dem hoch gereinigte Fasern
aus Kollagen (Ursprungstier: Schwein) beigefügt wurden.
Geistlich Bio-Gide® ist eine aus Kollagen aufgebaute
Membran (Ursprungstier: Schwein).
https://www.dres-hesse.de/files/653/upload/Geistlich-Patientenaufklaerungsbogen2.pdf

Freundliche Grüße
 
Hallo,

weiß nicht ob Bio Oss die Ursache meiner Beschwerden ist. Würd mich auf alle Fälle vorher nach Alternativen erkundigen und nicht mehr so blauäugig alles hin nehmen, nur weil der Arzt es empfiehlt.

Denk nicht dass es Möglichkeiten gibt ne Unverträglichkeit auf Bio Oss zu testen. Bin gespannt auf weitere Posts

Liebe Grüße Dizzy
 
Hallo!

Ich soll, bevor ich mir eine Krone machen lasse, mir die Materialien anfordern (Zahnarzt, Labor) und einige Tage lutschen. Dann kann wohl ein LTT Test gemacht werden.

Nach meiner Überlegung müsste dies doch auch mit dem Rindermaterial gehen?

Mein Problem ist nun aber, dass sich nun alles unendlich in die Länge zieht. Besonders, da ich noch Rückfragen habe und der Umweltzahnarzt nicht mein eigentlicher Zahnarzt ist.

Alles Gute! Earl Grey
 
Hi Earl,

kann ich mir nicht vorstellen, dass lutschen funktioniert. Selbst bei Titanunverträglichkeit ist auch der LTT Test nur wenig aussagekräftig.

Am besten wäre bei Titanunverträglichkeit der Titanstimulationstest und auch der ist umstritten.

Schwieriges Thema

Liebe Grüße Dizzy
 
weiß nicht ob Bio Oss die Ursache meiner Beschwerden ist. Würd mich auf alle Fälle vorher nach Alternativen erkundigen und nicht mehr so blauäugig alles hin nehmen, nur weil der Arzt es empfiehlt.

Hallo Dizzy,

ganz so harmlos scheint Bio-oss doch nicht zu sein:

"Eine Prozesslawine droht im Gefolge von Prozessen um Bio-oss".

Forumein Prozesslawine droht im Gefolge von Prozessen um BioOss

Wenn man bei Google "Erfahrungen mit Bio-oss" eingibt, stößt man auf einige Leidenswege, die evtl. mit Bio-oss in Verbindung stehen. Wünsche Dir von Herzen eine schnelle Aufklärung Deiner Beschwerden.

Liebe Grüße

Amparo
 
Hallo Amparo,

Danke kenn den Artikel bereits - hab leider erst nach meinem Knochenaubau zu recherchieren begonnen...

Gruß Dizzy
 
Hallo Tarajal,

soweit ich das verstehe, soll aar os bei Calciummangel / Osteoporose eingenommen werden. Ich glaube nicht,d aß es auch als Knochenaufbaumaterial zu verwenden ist.

aar os N | diagnosia.com

...
wirksame Bestandteile Menge
Eierschale, mikronisiert 440,00 mg
Talkum (Hilfstoff)
Saccharose (Hilfstoff)
Lactose (Hilfstoff)
Kartoffelstärke (Hilfstoff)
Arabisches Gummi (Hilfstoff)
Eisen (III) oxid (Hilfstoff)
Glycerol (Hilfstoff)
= Calcium Ion 160,00 mg
Calcium carbonat (Hilfstoff)
Citronensäure, wasserfrei (Hilfstoff)
Carmellose, Natriumsalz (Hilfstoff)
Carnaubawachs
...
Inhaltsstoffe aar os N (Wirkstoffe) für die Packungsgößen (80 ST, 240 ST, 400 ST) von Aar Pharma GmbH & Co. KG bei medvergleich.de

Hier werden verschiedene Aufbaumaterialien genannt:
Knochenaufbau Material: Übersicht Knochenersatzmaterialien
Knochenaufbau vor Zahnimplantaten | jameda

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, alles klar, ich hatte nur gedacht, da Knochen eine ähnliche Struktur haben, dass es auch gut für den Kiefer sein könnte.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Hallo,

Beim IMD Berlin kann man einen Test auf Unverträglichkeit Bio Oss veranlassen. Habe heute ein Abnahmeset bestellt, werd weiter berichten.

Gruß Dizzy
 
Ob nun diese Materalien halten, was sie versprechen, wird sich wohl in jedem Fall individuell heraus stellen.
Soviel ich weiß, läßt sich so ein Material vor dem Einbringen nicht wirklich auf Allergien testen. - Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;).

