Klingt diese Schlussfolgerung logisch?

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Im Rahmen meiner Recherche zu meinen vielen Symptomen bin ich u.a. bei Schimmelpilzbelastungen gelandet.

Jetzt zu meiner Schlussfolgerung:

Fakt a)
Schimmelpilze jedweder Art haben vor allem dann im Körper ein tolles Milieu, wenn die Schleimhäute (Darmschleimhaut, Magenschleimhaut u.a.) nicht mehr intakt sind. Zu wenig Schleimhäute verschlechtern das Immunsystem, und dies wiederum begünstigt Pilzbefall.

Fakt b)
Das Hormon Estriol ist u.a. zurständig für intakte Schleimhäute.

Deshalb wäre es logisch, dass ein erheblicher Mangel an Estriadiol eine Urache für Pilzbefall im Körper sein könnte.


Was denkt ihr darüber?

Was mich an dieser Behauptung aber dennoch ein wenig zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass Östrogene Candida und andere Pilzarten fördern. Wenn ich es richtig verstanden habe, bieten die Proteine der Östrogenhormone einen idealen Nährboden für Pilze.

Allerdings weiss ich nicht, inwiefern man Estriadiol mit Estriol gleichsetzen kann. Beide Hormone haben ja ziemlich andere Aufgaben im Körper. Es könnte deshalb durchaus sein, dass Estriadiol Candida fördert, aber Estriol Candida mindert (da es zu einer besseren Immunabwehr beiträgt).

Leider finde ich im Internet überhaupt nichts über derartige Zusammenhänge.

Wer was weiss, dem bin ich dankbar.

Gruss, Danny
 
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Hallo Daenerys,

meinst Du tatsächlich nur Schimmelpilze oder auch andere Pilze, die den Menschen befallen können?

...
Schimmelpilze:

Schimmelpilze besitzen Sporen und erzeugen durch rasches Wachstum Pilzfäden, die auf Oberflächen einen sichtbar watteartigen Rasen (Pilzmycel) bilden.
Die Bezeichnung Schimmelpilz ist nur ein übergeordneter Begriff für eine Reihe unterschiedlicher Pilze. Am bekanntesten ist die Gattung Aspergillus mit ihren zahlreichen Arten. Schimmelpilze können durch ihre spezifischen Stoffwechsel- und Enzymfähigkeiten sehr viele organische sowie anorganische Substanzen aufspalten und verdauen (z.B. Erdöl, Kohlenwasserstoffe und sogar Glas).
Wie bei den Hefepilzen hängt es hauptsächlich von der Stärke und Fähigkeit des Immunsystems ab, ob Schimmelpilze einen dauerhaften und krankmachenden Einfluss auf unseren Körper ausüben können. Einige Schimmelpilzarten bilden gefährliche Gifte, so genannte Mykotoxine, die zu weit reichenden Gesundheitsschädigungen führen können.

Von besonderer therapeutischer Bedeutung ist die Aspergillose, die als Folge einer Infektion mit einer schädlichen Aspergillus-Art besonders die Lungen, die Nasennebenhöhlen, die Ohren und Augen, das ZNS, den Darm, die Leber und Milz, das Herz und auch die Haut befallen kann. Die Mykotoxine des Grünschimmels (Aspergillus flavus) sind äußerst virulent und aggressiv, waren sie doch der Grund für den so genannten "Fluch des Pharaos".

In einigen Grabkammern, die damals von Archäologen geöffnet wurden, befanden sich größere Mengen dieses Schimmelpilzes und seiner Mykotoxine, die tödliche Auswirkungen auf die Expeditionsteilnehmer hatten. Diese, als Aflatoxine bezeichneten Schimmelpilzgifte, sind äußerst gefährlich und organschädigend und können sogar Krebs erzeugen (Leber). Auch sind viele dieser Mykotoxine hitze- und säurestabil, wodurch Hygienemaßnahmen erschwert werden können. Manchmal können sie auch auf verunreinigten Lebensmitteln wie beispielsweise Nüssen, Mais und Feigen vorkommen.

Aber auch weniger aggressive Schimmelpilzgifte stellen auf Dauer eine Belastung für den Körper dar. Insbesondere im Wohn- und Schlafbereich finden sich häufig durch ein schlechtes Raumklima die typischen dunklen Pilzflecken an Wänden und Zimmerecken, die durch ihre Sporenbildung die Atemluft belasten und ein Gesundheitsrisiko darstellen können. Unter diesem "Schwarzschimmel" in Wohnräumen leiden besonders Kinder, sowie alte und immunschwache Menschen. Außerdem sind sie für viele chronische Allergien und Atemwegserkrankungen mit verantwortlich. Andererseits werden viele Schimmelpilzgifte paradoxerweise in der Lebensmittelindustrie als harmlose und nützliche Enzymproduzenten eingesetzt. So sind es meist Aspergillus niger, Aspergillus oryzae und Penicillium species, die häufig für eine ungefährliche Fermentierung von Lebensmitteln verwendet werden.
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Weißt Du denn, welchen Schimmelpilz Du hast? Wie ist das getestet worden?
Gibt es Quellen in Deinem Umfald, die für Schimmelpilze sorgt?

Candida ist ein Hefepilz.

Grüsse,
Oregano
 
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Danke für die Rückmeldung, Oregano.
Ich habe mich nun eingehend über die Pilzerkrankungen informiert. Habe auch nächste Woche einen Termin bei einer Allergologin, um Allergien und Intoleranzen zu testen.

Aber mich interessiert jetzt mehr dieser Zusammenhang zum Estriol, den ich nirgends im Netz gefunden habe, der mir aber ziemlich logisch erscheint. Vermutlich hat man das noch nie untersucht. Aber es ist ja ein Gedanke wert.