Außervertragliche Leistungen gehören auf den Prüfstand

https://www.wido.de/fileadmin/wido/downloads/pdf_ggw/wido_ggwaufs3_1012.pdf

Zitat:

Dessen ungeachtet sind zahlreiche Medizinprodukte im Handel, deren klinische Langzeitverhalten und/oder Zusatznutzen prekär oder zweifelhaft sind. Von Sicherungsmaßnahmen wie den Meldungen von Risiken und Nebenwirkungen an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durch die Zahnärzte selbst, wurde naturgemäß kein relevanter Gebrauch gemacht; kein Leistungsanbieter möchte sich selbst einer Fehlbehandlung anschuldigen. Insofern existiert eine auch vom Verband der europäischen Medizinproduktehersteller (Eucomed) anerkannte Grauzone von Medizinprodukten mit zweifelhaften bis kontraproduktiven Wirkungen, die sich erst in der Langzeitbeobachtung offenbaren.

Zu diesen Produkten gehören unter anderen Knochenersatzmaterialen, deren Wirkungsweise nicht vorhersagbar und deren Herstellungsmodalitäten und Zusätze aus patentrechtlichen Gründen teilweise nicht offengelegt werden; ihr Nutzen im Implantatprothetischen Bereich ist gelegentlich ebenso wenig nachgewiesen wie die systemischen Nebenwirkungen.

Im Endergebnis fungieren Patienten, die unvollständig beraten und auf außervertraglicher Basis versorgt werden, in bestimmten Fällen als Versuchsgruppe, die den klinischen Dauereinsatz bestimmter Medizinprodukte erprobt und finanziert.

Ende Zitat

Viele Grüße

Amparo
 
Hier noch mehr Informationen von einer Zahnarzt-Praxis zum Bio-oss:

...

1.) Bio-Oss resorbiert nicht, d.h. es loest sich nicht auf und wandelt sich nicht in menschlichen Knochen um, was das Ziel beim Knochenaufbau sein sollte (histologische Beweise).

2.) Durch die nichtvorhandene Resorbierbarkeit erkennt jeder, dass Unterschiede zwischen menschlichen Knochen und Bio-Oss - bovines Hydroxylapatit - existieren (mikroskopische Beweise).

3.) Nichtaufloesbares Bio-Oss fuehrt zu Patientenschaedigungen, indem es sich im menschlichen Organismus, z.B. in der Lunge oder in den Lymphknoten, ablagert. Dies koennte beim Durchbruch der Kieferhoehle mit Ausstreuung und Verteilung der Partikel im gesamten Koerper passieren. Die menschlichen Zellen kaempfen gegen die nichtaufloesbaren Bio-Oss-Partikel an. Das menschliche Immunsystem gibt moeglicherweise irgendwann auf (wissenschaftliche Beweise aus der Literatur).

4.) Bio-Oss kann sich im Kieferknochen oder Weichgewebe infizieren und somit Patienten schaedigen. Erwiesenermassen gibt es bakterielle Infektionen. Eine der auftretenden Nebenwirkungen der Produkte sind chronsiche Sinusitis maxillaris (histologische, fotodokumentierte und mikrobiologische Beweise, die ich Ihnen noch gerne zur Verfuegung stellen werde).

5.) Aufgrund der Infektionen von Bio-Oss muessen Patienten Antibiotika einnehmen mit entsprechenden Nebenwirkungen. Haeufig wirken die Antibiotika nicht, so dass infiziertes Bio-Oss operativ entfernt werden muss. Sollte sich das infizierte Bio-Oss sogar in der Kieferhoehle befinden, muss es durch eine Kieferhoehlenrevision beseitigt werden. Neben den Zahnmedizinern/Kieferchirurgen operieren manchmal bei diesem Misserfolgen HNO-Aerzte. Die Konsequenzen durch diese Operationen koennen Nervschaedigungen sein, die irreversibel sind. Patienten haben dadurch permanente Schmerzen. Punkt 3. kann bei diesen Operationen wiederum zu Patientenschaedigungen fuehren (Beweise Internetforen und aerztliche Aussagen).

6.) Eine Ursachenklaerung der Infektionen von Bio-Oss muss erfolgen. Diese koennen exogenen Ursprungs, aber auch vom Bio-Oss selbst direkt sein. Hierbei werden Behauptungen aufgestellt, dass Proteine vom Rind vorhanden bleiben koennen; insbesondere durch Prionen oder sonstigen Viren.
...
Ich persönlich verwende bei medizinischer Notwendigkeit und Implantatwunsch ein synthetisches resorbierbares Knochenaufbaumaterial aus phasenreinem ß-Tricalciumphosphat, auch hier sind Nebenwirkungen nicht vollständig auszuschließen. Alternativ gibt die Möglichkeit bei kleinen Knochenaufbauten ihren eigenen Knochen aus dem Kieferwinkel zu entnehmen und zu nutzen oder zu versuchen mit MIMI Implantaten einen Knochenaufbau zu umgehen.
...
Forum - Können Nebenwirkungen beim Knochenaufbau mit künstlichen Knochenersatzmaterialien auftreten?