Ich kam auf die Idee, weil wir
a) Schimmel in der Wohnung haben
und ich
b) einen fast nicht mehr feststellbaren Estriol-Wert habe.

Wie man Pilz angehen kann, ist mir klar. Die Frage ist aber, warum jemand überhaupt auf Pilzsporen reagiert. Daher kam mir der Verdacht, dass meine Schleimhäute so schlecht sind, dass sie keine natürliche Barriere mehr gegen Pilze sind.

Darum würde mich interessieren, wie ihr das seht.
 
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Hallo Daenerys,

Habe auch nächste Woche einen Termin bei einer Allergologin, um Allergien und Intoleranzen zu testen.
Soviel ich weiß, testen Allergologen nur Allergien. Intoleranzen werden dagegen primär von Gastroenterologen getestet, die Atemtests machen z.T. auch andere Ärzte.
Das ist deshalb wichtig, weil es doch tatsächlich Allergologen gibt, die meinen, es sei alles getestet, wenn bei den Allergietests nichts heraus kommt (selbst erlebt).

Ich bin am Überlegen, ob bei Dir in der Wohnung oder am ARbeitsplatz evtl. östrogenwirksame Stoffe vorhanden sind:

...
Östrogene sind körpereigene Botenstoffe (z. B. Estron, Estriol, Estradiol), die für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane und der sekundären Geschlechtsmerkmale verantwortlich sind. Sie bestimmen die erste Hälfte des weiblichen Zyklus: Sie rufen den Eisprung hervor und bereiten die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Östrogene werden v. a. in den Eierstöcken und in der Plazenta gebildet sowie in der Nebennierenrinde und in geringer Menge auch im männlichen Hoden.

Östrogen wirksame oder endokrine Stoffe sind jedoch körperfremde Umweltchemikalien, die definiert sind als ein von außen zugeführter Stoff, der in Synthese, Ausscheidung, Transport, Bindung, Wirkung oder Eliminierung von natürlichen Hormonen im Körper eingreift, die für die Aufrechterhaltung des hormonellen Gleichgewichtes (Homeostasis), die Fortpflanzung, die Entwicklung und/oder das Verhalten verantwortlich sind. Damit lösen diese Stoffe ähnliche Stoffwechselprozesse aus, wie die körpereigenen Hormone. Es wird jedoch auch eine Deaktivierung dieser Stoffwechselprozesse beobachtet, die durch Blockade der Rezeptorbindungsstellen der natürlichen Hormone verursacht werden.
Umweltchemikalien können aber auch indirekt (antiöstrogenbzw. antiandrogen) die Synthese und den Abbau von Steroidhormonen beeinflussen, indem sie beispielsweise die Enzymaktivität und daraus resultierend die Hormon- bzw. Hormonrezeptorkonzentration in den Zielorganen verändern. Derartige Effekte sind bei verschiedenen Organochemikalien, z.B. PCB, Dioxinen sowie auch bei Schwermetallen beobachtet worden (SCHLUMPF ET AL., 1996). Zu den Östrogen wirksamen Substanzen zählen auch Vertreter der Phthalate, der Phenole und der Bisphenole.

Es ist in der Regel aufwändig, auch nur die bekannten Östrogen wirksamen Verbindungen in einer Probe analysieren zu wollen – zumal davon ausgegangen werden muss, dass nach heutigem Kenntnisstand nicht alle derartigen Substanzen bekannt sind. Die Bestimmung eines Summenparameters kann daher auf einfacherem Wege eine Aussage zum Belastungsgrad ermöglichen. Wir greifen dazu auf einen biochemischen Test zurück, der summarisch die östrogenartige Wirkung auf lebende Zellen erfasst. Bei einem hohen Gehalt an Östrogen-Äquivalenten kann im zweiten Schritt auch eine Einzelstoff-Bestimmung vorgenommen werden, um eine Ursache für das Schadstoff-Vorkommen zu finden. Insbesondere beim vorbeugenden Gesundheitsschutz von Kindern erscheint die Vermeidung oder zumindest die Reduzierung von entwicklungsstörenden hormonell wirksamen Substanzen im Innenraum zwingend und unerlässlich.

Die Bestimmung des Summen-Gehaltes an Östrogen wirksamen Verbindungen erfolgt über den üblichen Sieben-Tage-Hausstaub, der für Klein- und Krabbelkinder auch einen wesentlichen Aufnahmepfad für partikelgebundene Schadstoffe darstellt.
...
ARGUK News

Das hat zwar eher entfernt mit den Schleimhautveränderungen durch Pilze zu tun, aber es wäre evtl. eine Erklärung für Deine niedrigen Hormonwerte :confused:...

Grüsse,
Oregano
 
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Liebe Oregano

Vielen Dank für den Ausschnitt betreffend Östrogene. Ich habe neulich auch gerade eine Verbindung zwischen Hormonen und Schimmelpilzen gefunden. Leider habe ich keinen Bookmark der Seite gemacht. Da stand in etwa, dass Schimmelpilze (nicht Candida) die Schleimhautproduktion vermindern kann. Was das dann für eine Auswirkung auf Hormone hat, weiss man leider nicht. Aber wenn diese Verminderung auch die Hormonproduktion verändert, wäre es denkbar.

Ach, es ist langsam echt zum Mäuse melken. Gerade heute Abend habe ich wieder einmal eine Selbstmitleidskrise, obwohl ich doch eine echte Frohnatur bin. Dieses monatelange recherchieren, überlegen und zwischendurch tapfer die Symptome aushalten, hängt mir irgendwie zum Hals heraus. Ich möchte einfach nur "normal" leben :)
 
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