Vielleicht wäre diese Praxis eine Möglichkeit für die, die mit dem bio oss Probleme haben?
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... Das bewährte natürliche Knochenersatzmaterial aus dem mineralischen Anteil bovinen Knochens. ...
https://www.implantate.com/produktr...atzmaterialien/geistlich-bio-ossR-l-20-g.html
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Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Anwendungseinschränkungen
Geistlich Bio-Oss® und Geistlich Bio-Oss® Collagen sollten
nicht angewendet werden bei Patienten mit:
– akuter oder chronischer Infektion (Osteomyelitis) im
Operationsgebiet
– Stoffwechselkrankheiten (nicht eingestellte Diabetes,
Hyperparathyreoidismus, Osteomalazie usw.)
– schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen
– bei Kortikoidtherapie in hohen Dosen
.

Man sollte auch auf die Anwendungseinschränkungen achten. Viele Amalgam-Geschädigte wissen gar nicht, wie es um ihre inneren Organe und ihren Stoffwechsel bestellt ist.
 
Anfrage zu ß-Tricalciumphosphat: @Oregano zitierte am 04.09.17, 3 Beiträge zuvor) Infos zu Bio-Oss von einer Zahnarztpraxis. Dort wird als Alternative ß-Tricalciumphosphat genannt als besser verträglich. Hat jemand Erfahrung mit dem Knochenaufbaumittel ß-Tricalciumphosphat. Mir wurde dies empfohlen zum Knochenaufbau Frontzähne( Zyste, Parodontitis) Eine Brücke würde geplant Valplast oder Keramik, Freue mich über eine Rückmeldung. Würde ein Knochenaufbaumaterial nur ungern verbauen lassen. Habe hier so negatives über Bio Oss gelesen. Bitte um Rückmeldungen. LG Sahra
 
Das Thema interessiert mich auch.

ß-TCP wird soweit ich das verstehe rasch absorbiert und dabei entweder in eigenen Knochen umgewandelt oder abgetragen und anderweitig im Körper genutzt. Es dient als Substrat für den körpereigenen Knochenbau.

ß-TCP wird in manchen Produkten mit dem stabileren/längerhaltendem synthetischen Hydroxyapatit (die in Knochen und Zähnen natürliche Calciumphosphatverbindung Ca5(PO4)3(OH)) verwendet in 60% HA zu 40% ß-TCP oder 40% HA zu 60% ß-TCP Verhältnissen, was dann für etwas unterschiedliche (zeitliche) Stabilität der Knochenersatzmaterial-Matrix sorgt.

Frag mal deinen ZA, ob reines ß-TCP oder eine Mischung mit HA. Vielleicht ist letzteres zuverlässiger.

Reines synthetisches Hydroxyapatit als Knochenaufbaumaterial gibt es dann auch noch.

Die nächste Frage bei, m.M.n. vernünftiger Wahl eines synthetischen Knochenersatzmaterials ist dann aber die verbreitete Verwendung von porcinen Kollagenmembranen. Bei denen ist genausowenig veröffentlicht, wie deren Aufbereitung abläuft und gewährleistet ist. Sind diese denn grundsätzlich problemfrei?
Geht das hinsichtlich Zugfestigkeit wirklich nicht mit einer PRP-Membran aus eigenem Plasma? Oder die synthetische Membran aus dem abbaubaren Milchsäure-Polymer?
Wie "dicht" gegenüber bakteriellen Einwanderungen aus der Mundhöhle sind solche Lösungen?

Forum - Knochenaufbau mit BioOss

Den Beitrag von Dr. Dirlewanger vom 12.02.2012 beachten.
daraus:
4. es gibt Ersatzmaterialien, die rein syntetisch sind und komplett ab- und umgebaut werden; ich verwende -meist erfolgreich, aber nicht immer (!)- seit ca. 12 Jahren Cerasorb und jetzt Cerasorb M in mittlerer Körnung. Das funktioniert aber nur zusammen mit nicht-resorbierbaren Membranen und ist sehr infektgefährdet. Es gibt also z.B. diese Alternativen, die sich z.B. in der Orthopädie bewährt haben. Beachtet man die Anwendungshinweise ist diese Alternative sehr wertvoll.​
Weiß jemand, wieso ß-TCP sehr infektgefährdet wäre im Vergleich zu Rinderknochen in gleichen Anwendungsfeldern?
Muss die Infektgefahr bei Rinderknochengranulat nicht mindestens gleich hoch sein? Stellt sich im Gegensatz (möglicherweise wegen Einlagerungen in die poröse Struktur) aber bloß nicht in Form von Akutreaktionen dar?
Oder bezog sich Dr. Dirlewanger hier auf nicht-resorbierbare Membranen als Problemursache? Dass solche für ß-TCP benötigt würden, hatte ich anderswo weder gehört noch gelesen. Bestand diese Empfehlung mglw. nur aufgrund der damaligen Hersteller-Vertriebsstruktur mit den "TefGen"-Membranen? Solche PTFE (Teflon)-Membranen waren nämlich wohl wirklich furchtbar und rufen in Erinnerung Grauen hervor bei Kieferchirurgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die fachlichen Infos. Ich werde meinen Zahnarzt dazu befagen und dann auch hier berichten.
Ich habe eine weitere Frage an die Community. Ist es denn grundsätzlich notwendig, Knochenaufbaumaterial zu nutzen, wenn kein Implantat gewünscht wird, allerdings vermutlich Hohlräume durch Zyste etc. entstanden sind, sicher auch Material aus einer überstopften Wurzelkanalfüllung, welches hoffentlich rauskommt. Kann der Körper auch selber heilen,wenn er die nötige Ruhe hat? Habe leider eine Immunschwäche, Vitamin D Spiegel halte ich sehr hoch. Daunderer z.B. gab ja Tetracyclinstreifen auf die Wunde. Bin nicht erfahren in diesen Dingen, möchte nur möglichst wenig falsch machen.Mein Wissen stammt vorrangig aus dem Forum.
Oder sind diese "neuen Techniken" bei Beachtung obiger Kriterien, Infektgefahr verhindern, (ich erkundige mich) eher sinnvolll und helfen dem Körper. Lange Zeit ohne Frontzähne oder Provisiorium ist auch nicht schön. Freue mich über Rückmeldungen und Erfahrungen. LG Sahra
 
Ist es denn grundsätzlich notwendig, Knochenaufbaumaterial zu nutzen, wenn kein Implantat gewünscht wird, allerdings vermutlich Hohlräume durch Zyste etc. entstanden sind, sicher auch Material aus einer überstopften Wurzelkanalfüllung, welches hoffentlich rauskommt.
Eine Zyste unterhalb toter Zahnwurzeln im Frontzahnbereich? Und der tote Zahnstamm bleibt drin oder kommt dabei auch heraus? Danach also Lücke/blankes Zahnfleisch bis Prothese oder Brücke?
Vermutlich wird die "Delle" im Kiefer ohne Knochenersatzmaterial einfach größer als mit. Ich würde annehmen, dass sich die Form zeitlich unterschiedlich bei beiden verändern wird und damit Prothesenanpassungen erfordert. Bei Brücke kommt an der Stelle garkeine Belastung mehr drauf.

Kann der Körper auch selber heilen,wenn er die nötige Ruhe hat? Habe leider eine Immunschwäche, Vitamin D Spiegel halte ich sehr hoch.
Ohne KEM füllt sich das vermutlich wie bei einer Weißheitszahnentfernung erst mit einer Blutplombe und wächst dann entweder mit Knochen oder mit Zahnfleisch nach.
Für einen positiven Knochenstoffwechsel benötigt man m.W. u.a. jeden Tag ausreichend Calciumaufnahme (max. 400mg auf ein Mal) und ein kleines bisschen Bor (3-6mg).
Achtung: Mit hohem 25--OH-D3 Spiegel versaust du dir die Immunschwäche immer weiter. Erst bei +-18 ng/mL 25-OH-D3 ist das zurück im Gleichgewicht. Erst <15ng/mL bekommt man nennenswert Immunaktivität zurück. Das hängt auch eng zusammen mit Knochenerweichungen und -nekrosen.

Daunderer z.B. gab ja Tetracyclinstreifen auf die Wunde.
Davon würde ich mir keinen Vorteil versprechen, da Tetrazyclin oder Doxycyclin nämlich beispielsweise gegen die im zahnmedizinischen Bereich sehr häufigen Enterokokken nicht wirkt. Dann lieber gut aussäubern, gut durchspülen (Natriumhypochloritlösung ist in der Zahnmedizin Standard) und die ausgekratzten, "befallenen" Knochenspänen natürlich auf keinen Fall mit KEM vermischt wiedereinfüllen.
 
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